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Der Israelit · 1909-12-09 · Heft 49 (9.12.1909) · page 11

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Journal
Der Israelit
Volume
50 (1909)
Issue
Heft 49 (9.12.1909)
Date
1909-12-09
Page
– (sequence 11)
Language
German
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9. Dezember 1909. Der JSraeltt Seite 11. No 49 des Festkomitees die Erschienenen in launiger Weise begrüßte, während der Prästoent, Herr Ma r k u s H i r s ch alsdann in eindtucksvoller Weise die eigentliche Be grüßungSrede hielt. ES folgten alsdann reich mit Hilft Worten gewürzte Reden des Herrn Posen, der sem Glas dem hochverehrten, leider nicht anwesenden Herrn Rabbiner weihte, des Herrn Dr. Jos. Breuer, den wir als vorzüglichen geistreichen Redner lernten lernten deS Herrn Prof. Weyl, Herrn A.M. Schwarzschild und Max Michel. Unterstützt von hübschen, heiteren Tischltedetn — unter anderen erfreute uns auch Herr Kamor Stetnberger mit einem sehr schön vorgetra genen Jargonlied, Herr S. Plaut mit dem p achtvoll vorgetragenen humoristischen Gedicht „Der Wettstreit" — fand auch der Humor seine Rechnung. Das Benschen, darnach amerikanischem System der steigert, 100 Mk. für diverse wohltätige Zwecke brachte, bildete zugleich den Schluß des in allen seinen Teilen glänzend gelungenen Festes. Um Mitternacht gingen wir nach Hause, erfüllt von wahrer nnötP und innigem Danke gegen •T3pn, der innerhalb unserer j-pnp diesen Verein heranblühen ließ. Möge der Verein auch bei denen, die ihm noch ferne stehen, gebührende Anerkennung finden und möge die Heranwachsende Jugend unserer Gemeinde von Setten der Ellern, und ble von der Fremde hierherziehenden jungen Leute von Seiten der Herren Prinzipale auf den schönen Verein aufmerksam gemacht werden. Zur Ehre von und zum Besten des Judentums wirb dann der von' Rabbiner Hirsch y'X'l gegründete Verein auch ferner blühen und gedeihen. Hamburg 29. November. Am!7. November fand die diesjährige ordentliche Generalversammlung der Ham burger Ortsgruppe des Verbandes der Saebatüfreunde statt. Dieselbe war zahlreich besucht, speziell in Erwar tung eines interessanten Vortrages des Herrn Dr. Arth ur Kahn aus Berlin. Leider wurde derselbe am rechtzeitigen Erscheinen verhindert, so daß der Vortrag ver schoben werden mußte. Der Vorsitzende gab in seinem Bericht Kenntnis von der Tätigkeit des Verban des im letzten Geschäftsjahr, erwähnte des vorigen Delegiertentages, und der daselbst gefaßten Beschlüsse, spe ziell des uns berührenden Beschlusses als diesjährigen Ta gungsort, an Stelle von Hamburg Breslau zu wählen Voraussichtlich wird jedoch der Delegiertentag 1910 in Hamburg stattfinden. Es wurde ferner die Gründung der Darlehenskaffe besprochen, sowie die inzwischen er folgte erhebliche Vermehrung der Ortsgruppen, sowie der Brockensammlungen (Peah), die in letzter Zeit erfolgreich gewesene Tätigkeit in Sachen der Sonntagsruhe, die Ausgaben neuer Schriften, speziell des Kalenders 5670 etc. etc. Auf die Tätigkeir der Hamburger Ortsgruipe übergehend, erwähnte der Vorsitzende der im Be richtsjahre ftattgefundenen Vorträge des Herrn Moritz A. Löb, des Herrn Dr. A. Kahn, sowie der Gründung der hiesigen Peah. Letztere ist seit 15. Febr. in Tätigkeit und hat großen Anklang bei bett Hamburger Glaubensgenoffen gefunden Der Vorsitzende gab dafür