Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 25 (1884)
- Issue
- Heft 27 (3.4.1884)
- Date
- 1884-04-03
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
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476 -»so stand, — um, wie bestimmt war, hier ganz ö'>nn zu sagen. Wie überrascht war man aber, hier ein wahres Prachtwerk, in schönster Beleuchtung strahlend zu finden. Ein pa, wie er nur selten errichtet wird, stand da, welchen Herr E. herstellte nach der genauen Angabe und unter Leitung und Mitwirkung seines verehrten Vaters, Herrn Lehrer Eschwege aus Karbach, der hierzu eigens eingetroffen war. Die erhebende Andacht dauerte bis 2 Uhr und ein Jeder freute sich mit mn auch n>nn -.03 vereint zu sehen. Illach früh beendeter noDtbn versammelten sich die Festtheilnebmer Vormittags gegen 0 Uhr zum Festzuge. Dieser war' aufs Gelungenste arrangirt. und wurde von der hiesigen Schuljugend eröffnet. Die Schüler mit Fahnen und Schärpen versehen, wahrend die Mädchen mit Kränzen und Bändern geschmückt waren. — Diesen folgten einige Fahnenträger, diesen ein Theil der Ehevra-Mitglieder, dann der Distrikts-Rabbiner, die neue n"D tragend, vom Lehrer und Chevravorstand begleitet. Den übrigen Theil des Zuges, bildeten die Chevra mit 4 n"o — als Begleitung der neuen — die Herren Vorstände, der Herr Bürgermeister mit dem ganzen Gemeindcausschusse, die Ehrengäste und die übrigen Gemeindeungehörigen. Der Festgottesdienst verlief ganz dem Programme entsprechend. Die Fcstprcdigt, die Herr Distriktsrabbiner Nathan Bamberger hielt, war eine sehr gediegene und fand ungethciltcn Beifall. Der verehrte Redner sprach zuerst über die Vorzüge der mv, über die Größe der durch Uebergabe des 3*0 erfüllten msD und verbreitete sich sodann über den ■'znsai D'D3 «*«, rrrn rwru D'-ot rw'ivz: amo welchen er in mcisterhüfter Weise auszuführen verstand, knüpfte hieran jene allegorische Stelle, das; Gott nur unsere Kinder sich als Bürgschaft für die Thora-Erfüllung und Thora-Verbreitung erkoren habe und ermunterte dann mit wahrhaft begeisterten Worten die. Anwesenden, auch ihren Kindern diese co-y hcrauzubilden. Der Tag bot noch manches Vergnügen für Jung und Alt. So verlief denn das ganze Fest in würdigster Weife und herrschte bei .Allen nur die eine Stimme, das; die Feier eine höchst gelungene gewesen. Gewiß entsprechen wir dem Wunsche Vieler, indem wir schließlich dem verehrten Fcstconnte, wie überhaupt Allen, die sich um das Zustandekommen und die Ausführung dieser Feier-verdient gemacht, herzinnigen Dank aussprcchen. Möchte aber auch der bei dieser Feier von Vielen geäußerte Wunsch erfüllt werden, daß die für dieses Fest errichtete o»3ny *) auch für die Dauer der Gemeinde Thüngen erhalten bleiben, daß sich auch hier voll und ganz bewähre mso nm ntso —! 8....r. Altona Der Verein**) larrnaan hier, dessen Tendenz es ist 1. den Mitgliedern am Jahrzertstage Gelegenheit zu geben, im. Vereinslokcüe als Vorbeter znfungiren; 2. in Sterbefällen während der sieben Trauertage im Sterbehause ein p», aus den Mitgliedern selbst bestehend, zn senden und 3. Unterstützungsgelder in Krankheitsfällen zu gewähren, feierte seinen hundertjährigen Srtiftnngst a g. In dem herrlich geschmückten Saale der Tonhalle versammelten sich um 7 Uhr Abends 78 Mitglieder, außerdem Ehrengäste wie Sr. Ehrw. Herr Obberrabbiner Dr. Löb, der Rabbinatsaffeffor Herr E. Munk und Obercautor.Herr N. Nathansohn. Nach Schluß des 3^yr--Gebets nahm die Mahlzeit ihren Anfang. Nachdem der Vorsteher Herr I. Philipson, eine von Herzen gesprochene Anrede gehalten, ergriff zunächst Sr. Ehrw. Herr Oberrabbiner Dr. Löb das Wort und ergötzte die lauschenden Zuhörer mit einer begeisternden Rede, gewürzt mit mm nai, darauf, nachdem ein frenetischer Beifall die Worte des Genannten belohnt, begann Herr Rabbinatsassessor Herr E. Munk seine höchst geistvoll dnrchgeführte Ansprache. Rach einem sarcastisch humorvoll gehaltenen Vortrag erfreute der Obercautor Herr itf. Rathansohn die Zuhörer durch einige mit Chorbegleitung gesungenen Psalm. — Eine wahre Freude war es für Referenten sörran -1®«) mit anznsehen, als es zum Verkauf des pv'm rcna ging, wie fämmtliche Aiitglieder wetteiferten und keine Gekdopfcr scheuten, um diese rvso zu erlangen, die mit dem Preise von 188 Mk. erstanden wurde und selbstverständlich der Oberrabbiner '"2 damit beehrt wurde. Erst nach Mitternacht trennte sich die heitere sowohl an Geist und Körper erquickte Gesellschaft. Möge es den Herren Vorstehern, die eifrig bestrebt sind, den Verein zu, heben, gelingen, ihre Bemühungen mit Erfolg gekrönt zu sehen. D-O® D.T? vr®' 2U2 . *) Vorkehrungen, durch die es erlaubt war. am <5abbat zu ** Zwei verschiedene Meinungen herrsche» über tZnlstehung dieses Namens: l. Soll der Verein so genannt worden sein» weit derselbe im Jahre 7"n 7"v mst gegründet wurde, unl» 2. märe der Verein;u I5hrcn des fei. Moses Mendelsohw (eine 'Abbreviatur von »»n) ins Leben, gerufen worden, demnach hatte vor Uw Jahren hier schon ein „Mendelsohnverem" eristirl. Nachstehende. wenn auch cnriosklingende, doch modernisirtedie ich in den alten dieses Vereins lese, spricht für die Richtigkeit der 2. (Erklärung. Sie lautet. '3233 INO» p"nn D'K3® NN2D P3® V33 rü, (!) ^D'Dv3N23 aC> vnbv to