Mannheim
Compact Memory

Der Israelit · 1909-10-14 · Heft 41 (14.10.1909) · page 11

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der Israelit
Volume
50 (1909)
Issue
Heft 41 (14.10.1909)
Date
1909-10-14
Page
– (sequence 11)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
91% known words query
IRI
…/2446951-2449352-2449394--65954-2508619
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

2 entity mentions

u, .41. ■ -. : 'JL i#4 J«|.^UW JJ4! 14. Oktober 1909. Der Israelit. Sette-11. Ri 41. Juden wendeten ein, daß -asNeujahrsfest begonnen habe, und daß ihre religiösen Vorschriften ihnen die Arbeit am Festtage verböten. Das rührte den Kämmerer w.nig. Er ließ die Juden in Ketten legen und so die Nacht hindurch ihre Arbeit verrichten. Einer von ihnen, der sich aufsässig zeigte, wurde in grausamer Weise mit Stöcken geprügelt. Der Großwesir, der als rechtlich denkender Mann bekannt ist, versprach auf Ansuchen der Beschwerdeführer beim Sultan vorstellig zu werden, machte aber wenig Hoffnung, daß es ihnen gelingen werde, gegen den mächtigen Einfluß, den der Kämmerer bei Hofe genieße, aufzukommen. tlermlrcdtes. Freiburg i. Br., 12. Okt. Ein schwerer Polizei licher Mißgriff macht hier viel von stch reden. In der hiefigen Synagoge war ein Schrank erbrochen und eine darin befindliche eiserne Kaffette mit 6 Mark Inhalt gestohlen worden. Der Vorfall sollte für zwei Herren aus Afrika (Baler und Sohn), deren einer stch in Freiburg in ärztlicher Behandlung befindet, eine sehr unangenehme Lage herbetführen. Als stch die beiden Herren in der Synagoge , befanden, wurden sie herausgerufen und im Vorraum von zwei Kriminalpolizisten festgenommen. Dabei wurden ihnen Handschellen angelegt und dann wurden sie zur Kriminalpolizei gebracht, ohne daß ihnen auch nur der Grund ihrer Verhaftung mttgeteilt wurde, und obwohl stch die Herren zu ihrer Legitimation auf cie Hochschulkltnik und den behandelnden Arzt beriefen. Auf der Kriminalpolizei stellte stch, wie auch der Poltzeibericht bekannt gibt, „deren volle Unschuld" sofort heraus. Beiden Herren wurde nach dem Polizeibcrtcht das Bedauern der Behörde über das Mißverständnis ausgesprochen. Wie es heißt, hat d.r Staatsanwalt selber im Hotel der beiden zu Unrecht Verhafteten vorgesprochen Warpurg, 7. Okt. Heute vormittag fand inr Beisein der Stadtvertretung, der Herren Kreis- und Ortsschulmspektoren sowie der Geistlichkeit beider Konfeffionen und unter allgemeiner Bereil gung der jüdischen Gemeinde die feierliche Einweihung des neuen jüdichen Schulhauses statt. Die Festrede h elt Herr K eisschttinspekror Schulrat Bauer. Mit der Fertigstellung des Bcues ist rinem bri genden Bedürfnis abgeholfen. da d e alte Schule in baulicher und gesundheitlicher Beziehung durchaus unzureichend war. Der hübsche stattliche Nmbau, we cher unserer ^tadt zuc Zierde gereicht, liegt an der Mennerstratze gegenüber ber neuen evangelischen Schule und enthält außer der Schule eine Lehrer wohnung und einen größeren Versa »inlungsraum. Die Baukosten belaufen stch auf ea. 36000 M. Altona, 5 Okt. Die Jsraeliten-Gemeinde in Altona ist im Jahre 1610 gegründet, sie blickt also nächsten Jahres auf ein 300jähriges Bestehen zurück. Das 300jährige Jubiläum soll besonders gefeiert werden. Einladungen werden an die