Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 50 (1909)
- Issue
- Heft 51 (23.12.1909)
- Date
- 1909-12-23
- Page
- – (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
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Sette 10 R 51 Der Israelit 23. Dezember 1909. Bestand von 9055 Schülern auf. Diese verteilen fich nach ihrer Konfession: 4067 Katholiken, 4144 Protestanten, 644 Juden. Unter den ang führten Zahlen find mitembegriffen 154 Mädchen. Davon find 98 protestantisch, 41 katholisch und 15 israelitisch.- Die aus kirchlichen Mitteln unterhaltenen höheren Schulen wurden am gleichen Tage.besucht von 2137 Schülern. Davon find 72,15 Prozent Katholiken, 24,75 Prozent Protestanten und 2 Proz. Juden. An oen öffentlichen Schulen b. trägt die Zahl der katholischen Schüler 48,34 Prozent der Protestanten 43,92 Proz. und der Israeliten 8,74 Proz. Pose«, 15. Dez. Gelegentlich der Verhandlung über die Gewährung der Nalurausation an einen evangelischen Russen aus L o d z, der in Posen ansässig ist, brachte -er Referent Stadtverordneter Lud. Kantorowicz zur Sprache, daß wiederholt Personen jüdischen Glaubens die Naturalisation aus nichtigen Gründen verweigert wurde. Er richtete daher einen Appell an daS Gerechtigkeit gefühl der Köntgl. Regierung, in Zukunft gegen Angehörige der jüdischen Religion wohlwollend zu verfahren und nicht deS Glaubens wegen Personen dt. Naturalisation zu verw igern. — Hoffentlich find diese Worte nicht umsonst gesprochen! > Pose«, 16. Dez. Der Jahresbericht der „Jüdischen Lesehalle" zeigt einen erfreulichen Fortschritt. Die Zahl der Besucher hat 3800 überschritten und beträgt 13 im täglichen Durchschnitt. Die Bibliothek umfaßt ca. 1300 Bände. Der Zutritt ist auch ferner nhin wie bisher unentgeltlich. Anffel, 13. Dezbr. Der in London verstorbene Generaldirektor Dr. Ludwig Mond, ein geborener Kasselaner, hat seiner Vaterstadt 100000 Mark und der hiesigen israelitischen Gemeinde ebenfalls 100000 Mk. zu wohltätigen Zwecken geschenkt. Basel, 21. Dez. Zur Erinnerung an st inen Vater, den verstorbenen langjährigen Präsidenten der Gemeinde, Herrn DrehfuS-Neumann der das unbestrittene Verdienst hat, die Gemeinde von Spaltungen bewahrt und auf dem Boden der Gesetzestreue erhalten zu haben, hatte vor mehreren Jahren unser jetziger Gemdindeprüfident, Herr I. DreyfuS-BrodSky, der Gemeinde ISO 600 ,FrcS. als Stiftung zur Errichtung eines Gemeindehauses überwiesen. DaS neben der Synagoge gelegene Gemeindehaus, an welchem seit 1% Jahren unermüdlich gearbeitet wirb — nur am Sabbat ruhte die Arbeit - ist nunmehr in seinen wesentlichen Teilen vollendet und wurde am jüngsten Sonntag seiner Bestimmung übergeben. Die geräumige Liegenschaft enthält eine Wohnung für den Abwart, die Räume für die jüdische Armenpflege, den Raum für niDty DttTK? und ein allen rituellen Anforderungen entsprechendes und sehr schön eingerichtetes HIpD- Den Mittelpunkt des Areals nimmt bas neue GemettdehauS ein. Dieses enthält im oberen Stockwerk die für die Verwaltung bestimmten Räume, während unten eine kleine Synagoge eingerichtet ist, welche co.200 Männer- und 50 Frauenplätze enthält. Die Einweihung wurde durch Gesänge deS Herrn Oberkantor D r u j a n und des EhnagogenchorS eingeleitet. Hierauf hielt der Gemeindepräsident, Herr