Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 25 (1884)
- Issue
- Heft 9 (31.1.1884)
- Date
- 1884-01-31
- Page
- – (sequence 19)
- Language
- German
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Tchrimm (Prov. Posen). Ein schlichter, frommer Mann, Herr JehUdah Löb Adam i)i tn unjereat Orte am achten Tage in seinem 76. LebenSiohre sanft euschlafen. Mit seiner ganzen Kraft odtaz er feinem Amte: er war ein berufStr^uer. gewissenhafter orw, deren Anzahl überhaupt in hiesiger Gegend eine nur unbeträchtliche ist. Durch seine liebevolle Menichenfreundlichkeu und seine aufrichtige Verehrung der Thora und deren Träger hatte er sich allgemeine Liebe und Achtung erworben, wovon die starke Detheiligung an dem Leichenbegängnisse dieses ManneS beredtes Zeugniß ablegte. Htm Grabe hob H rr Rabbiner Dr JacvbfohN in feierlichen Worten die edlen Tugenden des Dahingeschiedenen hervor und erwähnte besonders der großen himmlischen Verdienste des Verblichenen, die er sich im Lause eineS halbe» Jahrhunderts durch die genaue Ausübung seiner übernommenen Verpflichtungen erworben hatte. Mögen seine Sohne dieses leuchtende Vorbild, diesen 2'vr pzni'-o Tr», diesen „glänzenden" in seiner himmlischen Arbeit — wie unser verehrter Herr Rabbiner treffend sagte — nie vergessen und in ihrem wahrhaften, jüdischen Lebenswandel diesen Glanz wiederstrahlen und möge der Heimgang eines solchen Mannes unS an die entstandene Verwaisung erinnern und junge Kl äste für die leider bei unS frst gar nicht mehr gepflegte c'irw? gewinnen. (565 ] durch die Pensionirung deS Herrn Dr. Adler erledigte Land,« Provinzial - und Gemeinde- I Nabbinat zu Cassel soll anderweit besetzt werden. Bewerber um dasselbe wollen ihre Gesuche mit Zeugnissen über ihre ocademische Ausbildung und über ihre bisherige amtliche Thätigkeit baldigst bei Unterzeichneter Stelle einreichen. _ Das bisherige ständige Einkommen beträgt 4500 M. nebst einem ansehnlichen anständigen Diensteinkommeu. Die Brstellung ist eine definitive mit. Anspruch auf Ruhegehalt bei eintretender Dien st nn fähigle't. (506 Gaffel, am 14. Januar 1884. Vorsteheramt der JSraeliten. Unsre Gemeinde besteht auZ l 6 Familien, die nicht alle zu den Wohlhabenden gehören, aber alle das Bedürfniß fühlen» das Gotteshaus zu besuchen. Unser Gotteshaus besindet sich aber leider in einem solch'baufälligen Zustande^ daß cs droht cinzustürzen und nur mit Lebensgefahr zu betreten ist. Bereits sind wir von der biesipen Behörde anfzefordert, neuzu bauen oder es zu schließen. Da eine Reparatur unn oglich ist, jo haben wir uns entschlossen, ein unserem Zweck entsprechendes neues Gotteshaus zu bauen, indem wir unser Vertrauen aus die Hilfe unsrer Glaubensgenossen setzen, welche stets, wenn eS sich um einen guten Zweck handelt, mit offenen Händen zur Seite stehen. Qhne mildthätige. Hilfe werden wir zur Ausführung un res guten Vorsatzes nicht kommen, können, denn wir allein sind es nicht im Stande. Milde Gaben nimmt rn-t herzlichem Danke in Empfang d-'r Vorstand der iSr. Gemeinde zu Quedlinburg. . I. Philippsborn. Json ßpftein. Joseph Hetz. Auch die Expedit'vn des „Israelit" ist gern bereit, Gaben in Empfang zu nehmen und weiterzubefördern. (519 /Lin isr. Mädchen im Alter von 30 bis 40 Vs* Jahren aß .GanshalLerin in einem bürgerlichen Hau»e gesucht. Angenehme dauernde Siede gesichert. Älira am §c8iieren, 568) Neutz bei Düffeldorf. Briefkasten der Redaktion. Herm Marcus in Hamburg: WaS man Ihnen gesagt hat, beruht auf einer vollständigen Unker.ntniß der Vorschriften unserer heiligen Religion. Wie wtr bereits unzählige Male nachgewiesen haben, werden die Völker, in deren Mitte wir leben, nicht als Götzendiener angesehen (Vergleiche Scbulchan Aruch Orach (5hajim (5. 156.) Daß wir bei Nichtjuden auch jetzt noch keinen Wein trinken, hat einen ganz anderen Grund, nämlich den, die Schließung einer Mischehe z» verhüten. (Talmud Badli Traktat Sabbat s. l7 b. Sckulchan Aruch Joreh Teah 6.123 § 1) * Es ist traurig, daß unwissende Menschen sich in großsprecherischer W-lse ein llrtheil anmaßen über Tinge, die sie nicht ver- , stehen. /Lin fleißiger, solider Mann s Israel.), der vC seit vielen Jahren in einem der größten Seifenfabriken Bayerns beschäftigt, und sowohl in der Zoller» wie Lichterfabrikation gut bewandert ist, sucht eine Grelle als Gehülfe in einem weniger großen (Heschäste. Franco-Offerten unter B.K. 527 an die Exped. d. Bl. 8 ur mein Kurz- und Modewaarengeschäft en gros suche ich einen angehenden DVIW8WZK, der auch schon gereist hat. , Hieraus Reflekrmnde wollen sich unter Chisfer B. 529 an die Expedition d. Bl. wenden. 8 ür meine Manufactunvcraren-Handlung en groi & detail suche einen Lehrling. Samstag geschlossen. Jacob Goldmanny 518) Eschwege. CTNie gefertigte Commission sieht sich auch heuer veranlaßt, in der von mehreren hervorragenden rabbinischen Capacitaten alS zu diesem Zwecke entschieden geeignetsten „Pesther Walzmühle" Lim eli a Depiszch a nebst Mehl zur Mazzah- KGLZiWMaL zu bereiten, Nlld zwar unter der streng rituellen Aussicht von Maschgichim, d>e hierzu von Seilen mehrerer orthodoxen Rabbin desigr.irt wurden. Anmeldungen wegen Kimcha-Depiszcha sind an die „Verwaltung der P e st h e r W a l z m ü h l e" oder an die Kanzlei der Gefertigten zu richten. Budapest, im Januar 1881. Die jüd. - orihod. Durchführun-S- Commifsion. Auf Verlange» bezeuge ich gern, daß das im Qbigen Mitgetheille vollkommen vertrauenswürdig ist. Mainz, im Januar 1881. 501) rvr. Lehmann. nos V "um nunro Hiennu beehren wir uns, Ihnen ergebenst anzureigen. daß wir zu d>m bevorstehenden Peßachstste in Veibindung mit unserer n-r Sprit-, Lkqueuru. Weiugrotzhandlung uns auch mit dem Verlaus von feinstem prima Barkobst irooo rzz b' befassen werden. Gleichzeitig osserren zum Wiederverkauf unsere bereits seit 31 Jahren »ls vorzüglich anerkannten feinst. Weknsprit, SpiritnS, Liqueure, Muöcatu. Ungartverne zu dktl billigsten Engros-Prriscn. Referenz : Cr. Ehrnürden Herr Rabb. Dr. F e »l ch e n f eck d. Preiscouranl aus Wunsch gratis. Meyer Hamburger & Sohn, 507) Posen.