Regierung, Magistrat und Stadtverordrieten-KollegtUm, sowie an die Gemeinde-Vorstände der israelitischen Gemeinden in der Provinz und Hamburg ergehen. London, 5. Okt. Wie aus einer durch die Stadtverwaltung veröffentlichte Statistik hervorgeht, haben im J^hre 1906 1599 jüdische Eheschließungen m London stattgefunden, das sind 9 6 auf 10o0 allgemeine Eheichließungcn. Im Laufe 1907 sank bi? Zahl der jüdischen Ehesch tcßungen auf 1474, 36,3 auf 1000. Die Zahl der wahlberechtigten Juden betrug in London 18,7 per 1000; im East End jedoch erreichte die Zahl kaum die Hälfte dato i. New Uo k 9. Okt. Die vereinig e r jüdisch.n Gewerkschaften New Jorks beabfichtigen die Gründung eines?>rbeitersekre1ariate. Die überaus vielen Polizechrutal:- lätcn haben bei den sechzig angeschlosienen Gewerkschaften den schon lange gehegten Plan zur En schtteßung reisen lassen r- Uereinswesen. Frankfurt a. M., 13. Oktober. E ue stattliche Anzahl von Damen und Herren versammelten sich auf Ei-ladun, ter „P.kidim und Amarkal m der Gemeinden des Heiligen Landes" zu Amsterdam und de „Palästina-Kommission" der „Freien Bereinigung" am Dienst g Abend im Saale der F ankfurt-Loze, um einen Portrag des Herrn Ra bin r Horovicz aus Jerusalem über „Die Ausgaben der gesehen treuen Judenl)eit in Palästina" an.uhören. Nach kurzer E.öffnungsansprache des Bor>>tzenden, Herrn Jakob Rosenheim, in der erd:e Versammelten und besonders auch den' aus Amsterdam herbeigeeilten Delegierten der Pe dtm-Verlvaltung, Herrn Rabbiner Ond erwyzer, warm begrüßte, ergriff Herc Rabbiner Horovicz das Worc zu seinem Referate. Der Bortrageode bem rkt einleitend, daß er seine Ausführungen aus das beschränken müsse, was die Eigenheit Jerusa ems ausmache, und diese zeige sich vornehmlich turch die große Arm t, durch die warmherzige Menschenl ebe, die b rt f j viele rvoh fahrt, einrichtungeu und Wohluit'gkeitsanstalten erstehen ließ, und durch das intensive Thvrastudium. das heute noch in der Hei igen Stadt fein Heim habe. Di se drei Erscheinungen fländ n in innigem Zusammenhang miteinander. Bon den 50 bis 60 Taufend Juden, die heute Je usalem bewohnen, seien kaum 30 °/0 wohlhabend. Die übrigen rekrutieren sich aus Armen. Witw n und Waisen odcr greise r Tho.agel hrten, die ins Heilige Land einwanderten, um dort z i sterben und >m heiligen Boden begraben za sein. Diese Existenzen wären auch in ihrer Heimat samt und sonders aus die Mildtätigkeit ihrer Glaubensgenoffen äuge liefen gewesen. Der Vorwurf gegen die Wohltät gkeitsinstitutionen, als züchtet n sie professionsmäßig,' Bettler, sei daher vollständig unberechtigt Es handele sich in allen Fällen ni tu um arbei sfcheue, sondern um arbeitsunfähige Lente. Ta sache sei es, daß die vielfachen Bemühungen, einen Teil dieser Unterstützungsbedürftigen auf eigene Füße zu stellen, bei aller Energie und bei allen Unsummen, die zu d esen Zwecken verwendet wurden, bisher fehlgeschlagen hätten Im Gegensätze zu ande.en Kaulalim, die nur ihre Landsleute berücksichtigen, betrachte es die Deutschholländische Peki oim-Be rwaltu ng als ihre Ausgabe, ihre Unterstützt! auf alle Armen des H iligen Landes auszu dehnen, die der Hilfe bedürftig und würdig seien. Nicht Bedürftige werden rücksichtslos ausgeschlossen. Auch er lösche mit dem dreizehnten Lebensjahr