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Der Israelit · 1884-03-10 · Heft 20 (10.3.1884) · page 25

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Journal
Der Israelit
Volume
25 (1884)
Issue
Heft 20 (10.3.1884)
Date
1884-03-10
Page
– (sequence 25)
Language
German
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Sinns, und dann werden wir wieder statt des Klageliedes c*L'«i,*'‘YS das fröhliche V!XÜanstimmen können! | Herr R. Moscuvitz (Braila) ersucht um Verlesung des Briefes des Herrn Vencziam in rumänischer Sprache, was Herr y. B. Bracher m wortgetreuer Uebersetzung vornimmt. Eine aus vier Personen bestehende Delegation (?) aus Samarin, die gerade heute anlangte, erscheint im Vorsaale und bittet um Erlaubnis, jNamens der anderen Colonisten gehört zu werden. Herr Rosen borg, Delegirter aus Cön staut a; ist deren Wortführer und überreicht deren Procura, die Gründe auseinandersetzend, warum-man die Delegation sprechen lassen sollte. Herr .1. Fried mann (Gal atz) ist dagegen, da es schon ohnehin sehr spät sei, was die Arbeiten noch mehr in die Länge ziehen wurde. Herr Netzler (Braila) schliesst sich dem Vorredner an, mit dem Bemerken, dass die Anhörung der Colonisten nur unseren Schmerz aufirischen würde, den wir gegenseitig fühlen. Die Colonisten können sicher sein, dass unser Hiersein und Arbeiten ja nur deshalb ist, um Mittel zu finden, deren schlechte Lage zu verbessern. . Herr J. B. Brachter meint ebenfalls, dass nur unsere Delegirten hier sprechen können, während alle anderen Personen, die Colonisten mit eingeschlossen, blos als Zuschauer zu betrachten seien. Ein Colon ist insistirt, man müsse ihn sprechen lassen, man könne ihn nicht von der Thüre weisen, ohne ihn gehört zu haben, man sollte die Vollmacht, die er präsentire, nur vorlesen. Herr Sam. Pinclcs verliest solche (in jüdisch-deutscher Schrift geschrieben und rumänisch legalisirt von: uoi präseüinte — UVr Präsident) und bittet die Versammlung, den Colonisten- Delegirten nur aus dem Grunde nicht hier Gehör zu geben, weil die Vollmacht von dem Präsidenten des Revolutions-Comites in Samarin-Caifa legalisirt sei, der sich lächerlicher "Weise noch Wir11 unterschreibt. Dieses Comite hat sich ja von uns „unabhängig“ (!?) erklärt, . wie kommt es nun, mit uns neuerdings in Unterhandlungen treten zu wollen? Wir anerkennen ein solches Comite nicht. Wenn die Delegirten - ihre Vollmacht blos von den Colonisten unterzeichnet hätten, waren sie uns gewiss sehr willkommen, so aber müssen wir selbe als Deserteure betrachten, die ohne Erlaubnis und auf ihre eigene Gefahr ihren Posten verliesseh. Uebrigens kann das C.-C. sie morgen oder später immer noch anhören, hier jedoch kann ihre Zulassung nur störend wirken. Er bittet sie abzuweisen, besonders da unter denselben gerade solche sind, die Herr Veneziani uns als von der Colonie zu entfernende bezeichnete, und sie daher dorthin nicht retourniren werden. Es wird darüber auf Vorschlag des Herrn 'J. B. Br nein er abgestimmt, und beinahe einstimmig der Antrag des Herrn Pineies angenommen. Herr Zs. Schurr - Jassy (der gestern fehlte) meint, die Colonie Samarin wäre nicht Eigenthum des C.-C. und nicht irgend eines Einzelnen, sondern aller Derer, die zu diesem Unternehmen beigetragen. Er ist daher gegen die Cediruug. weil sonst Jedermann entmufchigt sein würde, wenn man nach so vieler Arbeit und Mühe sich gezwungen sähe, die Colonie fremden Hunden zu übergeben. Nach seiner Meinung sei die Lage noch nicht so verzweifelt, man könnte noch die Installirung ohne fremde Hilfe vornehmen. Es müssten doch jetzt wenigstens 20,000 Francs in der Casse sein und bei nochmaligen Anstrengungen des C.-C. werden die Jassy er Reichen, die unterschrieben, und dann die anderen Städte gewiss auch einzahlen. Herr Sam. Pineies verliest einen Brief des ehrw. Herrn Rabbiners S. D. Tauber in Jassy, den ihm Herr Schorr überbrachte und worin es heisst: Sehr geehrter Herr! „Herr Kirschen und Herr Scharr reisen zu Ihnen. Es herrscht hier eine Aufregung bezüglich der Uebergabe Samarins, es hiesse dies eine Capitulirung auf Gnade und Ungnade. Nur Eines tröstet uns, Sie und Ihr College Herr Abeies, die Sie Ihr Blut für diese Colonie

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