einige Zahlen an, die demnächst separat veröffenlicht wer den sollen. Kurz sei nur erwähnt, daß die Peah in den ersten 8 Monaten ihres Besteheits ca. 4000 M. eingenommen, und ca. 2000 M. für Arbeitslohn ausgegeben hat. Der Tätigkeit der Hamburger Ortsgruppe ist die Gründung einer Ortsgruppe in Geestemünde gelungen, mit weiteren Orten werden Verhandlungen gepflogen. Be schtedene Personen wurden durch Darlehen unterstützt. Bei der Straßenbahn wurde eine Erleichterung zu Gunsten der am Scbabbos nicht fahrenden Schulkinder durchgesetzt. Der Bericht wurde mit Beifall zur Kenntnis genommen. Alsdann wurde der Kaffenbericht erstattet, und dem Vorstand Entlastung erteilt. Auf einige aus der Versammlung gerichtete Anfragen, speziell in Sachen der Peah, erteilte der Vorsitzende befr edigende Auskunsi. An Stelle des, wie eben berichtet, ausfallenden Vortrages des Herrn Dr. Kahn, sprach Herr Rabbiner Bamberget aus Wandsbeck über „Religiöse und soziale Probleme im Judentum" . Reicher Beifall lohnte die inhaltsreichen Ausführungen des g schätzten Redners. Breslau, 1. Dez. War es dem Ausschuß des BezirksverbanbeS darum zu tun, die Stellung der Provinzgcmetnden zum Machol'schen Entwürfe kennen zu lernen, so hat sich der „Verein für jüdische Geschichte und Literatur" zur Aufgabe gemacht, feine Mitglieder mit dem neuen Entwürfe vertraut zu machen und in einer Diskussion die Ansichten seiner Mitglieder zu hören. Der. Diskusfionsabend fand gestern statt. Herr Rechtsanwalt H i r s ch b e r g referierte. Er Übte fachliche Kritik an dem Entwürfe und deckte in durchaus objektiver Weise die Mängel, welche dem Gesetz anhaften, auf. Selbst der weniger mit der Materie vertraute Zuhörer mußte einen klaren lleberbltck über dieses Gesetz gewinnen, wenn er den trefflichen Ausführungen des Referenten aufmerksam folgte. Seine Ausführungen gipfelten in der Behaupmng, die Zurücksetzung der preußischen Juden sei die Folge deS Fehlens einer geeigneten Vertretung dem Staate gegenüber. Deshalb sei ein Organtsationsgesetz zur Kräftigung der Stellung deS Judentums (soll heißen ver Juden heit) nach außen hin, aber auch zur Unterstützung der Ieist»ngsunfähigen Gemeinden von Nötenwir müßten indessen bringend darauf htnwirken, daß die erheblichen Mängel, die dem vorliegenden Gesetzentwürfe anbaften, beseitigt werden. Der Botfitzende, Herr Gehetmrat Wöllstein, ergriff als erster in der Dtskusfion das Wort und führte im wesentlichen dasselbe auS, waS er am Tage vorher jwt Begründung seines Antrags in der BeztrkS-BsrbandSfitzung vorbrachte. (Stehe Bertcht in voriger Nummer.) In der DtSkusfion wieS Herr Wilhelm Freyhan auf die Unwissenheit hin, die die Mitglieder der gemischten Sommtsston in religiösen Dingen bei der Ausarbeitung des Gesetzentwurfes oewtesen Härten, und führte den Nachweis, daß eS nicht angängig sei, ein Judengesetz nur vom verwaltungstechntschen und nicht auch vom religiösen Standpunkte aus zu bearbeiten. Insbesondere protestierte er gegen die Entwürdigung der Rabbiner im neuen Entwürfe und gab der Ansicht Ausdruck,' daß der Rabbiner nicht sozusagen das fünfte Rad am Wagen, sondern viel eher der berufene Führer der Gemeinde sei. Die Gesetzgeber des Gemetndeounkes erblickten aber im Rabbiner nichts anderes aiö einen Prediger und haben aut, dieser Auslegung Ausdruck verlieh n, indem sie dem Titel Rabbiner in