Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 25 (1884)
- Issue
- Heft 9 (31.1.1884)
- Date
- 1884-01-31
- Page
- – (sequence 18)
- Language
- German
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152 silbernen Hochzeit, den Betrag von drei Tausend Mark für diesen Zweck gespendet haben. Köln. Tie Feste sind vorüber, und das rege tägliche Schaffen hat in den neuen, herrlichen Näumen der Lehrerbildungs-Anstalt mit erneuerter Kraft und frischer Begeisterung seitens der Lehrer und Schüler begonnen. Am Montag den 21. Januar fand die.sonst im Herbst stattfindende Aufnahme neuer Zöglinge statt, welche dieses Mal wegen der Unzulänglichkeit der früheren Raume bis zur Fertigstellung des Neubaues verschoben worden war. Bei der großen Gewissenhaftigkeit der Aufnahmeprüfung konnten von den 15 Aspiranten nur 9 Aufnahme finden. Trotzdem hat die Zahl der Zöglinge bereits eine Höhe erreicht, welche zum kommenden Semester eine dritte Klaffe und die Gngagirnng eines neuen Lehreis erfordert, wenn — es ist das leidige, alte „wenn" — wenn die hierfür unerläßlichen Geldmittel vorhanden sind. Daß dies bei allen bisherigeil glänzenden Erfolgen keine kleine Sorge für die Herren Cnratoren ist, wird jedem einleuchten, der sich" vergegenwärtigt, daß das Jahresbudget der Anstalt nunmehr ca. 30,000 M. beträgt. Dazu kommt noch eine Summe von 40,000 M., die noch an dem Neubau zu zahlen ist. Bei noch so großem Vertrauen in den hochherzigen Wohthätigkeitssiml edler Glaubensgenossen, dem die Anstalt nächst Gottes sichtbarem Beistand ihre erfreuliche Entwickelung verdankt, ist diese Sorge wohl geeignet, so lange einen Schatten auf die gehobene Feststimmung zu werfen, als das Seminar nicht einen eisernen Fonds besitzt, der es unabhängig von den: schwankenden Ergevniß der jährlichen Beiträge macht. Dein gegenüber ist es erfreulich zu sehen, wie die Sorge für die Bedürfnis e des Augenblicks diejenige für die dauernde Zukunft der Anstalt nicht in den Hintergrund drängt. Durch besonderes Statut ist nämlich die Errichtung von Stiftungen vorgesehen, welche den Stiftern die Möglichkeit sichert, daß auch nach ihrem Ableben ihr Andenken ewig fortlebe. Gegen eine bestimmte Summe wird für die Stifter an ihrem Jahrzeitstage für ewige Zeiten die Verpflichtung übernommen durch -nov» für ihr Seelenheil zu beten. Ter Verein zählt bereits 60.solcher Stiftungen und Schreiber dieses war selbst Zeuge, wie un Anschluß an die Einweihungsfeftlichkeiten ein Ehepaar eine solche Stiftung im Betrage von 1500 Mark dem Verem durch den Director überwies. Sicherlich gibt es.in unserer Zeit, wenige solidere Kapital-Anlage als eine Stiftung für eine, solche Anstalt. Die hier angelegten Summen gehören in der That zu den nin j» crrnnsr, r'njn rsrp rprr deren Zinsen schon in der hieniedigen Zeitlichkeit genossen werden, deren Kapital gewiß aber der Ewigkeit verbleibt. Denn es gibt m Wirklichkeit ja kaum eine höhere, reinere Freude als das Bewußtsein, das alle edlen Spender und Stifter erfüllen darf, mit ihren ihnen von Gott verliehenen materiellen Mitteln die höchsten Ziele der Humanität im Allgemeinen und des überlieferten Jndeuthums insbesondere zu fördern, wie sie die Lehrerbildungsanstalt der Rheinprovinz anstrebt. — Möge das Verständnis; für diese Zwecke und Ziele in immer größere Kreise dringen und überall offene Herzen, vor allem aber weit geöffnete Hände findend Für den folgenden Theil ist die Redaüion nicht verantwortlich.;n hiesiger Gemeinde soll spätestens zum 1. April d. I. die I Kantor- ». Schächterstelk dauernd besetzt werden. I Das mit derselben verbundene Einkom-? mcn betragt 1500 bis 1800 Mark. l Bcwerbungsgesuche wolle man dem unter-| zeichneten Vorstande baldigst e-nsenden. > Berücksichtigung finden nur Inländer. Reisegeld erhalt nur der Gewählte. Wronke (Prov. Posen), den 28. Januar 1884. (570 Aer Frorporakions-Worstand. mehrere Jahre einen Haushalt selbstständig geleitet und auch im Warengeschäft sehr tüchtig istZBaar-Vermogen 4—6000 M besitzt,! wird behufS Verheirathnng mit einem re-' ligios, soliden Mann in Verbindung zu ireien, gewünscht. Lehrer und Wittwer nicht ausgeschlossen. Offerten unter P. M. 671 an die Erp. d. BlatteS erbeten. Eine iiiit Für ein bürgerl. relig. erzogenes Mädchen aus achtbarer Familie, welches scharr in allen weiblichen Handarbeiten wohl auSgebildet wird alsbald für eine größere Land- Gcmeinde deS Rcg.-Bez. Trier gesucht. Gegenwärtig sind 40—59 Schülerinnen vorhanden. Eine gut qualisizirte Kraft würde eine dauernde und lohnende Eristenz finden. Offerten unter I«. Nr. 687 au Expedition b. Bl. zu richten. lPün gebildetes junges Mädchen (Israel.), sucht gestützt aus Pr. Referenzen ander» weitig Stellung zur selbstständigen Führung einer religiösen Haushaltes. Gell. Offerten unter H. J. 561 au die Exped. d. Bl. (lklin Mädchen aus guter Familie sucht Stelle in einem bessere» Hause a!4 Zimmermädchen Auf hohen Lohn wvd nicht ge'rhnr. Offerten unter W. H. sNr. 1000 post» lagernd Mannheim. (49$