Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 25 (1884)
- Issue
- Heft 20 (10.3.1884)
- Date
- 1884-03-10
- Page
- – (sequence 26)
- Language
- German
- Belongs to
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82 — geopfert haben, und auf die Sie als Ihre Schöpfung stolz sein können, werden jetzt gewiss nicht, um. jeder Sorge enthoben zu sein, selbe nolens volens ausliefern wollen.“ Herr P. meinte, es scheint in Jassy und auch anderwärts der Gedanke Platz gegriffen zu haben, dass das C.-C. der Anstrengungen müde, die ganze Aufgabe sich vom Halse schaffen möchte, und daher die Cedirung Sa mar ins erstrebe. Es ist dem nicht so! Wir stehen nach wie vor fest zur Sache und werden, soweit es in unseren Kräften liegt, unserer uns anvertranten Mission treu bleiben. Wir rechnen aber dabei auf die Unterstützung Aller. Wenn Herr Scharr 20.000 Eres in der Gasse befindlich glaubt, dann darf er schon so sprechen, leider aber existirt diese Summe blos auf dem Papiere. Er kommt ja aus Jassy, warum hat er nicht dort vor seiner Herreise Erkundigungen beim Gen.-Cassier eingezogen*? Er würde gehörthaben, dass vielleicht blos 1000 Ers. in Wirklichkeit da seien, und er hätte dann gewiss seinem Ideengange eine ganz andere Richtung gegeben. Herr P. cbaracterisirt nun, mit dem Subscriptionsbogen der Jassy er Reichen in der Hand, all’ die Unterzeichneten und deren Antworten , wie sie in Wirklichkeit gewesen. Er hat dort nämlich die Frage aufgeworfen, wie es. käme, dass dieselben Herren, die s. Z. auf einem Bogen unterschrieben, der die Ueberscbrift trug: „pentru Lyceum Sf. Gheorghe in Bucuresoi“, sich so sehr beeilten, auf eine kurze Aufforderung in den Zeitungen hin ihre Beträge sofort betreffenden Ortes einzuzahlen, während sie ihre eigenhändige Unterschrift auf dem Bogen, der: „pentru p'TTK “ trug, nach so vielen Mahnungen, Bitten ctc., nicht honoriren wollten? Eines weiteren Com mentars bedarf es aicht! Herr Nehlcr constatirfc, dass der Enthusiasmus des Delegir teil aus Jassy sieh für unsere Sache nicht verringerte, so dass ihm noch jetzt das He z bricht, die Golonie zu cedireu; so gross sind seine Hoffnungen! Hur scheint es Redner befremdend, dass Herr Schurr als Jassy er nicht weiss, dass die Gasse des C-C. erschöpft sei und dass man von dem bisher Gehörten schon merken könne , wie weit auf die Reichen zu rechnen sei. Der Plan des Herrn Schorr ist also nur ein Kartenhaus, das in Eolge. der Antwort des Herrn Pineies in Stücke zerfallt. Redner erklärt sich für die Cedirung der Golonie, und glaubt, dass dann, erst die Idee wieder aufleben werde, wenn wir erfreulichere Nachrichten von der Golonie erhalten werden* ' Herr Fried mann meint, man hätte genug diseutirt, es wäre Zeit, die Cedirung der Golonie zur Abstimmung zu bringen* aber zuerst müsste man die Ergänzungswahlen im C.-C. vornehmen. Herr Netzier beharrt auf seiner Meinung in der Präliminarsitzung, zuerst die Cedirung als die Hauptsache, die uns heute beschäftige, vorzunehmen; denn Samarin sei die wesentlichste Frage und wir dürften darum an nichts Anderes gehen, ohne dieselbe vorerst erledigt zu haben. Viele in der Versammlung schliessen sich dieser Ansicht an. Herr Rüth (Galatz) behauptet, man müsse programmmäßig Vorgehen und man könne nicht die Cession vornehmen, ohne vorher das C.-C. completirt zu haben. Er überreicht einen von fünf Delogirten unterfertigten Vorschlag, worin verlangt wird: 1. Die Sanction der Wahl des C.-C. in der Person des Herrn R. Fiacks als Remplacanten des seligen Herrn Marco Schein, und 2. Die Wahl des Präsidenten an Stelle des seligen Herrn Isaac LöbeL Die Versammlung sanctionirte per Acclamation die Wahl des Herrn R. Flachs als Mitglied des C.-C. Man schreitet mittelst Stimmzettel zur Wahl des Präsidenten des C.-C. und wird Herr Dr. jur. Siegfried Label, Sohn des verstorbenen Präsidenten Herrn Isaac Döbel, für diesen Ehrenposten einstimmig gewählt. ' Es wird hierauf nochmals die Motion des Herrn J. />. ßrociner, die Cedirung der Golonie Samarin betreffend, vorgelesen. Herr Ä\ Mascovitz meint, da man den Namen des Wohlthäters nicht kennt, wäre es vielleicht doch rathsam, sich vorerst über die Conditionen zu einigen, unter welchen die Cedirung stattaufinden hätte.