Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 25 (1884)
- Issue
- Heft 35 (1.5.1884)
- Date
- 1884-05-01
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
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■ 580 - Männer, die ihn in den Vordergrund gestellt haben. - rrcjm stellet sie hin. macht, da st sie allein bestehen Der Bestand des Judenthums knüpft sich an das .! können, und unterrichtet sie so, daß sie dareinst wieder Erfassen und Jnsichaufnehmcn der gesammten Gottes- ’ Lehrer in Israel werden, und wiewohl ihr grosse lehre, verbunden mit der für den Lehrer des Judenj Schaaren um euch sammelt, so entziehet Keinem eure ihnms unerlässlichen Bescheidenheit. Wenn ein; besondere Aufmerksamkeit und geistige Pflege. Fall deiner Beurtheilung unterbreitet wird, der schon! Stellet viele Schüler auf! Es denke Niemand», in ganz ähnlicher Weise einmal, zweimal oder dreij er habe genug gethan, wenn er während feines mal dir vorgekommen, so sprich nicht: ich habe diese j Mannesalters die Gotteslehre verbreitet mit heißem Angelegenheit schon einmal, zweimal oder dreimal j Bemühen; er könne dann im Geisenalter ausrnhea durchforscht, und es wäre überflüssig, sie aufs Neue und in behaglicher Ruhe zuschauen, wie die Saat zu prüfen — nicht doch n'w ö'jjna seid vorsichtig; sich entfaltet, die er viele Jahre hindurch gesäet. und langsam im Urtheile und prüfet wieder und Nicht doch! niemals darfst du aufhören zu kehren, wieder ehe ihr die Entscheidung trefft. (Barti-! wie es heißt: nora z. St.) - i :*rv ran 2^2, -jym n» yir Das Judenthum besteht nur in der Thorah z „Am Morgen (Deines Lebens) säe Deine Saat und durch die Thorah. Daher ist es die erste 1 und am Abend (Deines Lebens) lass nicht ruhen Pflicht, dieselbe eifrig zu studiren, sich umfassende! Deine Hand (Koheleth C. 11. V.6)." Wohl Nie- Kenntnisse in ihr zu erwerben und durch tiefes Eindringen ' mand hatte , so viele Schüler um sich gesammelt, in sie ihre heiligen Vorschriften der höchsten Wahrheit! wie. Rabbi Akiba. 24OO0 Jünglinge genossen den gemäß in Anwendung zu bringen. Ebenso wichtig! Unterricht ihres großen Lehrers, der ihnen den größten wie das Lernen ist das Lehren: n:nn vvsym; Theil -seines langen Lebens widmete. Am Abende und stellet viele Schüler auf! i seines Lebens sah er diese reiche Blüthe der Israel. Je mehr Thorah-Kenntniß in Israel verbreitet Jugend.dahinwelken; sie starben an einer tückischen wird, desto größer, glücklicher und herrlicher wird! Krankheit oder wurden die Opfer des.Aufstandes unser Volk. Nicht der ist der echte Weise, der große! unter Bar Kochba. All die mühselige Arbeit des Schätze des Wissens gesammelt und diese für sich! großen Lehrers schien vergeblich gewesen zn sein; behält. Ein solcher gleicht de.ru Geizigen, der das , aber er ließ die Hand nicht sinken. Im hohen Gold, das er gesammelt, in die Erde gräbt. Nie-; Greisenalter noch sammelte er wiederum Schüler mand hat Freude daran. Niemand hat Nutzen davon.! um sich und diese: Rabbi. Meir, Rabbi Jose, Rabbi Der echte Weife muß lehren, wie und wo er nur; Jehndah, Rabbi Scknmeon, Rabbi Nechemia und kann und sein großes Wissen zum Heile und Wähle j Rabbi Jochanan Haßandler wurden die Väter Jsseiucr Mitmenschen verwenden. Er muß Jeden als » raels, die Erhalter der Gotteslehre. Schüler annehmen, der brav undunbescholten ist,! n-onro nr-p,. Und ziehet einen schützenden und darf nicht erst prüfen, ob der Unterricht auch - Zaun um die Thora. — Die Thora gleicht einem erfolgreich sein wird. Rabbon Gamliel war ein! herrlichen Garten, voll der schönsten Blumen und großer Lehrer in Israel; aber er war zu streng in \ der kostbarsten Fruchtbäume. Ohne den schützender Auswahl seiner Schüler und wird darob im ' den Zaun wäre dieser herrliche Garten der Willkür Talmud getadelt. Sammelt nur viele Schüler um böser Menschen und dem Zutritte wilder Thkere anscuch, und wenn auch Mancher darunter sein sollte,! gesetzt. Bald wäre er der Zerstörung anhekmgeder sich aus nicht ganz reiner Absicht, aus Ehrsucht > geben und spurlos verschwunden. Der schützende oder aus Gewinnsucht, dem Studium widmet, —! Zaun ist es, der ihn vor Vernichtung bewahrt. Dalaßt ihn gewähren, laßt ihn lernen; das Licht der; her haben unsere Weisen es sich angelegen sein lassen, Gotteslehre wird seine Gedanken läutern und ihn; einen schützenden Zaun um den Garten der Thora davor schützen, daß er die Wahrheit ob ncbensäch- . zu ziehen Da ist das strenge Sabbatgesetz. .Wer lichcr Dinge vernachlässige.; den Sabbat entweiht, ist des Todes schuldig. Leicht- Stellet viele Schüler auf!.— Die große Menge; lich konnte man dazu kommen, eine todeswürdige schließt sehr häufig die Gründlichkeit aus. Hat ein . Entweihung des Sabbats zu begehen, wie wir e5 Meister nur wenige Lehrlinge, so kann er sich diesen! oben an dem Beispiele jenes Hokzfammkers gesehen mit größerer Sorgfalt widmen, während eine be-! haben. Um das zu verhüten, haben unsere Weisen trächtliche Anzahl seine Aufmerksamkeit zertheilt. Die ' das Sabbatgesetz mit einer Reihe von Vorschriften Männer der großen Synode aber legen es uns ans! umgeben, deren Beobachtung vor der Entweihung Herz, trotz der großen Anzahl der Schüler die des Sabbats schützt. Alle Dinge, die zu am Sabbat Gründlichkeit der Belehrung nicht außer Acht zu > verbotener Arbeit gebraucht werden, darf man nicht lassen und dafür Sorge zu tragen, daß die Schüler; bewegen, nicht in die Hand nehmen, nicht die Nähherangebildet werden/zu selbstständiger Forschung.! nadel, nicht den Schusterpsriemen, nicht den Hobel