I. DreyfuS- BrodSkh, eine Ansprache, in welcher er seiner Freude darüber Ausdruck gab, den Wunsch seines seligen Vaters nach Erbauung eine« Geme ndehauses erfüllt zu schm. Er schloß mit der Aufforderung, auch weiterhin die Fcchne deS Judentums hoch.»halten, für die unsere Väter Gut und Blut ausgeopfert haben. Die Wetherete hielt Herr Rabbiner Dr. Cohn, welcher die dreifache Benennung deS jüdischen Gotteshauses, Gebethaus, „Schule" und Versammlung Ähaus erläuterte. Mit nochmaligem Chorgcsang schloß die stimmungsvolle Fe er. Der Betsaal Wirdum Gebet an den Wochentagen benutzt. Auch werden die von Herrn Rabbiner Dr. Cohn an jedem Sabbat abgehaltenen Lern-Bortrage forran in diesem schönen Raume statifinben. Die Gemeinde Basel, mit ihren mehr als 400 Gemeindemitgltedern, besteht ohne jedm staatlichen Zwang. Bis zum Jahre 1868 befaß fie nur mietSweise 2 kleine Räume zum Betm. Erst damals war die Gemeinde gmug erstarkt, um eine eigene Synagoge zu erbauen, bie im Jahre 1890 um mehr als das Doppelte vergrößert Wurde. Die Gemeinde besttzt außer den religiösen allerlei humanitäre Einrichtungen, ein Asyl für Altersschwache, ein WaiserchauS und ein Spital, und sie hat nun in dem neum Gemeindehaus mtt seinm Dependenzen alle ihre Institutionen ergänzt und auSgebaur. Budapest, 17. Dezember. Herr Oberrabbtner Philipp Fischer in Sarozatak schreibt unS: »Hiermit erüäre ich, daß ich die in der Note zu meinem Aufsatze in der vom 26. November 1908 datierten Nummer dieses BlatteS auf die Person des Herrn Redakteur Max Szaboltschi in Budapest bezughabenden Bemerkungen auf Grund unrichtiger Informationen ausgestellt habe. Daher ziehe ich dieselben mit dem Ausdruck meines Bedauerns zurück." Prestburg, 17. Dez. Der Vorstand der israelitischen orthodoxen Gemeinde zu Preßburg bittet uns um Veröffentlichung folgenden Auszuges aus dem Prowkolle der am 8. und 12. Dezember 1909 stattgehabten Repräsentantenfitzung. „Einstimmig wurde folgende Resolution gefaßt: „Indem die Repräsentanz der orthodoxen Israel. Kullurgemeinde dm Bericht des Vorstandes -in Angelegenheit der WachSmannschen Wohnung billigend zur Kenntnis nimmt und dem Vorstände daS Vertrauen votiert, spricht ste gleichzeitig einstimmig ihre Entrüstung Wer die auf Entstellungen und Uebertreibungen auf. gebauten ehrenrührigen Angriffe gegen Vorstand und Repräsentanz unserer Gemeinde in der letzten Nummer eines hiesigen jüdischen Blattes aus. Indem ste dieselben energisy zurückwetst, ermächtigt fie den Vorstand zur Veröffentlichung dieser Resolution, denselben gleichzeitig ersuchend, mit erwähntem Biatte weder zu polemisieren noch gegen dasselbe den gerichtlichen Weg zu betreten, da derartige unqualifizi.rbare Angriffe fich selbst richten." Ung. Brod, 12. Dez. Am letzten Sonntag wurde im hiesigen v n Dr. M. I u n g gegründeten jüdischen Gymnasium eine Chanuckafeter abgehalten, die alle früheren Feste bet weitem übertraf. Die zahlreich erschienenen Gäste mit dem Vertreter der Israelitischen KultuSgemeinde an der Spitze, folgten sichtlich erfreut dem erhebenden Verlaufe der Feier. Herr ReligtonSlehrer F l e s ch führte in einer glänzenden Rede aus, welche Bedeutung das ^212N-Fest gerade in unserer Zeit für unS besitze und richtete einen feurigen Appell an die Schüler, das Ideal