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Der Israelit · 1909-07-15 · Heft 28 (15.7.1909) · page 10

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Journal
Der Israelit
Volume
50 (1909)
Issue
Heft 28 (15.7.1909)
Date
1909-07-15
Page
– (sequence 10)
Language
German
Belongs to
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Sette 10. Nr. 28 Der Israelit. 15. Jult 1900. und den neuesten hygienischen Einrichtungen erbauten Hauses findet Sonntag, den 18. Juli statt. Ezombathely, 20. Juni. Heute fand in Anwesenheit de- Herrn Oberrabbiner M. Benedikt und eines zahlreichen Publikums die 2. Generalversammlung des eugendvereins „Medaksche Tauro" statt. Der Vorsitzende enö Ragendorfer hielt eine fesselnde Gedenkrede über E. R. Hirsch y^T, dessen Devise min Titten NV' -pH 2V auch der Verein fich zum Ziele setzte. O. Fürst verlas den Tätigkeitsbericht, woraus besonders das mit Pflichteifer geübte Studium des Y'lfl Y'NV utt& der hebräischen Sprache hervorzuheben ist. Nach einer lebhaften DiSkusfion folgten die Neuwahlen. Gewählt wurden: zum 1. Vorsitzenden Jenö Ragendorfer, zum 2. Borfitzenden Emanuel Gottlieb, Sekretär OSzkar Fürst, Kassier Sz. Lövenstetn, Revisor G. Seidl, Bibliothekare D. Ungar und I. Rosenzweig. Den Schluß der Versammlung bildete die begeisternde Rede des Herrn JSr. Kohn, der die Mitglieder zu weiterer echt jüdisch gesinnter Arbeit aneiferte. Des, 7. Juli. Hier hat fich ein neuer Verein gebildet, der die Ablösung von Gratulationen zu Gunsten der Wohltätigkeitsinstitutionen, besonders des flDJDJT Vereins heranstrebt. Der Verein zählt schon über 130 Mitglieder, die je eine Krone jährlich beisteuern. Die Beteiligung und das Interesse für den Verein werden immer lebhafter. Der Verein gibt zwei sckön ausgestattete Ablösungslisten heraus, welche den Einladungen beigeschlossen werden, und auch an verschiedenen Stellen an Interessenten verkauft werden. Personalien. Königshofen inr Grabfeld, 12. Juli. Nach nur zweitägigem Kranksein verschied am 2«. Juni Frau Babette Freund im Alter von 81 Jahren. Mit ihr ist eine jener Frauen dahingegangen, wie fie heute leider immer seltener werden. Durchdrungen vom Geiste der Gottesfurcht und Menschenliebe, war sic nicht nur von ihren Kindern, Enkeln und Urenkeln hochverehrt, sondern auch von der ganzen Gemeinde geliebt und geachtet. Ihre tiefe Religiöfität, ihr friedfertiges Wesen, ihre Zuvorlommenheit gegen jedermann zeugten von ihren edlen Tugenden. Bis zur letzten Stunde bewahrte fie ihre seltene Geistesfrische. Wie ihr ganzes Leben, so war auch ihr Tod, ein sanftes Entschlummern. Ihr Andenken wird fortleben bei all denen, die sie kannten und ihr nahestandeu. n"23»n. Mehring bei Trier, 13. Juli. Am Samstag p% 'ß verschied hier nach längerer Krankheit im Alter von 63 Jahren die weit über die Grenzen unseres Ortes wohlbekannte und geachtete Frau Charlotte Lieser geb. Kahn, Gattin oes Shnagogenvorstehers Samuel Lieser. Bei der am Montag den 5. Juli stattgefündenen Beerdigung schilderte Herr Rabbiner Dr. Baßfreund