jeder Anspruch auf Chaluka, und es werden statt dessen von Fall zuJall Erziehungs- und Be u sausbildungsbeiträge für die Kinder gegeben. Je nach der Befähigung und Neigung sollten diese dem Thornstud um oder einem praktischen Berufe zugeführt werden Als Hü fsmittel für den letzteren Zweck diene dre von den Pekidim neu gegründere A r b e i t s- und Handwerkerschule □"rt ■’DII» deren auf QJ? JWin ^sll basierende Einrichtung der Redner cingh nd schildert. (Siehe Illustrierte Beilage zum „Israelit" No. 39) Der Redner hebt ferner eine Reihe anderer von den Pekidim erhaltener oder subven monierter Eiruichiung.'n, die Speisung armer Kinder, Erhaltung von Aerzten und Apotheken, Unterstützung von Kleingewerbetreibenden mit K ipital etc. heivor und schildert kann in großen Zügen das unter günstigen Auspizien beg mnen Schulwerk der „Freien Bereinigung" in den palästinensischen Kolonien. Es habe sich gez igt, daß die palästi n nsijchen Rabbinen den Bestrebungen d n deutschen G.' fetzestreuen Vertrauen entgegenbringen und es dürfe von der nunmehr eingeleiteken Reorganisation der Talmud- Thora-Schulen m t Gottes Hülse reiche. Segen erwartet werden. Auch die in Jaffa zu neuem Leben erweckte ge setzeslreue Tachkemouie -Schule stehe unter trefflicher Leitung und werde viel zur Stärkung des Jud.mums beitragen. Lebhafter Beifall lohnte den Re ner, der in seiner Darstell in \ viele wertvolle Fingerzeige zur Charakter! sierang der zahlreichen, segensreich wirkende i Jerusalemer Wohltatigkeils-Jnstitulionen, insbesondere der Armen- und Pilgerwohnungen, der Hospitäler Bikkur Cholim, Schaare Zedek und Misgab Ladoch, der I r r en a n st a l t, der Augenklinik des Dis - k in Ischen Waisenhauses u. a. m. gegeben hatte. Der Vorsitzende hob in seinem Schlußworte eindringlich hervor, daß unsere Brüder in Palästina sich heute in einer geistigen Krisis befänden, ähnlich derjenigen der deutschen Judenheil zur Mendelssohnscheu Zeit. Es sei eine geradezu providentielle Aufgabe der gesetzestreuen Kreise Westeuropas, hier nach bestem Können und unter Verwertung der gewonnenen Erfahrungen, natürlich ohne alle schematische Gleichmacherei, helfend einzuspringen und den liebergang in die neue Zeit zu erleichtern. Mit der praktischen Gesetzeserfüllung sei es dabei nicht getan, wir brauchten aus dem Boden des heiligen Landes von Thoragei st und Thorawissen geadelte Volljuden. Die wirtschaftlichen Probleme könnten von Grund aus nur auf der Basis stärkerer landwirtschaftlicher Kolonisation ihrer Lösung nähergeführt werden. Hier hoffe die „Freie Vereinigung" durch ihr Abkommen mit der „Allgemeinen Jüdischen Kolonisations-Organisation", das ihr in religiöser Hinsich maßgebenden Einfluß sichere, den gesetzestreuen Judenheit zur Erfüllung von “?nx 7112CO ^X112' auch in größerem Stile Gelegenheit geben zu können. Berlin, 10. Okt. Der Israelitische Fortbtldungsverein „M onte fiore" versendet seinen Leh plan für da8 Wintersemester 1909/19, das am l0. Oktober 1909 beginnt und folgende Lehrfächer umfaßt: Sonntag */, 4—y, 5 Uhr nachmittags: Ausgrwählte Kapitel aus -pan, Herr Oberlehrer Dr. I. Carlcbach. Dienstag 9—10'Uhr abends: Char kteriftische Gedanken des jüdischen Gebetes (Bor.ragszyk us), Herr Rabb. Dr. E. Munk. Freilag x/*9—IO1/* Uhr abends: D'TtDÖ 'Dtt 