deS Gründers dieser Anstalt, Bereinigung von Judentum mit moderner Bildung mit htnauszunehmen ins fernere Leben. Rezitationen hebräischer und deutscher Gedichte, darunter daS stimmungsvolle Gedicht „Der Tränenbecher" von Frug wurden lebhaft applaudiert. Das gesungen vom Schülerchor der Anstalt unter Leitung oes Herrn Professor Ftschhof, beschloß das Fest. Austerlitz, 13. Dez. Am Sonntag, 12. Dezember, uachmitrags, fand im hiesigen Tempel ein Festgottesdienst anläßlich des Chanuckafestes statt. Herr Bezirksrabbiner Dr. M. Steif hob in schwungvollen Worten die Bedeutung deS Tages hervor. Anwesend war der gesamte Vorstand der Kultus- und poltttschen Gemeinde, Chewra Kadtscha und viele Mitglieder' Die kantorale Funktwn versah Herr Kantor H. Stern. London, 15. Dezember. Am letzten Sonntag fand hier, gelegentlich des Chanuckafestes, eine Parade der jüdischen Mitglieder der englischen Armee statt. Mehrere Hundert Soldaten und Matrosen, unter ihnen eine beträchtliche Anzahl Offiziere, sämtlich in Uniform, marschierten in Reih und Glied nach der Hauptsynagoge in der Great Portland Street im Westen Londons, um das Ltchterfest zu feiern. An der Parade nahmen fast alle Gattungen der Armee und. der Flotte teil. Am meisten waren die Terrttortals vertreten, dann eine ganze Anzahl Marinemannschaften, verschiedene hochgewachsene Gardisten, ferner Lanciers und Dragoner und Rote Kreuz-Soldaten. Die Truppen wurden von dem Obersten D. de Laren - Cowen und etwa zwanzig jüdischen Offizieren kommandiert. Der Gottesdienst wurde von M. Adler, dem jüdischen Armeegetstltchen, abgehalten. Am Abend fand ein Konzert für die Soldaten und Seeleute statt, daS von den jüdischen Terrttortals arrangiert worden war. London, 12. Dez. Vergangenen Montag hielt die „Bereinigung zur Errichtung eines jüdischen Hospitals im East End" ein stark besuchtes Meeting ao, in welchem einmütig betont wurde, daß ein jüdisches Krankenhaus eine besondere Notwendigkeit für unsere armen hierher geflüchteten kranken Glaubensbrüder sei. Zwar gebe es in zahlreichen Hospitälern koschere Küchen, doch dies genüge nicht. Der arme nur jiddisch verstehende Kranke bedürfe des jüdischen M.lieus. Trotzdem die Bereinigung von den tonangebenden Kreisen keine materielle Unterstützung fand, da diese bet der Dezentralisation der Londoner Juden die Einrichtung möglichst zahlreicher koscheren Küchcn in den verschiedensten Dislriklhospitälern Londons weit ratsamer hielten, konnte ste bereits zum Ankauf eines Grundstückes für das zu bauende jüdische Hospital schreiten. Die Idee die aus dem East-End heraus entstanden, hat weiter gewirkt und die Opferfreudigkett dieser Kreise hat das gemeldete Resultat gezeitigt. Uerei»$w$en. Frankfurt a. M., 15. Dez. „Das Pesachtest und die dabei verwendeten Gegenstände" lautete das Thema eines Vortrages, den Herr Direktor H. Frauberger vom Kunstgewerbeverein in Düsseldorf auf Veranlassung der hiesigen „Gesellschaft zur Erforschung jüdischer Kunstdenkmäler" gestern in der gut besetzten Loge Carl hielt. In einer längeren Eröffnungsansprache legte der Vorsitzende Herr Jul. H e y m a n die Zwecke und Ziele der Gesell schuft dar. Der Verein wende seine Aufmerksamkeit nicht nur der Erforschung jüdischer Kunstdenkmäler zu, sondern auch Bauten und