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Der Israelit · 1884-02-25 · Heft 16 (25.2.1884) · page 22

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Journal
Der Israelit
Volume
25 (1884)
Issue
Heft 16 (25.2.1884)
Date
1884-02-25
Page
– (sequence 22)
Language
German
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— 74 — Hierauf folgte die Einladung an die Herren Delegirten, nächsten Tages das Pr oject des Herrn Veueziani in reifliche Erwägung zu ziehen- und zur Wahl des provisorischen Bureaus zu schreiten. Den Statuten gemäss ist der älteste Anwesende Präsident, und fiel dieses Amt dem ehrwürdigen Rabbiner, Herrn A. Kassvan aus Rimnik Straf zu, während zu Vice-Präsidenten die Herren R. Flächs und Jos. B. Brociner aus Galätz, und zu Secretären die Herren /. M. Brociner und Adolf Netzier aus Braila gewählt wurden. Herr A. Friedmauu opponirte gegen die Wahl des Herrn Ne/zier, worüber man nach einigen Auseinandersetzungen zur Tagesordnung überging. Da zur Beschlussfassung der Gen .-Vers, zwei Drittel der Suec. - Comite’s nothwendig sind und diese Zahl heute nicht eomplet war, wurde beschlossen, sofort an die abwesenden Succ.-ComitÄ’s zu telegraphiren, für Morgen Delegirte zu schicken oder Repräsentanten zu ernennen, was sofort geschah. — Schluss der Sitzung* 12 Uhr Mitternacht. Sitzung vom 5 j 17. September 1883. In Abwesenheit des Herrn Rabb. Kassvan eröfinete der Vice-Präsident Herr J. B. Brociner die Sitzung um 9 Uhr Abends. Ausser den* gestern Anwesenden antworteten beim Aufrufe der Delegirten heute noch: Für Tecuciu; „ Bacau: „ Ivesti: „ Pascani: - Panciii: Herr Osias Ascher, Berl Adelstein, Josef Abeies, Sam. Pineies, s Isidor Schorr als H. Delegirter. Herr Rabbiner Kassvan erscheint, nimmt den Präsidentenstuhl ein, und überlässt dem V.-P. Herrn Brociner die Leitung (in rumänischer Sprache). Der V.-P. erklärt die Zahl der Delegirten für beschlussfähig laut Statuten und lässt den Process-Verbal der vorigen Sitzung verlesen, der ohne Bemerkung angenommen wurde. Herr Brociner nimmt das Wort und sagt: Bevor man an die eigentlichen Arbeiten gehe, empfinde er es als eine Pflicht der Pietät, an die zwei Männer zu erinnern, welche für die Sache gekämpft haben, über die wir jetzt debattiren. Er erwähnt der Verdienste des C.-C.-Mitgliedes Herrn Marco Schein, der ein Jude in der vollsten Bedeutung des Wortes gewesen, und in kluger und praktischer Weise seine guten Eigenschaften stets dem allgemeinen Wohle und besonders der Colonisationsidee gewidmet. Herr Schein war, obschon alt an Jahren, doch jung an Geist und Herz, voll Enthusiasmus für diese grosse Idee, die ihn ganz beseelte, und von der geleitet, er auch die Ausarbeitung der Statuten besorgte, indem er sich schon im Geiste die Colonien fertig installirt vorstellte. Redner fügte hinzu: wir sollten uns den Verstorbenen als Muster nehmen! Zu Herrn Isaak Löhel übergehend, erwähnte der Vortragende, dass die Familie Löbei nicht eine gewöhnliche im Lande sei, sondern eine Dynastie, in welcher die Werke der Humanität und jüdischer Gesinnung erblich sind Er zählte die ehrenwerthen Thaten dieser Familie auf und sagte, dass der Verstorbene auch in Wien in den letzten Jahren der Ruhe pflegend, im Beth-Hammidrasch den Vorlesungen jüdischer Gelehrten beiwohnte und auch sonst ein Freund der jüdischen Litteratur gewesen. W?s er für die Idee der Emigration geleistet, weiss Jeder, und dies bezeugt zur Genüge die^Gesinnungen, die ihn beseelten. Redner bittet die Versammlung, sich zum Zeichen der Anerkennung der Verdienste beider

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