Parenthese daS Wort P ediger beifügten. Der Redner beschränkte sich im übrigen darauf, die Befugnisse der Landesgemeinde und der Provinzialgemeinde als „viel zu weitgehend" zu bezeichnen und insbesondere auf Grund der § 86 uns 99 festzustellen, daß die religiöse Freiheit. deS Einzelnen durchaus ntchr gewährleistet sei. Gerade das Gegenteil, ein Gewissenszwang könne etntreten, der allen politisch liberalen Prinzipien Hohn spreche. Ein Entwurf, der auch nur in den Grundzügeu dem vorliegenden entspreche, könne niemals Gesetz werden, wenn auch „nur" die gesetzestreue Judenhett dagegen Einspruch erhöbe, die einem Gewissenszwang, wie er anderweitig bereits möglich sei — siehe Fall Appel, Karlsruhe — Vorbeugen wolle. Herr Sanitätsrat Reich, der in feinem „Liberalismus" die Versammlungen und Diskussionen deS „liberalen" Vereins unter Ausschluß aller, „die nicht auf dem Boden des liberalen Judentums stehen", abzuhalten pflegt, trat Herrn Freyhan in wenig schönem, persönlichem Ton entgegen und suchte nach bekannter Manier die Annahme deS Friedmannfchen Antrages auf oem Gemeinde« tage als „Manöver süd -eutscher Seperatgemeinden" (!!) htnzustellen. Herr Rabbiner Dr. G u t t m a n n fühlte sich dazu berufen, Herrn Freyhan entgegenzutreten, wohl um den Eindruck, den seme Ausführungen auf einen erheblichen Teil der Zuhörerschaft gemacht hatten, abzufchwächen. Er unterstellte ihm persönltqes Mißtrauen allen denen gegenüber, die nicht genau denselben religiösen Standpunkt wie er einnehmen und meinte, daß man nur von diesem Gesichtspunkte die Worte des Borredners beurteilen müffe. Herr Freyhan ergriff nochmals das Wort, um dtese persönliche Beschuldigung zurückzuweisen, verzichtete aber darauf, eine nochmalige Kontroverse herbeizuführen, um so mehr, als inzwischen von anderer Seite der Entwurf nicht minder scharf kritisiert wurde. Den zutreffenden Ausführungen des Herrn Zahnarzt Schachtel, der insbesondere das reaktionäre Wahlsystem und das den jetzigen Zustand noch ungünstiger gestaltende Steuersystem rügte, schloffen sich die kernigen und überzeugenden Ausführunzen des Herrn Dr. S a n d l e r an, der mtt aen Worten schloß. „So wünschenswert auch eine Organisation der Juden Preußens erscheine, so müffe ste unterbleiben, wenn durch ste auch nur ein Jude in seinem religiösen Gewissen bedrückt würde. Daß aber eine solche Möglichkeit jede Organisation böte, erscheine ihm durch die Stellung der beiden Richtungen im Judentum psychologisch nur zu begründet. War es — so fragt Ihr Berichterstatter — notwendig, daß die stch bei dieser Gelegenheit wiederum offenbarende Kluft zwischen zwei Weltanschauungen noch erweitert wurde? Hätte der deutsch-israelitische Gemeindebund und der „Verband der deutschen Zuben" nicht voraussehen müssen, welche Konsequenz n ein Gesetzentwurf dieser Art nach stch ziehen wurde? Es kommt uns wahrhaftig nicht dararauf an, ob der Bezirksverband dem Antrag Frtedmann oder oem Antrag Wöllstein zu stimmt, es bletct sich auch gleichgültig, wer den lauteren Applaus der Menge davomräzt. Unser Judentum, welches kraftvoll den Jahrtausenden Trotz geboten und durch die Golusnacht des Mittelalters hindurch auf einen lichten Margen trauend, unserem Zeitalter seinen S gen spendet, wird sein Banner auch in Zukunft entsalten, selbst den Gegnern, die ihm aus seinen eigenen Rethen erstehen, zum Trotz. Gietze«, 