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Der Israelit · 1884-03-20 · Heft 23 (20.3.1884) · page 9

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Journal
Der Israelit
Volume
25 (1884)
Issue
Heft 23 (20.3.1884)
Date
1884-03-20
Page
– (sequence 9)
Language
German
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XXV. Jahrgang. Erste Beilage jtt Ar. 23 -cs Israelit. Leitender Artikel. Literarischer Bericht. Lehrbuch der neuhebräischen Sprache und Literatur von Herm. L. Strack und Carl Siegfried. I. Grammatik der neuhebräischen Sprache von Carl Siegfried. II. Abriß der ueuhchräischen Literatur von Herm. L. Strack. Karlsruhe und Leipzig. H. Neuther 1884. 132 und XU. S. Nachdem wir im -origen Artikel den Inhalt des Werkes, seine Brauchbarkeit und seine Vorzüge dargelegt haben, erübrigt Ms noch, um das kritische Mchteramt gewissenhaft auszuüben, auf einige Mängel und Unrichtigkeiten hmzuweisen, die aber, wie wir gestehen, dem Werthe des Werkes keinen Abbruch thun, weil der didaktische Zweck, der doch hier in erster Linie ins Auge gefaßt ist, durch dieselben nicht beeinträchtigt wird. Als einen Mangel des Werkes müssen wir es bezeichnen, daß nicht überall angegeben ist, woher das betreffende Wort oder die betreffende Form genommen t|V Bei der unübersehbaren Ausdehnung der neuhebräischen Literatur entziehen sich die Angaben auf diese Weise jeder Controlle. So wird z. B. S. 10 angegeben: d*d-»p „Balken" im NH., was mir ganz unbekannt ist. Wo heißt iro „biegen" verwandt mit jrc? Das gewöhnlich im Nh. vorkommende ms in der Redewendung ^y hat doch mit jhd nichts M thnu! Es ist nichts anderes als eine verhärtete Form des arabischen und syrischen :ro „abgeneigt, widerwillig fein, nicht wollen" in der IV. Form „zwingen". Dieses Wort ist bereits in denTargumen zu rro verhärtet z. B. im Targum zu den Sprüchen iS, 14 nvi-o für vrn?. Im Arabischen sagt man in derselbeu Bedeutung wie im Talmud rro -z», was dem hebräischen 1.1^2 by wörtlich und dem Sinne uach entspricht. Wir heben der Reihe nach uoch einige Unrichtigkeitcn hervor, die uns beim Durchlesen aufgestoßen sind. S. 11 wird der Wechsel zwischen 2 und s be-. legt durch „Frucht, ^r Unreinheit anklebt." Das ist schon deshaw unmöglich, weil >20 gar keine Unreinheit hat. Eher möglich ist die S. 13 gegebene und die Mge an und Kr sich ausschließende Erklärung von „unerlaubte Mischung; obgleich eigentlich bou gar keine unerlaubte Mischung in wörtlichem Sinne bedeutet, sondern Getreide, von dem die Abgaben noch nicht abgesondert sind. S. 13: „(Q’D gr. Gr^uTov" Auch dies ist unrichtig. Der Gleichklang vom Gr. und Hcbr. ist nur zufällig; denn t&'D ist echtsemitisch vom Verbum Idd „bezeichnen", vgl. Jesaias 28, 25 und Gesenius /VL. 9. Aufl. 580ä. S. 14 wird der Wechsel zwischen nuo' |»"Brunb 'd durch onj „Schrot" biblischhebräisch o-» belegt. Hier liegt ein doppelter Jrrthum vor. Erstens heißt in der Bibel bereits -o-a „zerreiben" Ps. .119, 20; Thr. 3, 16; und dann wird v-v in der heiligen Schrift nicht mit Schin, sondern mit Sin geschrieben. S. 18 wird -»n' „Studium" übersetzt. Diese Bedeutung hat aber ny» nur uneigentlich in der Zusammensetzung n-2 „Versammlungshaus" zum Zweck des gemeinsamen Studiums und dann übertragen „Lehrhaus", aber nyi in der Bedeutung „Studium" wird sich wohl nirgends finden. S. 23 „rurr prosthetisches 'k film®. Ersteres ist aber biblisch und ist auch überall die gewöhnliche Form. S. 24 wird als Beispiel der Auflösung eines Dagesch oder einer Verdopplung durch das Wort mcnn „Maul" von con „verschließen" angeführt. Dagegen ist zu bemerken, daß cur>n nicht „Maul" sondern „Schnabel" (von Vögeln) bedeutet. Nach Aruch soll es zwar von anderen Thieren auch gebraucht werden, was aber noch zweifelhaft und mindestens äußerst selten ist. Vgl. Bnxtorf s. v. Dann ist die Ableitung vonaan „verschließen" ein würdiges Seitenstück des 1ueu8 a non lucendo. Wahrscheinlicher ist die Ableitung öon oan „Nase, Schnauze" vgl. Ges. s. v. Dan. S. 24 wird n-w von x/jqv‘§ abgeleitet und gesagt, daß einer der beiden Laute des griechischen ^aufgegcben ist. Aber iro kommt in der Bibel vor und ist eine aramäische Form, die auf das Verbum ro zurückgeht, Dan. 5, 29. Das Verbum mag wohl vomgr. xrtQvGG£tv abzuleiten sein, was aber .noch sehr zu bezweifeln ist. S. 26 wird no*y „Teig" abgeleitet aus no’-iy mit Aufgebung des Nesch. Das ist sicherlich unrichtig, denn nb-y geht auf das biblische nKry im Pi6l „pressen, drücket!" Exechicl 23, 3 oder noch näher

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