aus Trier in kurzen Worten die Eigenschaften der Verstorbenen als Gatttn und Mutter und ypj fltPK/ rr"32tttv D^esweiler (Schlesien), 11. Juli. Heute morgen verstarb hier nach kurzem Krankenlager Herr Marx Blum im Alter von 73 Jahren. Herr Blum, in der ganzen Umgegend nur „Parnes" genannt, fungierte seit 1871 als ArstHer der Israelitischen Kultusgemeinde und gehörte fttWWsi dem Gemeinderat an, in dem er stets das Interesse der Gemeinde wahr.e. Der nun Verstorbene erfreute sich allgemeiner Achtung in der Gemeinde und der Umgegend. Wongrdwitz, 1. Juli. Zum Rabbiner der hiesigen Gemeinde wurde Herr Rabbiner Dr. Friedmann, bisher in Grätz, gewählt. Derselbe tritt zum September sein Amt an. Kurnik (Posen), 18. Juni. Das langjährige Vorstandsmitglied der hiesigen Gemeinde, Herr Solomon Katz, ist nach vollendetem 63. Lebensjahre gestorben, y;gj Lubliuih, 25. Juni. Hier starb der Vorsitzende deS Vorstandes der jüdischen Gemeinde, Herr I. Schlochoff, der zirka 30 Jahre im Dienste derselben treulich gewirkt hat. Er war ein echt frommer Jude, der stets für die Interessen des Judentums begeistert eingetreten ist. y^f Thor«. 25. Juni. Dem prakt. Arzt Dr. Wolpe Hierselbst wurde der Titel „Sanitätsrat" verliehen. Wie«, 25.Juni. Dr. Moritz Friedeberger, London, wurde als Nachfolger des Kaiser!. Rates Dr. Moritz Brunner einstimmig zum Direktor des Allgemeinen Oesterreichischen Israelitischen Taubstummen- Institutes in Wien gewählt. Dr. Friedeberger gilt als eine Autorität auf dem Gebiete der Taubstummen-Erziehung und Ausbildung abnormer Kinder. Prag, 2. Juli. Die Ehrenmedaille für vierzigjährig treue Dienste hat der Statthalter in Prag dem Chordirigenten David Rubin zuerkannt. PLp«, 9. Juli. Hier starb dieser Tage Herr Samuel Ungar im 93. Lebensjahre. Der Verstorbene war das älteste Mitglied der hiesigen Stadtrepräsentanz. Für wohltätige Zwecke hinterließ der Heimgegangene die. Gesamtsumme von 40,000 Kr. Eperjes, 9. Juli. Frau Wwe. Emanuel Hab ermann verschied heute nach langem, schweren Leiden im Alter von 82 Jahren. Die Verstorbene war eine yn fltPK im wahrsten Sinne des Wortes Sie war stets bestrebt, ihre Kinder in jüdischem Geiste zu erziehen. Ihr jüngster Sohn, Herr Josef Habermann, ist leitender Lehrer an der hiesigen orthodoxen israel. Elementarschule. Lodz, 25. Juni. Zum Rabbiner der deutschen Gemeinde wurde anstelle des zurückgetretenen Dr. Jelski Dr. Brand! gewählt. Er hat bereits sein Amt angetreten. Nottingham, 23. Juni. Herr Mehir Weinberg, Inhaber der weitbekannten- Fabrik-Firma Simon May & Co, ist dieser Tage durch die Ernennung zum „Justice of Peace“ (Friedensrichter) geehrt worden. Herr Weinberg, der durch seine ausgedehnte philantropische Wirksamkeit und seine strenge Religiöfität sich großer Beliebtheit in allen englisch-jüdischen Kreisen und darüber hinaus erfreut, wird auch in seinem neuen Amte Gelegenheit haben, zur Ehre des jüdischen Namens zu wirken. Briefkasten. W. G. in W. Die Notiz ist in Nr. 26 erschienen. K. W. Es muß in diesem Falle untersucht werden, ob nicht