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Der Israelit · 1884-06-23 · Heft 50 (23.6.1884) · page 26

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Journal
Der Israelit
Volume
25 (1884)
Issue
Heft 50 (23.6.1884)
Date
1884-06-23
Page
– (sequence 26)
Language
German
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Dem Localcoraite in Jerusalem, bestehend aus den Herren Michel. Pinea und' Dr. Schwarz, welch letzterer den Gesundheitszustand der -Zöglinge unentgeltlich überwacht, sowie Herrn Baurath Schick, der die Sorge für die Unterhaltung des Hauses übernommen hat, sagen wir unseren besten Dank. Ferner sprechen wir allen denjenigen, welche unser heiliges Werk durch Mitglieds- oder einmalige Beiträge oder in sonstiger Weise unterstützt haben, unsere wärmste Erkenntlichkeit aus. Insbesondere liegt es uns ob, zweier hervorragender Gaben zu erwähnen, welche uns' im abgelaufenen Jahre zugeflossen sind, nämlich einer Zuwendung von 200 Pfd. St. für die Jahre 1882 und 1883 seitens der Curatoren des Jakob A. Franklin’sehen Nachlasses zu Gunsten des Jacob A. Franklin-Fonds, der nunmehr auf 300 Pfd. St. angewachsen ist, und der hochherzigen Schenkung des Herrn Jacob H. Schiff in New-York im Betrage^ von 2500 Mk. Auch können wir nicht unterlassen, den hohen Behörden für die Geneigtheit, mit der dieselben unseren Wünschen stets entgegengekommen sind, unseren wärmsten Dank auszusprechen. Unser Grundstück steht nunmehr unter dem Schutze des deutschen -Reiches, indem es auf den Namen des Kaiserlich deutschen Consulats zu Jerusalem eingetragen ist. Die von der früheren Verwaltung begonnenen Schritte, dem Vereine die Rechte einer juristischen Person zu erwerben,, wurden von uns fortgesetzt. Nachdem die ausserordentliche Generalversammlung vom 2. März d. J. dem Vorstande unbeschränkte Vollmacht gegeben hat, die Statuten in der von den k. Behörden gewünschten Weise abzuändern, wird derselbe mit thunlicher Beschleunigung diejenigen Aenderungen veranlassen, an welche die Bewilligung jener werthvollen Rechte geknüpft wird. Eine soeben eingetroffene Mittheilung glauben wir unseren Lesern nicht vorenthalten zu sollen« Herr Dr. Herzberg schreibt uns unterm 23. April: „Da unseren Kindern als zukünftigen Handwerkern freies Händzeichnen von der grössten Wichtigkeit ist, so habe ich mich entschlossen,, im laufenden Sommersemester diesen Unterricht einzuführen, den ich in Ermangelung eines geübteren Zeichners selbst übernommen habe. Von unseren Kindern wird Juda Rothstein, der wenig begabt, aber körperlich gut entwickelt ist, auf seinen dringenden Wunsch wahrscheinlich mit Anfang nächster Woche bei einem Schmied in die Lehre treten. Das wäre der dritte unserer Zöglinge, die vorläufig einen halben Tag der Schule und einen halben Tag der Arbeit widmen.“ Es erübrigt uns noch, über die finanzielle Lage unseres Vereins zu berichten. Die Beiträge haben sich um eine kleine Summe erhöht, die Legate und Geschenke zum Fonds zusammengenommen erheblich gegen das Vorjahr vermindert, wogegen der Jacob A. Franklin-Fond durch die Zuwendungen für zwei Jahre sich um 200 Pfd. St. vermehrt hat. Bedauerlich ist die Abnahme der Spenden um 1300 Mk., da, so lange die Beiträge sich nicht bedeutend heben, wir auf die Spenden zur Fortführung der Anstalt angewiesen sind. Für das Haus und Grundstück in Jerusalem mussten wir noch eine Restzahlung von 1007 Mk. 50 Pf. leisten. Auch erscheint die Ausgabe für die Anstalt um über 3000 Mk. höher; doch ist hierbei zu berücksichtigen, dass ein Vierteljahr der Gehalte rückständig war, und die Ausrüstung der neu aufgenommenen Zöglinge einen Aufwand von Mk. 600 erforderte. In unserem Voranschlag pro 1884 haben wir die Spenden in der Hohe des vergangenen Jahres eingestellt. Wir konnten nur dadurch ein Gleichgewicht zwischen den Einnahmen und Ausgaben herstellen, dass wir auf den Verbrauch des Gassenbestandes von 1443 Mk. 23 Pfg. rechneten. Ein derartiges Defizit darf aber selbstverständlich nicht dauernd werden. Wir bitten daher dringend, uns durch den Beitritt zur Mitgliedschaft und durch einmalige Gaben eifrig za unterstützen, damit wir unsere Anstalt ihrem hohen Ziele entsprechend weiter fahren und wo möglich sowohl in ihren pädagogischen Leistungen, als in der Zahl der in ihr erzogenen Knaben auf eine immer höhere Stufe heben können. Und so schliessen wir diesen Bericht mit dem Wunsche, dass der Himmel unsere Bemühungen für die heilige Sache der Menschenliebe und des Glaubens auch in Zukunft segnen möchte. •_Anmeldungen zum Beitritt, sowie Geschenke und Legate nimmt jedes Mitglied des Vor-

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