1WI2 Herr Rabb. Dr. E. Btberfeld. Sabbat V«12—l1/* Uhr vormittags: BIX "n> Mtrgliederschiur. Sabbat %3 bis 4 Uhr nachmittags: #1)23 Die Quellen für die täglichen N1L!2 aus 71212 71113Ö 711212 'OÖ, Herr Dr. Neuwirrh. Außerdem ist eine Anzahl Emzelvorträge rc. vorgesehen, worüber z. Zt. näheres separat bekannt ge geben wird. Die Leseun Btblioth ksräume stnd allabendlich, sowie den oanzen Sabbat geöffnet. Emden, 12. Okt. Der hiefige „Montefiore- B er ein" cröffnete am So mtag, den 10. Oktober fein Wtntcrprogramm mit einem Vortrage des Herrn Rabb Dr. L. A. Rosenthai-Berlin Der Redner sprach in gesandter Wrise über das ..altjüdische Moschel" und ernt te bei dem sehr Zahlreich erschienen Publik!M großer Beifall. Personalien. Frankfurt a. M , 10. Ott. Am 4. Oktober, dem dritten Tage jti££ *T21Ö1 bll/ verschied nach kurzem Leiden im 47. Lebensjahre Herr Mah Silbermann, £11V der Israelitischen ReltgtonSgesellsch.st zu Frankfurt a. M. Nicht nur die Witwe und die Kinder betrauern schmerzlich den unerwarteten Heimgang des treusorgenden Gatten und Vaters; weit- Kreise wurden durch die Trauernachrichr aufs tiefste erschüttert. Verstand er es ja, in einem Amte, das mehr a s jedes andere in unseren Tagen der Kritik und den Angriffen der Gegner außerhalb und auch innerhalb des Judentums ausgesetzt ist, sich und damit seinem Berufe die Hochachtung, nicht zum wenigsten auch Andersgläubiger, zu erwerben. Wie in seiner früheren Wirksamkeit als Lehrer in Großosthetm und Homburg hat er auch in den achtzehn Jahren, die er in Frankfurt verbrachte, durch peinliche Gewissenhaft gkett, durch freundlich bescheidenes und doch entschiedenes Auftreten in der Ausübung seines Berufes seine Tätigkeit zu einem wahren BV.1 1211p gestaltet. Leine Frömmigkeit, sein Wissen und nicht am wenigsten seine pratttsche Fertigkett, dte ih n stets die Anerkennung seiner Vorgesetzten und besonders auch des RawtnatS in reichem Maße eintrug, machten ihn zu einem £1112, wie sie Deutschland jetzt leider nicht in großer Zahl hervorbrtngt. Neben seiner beruflichen Tättgket widmete der Heimgegangene ntf2 seine freie Zeit gerne 1117) und 11LV/ mit welcher Freude nahm er, wenn er es ermöglichen konnte, an £'11212 teil. So wird er als vortrefflicher Mensch und Zehudt, als treuer Freund und Kollege und als pflichteifriger Beamter in der Erinnerung vieler unvergeffen bleiben. ,1"22W1- Frankfurt a. M., 13. Okt. Am erst.n de§ Monats Cheschwan feiert ein hiesiges Ehepaar das Fest seiner Silbernen Hochzeit, daS es wo.si verdient, daß seiner an dieser Stelle ehrenvoll gedacht werde. Es stnd dies Herr Lazar Lewisohn und seine Gattin Rebccka geb. Bondt. Herr Lewisohn entstammt einer hochangesehenen Hamburger jüdischen Familie, und bereits seine Eltern und Großeltern gehörten zu den ersten Philantropen der Elbesta t. Die schöne Sitte der Ahnen hat das Ehepaar Lewtsohn-Bondt stch ebenfalls in hohem Maße zu eigen gemacht. Nicht, in marktschreierischer Weise spendet es seine Gaben, ganz, ganz in der Stille, am liebsten, wenn kein Unbeteiligter etwas davon erfährt, läßt es die Stimme seines Herzens walten. Namentlich £'£21 'TÖ^Tl oder die Nachkommen solcher, dte unv.rjchuldet in mißliche Berhättntsie geraten, erfreuen fich der warmherzigen Fürsorge des Jubelpaares und so manche im