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Der Israelit · 1884-06-19 · Heft 49 (19.6.1884) · page 10

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Journal
Der Israelit
Volume
25 (1884)
Issue
Heft 49 (19.6.1884)
Date
1884-06-19
Page
– (sequence 10)
Language
German
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816 theile habe er ausdrücklich gesagt, daß er „nie die Einführung einer Orgel veranlaffen würde," wie er auch in Weilburg thatsächlich dem Verlangen nach einer Orgel entgegengetreten sei. Ferner spricht Herr Dr. G. Herrn Rabbiner Dr. Hildesheimer die „Eompetenz" ab zu jener Erklärung gegen ihn, der „seit ungefähr einem Jahrzehnt nicht mehr sein Schüler, sondern sein . . . . College ist." Schließlich erklärt Herr Dr. G., er „besitze gar kein Schriftstück vom Rabbiner Dr. Israel Hildesheimer, sondern ein gedrucktes Rabbiner - Diplom mit dem Jnsiegel „Rabbiner- Seminar zu Berlin." Herr Rabbiner Dr. Hildesheimer habe „dieses Diplom allerdings als derzeitiger Rector auch gezeichnet," aber Herr Dr. Hildesheimer könne „die Documente dieser Anstalt" ebenso wenig „für hinfällig" erklären, wie Professor Haekel, der Dr. G.'s Promotions-Diplom als Dekan gezeichnet hat, „jemals auf die Idee kommen würde, das Diplom „für hinfällig" zu erklären, falls Dr. Goldschmidt etwa als Gegner seiner „Affen-Theorie" öffentlich aufträte. „Ich besitze ein Rabbiner-Diplom, eine nanin mnn, mit dem Jnsiegel „Rabbiner-Seminar zu Berlin," in schöner, deutlich leserlicher, blauer Farbe, und so lange dies Jnsiegel nicht verwischt oder weggezaubert wird, soll mir kein Mensch der Welt — am wenigsten wegen einer Meinungs- Differenz — dies Diplom für hinfällig erklären, und wäre es zehnmal Herr Rabbiner Dr. Israel Hildesheimer." Wir haben hiergegen zu bemerken: 1) Herr Rabbiner Dr. Israel Hildesheimer hat gesagt, daß Dr. G., nachdem er erklärte, daß er „in dem Vorhandensein einer Orgelsynagoge ein Hinderniß für seine segensreiche Thätigkeit als gesetzestreucr Rabbiner" nicht sieht, und daß die Orgelfrage längst aufgehört hat, „ihre besondere Bedeutung" zu haben, hierdurch einen von den y"j pst absolut ausgesprochenen mo*« für einen nur transitorischen erklärte, und diese Thatsache, um welche allein es sich handelte, wird von Dr. G. aufrecht gehalten. In seiner Gemeinde „dem Verlangen nach einer Orgel entgegengetreten," und zugleich um ein Rabbinat (wie z. B. am Hamburger Resormtcmpcl, in Mannheim, Wiesbaden, Cassel und Göttingen), in dem sich, wie man sehr wohl weiß, bereits eine Orgel befindet, candidiren, das zeugt denn doch von einer Festigkeit der Grundsätze, deren Beurtheilung wir ruhig unseren Lesern überlasten können. 2) Herr Rabbiner Dr. Hildesheimer sprach nicht von einer nsrv.n mnn, sondern von einem „Schriftstück," ausgestellt von einer Anstalt, deren Vertreter nach Außen Herr Rabbiner Dr. Hildesheimer ist. Die Annullirung jenes „Schriftstückes" hat Herr Dr. H. selbstverständlich nur in Uebereinstimmung mit den gleichfalls Unterzeichneten ausgesprochen. Oesterr.-Ungar. Monarchie. Wien. Die k. k. statistische Eentral-Commission hat jüngst die Statistik der Unterrichts-Anstalten in den im Reichsrathe vertretenen Königreichen und Ländern für das Jahr 1881/82, bearbeitet von der Dircction der administrativen Statistik, herausgegeben (Wien, 1884, Staatsdruckerei) und damit ein in vielen Stücken sehr lehrreiches Material geliefert. Die Vublication zieht die Hochschulen, Mittelschulen, Fachschulen und Volksschule in ihren Kreis. Aus dem Capital „Universitäten" erwähnen wir: Die verschiedenen Consesstonen waren im Durchschnitte des Decenniums 1873 bis 1882 an den Universitäten in folgender Anzahl vertreten: die Katholiken mit 73.22/Percent, die orientalische Griechen mit 2.45 Percent, die Evangelischen mit 3.08 Percent die Israeliten mit 14.11 Percent, die andern Consesstonen mit 1,14 Percent. Reben der erheblichen Steigerung des Percentantheils evangelischer Studirender der Philosophie — von 1.5 Percent des Jahres 1872/73 auf 5.1 Percent im Jahre 1881/82 — tritt insbesondere der starke Antheil der Israeliten an dem Universitäts-Studium hervor, besonders wenn dabei ihr Antheil an der Gesammt-Bevölkerung im Auge behalten wird. AuS Böhmen. Das Krakauer Rabbinats- Collegium, an dessen Spitze Herr Hirsch Rapaport giebt im Vereine mit mehreren hervorragenden Rabbinern Polens bekannt, daß die sogenannten „Russen" ^russische Sardellen) von keinem frommen Jehudi genoffen werden dürften, weil die chemische Untersuchung ergeben hat, . ... r pin Dy miyo pnontcr n’juDzr nr« d;i. '"2nrr nhv ersuche Sie diese Mitiheilung in Ihr geschatzes Blatt aufzunehmen. Der Genuß dieser Fische ist nur dann gestattet, wenn durch einen “»»dh von religiös — glaubwürdiger Seite der Nachweis geführt ist, daß sie streng rituell zubereitet sind. I Die kleine, aber fast durchgehende fromme Gemeinde, Hartmanitz, hat am 26. v. Mts. das Fest; der Einweihung ihres neuerbauten Gotteshauses, unter; inniger Theilnahme von Israeliten und Nichtisraeli-; ten begangen. Diese Feier» welche von einem echtisraej Mischen Geiste getragen war, ließ den freudigsten i Widerhall in den Herzen seiner Theilnehmer zurück! und war in des Wortes wahrem Sinne ein Kiddusch! haschem. Ehre dieser Gemeinde» an deren Spitze der I ebenso fromme als gesinnungstüchrige Herr Isaak

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