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Der Israelit · 1884-05-29 · Heft 43 (29.5.1884) · page 6

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Journal
Der Israelit
Volume
25 (1884)
Issue
Heft 43 (29.5.1884)
Date
1884-05-29
Page
– (sequence 6)
Language
German
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2o bestimmte er in seinem eigenhändig medergeschriebenen letzten Willen, daß an seiner Bahre nur ein einziger 102.1 gehalten werden sollte. Er starb im Alter von 84 Jahren nach kurzem Krankenlager, zu früh für die Seinigcn, zu früh für die Gemeinde, von der er aufrichtig betrauert wird- Ein Beweis : für die Ehrerbietung und Liebe, die ihm gezollt j wurde, war das ungewöhnlich große Leichenbegängniß am 12. Mai, an welchem fast die ganze Gemeinde theilnahm. An der Bahre sprach der Gemeinde-Rabbiner Herr Dr. Feilchenfeld, der mit ergreifenden Worten ein Lebensbild des Verewigten entrollte Ein wehmüthiges Gefühl ergreift den Beobachter bei der Wahrnehmung, daß sich die Reihe der . -Q-itz omni D’«i’ allmählich lichtet und wir können nur mit Resignation ausrufen: wax M v' ns by Fra n k reich. Paris. Monatsbericht (April) der „All. Jsr. Univ." (Die russischen Colonien Amerikas.) Alliance. — Der Februar-Bericht hatte gemeldet, daß auf Ersuchen des Board of delegates zu New-Iork das Central-Comittz für die Colonie Alliance eine Subvention von 25,000 Francs votirt hatte^ Der Board macht dem Central-Comitö folgende mciiiheilungen über dieVerwendung eines Theiles dieser Summe und über die Lage der Alliance: Herr Henry, welchen wir von ihrem Beschluß n Gunsten von Alliance benachrichtigt haben, hat ogleich den Eolonisteu dieser Niederlassung mitgetheilt, wieviel einem Jeden von ihnen beigesteuert werden würde zum Ankauf von Samen, Pflanzen und Ackerbauwerkzeugen. Außerdem hat die Colonie 4 Pferde und mehrere Pflüge angekauft. Diese verschiedenen Ausgaben Belaufett sich auf 3,500 Dollars (circa 18,000 Frcs.) Erst nachträglich sollen Bestimmungen getroffen werden über die Verwendung der übrigen Summe. Die Hilfe, welche der Colonie Alliance gespendet worden, wird die besten Früchte tragen, denn die Lage dieser Niederlassung ist eine sehr befriedigende. Die Colouisten bereiten jetzt die Erde zum Anbau vor; hauptsächlich soll Korn, Obst und Gemüse gepflanzt werden. Sie haben gleichfalls ein Haus als Synagoge und zum Religionsunterricht hergerichtet; man sucht jetzt Jemanden um den Gottesdienst und den Unterricht zu leiten. Colonie Montefiore. — Diese Colonie, welche . erst kürzlich in einer sehr frnchbaren Gegend gegründet wurde, im Süd-Osten von Kansas, besteht aus 25 Erwachsenen, von denen 15 sich auf Kosten der Montefiore Argricultur aid Society niedergelassen haben und 10 mit eigenen Mitteln. Die Organisation dieser Colonie hat nahe an 1,200 Dollars gekostet; die Auswanderer, aus denen sie besteht, sind jung und thätig. Drei derselben gehörten zur Zeit der Colonie Louisiana an. welche sich wenige Monate nach ihrer Gründung auslöste. Colonie von Dakota. — Eine Zeitung vonNew- Iork, die „Evering Post", veröffentlicht in ihrer Nummer vom 19. März folgenden Brief über die russischen Colonien von Dakota: Ihr Correspondent, in Gesellschaft eines jungen israelit. Ackerbauers der Colonie Cremieux, verließ bei Tagesanbruch Mitchell, um die jüdische Colonie aufzusuchen, welche sich 32 Meilen südwestl. von dieser Stadt befindet. Die Colonisten - sagen, daß die Zeit gekommen sei, wo die Israeliten auch produciren würden, anstatt nur zu verbrauchen und sie werden beweisen, daß sie eben so gute Ackerbauer seien, als ihre Vorfahren gute Handelsleute gewesen. (Schluß folgt.) E n g l a n d. Liverpool. Ein großes Bankett fand letzten Mittwoch Abends zum Besten der Fonds der jüdischen Freischule in London statt, deren Präsident Baron Nathaniel de Rothschild ist. Den Vorsitz führte Herr M. I. Mondella, Vice-Präsident des königl. Schul- und Unterrichtsrathes in Großbrittanien und Parlaments-Mitglied. Unter den hervorragenden Anwesenden waren außer Baron Rothschild Lord Randolph Churchill und Matthew Arnold, beide Parlaments-Mitglieder. Große Reden und Toaste wurden bei den Genannten gehalten, und betonte der Vorsitzende besonders die großen Verdienste der Freischule, deren Schülerzahl sich aus 3300 beläuft, die fast Alle bei der jährlichen Jnspections- Prüfung glänzend bestanden, so daß die engl. Regierung 2663 L. St. Subventionsbetrag bezahlt. Außerdem sprachen noch Herr Dr. Herrn. Adler, Sir Julian Goldsmid, Baronet, A. L. Cohen, Schatzmeister und der dirigirende Lehrer Angel, ein vortrefflicher Schulmann. Es wurden diesen Abend 5048 L. St. gezeichnet. Alle christlichen Redner ergingen sich in Lobreden über Juden und Judenthum. Rabb. Dr. Stern. Amerika. New-Bork. Ein hiesiges Counts sammelt zu dem nächsten Geburtstag des Sir Moses Montefiore Gelder, um zur ehrenden Erinnerung an denselben ein Krankenhaus für unheilbare Kranke zu

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