Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 25 (1884)
- Issue
- Heft 27 (3.4.1884)
- Date
- 1884-04-03
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
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472 Gerade in dieser Periode haben heldenmütige Könige den Ruhm des ägyptischen Volkes auf die höchste Höhe gehoben. Die Sesostris, die Namses unterjochen die Völker weit und breit, schleppen die Beute der Nationen in das Nilthal, machen die Schatzkammer der Könige zu der berühmtesten des Alterthums, führen großartige Gebäude auf, errichten sich gewaltige Denkmäler und heben zugleich den Wohlstand ihres Volkes. Wer vor einen solchen als Gott verehrten König hingetretcn wäre und gesprochen hätte: „Du und all Dein Glanz und all Deine Herrlichkeit und die Macht Deines Volkes werden in Nichts versinken, während die verachteten, und verabscheuten Hebräer, die das Maaß Deiner Verachtung gar nicht auszufüllen vermögen, das erste und herrlichste Volk der Erde werden und selbst dann noch leben und blühen, wann lediglich die großen Steinhaufen der Pyramyden von der längst hingeschwundenen Größe Deines Volkes zeugen!" Die Sesostris und Namses hätten einen solchen Propheten für wahnsinnig gehalten, und dennoch ist es so geschehen, und auch dieser Vorgang hat sich im Laufe der Zeiten unzählige Mal in ähnlicher Weise wiederholt.! -.VV -p273-*i3 iP ,"|n^u o’inx u£y3 , u'-idrr 'i 33Nro OTCtym mps p"? pv'p' v'ria ^3 npm ,m33j ^.hed» '3 -u) cied» . ivd 331P .pN "8p „Ewiger, unser Gott, es beherrschen uns andere Herrn als Du; aber wir hangen nur Dir an, gedenken nur Deines Namens. Wenn sie sterben, sie leben nicht wieder auf; wenn sie'schwach werden, sie erstehen nicht wieder. Fürwahr Du suchst sie heim, vernichtest ihnen jedes Angedenken. Dein Volk aber sammelst Du wieder, sammelst es, verherrlichst Dich an der Erde fernsten Enden." (Jesaias C. 26, V. 13-15.) Die Verherrlichung Gottes auf Erden, das ist die Aufgabe des israelitischen Volkes. In diesem Sinne erklären auch unsere Weisen im Midrasch (Jalknt zur . Stelle) die angeführten Verse, rvozu 'iH rsDi „Es spricht der Prophet: Herr der Welt, wenn Du Israel Gutes thust, so wirst Du dadurch verherrlicht. Gibst Du dem Israeliten einen Sohn, so beschneidet er ihn zu acht Tagen, und wenn derselbe ein Erstgeborner ist, so löst er ihn nach dreißig Tagen aus; später führt er ihn in die Synagoge und in die Schule, damit er lerne, Deinen Namen zu verherrlichen. .Gibst Du dem Israeliten . ein Haus, so befestigt er die Mesusah an die Pforte. Die Feiertage, die Dn Israel verliehen, sie sind wohl auch der Freude gewidmet, in erster Linie jedoch dem Gottesdienste in der Synagoge, um in größeren Lobpreisungen und Gebeten Deinen. Namen M^rhe.Mchev^^d_r.eRMLL_Vorträgrn im Lehrhause, durch die wir in den Geist Deiner Lehre eingeführt werden; die andern Nationen aber benützen ihre Feiertage zu Tanz- und Saufgelagen, zum Besuche des Theaters und des Circus, zu lärmenden Lustbarkeiten, die oftmals mit Mord und Todtschlag endigen. Und die Helden der Heiden, wenn Du ihnen größere Macht verliehen, so lästern sie Deinen heiligen Namen, wie es Pharao, Sanherib und Rebucadnezar gethan. Die großen Helden Israels aber, wie David, Salomo, Daniel und Andere, sie kennen kein höheres Glück und keine höhere Freude als die. Deinen heiligen Namen zu verherrlichen. peo* m33i. „Wenn Dn Israel Gutes erweisest, so wirst Du verherrlicht." Die Verherrlichung des göttlichen Namens, das war der Endzweck der Erlösung aus dem Sklavenjoche, das ist der Endzweck, unserer Pesachfeier. '3 new nr idjd 3ck3 wnn rw3 7333 mm 313JJ3 ,nt -P3J,‘3 ''V'l V3'31 ,Q»-»SCÖ W33 H .1P.3 31321 .3321 nD3 [133 VOVSO „Und Du sollst verkünden Deinem Sohne am selbigen Tage wie folgt: Zu diesem Zwecke hat der Ewige mit mir so verfahren, da ich aus Mizrajim zog. — Zn diesem Zwecke, auf daß ich erfülle Seine Gebote, wie Pesach, Mazzah und Maror, die am Sedertische vor uns liegen." (Fortsetzung folgt.) Warum wird der Amora Schmuek Arjoch genannt? I. Bondi-Lehren. (Schluß.) Machen wir folgende Ueberlegnng: wenn in den Jahrhunderten, die der Talmud repräfentirt, die Juden ebenso wie heute neben ihrem hebräischen Namen nichtjüdifche trugen, resp. dem Volksidiom, inmitten dessen sie wohnten, entsprechend umgemodelte, und wenn dann Arjoch zu der in Betracht kommenden Zeit ein noch-gebräuchlicher Eigenname war, so ist es eine ebenso naheliegende wie berechtigte Behauptung: Schmuel führte neben diesem seinen Namen den nichtjüdischen „Arjoch." Daß ersteres sich tatsächlich so verhält, weiß Jever, der den Talmud nur einigermaßen kennt. Uebrigens ist dieser selbst classifcher Zeuge, so z. B. durch die Gktin 11b. citirte Toseftha: cycbd irrn q» ns-mi# drr-E 313 □"oy, wie ferner durch den das. 11a. gemachten Unterschied zwischen Q'proib nie» und iw rrnvt D9.331D, wobei, auch die Acception persischer Namen seitens der Juden constatirt ist.