Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 25 (1884)
- Issue
- Heft 51 (26.6.1884)
- Date
- 1884-06-26
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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i.iM'M.uaw— HIHH'IIIII I 'II I I I ■- 844 „Ein Recht sei Euch, der Fremde sei wie derEingeborene, denn ich bin der Ewige Euer Gott" als ein uneingeschränktes, alle Menschen umfassendes Äevot auzusehen. Jeder, der sein Menschenthum darin bekundet, daß er sich zu den sieben noachidischen Geboten*) verpflichtet erachtet, gilt dem Judenthum, auch wenn er in einem andern Bekenntnisse geboren ist, als theilhaftig der ewigen Seligkeit nach dem Spruche N. Josuas: „Auch die Frommen der Völker haben Antheil an der ewigenSeligkeit." Diese Lehrsätze sind die Grnndbestimmungen für die interkonfessionelle Stellung des Jndenthums. Wenn dem gegenüber in dem ausgedehnten jüdischenSchriftthnmc entgegengesetzte interconfessionelle Aussprüche sich vorfinden, so beziehen sich dieselben nur auf Heiden, welche gegen die genannten Gebote verstoßen, nicht aber auf Angehörige eines monotheistischen HZeKenntniffes. I. Adler, Distrikts-Nabb., Kitzingen i. B. Dr. S. Auerbach, Oberrabb., Halberstadt. Dr. B. Baer, Nabb, Grandenz. Dr. O. Bähr, Nabb., Koschmin. M. L. Bamberger, Distrikts-Nabb., Bad Kissingen. Nathan Bamberger, Distrikts-Nabb., Wnrzbnrg. Simon Bamberger, Distrikts-Nabb., Aschaffenburg. Dr. E. Bancth, Nabb., Krotoschin. A. Caro, Nabb., Pinne. Dr. M. Cahn, Provinzial - Nabb., Fulda. H. Earo, Kreis-Nabb., Löbau. Dr. A. Cohn, Distrikts-Nabb., Jchenhausen. Dr. I. Cohn, Nabb., Kattowitz. Dr. S. Cohn, Nabb., Berlin. Dr. Cohn, 9tabb.. Wreschen. M. Dreysuß, Nabb., Snlzburg. Dr. N. Ehrcnfcld, Nabb., Gnesen. Jacob Ehrenreich, Nabb., Höchberg. Dr. I. Freymann, Nabb., Ostrowo. Dr. L. Heilbnt, "Nabb., Merchingen. Dr. I. Hildesheimer, Nabb., Berlin. A. Hirsch, Distrikts-Nabb.. Bnrgpreppach. Dr. N. Hoffmann, Nabb.., Neustettin. Dr. H. Horwitz, Nabb., Frankfurt a. Nt. Dr. M. Jacobsohn, Nabb., Schrimm. Dr. I. Jsaacsohn, Nabb., Hamburg. Dr. M. Lernet, Nabb., Winzenheim. S. Lewin, Nabb.. Wittkowo. Dr. L. Löb, Ober-s)tabb., Altona. H. Landau, Nabb., Naschkow. Dr. M. Lehmann, Nabb. der isr. Neligionsges. in Mainz. Dr. I. Löb, Nabb., Samter. Dr. L. Löwenstein, Nabb., Geilingen. Dr. L. Münz, Nabb., Kempen. Diese sind: (knthalluiig vom ö'örendienste, der Mutschuld, der Unzucht, dem Raube, der<>'otre-zliisteruncz, dem Genüsse «irres von einem lebenden Thier« entfernten "'liedes, ‘rcboi der Rechtspflege. Dr. L. Munk, Provinzial-Nabb., Marburg i.Hessen. A. Neumark, Nabb., Lyk. E, Pickard, Nabb., Randegg. Dr. H. Plato, Nabb., Cöln. Dr. E. Plcßner, Nabb., Nogasen. Dr. S. Paper, Nabb , Czarj nikow. Dr. N- Sänger, Nabb., Bingen. Dr. S. j Schiffer, Nabb., Carlsrnhe. Dr.A. Singer, Nabb., Niedersept. Dr. A. Salvendi, Bezirks-Rabb., Dürkheim. Dr. I. Strauß. Kreis-Rabb., Rothenburg i. Hessen. G.Tiktin, Kgl. Landrabb, Breslau. S.Waldler, Nabb., Schönlanke. Wormser, Nabb, Gersfeld. Löb Wißmann, Distrikts-Nabb., Schwabach. Obiger Erklärung schließen sich auch die Unterzeichneten an, welche zu der Nabb.-Versammlung nicht eingeladm wurden. Dr. Ehrmann, Nabb., Trier.. M. Fried, Nabb., Haniburg. S. Horwitz, Nabb., Leipzig. H. M. Cohn, Distrikts-Nabb., Klein-Erblingen. Dr. L. Kahn, Nabb.. Wiesbaden. Dr. L. Marx, Nabb., Darmstadt. I. Nobel, Nabb., Halberstadt. Spitz, Nabb., Haigerloch. Zm» Kapitel von der Merjudung der Fresse. - (Schluß.) . Ob dies ein Lob für die Juden ist, das ist eine zweite Frage, und ebenso ob eine aufmerksamere Würdigung des Einfluges der Prelle auf die öffentliche Meinung die Juden nicht berechtigte, ja verpflichtete, weniger gleichgiltig diesem hochwichtigen Factor des socialen Lebens gegenüber zu verharre». — Von seinen Feinden muß man lernen. Sie wissen wohl, was sie wollen, wenn sie jedes Organ der Presse, das nicht ihr wüstes Treiben mitmacht, als unter jüdischem Geld-Einfluß stehend, denunciren. Fürchtet diese Sorte den jüdischen Einfluß auf die Presse, so wäre das allein Grund genug, ihn zn erlangen. Ein statistischer Ausweis wird ergeben, daß dieser Einfluß faktisch — <> ist. Während die Preßerzeugnisse des Antisemitismus Stadt und Land überschwemmen, geschieht von jüdischer Seite nichts, absolut gar nichts, um diesem Treiben einen Damm entgegen zu setzen. Unsere Feinde haben ihre Presse, ihre wohlgegliederte Organisation, unsre Feinde entfalten eine nimmer rastende Agitation,, berufe» Versammlungen, halten Neben, sällchen und lügen, nm Juden «lld Jndenthnm das Recht des Daseins streitig zn machen und wir sollten in allzngroßem Vertrauen auf unsere reine, gute Sache nicht wenigstens die unbestechlichen Zahlen der Statistik vor das öffentliche Forum laden, um die Lügner zu brandmarken und die Belogenen mit der Wahrheit bekannt zu machen?