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Der Israelit · 1884-01-07 · Heft 2 (7.1.1884) · page 9

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Journal
Der Israelit
Volume
25 (1884)
Issue
Heft 2 (7.1.1884)
Date
1884-01-07
Page
– (sequence 9)
Language
German
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XXV. Jahrgang. Beilage zu Nr. 2 -es Zsraelit. Leitend er Artikel. Der 30. Ufakm. Von Rabbiner Dr. Ehrmann. IV.« Spricht, nach der versuchten Erklärung, der 30. Psalm die Gedanken und Empfindungen aus, welche David im Hinblick auf die Tempelweihe seines Sohnes erfüllten, so schließt diese Annahme nicht eine andere, von hervorragenden Erklärern der Psalmen vertretene aus, welche in diesem Lied die Einweihung des letzten, am Ende der Zeiten zu errichtenden Tempels verherrlicht findet. Dann würde es das pcrsonificirte Israel mit seinen Gedanken und Anschauungen sein, von welcher durchdrungen, es einst diese Chanukah feiern wird, denen unser Lied einen Ausdruck verleiht, der sich an Großartigkeit der Auffassung vollständig den anderen prophetischen Darstellungen dieses Zukunftsideals anreiht. Machen doch bereits unsere Weisen auf diese Eigenthümlichkeit sämmtlicher Davidischer Psalmen aufmerksam, daß sie nämlich der treue Dolmetsch sowohl des innern und äußeren Lebens Davids, als auch gleichzeitig desjenigen der gesammten israelitischen Volks- Persönlichkeit sind, (Midr. Schochar Tob. zu Ps. IV. in iox axiff’ bj i33ai nua in icxr^aio-x ’"i) weshalb der Versuch einer Erklärung unseres Psalms auch nach dieser Auffassung die Möglichkeit der andern keineswegs ausschließt. Dieser ferne Ausblick auf die am Ende der Zeiten winkende letzte Chanukah, wo der Berg des Gotteshauses fest gegründet, alle andern irdischen Höhen überragen wird und viele Völker zu ihm strömen werden, um nun auch ihrerseits .die Richtschnur ihres Lebens von dem Gottesgesctze chinzunehmen, das von Zion in Jerusalem ausgeht.. Dieses Höheziel aller Menscheubestimmung auf Erden, wie es in den prophetischen Weissagungen eines Jesajas (Cap. II.) und Michas (Cap. V.) geschildert ist, wird uns hier in dem mb non raun i'ff 1:210 durch die Gedanken und Worte vorgeführt, mit denen einst Israel dieses . Ereigniß begleitet. Der Verlust seines freien, selbstständigen Israel- Charakters, die abhängige halt-und schutzlose Jakobgestalt, die während der langen, bangen Jahrtausende seines Exils dieses Volk zum Stichblatt aller Na- tionen gemacht hatte, sie gerade wird es sein, welche die Völker sich in dem Rufe zusammen finden läßt: apyi 'k no hu 'n in bx nby:i ob Das Haus eben des Jakob-Gottes aufzusuchen. Die wunderbare Gottesmacht des von Zion und Jerusalem ausgehen- .den Gottcswortes, die diesem Volke alles gewährt und ersetzt hat, worauf die übrigen Staaten und Nationen den stolzen Machtbau ihres socialen und politischen Lebens gründeten und cs umfluthet von einer ganzen Welt voll Lieblosigkeit und Feindschaft ohne diese materiellen Mittel bis ay's Ende der Zeiten erhalten hat, diese äußere durch :bcit Jakobsnamcn gekennzeichnete arme Hilflosigkeit, sic wird es sein, welche den Völkern über die Unzulänglichkeit sh rer Macht- und Kampfesmittel die Augen öffnen und sie bestimmen wird, ihre Schwerter und Lanzen in Werkzeuge des Friedens umzuschmieden und nicht mehr die Waffen zum gegenseitigen Kriege zu erheben. — Den Spuren dieses einst hell erstrahlenden Lichtes schon jetzt zu folgen, und aus der Hoffnung seines einstigen .Vollstrahls Kraft und Ausdauer für das dem „Hause Jakobs" beschiedene, trübe, mächtige Geschick zu schöpfen, ist der Sinn, der au diese meffianische Zuülnstscnthlillung geknüpften jefajanischen Mahnung: 'n iad apv no „Haus Jakobs, kommt, wir wollen gehen im Lichte Gottes!" Wenn daher die Priester der Menschheit die letzte Chanukah inmitten der vielen, dem Gottesberge zuströmenden Nationen feiern werden, so ist der erste Gedanke ihres Weiheliedes der Gottespreis für die zur Lehrmeistcrin der ganzen Menschheit gewordene hilflose Armuth, die sie tausende von Jahren geduldig ertrugen- und die ihnen nun nicht länger die Schadenfreude ihrer Feinde einbringt. *) 1) Unter irr wären dann die früheren Feinde., zu verstehen, denen die non nun huldigende Anerkennung abringt. o"'ini nai vp d"pff nb-twrj niaf . •i'noonffxi o"ai ay anaff i'ffai n"i a'o n-yaff 1 a"s p'OS '*sx nT.E2.iff«1 nxu ni'.xabi — .'D'nn ff'o .1x13 iamoff 1D2HX 110103 'b a x nnyff xb obur maD i"sbi pan by 0'Lr.irnv nnsa 'i"2 xan'oiff 03cx o'ioii “ODux 13012 y"an xno xip’yp r>"an bxiff'd on'i i'nff oo'ixa n"2 xa.ni 'nanaff - .12 .ff"*y iTff Tff inx oonixb ias.i3 nnyi iaa

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