6. Dezbr. Im hiestgen „Verein für jüdische Ltteratur" htet am gestrigen Abend Herr Privatdozent Prof. Dr. G o l d st e i n a ts Darmstadt einen Vortrag über „die religiöse Bede.tung der Bibel für die Gegenwart". Der Redner führte aus: Dem liberalen Juden bedeute die Bibel nichts, da er stch aber keinen Juden ohne Bibel denken könne, müffe daS moderne Judentum zur Bibel zurückgeführt werden. Aber beileibe nicht zum wahrhaften Glauben an Gottes Wort, er empfehle vielmehr jedem die Bibel kritisch zu würdigen, sie als eine Sammlung schöner Legenden und beherzigenswerter Sinnsprüche aufzufaffen, aus ü neu sich jeder heraussuchen könne, was ihm behage. Es sei heute von niemanden mehr zu verlangen, die Blbel als Offnbarun; zu betrachten. Bon der Existenz einer mündlichen Lehre, mit der vereint daS was wir als Bibel ansehen, nach jüdischer Lehre erst ein Ganz's bilden kann schien der rtebnet keine Ahnung zu haben oder e: übersah diese Grundlehre deS Judentums doch geflissentlich. Aus dem Zusammenhang gerissene T rlmudzitate, längst ad absardam geführte Deutungen einzeln.r Bücher der Bibel, wie des Hohen Liedes, mutzten dazu dienen, ein Mäntelchen scheinbarer Sachkenntnis zmammenzuflicken, durch dessen Risse um so deutlicher die Lücken einer ganz und gar unjüdischen Btltung erschienen. Die unbewiesenen Hypothesen der BtbeUeugner alias Kritiker wurden als unumstößliche Wahrheiten aufgettscht, und so blieb schtj.ßltch als einzige „religiöse Bedeutung der Bibel für hie Gegenwart" ote biblische Poesie übrig alS ästhetisches EcbauungSm'ttel neben den W rkon der Klassiker, mit deren Worten der Redner jedenfalls vertrauter erschien als mit denen der heiligen Schrift. Der neologe Provtnzialrabbiner Dr. Sander ging in semem Nachworte so weit, Dr. Goldstetn als das Ideal eines modernen Juden htnzustellen! Führende Persönlichkeiten selbst der „liberalsten" Kreisen sprachen sich hierüber in wenig anerkennender Weise auS. Uebrtgens gehören dem Verein auch viele Mitglieder orthodoxer Richtung an, die nach dieser offiziellen Verhöhnung ihrer heiligsten Empfindungen durch die Veretnsleitung hoffentlich Selbstachtung genug befitzen, um die Konsequenzen aus dem Goldstetnschen Vortragsabend zu ziehen. Bad Kis.inae«, 1. Dez. Die Israelitische Kinderheilstätte in Bad Ktsstngen hat mit dem nunmehr zu Ende gehenden 5. Jahre ihres Bestehens ca. 600 Kinder aus allen Teilen Deutschlands ausgenommen Die erzi lten Resultate find glänzende. Die Anstalt wird Haupt ächltch durch jährliche Beittäge erhalten, die auS allen Teilen Deutschlands fließen. Im Jahre 1910 soll der Wirkungskreis der Anstalt wesentlich erweitert und statt bisher ca. 140 sollen nunmehr 160 Kinder ausgenommen werden. Möge die Anstalt Gönner und Spender finden, die ihr die Erreichung dieses Ziels ermöglichen helfen. Schatzmeister des Vereins ist Herr Wilhelm Ottensooser, Ablerstraße in Nürnberg. Anmeldun.en von Kindern nimmt Herr Dr. P. Münz, Arzt in Kisftngen entgegen. Oftrowo, 1. Dez. Unter der Leitung deS Rabb. Dr. Neuhaushat fichhiereine „JüdischeMädchen- Vereinigung" gebildet, in der religiös-wissenschaftliche Vorträge gehalten und hebräische Sprachkurse durch den Rabbiner abgehalie« werden. Pleschen, 3. Dez. Auf ein fünfzigjähriges Bestehen t ltckt der htefige „Israelitische Jungfrauenveretn" zurück, der sehr wohltätig wirkt. Aus diesem