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Der Israelit · 1884-04-18 · Heft 30-31 (18.4.1884) · page 6

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Journal
Der Israelit
Volume
25 (1884)
Issue
Heft 30-31 (18.4.1884)
Date
1884-04-18
Page
– (sequence 6)
Language
German
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524 Leiter der andern in Ungarn und Siebenbürgen vi"jo blühenden now sich gewiß n"jn bestreben, diesen abnb von der nährenden Mntterbrust der mm Entrissenen, in ihren Lehrsälen eine neue Heimstätte zu bereiten, in der sie 'nnxnb» mm w, ihre»! heiligen Streben mit gewohntem Eifer obliegen können. Da aber zu befürchten steht, daß so mancher dieser Verlassenen aus Mangel an Existcnzmitteln, von Sorgen um die Zukunft in seinem Gottesvertrauen erschüttert, Syrenenrusen der Neologie folgen könnte, um dann, von den allezeit offenen Armen dieser' Seelenfänger umfangen, dem wahrhaften mmn gänzlich entfremdet zu werden, wäre es dringend angezeigt, daß auch jene gefetzestrcucn Rabbinen außerhalb Ungarn's, denen doch Allen die h. Sache des Thoralernens gewiß am Herzen liegt, in ihren Gemeinden Jeschiwoth einrichten würden, in welchen eine Pflanzstätte für mm und nsc im altjüdischen Geiste geschaffen wäre. Am geeignetsten für. diese heilsame Schöpfung wäre im österreichischen Kaiferstaate der galizische und Bukovinaer Boden, da dort noch das mm lernen so ziemlich im Ansehen, und im Vorhinein die Garantie geboten wäre,. daß die jungen Reiser, die dort auf den h. Boden der mm. verpflanzt, zum kräftigen d>vi py sich entwickeln würden. Bedauerlicherweise ist aber das m'v'-Wesen in diesen Ländern von jeher eine Terra incognita, und nur dem Namen nach bekannt, so, daß es, trotz der vielen namhaften, strengreligiösen Gemeinden hierzulande, und trotz der bedeutenden talmudischen Größen, die wir hier zu besitzen so glücklich sind, es doch nicht eine mw gibt, in der on»ro nach bewährter Art der berühmten ungarisch-siiebenbürgen Jeschibot ihrem Studium obliegen könnten. Es würde zu weit führen, den Ursachen dieser auffallenden, unerfreulichen Thatsache hier nachzugehen; wir constatiren daher nur das Faktum, und wünschen daß im Sinne des 'm nurjn ny, insbesondere, da doch das 'Vn irnrn ngn zu befürchten steht, unsere hierländischen conservativen Rabbiner sich aufraffen sollten, um das echte und rechte rn'v'-Wesen auf diesem jungfräulichen Boden einzubürgern, da doch alle Factoren vorhanden, diesem gottgefälligen Werke der Thoravcrbreitung die günstigsten Aussichten auf Erfolg zu sichern. Schreiber dieser Zeilen, der so glücklich, in seinem ungarischen Geburtsland?, der Preßburger Jcschiwa seine ganze Jugendzeit-hindurch angehört zu haben, und daher tiefinnerlich von der hohen Bedeutung der Jeschiwos durchdrungen ist, wäre gerne erbötig, sein bescheidenes Scherflein zur Einbürgerung der n'2'v' in unserem Lande beizutragen, und würden daher vorläufig 20—30 D'-nro hierorts bereitwillige Aufnahme finden. Mögen Andere, Berufenere auch ihrerseits p, irr-,' 'jco nach Kräften zur Verwirklichung dieses Planes beitragen, damit wir neuerdings zur Wahrheit machen das Wort der h. Schrift: rvm — irani nnxn n:nen wy -o 'vn -tstaun nmon I. Kun stadt. Rabbiner. Rußland. Petersburg, 0. April. Die „Rowosti" melden: Anläßlich einer Privatklage hat der Senat die Frage erörtert: Ob die Juden auf Grund der jetzigen Judenordnung angehalten werden können, die Immobilien zu verkaufen, welche sic vor dem Erlaffe der Judenordnung erwarben, zumal wenn sie bei der Erwerbung von Immobilien Zunfthandwerker waren, jetzt aber kein Handwerk betreiben. Der Senat habe sich dahin ausgesprochen, daß der betreffende Verkansszwang unzulässig sei, auch wenn die Juden als Handwerker Immobilien erwarben. Allerdings verlieren die Juden, welche ihr Handwerk aufgegeben haben, sobald sie vom Handwerkeramt aus der Mitgliederliste gestrichen sind das Recht sich außerhalb des Bezirks ihrer beständigen Ansässigkeit aufzuhalten, des Besitzrechts auf ihr Eigenthum, welches sie in gesetzlicher Weife erwarben, begeben sie sich indeß dadurch nicht. Kiew. Das Gebäude der seit 25 Jahren bestehenden jüdischen Handwerkerschule, aus welcher eine große Zahl tüchtiger Handwerker hervorgegangen war, die daher für die hiesige jüdische Bevölkerung eine große Wohlthat gewesen, wurde seitens der Stadtbehörde gewaltsamerweise den Juden wcggenommen, unr auf dem Grunde desselben ein neues Gerichtsgebäude zu errichten. Die Schule wurde aufgelöst, weil sie angeblich den von den Behörden vorgesehenen Zwecken nicht entsprochen habe. Palästina. Jerusalem, 23. Ador. Gestatten Sie mir, über eine Gedächtnisfeier zu berichten, die heute hier zu Ehren eines froinmen deutschen Jünglings abgehalten wurde. . Im vorigen Jahr am 23. Ador II. verstarb in Stettin ein Jüngling, der wegen seiner befoadern Frömmigkeit und seines mit den edelsten Eigenschaften ausgestatteten Charakters, in unserer Zeit, wo das Thoraleruen und der religiöse Siun be-

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