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Der Israelit · 1884-03-20 · Heft 23 (20.3.1884) · page 3

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Journal
Der Israelit
Volume
25 (1884)
Issue
Heft 23 (20.3.1884)
Date
1884-03-20
Page
– (sequence 3)
Language
German
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397 und der rohen Menge preisgibtd — Und Gott sprach zu ibm: Du beklagst Dich, daß ich den Wahnsinn zulafle? Fürwahr, Du selbst wirst noch seiner bedürfen, wie es heißt: „Wer eine Sache verachtet, wird sie einst nöthig haben." Und als nunmehr David sich in größter Roth befand und im heißen innigen Gebete zu Gott um Rettung sichte, da sandte Gott einen Geist des Wahnsinns über die Tochter des Achisch, und David verstand den Wink, und er stellte sich wahnsinnig, und er schrieb an die Pforte des Palastes: Ackisch schuldet mir eine Million (s-22 282) und seine Frau Fünfmalhundcrttausend! Im Innern des Palastes wüthete die Tochter des Königs in toller Wuth und ebenso David vor dem Thore desselben. Da sprach der König zu seinen Dienern: „Ihr rathet mir, diesen Verrückten in festen Gewahrsam zu bringend Habe ich nicht etwa genug an der wahnsinnigen Tochter? — Und David entkam. — Zu dem Flüchtlinge gesellten sich viele Unzufriedene, und sie flohen auf Geheiß des Propheten Gad in den Wald Ehareth, wo sie den bittersten Hunger litten, bis daß sie ausgedürrt waren, wie irdene Scherben (mn), und hätte Gott sie nicht in wunderbarer Weise gespeist, sie wären elendiglich vor Hunger umgekommen. „Gott ist mein Hirt, ich werde niemals Mangel leiden." :rr?.*r romo '2 7y ms'2 7? men hin» „Er läßt mich lagern auf fetter Trist, führt mich an die Gewässer der Ruhe." . Schwerere Versuchungen treten an David heran. Wiederholt wird sein erbitterter Feind in seine Hand gegeben; die Genossen fordern ihn auf, sich des unversöhnlichen Gegners zu entledigen und mit einem Schlage allen seinen Leiden ein Ende zu machen; aber durch Gottes Beistand obsiegt er in dem schrecklichsten aller Kämpfe, im Kampfe gegen sich selbst. 12® P28 '7iy22 '121' ,221V' '®21 „Gott beruhigt die vom Sturme durchwühlte Seele, Er führt mich auf die Pfade der Gerechtigkeit zur Verherrlichung Seines Namens." Möchten doch auch wir in allen Kämpfen, und namentlich in den Kämpfen gegen uns selbst obsiegen, nur Gutes unfern Mitmenschen erweisen, großmüthig sein. gegen unsere Feinde zur Verherrlichung des göttlichen Namens! Das würde die beste Kampfesweise sein gegen die Feinde Israels. (Schluß folgt.) Literarischer Gericht. (Schluß.) Der Traktat Megilla nebst Tosafot vollständig ins Deutsche übertragen von Di-. M. Rawicz, Bezirksrabbiner. S. 15. läßt der Vers, den Talmud von der Stadt Caesarea sagen, daß man sie nach dem Hasmonäersiege Tyrus genannt habe. Hier haben wir wieder einen kleinen Stümper, rwnx im« rsnip vn 2'® 7ni2 sagt durchaus nicht, daß man der Stadt einen neuen Namen gegeben habe, sondern daß man den Tag der Eroberung nannte: Besitzergreifung des Migdal Schir oder Schid — nach Naschis Erläuterung, oder Frendentag des M. Sch. — nach. Anderen. S. 19 rvi2 »n® heißt nicht: zwei Gaben, sondern: zwei Speis en. Was der Vers. S. 56 uns sagt, wird gewiß das Kopfschütteln aller Leser Hervorrufen. - jr02S n7i2 N-upn; man sollte meinen, diese wenigen Worte falsch zu übersetzen, dazu bedürfe-es wohl einer besondere Anstrengung; der Vers, bringt es' fertig. „Wer die Megilla vorher liest", so lautet seine Weisheit, und um uns garnicht in Zweifel darüber zu lassen, wie er. das „vorher" versteht und verstanden wissen will, schaltet er in Parenthese ein „d. h. vor den in Mischna 1, 1. bestimmten Tagen." Weitere Bemerkungen sind zu einer solchen Ueberfetzung unnöthig, nur sei noch mitgetheilt, daß sich diese, falsche Uebersetzung durch die darauf folgende Abhandlung hindurchschleppt und ganz naiv bewiesen werden soll, daß man das Schema nicht „vorher" sagen dürfe, und daß auch nicht das Hallet vor dem Feiertage gebetet werden darf, bis bei der Frage nach dem Gebet dem Verf. ein Licht aufgeht und ihm die Bedeutung des jncDP im Geiste aufdämmert. 8. S. 64 wird wird eine Stelle im Talmud als positiver Beweis aufgefaßt dafür, daß man aus dem Gedächtniß nicht Stücke der h. Schrift niederschreibe, die gerade vom Talmud nur hypothetisch aufgestellt und schließlich als Beweisstelle dort nicht anerkannt wird. S. 65 wird das Tosaphot, Schlgw. 222.2 7y (f. löa.) übersetzt, aber so, daß das Mißverstehen desselben aus allen Ecken und Enden hervorguckt. Eine herrliche Probe von Fachkenntniß liefert uns folgende Stelle, deren Urtext wir zuerst hier wiedergeben wollen: 878 11® «7 "28 *28 :-p2' 1227 1121® OipD 7812® 228 221.2' 22 2282 ^227 2182 *'127 728 *'2287 :W"®y7 72'y 1.2'7y 2222 21822 72 Wir gewöhnlichen unwissenschaftlichen Menschen übersetzen nach alter Mode diese Stelle: „Abaja sagte, daß der Segenspruch vom jeweiligen Gebrauch

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