Gegenständen, die ein kulturdistorisches Interesse haben. So hätte rr Sorge getragen, daß das dem Zerfall anbeimgegebene Judenbad in Friedberg aus dem Jahre 1260 mit prächtigen romanischen Kapitälen wieder in Stand gesetzt werde und der Nachwelt erhalten bleibe. Größere Kunstgewerbe-Ausstellungen wurden beschickt und die nächste Arbeit sei der Vorbereitung einer Ausstellung von jüdischen Kunstgeiäten in Frankfurt gewidmet. Das Hauptfeld ihrer Tätigkeit sehe die Gesellschaft in der Gewinnung einer mög ichst lückenlosen Vorbildersammlung jüdischer Kunstwerke, vornehmlich solcher, die sich durch Schönheit der Form und durch technische Vollendung vor andern auszeichnen. Weite Gebiete wurden von Kunstgelehrten und Architekten zu diesem Zweck bereist, systematische Durchforschungen wurden in Deutschland vorgenommen. Bei solchen Reisen wurde denn auch die Entdeckung gemacht, daß noch originelle jüdische Bethäuser in rrnsererflcähe erhalten geblieben seien, so u. a. die Holzsynagoge in Falkenstein, in Bethofen und in Schwäbisch-Hall. Ueber andere bereits bekannte Bauwerke erhielt man interessante Aufschlüsse. Die Resultate. solcher Forschungen seien den Mitgliedern durch reich illustrierte Hefte zugänglich gemacht worden. Im ganzen besitze die Gesellschaft zur Zeit weit über 2000 Etnzelblätter mit Nachbildungen jüdisch r Kunstwerke, etwa 500 Sü m, fast 200 Handschriften und fast ebensoviel Original-Gegenstände. Es bestehe die Absicht, alle diese Objekte dem städtischen historischen Museum als Leihgabe zu überlassen und so Frankfurt zu einer Sammlung zu verhelf n, wie sie in g oßem Matzstab bereits im Pariser Cluny-Museum bestehe. Der Bortrag des Herrn Frauberger gestaltete sich zu einer gründlichen Studie über das Kunstgewerbe bei den Juden und den Kunstsinn, den die Juden überhaupt bei der Anfertigung der den ReUgionszwecken dienenden Gegenständen entfalteten. Besonders reich sei die Auswahl der Kunstgeräte, die des wohlhabenden Juden Sedertisch zierten, die Düsseldorfor Kunstausstellung habe eine ganze Reihe wertvoller Exemplare solcher G genstände enthalten, die der Redner einzeln bespricht. Mehrere wohl- - gelungene Lichtbilder unterstützten die interessanten Schilderungen des um die Erforschung der jüdischen Kultus- Kunst so verdienten Mannes in eindrucksvoller Weise. fsrarrkfrrrt a. M., 13. Dez. Wie alljährlich, hielt tesige „Ztonistische Bereinigung" auch dieses Jahr in den Räumen des Kaufmännischen Vereins am letzten Mittwoch ihre Makkaväerfeter ab. Als Festredner war der Wiener zionistische Schriftsteller Herr York Steiner gewonnen. Gar so groß war indessen oteser Gewinn nicht. Die Rede enttäuschte allgemein und rief bet denen, die über ihrem Zionismus.^daS jüdische Fühlen und Denken noch nicht verlernt haben, starke Erbitterung hervor. Wer Herrn Jork Steiner von seinen literarischen Werken aus kennt, erwartete gewiß von ihm keine hohen Gedankengänge, kein tteferes Eindringen in wichtige Probleme. Wohl aber durfte man von dem Feutlletontsten eine farbenschtllernde, formgerechte und schöngeistige Rede erwarten. Allein, was man da zu hören bekam, war nichts als eine im selbstgefälligen Jchtone gehaltme behäbige Schilderung seiner persönlichen Beziehungen zu Herzl und einige zionistisch banale Redewendungen, wie sie