Anlässe find große Feierlichkeiten geplant. Drmaszerdahely, 25. Nov. Anläßlich einer schön verlaufenen Feierlichkeit versah der htefige „Israelitische Mädchen-Beretn" etwa 70 Schulkinder mit warmen Winterkleidern. Tief gerührt sah daS Publikum die Freude der warm bekleideten Kinder und zollte dem Präsidium des Vereins für sein segensreiches Wirken und hauptsächlich der Präsidentin, Frau Bernat Wetzl er und der Kassiererin Fräulein Sarolte Pafchkuß, vrlle Anerkennung. Auch wurden die Kinder reichlich beivtrtet. Die Veranstaltung brachte dem Vereine einen vollen Erfolg. PmMMHt». <>amb irg. 1. Dez. Die Bestattung des verstorbenen Herrn S.M. Nathan, des Borsitzendender Armenkomntission der Deutsch-Israelitischen Gemeinde, fand am D enstag morgen unter überaus großer Beteiligung statt. Unter den Leidtragenden waren außer dem Gemeinde- Präses die Vorsteher und Rabbiner der Gemeinde, Delegierte der Gemeindeinstitutionen, die Verwaltung des Krankenhauses usw. Die Trauerrede hielt Herr Rabbiner Dr. Nobel, der anknüpfend an ein Schriftwort die segensvolle Tätigke t des Vervlichenen in der Theresiensti'tung schilderte. Herr Otto Heise widmete dem Verblichenen namens der K.ankenhausverwaltung un i der Loge zum Felsett ein tiefempfundenes Abschiedswortl Dem Vorstand de> Krankenhauses gehörte er 32 Jahre an, scin Anden'en wird in der Verwaltung des Krankenhauses in hohen Ehren gehalten werden. Füe die Arme.Kommission sprach Herr L. llrias, während Herr Dr. me\ Fürst für die Familie und den Krankenverein von 1859 dem Verstorbenen einen herz'ichen Nachruf hielt. Der imposante Leichenkondukt bewegte sich nach dom Oh sdorfer Friedhof, wo die Beisetzung stattfand. Lanenburg (Pom)., 4. Dez. Heute wurde aus dem alten israelititischen Artedho e die älteste Frau Pommerns Wtwe Henriete Riese, begraben. Sie hatte ein Alter von 103l/a Jahren erreicht: und war bis auf die letzten Wachen geistig und körperlich rüstig gewesen. Die Teilnahme der Bevölkerung war eine sehr große. Auch die beiden evangelischen Geistlichen gaben oer Verstorbenen das letzte Geleit, ein schöner Beweis für das ute Verhältnis, das hier zwischen Juden urtd Christen errscht. Hoh uia za, 1. Dez. Am m feierte unser Itadtältester u..d Gemeindesentor Herr Saul Solomon im Kreise seiner Ktnder, Enkel und U enkel, die von der Ferne den Jubilar zu dieser schönen Geburtstagsfeier beehrten, seinen 90. Geburtstag. Unser O.tSrabbiner, Herr Dr. K o h n, hielt im Auftrag der jüdischen Gemeinde eine Ansprache an den Jubilar, in der er die Bedeutung dieses seltenen Familienfestes hetvorhob. Sanitärsrat Dr. Warschauer als stellvertrete der Vorsteher der hiestgen jüdischen Gemeinde überbrachte einen prachtvoll auSgestatteren Lehnsessel. Juttizrat Latte als Repräsentantenvorsteher schilderte dtS Wirken des Jubltars als langjähriges Mitglied der Repräsentanten-Versammlung. Herr Dr.med. Berge! gra ulierte im Namen des Vorstandes des jüdischen Kranken- und Veerdigungsveretns „Chewra Kadtscha" und hob die Berdtenste des Jubilars um diesen Verein hervor. Memel. 6 Dezember. Sein fünfundzwanzigjähriges Jubiläum als Leiter d.s hi flgen jüd scheu Krankenhauses konnte gestern Sanitätsrat Dr. Pindrkowskt begehen. Der Jubilar, der eine ausgedehnte ärztliche Praxis innehat, erweiterte daS genannte Krankenhaus be-

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