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Der Israelit · 1884-03-20 · Heft 23 (20.3.1884) · page 10

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Journal
Der Israelit
Volume
25 (1884)
Issue
Heft 23 (20.3.1884)
Date
1884-03-20
Page
– (sequence 10)
Language
German
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auf das ganz entsprechende ooy „treten, pressen" Maleachi 3, 23 zurück. S. 28 N'rr „wohlan!". Bei der unsicheren Erklärung dieses Wortes ist es nicht gerathen, eine Nebersetzung zu geben, die schwerlich dem Sinne entspricht, denn n'rr ftel)timmer am Schluß der Aufforderung. S. 31, Tn tti.i piw .122 Berachoth 34a heißt nicht „was für ein Zauderer ist doch der", sondern „was für ein Verlängerer (se. des Gebetes) ist doch der!" S. 33 „nt02 was?" Diese Bedeutung des Wotes ist mir nicht bekannt; es heißt gewöhnlich „was cs auch immer sei" d. h. noch so viel oder noch so wenig. Zu S. 35. Die Zusammensetzung tom-irfaA ist nicht ipk zur Stelle", sondern irirr -p ,auf der Stelle " wie es im Talmud Jeruschalmi fast immer ausgeschrieben steht. (Schluß folgt.) Zeitungsnachrichten und Sorrefpondenzen. Deutschland. Frankfurt a. M. Der Bericht des Pflegamts des Israelitischen Almosenkastens bestätigt leider, was wir in . unseren vierteljährigen Mittheilungen andeuteten, daß nämlich die Gaben lange nicht den Anforderungen entsprechen. Die Einnahmen betrugen nämlich nur 39,120 M., die Ausgaben 57,459 M., so daß also 18,339 M., aus dem Reservefonds zugeschossen werden mußten. Die Einnahmen betrugen zwar 1720 M. mehr als im Vorjahr, die Ausgaben dagegen 4433 M. mehr. Sollte der Appell an die wohlhabenden Glaubensgenossen (deren viele noch nicht beigetreten sind) ungehört verhallen, so müßte eine Reduktion, soweit solche möglich ist, in den Gaben vorgenommen werden. Unter den Geschenken siguriren je 1000 M. von den Hinterbliebenen der Frau Therese Speyer, von H. L. Speyer-Ellissen am Beerdigungstag des Herrn G. Speyer, von den Hinterbliebenen des Herrn Ralph Merton und 1320 M. von Hinterbliebenen des Herrn Simon Emden in Paris. Kosen. Der Posener Zeitung wird geschrieben: Fortschritte und Neuerungen in der Fleischextraktfabrikation. Da Fleischextrakt nunmehr ein Konsumartikel in des Wortes wahrer Bedeutung geworden ist, so hat die Wissenschaft, welche diesem Fabrikate .medzmische Wichtigkeit beigelegt, an die Fabrikation desselben die Anforderung gestellt, dasselbe solle chemisch so zusammengesetzt sein, wie eine gute aus frischem Fleische hergestellte Brühe und auch im Geschmacke der letzteren ähnlich sein. Dieser berechtigten Forderung kommt jetzt der hiesige Fabrikant Dr. S. Papilsky nach, indem er das Fabrikationsverfahren seines Fleischcxtraktes. welches in Apotheken, Delikatcß- und Droguenhandlungen in verschiedenen Steingutbüchsen', als auch lose in beliebigen Mengen detaillirt verkauft wird, nach dieser Richtung hin in der letzten Zeit verbessert. Das Fabrikat, welches der Vorsitzende des hiesigen Vereins der Aerzte, Herr Mcdizinalrath Dr. Rchfeld in einem Referate bekanntlich warm empfohlen hatte, findet auch im hiesigen Stadtlazareth mit Erfolg ausgedehnten Gebrauch. Herr.Dr. Papilsky hat außerdem im Einverständniß mit hervorragenden Aerzten neuerdings ein neues Präparat ins Leben gerufen: Eisen-Fleifchextrakt (vorräthig in allen Apotheken) als sehr wirksames Mittel gegen Blutarmuth re. Dasselbe dürfte, wie uns von fachmännischer Seite mitgetheilt wird, deshalb den anderen Eisenmitteln vorgezogen werden, weil es das Eisen in löslicher, leicht verdaulicher Form enthält (entsprechend ca. 10 Proz. b'errnw oxydatum solubile) und daß die durch Zusatz desselben verbesserten Brühen milde und angenehm schmecken und eo ipso warm genossen werden. (Wie unfern Lesern bekannt, werden die Dr. Papilsky'fchen Fabrikate unter Aufsicht des Herrn Oberrabbiner Dr. Feilschenfeld zu Posen streng hergestellt; es ist daher dringend anzurathen, dem genannten Fleischextrakte vor allen übrigen derartigen Fabrikaten den Vorzug zu geben. Herr Dr. P. unterhält Niederlagen in allen größeren Städten Deutschlands, wie bereits mehrfach in diesen Blättern ist mitgetheilt worden.) Jarolschin, 6. März. Montag, den 3. März, fand in derSynagöge hies.Stadt, der VaterstadtLaskerS, eine Gedächtnißfeier statt, wobei gleichzeitig eine Gedenktafel aus schwarzem Marmor mit entsprechender Inschrift (in der Ostwand der Synagoge eingemauert) enthüllt wurde. — Die zu diesem Zwecke aus das Geschmackvollste dekorirte Synagoge bot einen recht erhebenden Anblick, und war der Zutritt zu derselben nur gegen Einlaßkarten, welche schon Tags vorher, sowohl von den hiesigen Bewohnern, als von den auswärtig angemeldeten Deputationen vergriffen waren, gestattet. — Lange vor Beginn der festgesetzten Stunde war das im hellsten Lichtglanze strahlende Gotteshaus von zahlreichen Fremden und Einheimischen dicht gefüllt, zu beiden Seiten des Altars waren Ehrenplätze reservirt, welche von dem Magistrate und den Stadtverordneten hiesiger Stadt, sowie von den Vertretern von ca. 10—12 Nachbargemeinden und drei Nachbar-Rabbinen eingenommen wurden.

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