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Der Israelit · 1884-03-31 · Heft 26 (31.3.1884) · page 10

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Journal
Der Israelit
Volume
25 (1884)
Issue
Heft 26 (31.3.1884)
Date
1884-03-31
Page
– (sequence 10)
Language
German
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die Worte r*'b Hinweisen. das; die heilige j Schrift die Namen der Söhne Noahs etymologisch i deuten will, das lernen wir jetzt klar erkennen: j ctp ,'t« 'n -y-n Gepriesen sei der Ewige, der > Gott des Gottesdieners, ic3 ~i-j? *p3 \vi und .cs i sei ]y:3 (von pw demüthigen) der Gedemüthiate ein i Knecht ihnen. So ist auch die im Midr. Rabba? -aufgeworfene Frage, warum hier Kenaan, der Sohn Ehams, und nicht dieser selbst genannt sch beantwortet. . Wahres Verständnis; erhalten wir ferner für die unsere ganze heilige Tradition durchziehende und nirgendwo motivirte Gleichsctzung des und vs'pö sowie für des erstcren Ruf als großen Lehrers der Thora (Ncdar. 32b. Abodä Sara 36b., Midr. Nabba Per. 86 u. a. m) Doch wenn wir von p-,-' lesen thd xim (Beresch. 14, 18.) und von Qtf wissen, daß er „Gottesdiener" heißt, da -wird diese Jdentificirung sonnenklar, wie ebenso die Uebcrlieferung von seiner Gesetzesgelehrtheit. Nesumiren wir die Gewinnste unseres bisherigen Vorgehens. Sie sind: 22? besagt Diener resp. Gottesdiener und war in dieser Bedeutung tief in das Voklsbewußtsein gedrungen (wie die Tradition von Schem-Malki Zedek ausweist). Und nun haben nur die genügenden Mittel an der Hand, um 1. Sam. 1,20 verstehen zu können. twcr heißt „Diener Gottes", ein Namen gleichen Sinnes wie der häufigere nn3j>iiiib cs ist anstatt 2L7 analoge Formation zu an Stelle von Vergegenwärtigen wir uns jetzt das Gelübde, das Channa zu Gott um einen Sohn flehend ablegt (1. Sam. l,il.), daß sie ihn Gott widmen wolle sein Leben lang, und wie grade das Gelübde es ist, das die maßgebende Richtschnur für Samuels Leben wurde, wie ferner (s. o.) cg ein wohlverstandenes Wort war, so begreifen wir ganz und gär, warum Channa den Namen Schmuel wählte und wie sie dessen wahren Sinn damit verband. mh«; 'n p '3 n» tnpr.*, sie nannte ihn Sckmuel d. i. Diener Gottes, denn (sprach sie) ich habe ihn von Gott.erfleht: mit anderen Worten, wie Gott ihr Gebet erhört hat, so will sie auch ihr Gelübde erfüllen. Klar und durchsichtig bringt sie diesen Gedanken nochmals zum Ausdruck in den V. 27 und 28: '32rr cy> ’cyo -r.^nr irx ttnüp r« *n \a". Jab 3-rrV eon jyn "irK D’Cm 33 *ab trprfcNSpn -Der Ewige erfüllte mein Flehe», das ich von Ihm erflehte, aber auch ich habe ihn Gott gewidmet; alle Tage, die er ist, sei er Gott gewidmet. Schreiten wir jetzt zurück zu unserer Talmudsiclle. Ehe wir aber die endgültige Beantwortung der Frage, warum der Amora Schmuel Arjoch genanntwird, geben können, müssen wir uns zwei Vorbedingungen jener vor Augen führen. (Schluß folgt.) Zeitungsnachrichten und Correspondenzen. Deut sch l a n d. Berlin, 25. März. Der „Reichsanzei^er" veröffentlicht einen Erlaß des -Kaisers an Bismarck, worin der Kaiser für . die ihm anläßlich seines Geburtstags aus allen Gauen des Reiches und ans dem Auslande, wo Deutsche wohnen, dargebrachten zahlreichen Glückwünsche verbindlichst dankt. Der Kaiser habe darauf aufs neue die srohe Ueberzeugung. entnommen, daß die ganze Nation in aufrichtiger Vaterlandsliebe ohne Rücksicht auf politisches ».religiöses Bekenntniß in Treue zu Kaiser und Reich fest und einig zusammensteht. Es werde wie bisher die schönste Aufgabe seines Lebens sein, die Wohlfahrt seines geliebten deutschen Volkes in friedlicher Arbeit fort und fort zu befestigen und zu fördern. Der Kaiser beauftragt den Reichskanzler, diesen Erlaß zur ösientlichen Kenntniß zu bringen. . Berlin, 29. März. Die Neustetttner Behörden haben bei dem Minister des Innern beantragt, das Militärkommando in Neustettin zu belassen. Frankfurt a.M., 18. März Im Verein für jüdische Geschichte und Literatur hielt gestern Abend Herr Dr. H.Heinewann einen zweiten Vortrag über die französischen Juden. Nach der Vertreibung der Juden ans Frankreich im Jahre 1394 währte es mehr als anderthalb Jahrhunderte, bis unter dem Könige Heinrich H. im Jahre 1552 durch den Gewinn der deutschen Bisthnmer Meß, Toul und Verdun wiederum Juden unter französische Herrschaft kamen, wobei ihnen sogar die Niederlassung in der ihnen lange verschlossenen Stadt Metz gestattet wurde, die im Laufe der Zeit der Sitz einer sehr bedeutenden und durch eine Reihe hervorragender Rabbiner berühmten jüdischen Gemeinde wurde. Unter demselben Könige siedelten sich auch Nachkommen der Marannen im Süden Frankreichs, vor allem in Bordeaux und Bayonne an, welche ursprünglich auch in 'Frankreich sich zum Schein zu dem ihnen in Spanien aufgHwungenen Ehriftcnthum

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