Sinken begriffene Existenz tit durch diese Wackeren gehalten und aafgerichtet worden. Bekannt ist die Fürsorge, dte der Jubilar den jüdischen Soldaten während der Pesach- und Tischrizeit zuzuwenden pflegt. Frau Lewisohn ist eine Tochter des Rabbi Jonah Bondt-Mainz und Enkelin des Rabbt Samuel Bondt sie sieht ihrem Galten tap'er zur Seite tu seinen guten Werken. Möge eS dem gottesfürchtigen Jubelpaare vergönnt sein, rtttf £'11221 1XÖ 12 in ungeschwächter Kraft und Glück ssülle weuer zu wirken. Königsberg i. Pr, 10. Ott. Eine Trauerkunde geht durch die Stadt. Frau Jenny Scheftelowttz, die Gattin deS hiefigen allverehrten Kultusbeamten, Herrn B. Scheftelowitz ist am JH2D '2 im Alter von 61 Jahren v rfchteüen. Wer die Frau gekannt — und es waren nicht wenige — weiß, welchen Verlust die Armen und Bedürftigen, besonders die heimatlosen Wanderer, die ohne Unterschied allezeit ein trautes Heim tn ihrem Hause fanden, mit dem Hcimgang dieser edlen Wohltäterin eri tten haben. Sie war eine würdige Gattin und treue Mithelferin ihres Mannes. Ihre tiefe Frömmigkeit und ihre Eigenschaften als ^'n 7112K sicherten ihr in dr Kindererztehung wie in ihrer unermüdlichen Hilfsarbeit die besten Erfolge. Die Beerdigung fand unter überaus großer Beteiligung statt. l"£LZ1- Hamburg, 10. Oktober. Bon einem großen Verwandten- und Freundeskreis wurde in Hamburg heute eine jener Frauen zu Grabe geleitet, dcnen Kaiser Wilhelm I. für ihre Hilfstättakeit während des Krieges 1870—71 die Krtegsdenkmünze für Nichtkombattanten verliehen hatte. Die Verstorbene,FrauLeonore Rosenbaum,die auch im Besitz der Zentenarmedaille gewesen war, hatte in ihrem Heimatsort Soest in aufopferndster Weise sich bei der Speisung und Pflege der Kriegsverwundeten und Kranken beteiligt. - Die Erinnerung an die Ereignisse jener Zeit, die auch die "rauen aller Gesellschaftskreise und der ver/Siedensten ltrrsstufen zu angestrengter Pflichterfüllung und wohltätiger Hilfeleistung rief, war stets lebendig und rege in ihr geblieben. Hamburg, 29. Sept. Den 95. Geburtstag beging heute in verhltmismäßiger Rüstigkeit der Bewohner des israelitischen Altenhauses in der Seöanstraße, Herr I. Arnheim. Solingen, 10. Ott. Herr Lehrer Josef hier b ickr am 31. Oktober auf eine 25jährige Täligkeit als Kantor und Religionslehrer in hiesiger Gemeinde zurück. Während dieser langjährigen Zeit hat eS derselbe verstanden, sich allerseits die größten Sympathien zu erwerben und beabsichtigt die Gemeinde, diesen Tag in festlicher Weise zu begehen. Neumarkt, 12. Oktbr. Am 1. Ottober verschied dahier Frau Kantor Luise Godlenstag im 38. Lebens lahre. Die Beerdigung fand in Lulzbach statt. Am Bahnhofe in Reumarkt sprach Herr Distriktsrabbiner Dr. Weinberg- Sulzbürg herzliche Trostesworte und rühmte die Tugenden der Verstorbenen. Am Friedhof, der die Menschenmenge, dte — auS allen Ständen und Konesfionen — herbetgeetlt war, nicht faffrn konnte, sprach zunächst Herr Lehrer Stein-Sulzbach. Er zeigte tn k rnigen Worten, was die edle Entschlafene als Gattin, Tochter und Mutter ihren Angehö.igen gewesen. Herr Lehrer Weil, der als Verweser in Neumarkr täglich in der Fa nsite Godlensl rg verkehrte, schilderte das ■4 . >? ■■**4 i*? •>«“1 ■ -:m -'4 •4t >.4 Jk:

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.