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Der Israelit · 1884-03-27 · Heft 25 (27.3.1884) · page 10

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Journal
Der Israelit
Volume
25 (1884)
Issue
Heft 25 (27.3.1884)
Date
1884-03-27
Page
– (sequence 10)
Language
German
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440 nna, „Speise," neuhebr: „Geschöpf". Die beiden Worte haben aber nichts miteinander gemein. Das neuhebr. ,-^72. (so ist zu punktiren) ist nichts als eine Erweichung des hebräischen nx’-o, „Schöpfung", Abstraktum für das Konkrete, „Geschöpf". Diese Erweichung ist in der Mischnasprache sehr häufig, z. B. yoff nnp für nxnp. S. 40. nta1, „Geschwür," ist biblisch und heißt „Warze". - , S. 41 -ins* wird meistens my geschrieben und heißt nicht „Maulthier", wie daselbst angegeben ist, sondern „Waldesel". S. 42 aOo, „Melken". In dieser Bedeutung findet sich das W meines Wissens nicht; es heißt „Abbrühen". S. 44 schreiben die Herren Verfaffer: (ok. dd. n. pr. noo) Wölbung." Das ist unrichtig, denn im Biblischen ist das Wort keinR pr. sondern appellativum. Zu S. 45, Bildungen mit Wiederholung des letzten Wurzelkonsenanten berat, oora, „Viehtreiber". Debsrim Rabba m. S. 46 ran, „Plündern," soll wohl „Verschwenden" heißen. Zu S. 48, wo heißt anna „Weben"? Zu S. 50, Worte mit Bildungsendung '*>, ist -o-ud hinzuzufügen. Zu S. 50. Wo kommt „Johannisbrodbaum," in der Bibel vor? Wo nun in der Bedeutung „Rand"? S. 51 zu nia , „Ausrottung," wäre zu bemerken, daß ursprünglich auch in der Mischnah gebraucht wurde, s. Makkoth 23 d, Raschi z. St. u. Tosaphoth Jom Tob Challa I, 2. Zu ©. 52 c. Daß pyp vom gr. xdgvor abstammen soll, ist sehr unwahrscheinlich. Wahrscheinlich stammt es vom Verbum yba, „blöslegen," woraus sich r'y^a — so mit Lamed wird das Wort sehr oft geschrieben — „das Blosgelegte, der Kern," gebildet. hat. Aus pyva wurde i'jra nach der bekannten Vertauschung des Lamed mit Resch. Zu S. 53. heißt wohl Nirgends „Räuber" sondern die Räuberei". Ebenfalls zu S. 53. Wieso pam eine Nachbildung des Gr. ägctwr, sein soll , ist mir unerfindlich. Das Wort lommt bereits Lara- 2,69 u. an mehreren Stellen iw Neli. vor und ist wahrscheinlich persisch, nach welchen auch die Griechen ihr Wort gebildet haben. Ebenfalls 53. Wo kommt w in der Bedeutung „Taube m." vor? S. 57 schreiben die tzh. Verff.: „Bisweilen wird auch der Genitiv durch O eingeführt wssn mjn „Die Erkenntniß Gottes". Diesen Sinn können diese Worte nicht haben, sondern „feine Gedanken sind Gott zugewendet" d. h. seine Absicht ist rein. S. 58 wird wohl Druckfehler sein für j'tzy „begleiten"' Ebenfalls auf S. 58 heißt es: „Der Mischnatraktat . w -wyo handelt von demjenigen Zehnt, den die Lewiten von ihrem Zehnt den Priestern nach Jerusalem abliefern mußten." Das ist bekanntlich falsch; denn 'm ">»yo heißt derjenige Zehnt, den die Israeliten nach Jerusalem zu bringen hatten, um ihn daselbst zu verzehren, nach 5 M. 14, 23. Der Zehnt, den die Lewiten an die Priester geben mußten, den sie aber nicht gerade nach Jerusalem zu liefern hatten, heißt ivyo nonn. S.. 66. Oy 5nao « n OOrr „wenn er mir doch größere Liebe zeigen wollte"(?) Zu Seite 69. nvo sr^'sund rrr's insrd ist doch nicht gemeinsam mit: „nachdem Moses herausgegangen war" zu übersetzen. Ersteres heißt „sobald als Moses 2c." letzteres „nachdem Moses rc." S. 70. pD3 im Hiphil heißt nicht eigentlich „schließen" sondern „unterbrechen". S. 72 „beschwefeln" ist nicht Denominativum von sondern von nnw. S. 81 o-ionst „roth machen" pipv „gelblich machen" soll heißen, „roth, gelblich sein". Zu S. 84. y'QDT, sei srnp n»n, wozu i'urrd zu ergänzen ist, heißt nicht „und der andere hört es nicht" sondern „und seine Ohren haben es nicht gehört" d. h. er selbst. - S. 92. ddt heißt nicht „er hat überführt", so heißt nur das auf derselben Seite angeführte cnn, hingegen dbt heißt „er beabsichtigte" (se. falsches Zeugniß abzulegen). Wir schließen hier die Reihe der Ausstellungen, indem wir versichern, daß trotz der gerügten Manges ' das Buch sehr empfehlenswerth für Anfänger auf diesem Gebiete ist, welche gewiß eifrigen Gebrauch davon machen werden. Wir wollen hoffen, daß jemehr die Kenntniß des Rabbinischen sich verbreiten wird, umsomehr die lügenhaften Beschuldigungen gegen das Schriftthum der Rabbinen abnehmen und gerechteren Würdigung desselben Platz machen werden. Dr.EE.

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