Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 25 (1884)
- Issue
- Heft 50 (23.6.1884)
- Date
- 1884-06-23
- Page
- – (sequence 25)
- Language
- German
- Belongs to
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tz£jru^T~ 187 — Kwiatek 0.30, K. Sama 0.15, M. Kohnstam 0.40, Bedlo 0.10, «ns. abz. Porto 32 M. Gesammtsumme der bisherigen Sendungen 107 M., von denen 100 M. an Herrn Michel Plnes in Jerusalem für die Colonie abgeaandt wurden. Verein zur Erziehung jüdischer Waisen in Palästina.*) : L Frankfurt a. M., 15. Mai 1884. Mit dem 1. Januar 1883 ist der Sitz des Vereins nach Frankfurt a. M. verlegt worden und die Leitung in die Hände des Unterzeichneten Vorstandes ubergegangen. Wir haben uns nach Kräften bemüht, nicht hinter unseren verdienstvollen Vorgängern zurückzustehen, und das ven ihnen so schön begonnene Werk in erspriesslicher Weise fortzufuhren. Das Mitglied des Verwaltungsraths, Herr L eop old Hamburg er von hier, hat ■ auf seiner Heise im Orient auch unsere Anstalt in Augenschein genommen und uns über deren Verhältnisse eingehenden Bericht erstattet. Den Inhalt seiner erfreulichen Wahrnehmungen haben wir unseren Mitgliedern in einem Circular zur Kenntniss gebracht. Herr Hamburger hat während seines Aufenthalts in Jerusalem die Zahl der ^Zöglinge durch provisorische Aufnahme dreier, von ihm besonders würdig befundene Knaben vermehrt, so dass jetzt 13 Waisen (gegen 10 im Vorjahre) in der Anstalt ihre Ausbildung erhalten. Der Tkätigkeit des Herrn Directors Dr. Herzberg, namentlich als Waisenvater zollen wir alle Anerkennung. Besonders ist anerkennend hervorzuheben, dass derselbe den deutschen ^Unterricht in den oberen Classen bereitwilligst übernommen hat. Den Gang des gesammten Unterrichtes, wie überhaupt alle inneren Fragen, verfolgten wir, soweit es bei der grossen Entfernung möglich ist, mit Aufmerksamkeit. Von Zeit zu Zeit erhielten wir Schreibhefte und sonstige Arbeiten der Zöglinge, die uns ein Urtheil über die fortschreitende Entwickelung der einzelnen Classen ermöglichten. Die Hilfslehrer wurden im pädagogischen Interesse zum Theil gewechselt; doch ist in dieser Beziehung unser Streben noch nicht ganz zum erwünschten Abschlüsse gekommen. Gegenwärtig sind wir bemüht, die Unterrichtsfächer, welche bisher verschiedenen Hilfslehrern übertragen waren, in die Hand eines einzigen tüchtigen seminaristisch gebildeten Lehrers zu legen. Eine in Bezug hierauf yon uns erlassene Annonce veranlasste verschiedene Herren zur Meldung; doch konnten wir bis jetzt noch keine definitive Entscheidung treffen. Unsere Anstalt erringt sich in der Leihe der humanitären Institutionen in der heiligen Stadt eine mehr und mehr geachtete Stellung. Anerkennende Aeusserungen sind über sie sowohl von auswärtigen Besuchern, als von Einwohnern Jerusalems selbst gethan worden. Mit um so grösserer Zuversicht konnten wir uns daher bemühen, dem Vereine neue Mitglieder und Freunde zu werben. In diesem Streben wurden wir von den in Berlin wohnenden Mitgliedern der Verwaltung und von Herren, die schon seither für die Vereinsinteressen in Holland thätig waren, den Herren Labbiner Dr. Berenstein, Dr. De Pinto und L. Simons in Haag, ganz besonders aber von unserem Collagen und Ehrenmitgliede Herrn Bezirksrabbiner Dr. Salvendi in Dürkheim, kräftig unterstützt. In Hamburg haben wir ein treues Mitglied in Herrn Hermann Gumpertz gewonnen, das uns seine thatkräftige Mitwirkung in Aussicht gestellt hat. Ferner hat Herr Dr. Herzberg durch Aufsätze in amerikanischen Zeitungen uns Freunde und Beiträge verschafft.