in jedem zionstischen ABC Buch zu finden find. Die „Weit" sei in seiner, deS Redners, Wohnung entstanden, wohlgemerkt die ztontsttsche, zur Zeit in Köln erscheinende „Welt". Herzl habe eS unter feiner Mitwirkung erkannt, daß der Judenhaß kein Produkt deS EtnzelwillenS sei, sondern das einer Volksbewegung. An der Mischen Volksbewegung, die Herzl der antisemitischen enigegenzustellen stch anschtckte, habe aber er, Redner, tapfer mitgcarbeitet usw. Um dieses zu sagen, bemerkte der Festredner wiederholt, hätte er den wetten Weg von Wien hierher nicht gemacht. Also warteten wir auf die Offenbarung, die uns der Herr aus dem wetten Wien machen sollte. Vergebens. Neu war im folgenden Teil der Rede höchstens die wiederholte Nennung des 'ln Dtp in der Weise, fvie man ihm sonst nur in außerjudlschen Kreisen zu begegnen pflegt und wie ihn der gläubige Jude nicht ohne Entsetzen aus sprechen hört. Mit einer recht schülerhaften Deklamation eines an sichsehr schönen Gedichtes von Herzl schloß der Redner seine Ausführungen, die mehr Enttäuschung und Kompromittrerung 'als Befriedigung hervorriefen. Es war gut, daß die nachfolgenden Programmpunkte so ausgezeichnet gelangen, daß der Eindruck der Rede bald verwischt wurde. Fräulein Klara Lewisohn legitimierte sich durch tyre GesangsvortrSge als echte Künstlerin. Herr AlfredAuerbach aus dem Schau- ~ spielhaus wußte durch einige Rezitationen jüdischen Inhaltes, besonders durch den Bortrag eines Kapitels aus Echeziel, das Auditorium zu fesseln, stellenweise hinzureißen. Erwähnt sei noch ein Gedicht von Ch. N. Bialtk, das in hebräischer und deutscher Sprache (übersetzt von Herrn N. Goldmann) wirkungsvoll vorgetragen wurde. Mir einem zionistischen Einakter, dessen prachtvolle Aufführung und lebende Bilder der Regte alle Ehre machte, fand die Makkabäerfeter ihren Abschluß. Berlin, 15. Dez. Der „Verband der Sab baifreunde" teilt mtt, das infolge unvorhergesehener lokaler Schwierigkeiten der 4. Delegiertentag nicht an d^m vorgesehenen Zeitpunkt (26. Dezember d. IS.) in Breslau statifinben wirb, sondern an einem späteren Termin, worüber demnächst nähere Mitteilung folgt. Berlin, 21. Dezember. Dem „Verbände der jüdischen Jugendvereine Deutschlands", der bekanntlich ein „neutrales" Judentum vertritt und dessen bei aller guten Absicht gefahrvolle Tendenzen von unS bereits früher gekennzeichnet worden find, haben sich, wie der Berbano mtttetlt, fett seiner Gründung wettere 19 Vereine angeschlosim, sodaß der „Verband" jetzt 43 Vereine umfaßt. Elf weitere Vereine, die fich ihm anschlteßen wollen, find im Entstehen begriffen. Der „Verband" lehnt sich an die Loge, dm „Zentralverein", „Gemeindebund" und „Verband der deutschen Juden" an. Er hat in der Person des Herrn Dr. Finket einen eigenen Geschäftsführer angestellt und scheint rege zu arbeiten. Er widmet sich der Gewinnung von Rednern zur Abhaltung von Vorträgen in den Berbandsvereinen, der Herausgabe von Katalogen und literarischen Wegweisern und ist auch um das Studium der hebrätschm Sprache in den Berbandsvereinen besorgt. Eine ^Tagung der südwestdeutschen und rheinischen Vereine soll am 26. Dezember in Frankfurt a.M. stattfinden. Von/ Herbst 1910 an will der Verband ein eigenes Oraa« für seine Zwecke erscheinen lassen. Die Rede Rabbiner