eine körperliche Beschädigung des Tieres dadurch entstanden ist. Ist dieses der Fall, so muß es vor der NV'NV einer 22N unterzogen werden. S. D. in L. Darüber bestehen verschiedene Sie wollen daher Ihre Frage einem mit den Ortsgebräuchen verttauten n"fl vorlegen. S. D. Wir stehen den Stiftungen dieser Organisation ganz fern. Die beste Auskunft erhalten Sie bei der Leitung der Organisation selbst. I. O. B. 1: Dezember 1896 — 1"3- A. A. M. Altmann, Karlsruhe. K. D. in L. Wir nehmen davon Kenntnis, daß es sich bet der Personalnottz in der vorigen Nummer um Birkenau im Taunus handelt. v G. L. in B. Wir empfehlen Ihnen die gesammelten Schriften von Samson Raphael Hirsch (Verlag I. Kauffmann, Frankfurt a. M.). O. N. 1) Ja. 2) Darf geschehen, jedoch in einiger Enrfernung vom betreffenden Platze. B. E. Soviel uns bekannt, wirkt betreffender Rabbiner noch am gleichen Platze. H. W. B. Das Buch ist im Berlage von Joseph Baer & Co., Frankfurt a. M., erschienen und kostet 3 Mk. S«m. D. M. in P. Wir empfehlen Ihnen „Die Borttäge des P. Erich WaSmann", von Dr. Josef Wohlgemuth (Verlag des „JSraeltt", Frankftirt a.M.j B. O. 25. Rothschtldsches Altenheim, Frankfurt a. M., Zetl. K. Zs. Den 25. Dezember 1888. Lehrer H. F. in M. Ihre erste Frage ist mrt Nein zu beantworten, die zweite Frage mit I a. Ihre gehegten Bedenken find uns ganz neu. Haben Sie irgendwelche Beobachtungen nach dieser Richtung gemacht, auf die sich Ihre Annahme stützen könnte? Sprecbsaal. Zur Warnung! Herr Dr. Rosenwasser, Rabbiner und Schulleiter in unserer Gemeinde, wird zu Beginn des neuen Schuljahres seine Tättgkeit dahier nicht wieder aufnehmen. Wie mir Herr Dr. Rosenwaffer sagte, hat er durch eigene Anschauung die Ueberzeugung gewonnen, daß hier in 6e» zug auf auch nicht den bescheidensten jüdischen Ansprüchen Genüge getan wird. Die ND'NV liegt in sehr zweifelhaften Händen. Eine Aufsicht über die v'LNIV, die der Macht der Fleischer vollständig auSgeliesert sind, gibt es nicht. Es ist daher nicht zu verwundern, daß seit Zähren kein Fall von növ“)to zu verzeichnen war. Wir haben auch feftgestellt, daß daS Rindfleisch hier billiger als im ganzen Orient zu haben ist. Bedenkt man, daß die Fleischer fast gar keine Verluste durch u. a. haben, ist daS sehr erklärlich. Es besteht zudem die Praxis dahier, daß der christliche Fleischer neben dem jüdischen Fleischer in einem Laden ihre Ware feilbteten. Nimmt man das Sichaehenlassen des Orientalen hinzu, so eröffnen fich einem bei diesen Zuständen schöne Aussichten. Die jüdische Gemeinde (Sepharfim und Aschkenafim) zählt gegenwärttg mehr als 9000 Seelen, eine iT)p!2 ist aber nicht vorhanden. ES wäre noch zu erwähnen, daß die reine Kuhmilch nur in Apotheken zu haben ist; alles andere, waS als solche verkauft wird, ist dtiÜV 2^17- D. tr möchten deshalb alle diejenigen Reisenden, die nach D^tPlT reisen, ernstlich davor warnen, hier irgend etwas zu genießen. S o f i a, 20. Juni. Ntsstm. Uereinskalender. Verein Mekor-Chajim, Schützenstraße 2: Samstag, den 17. Juli 1909, nachmittags 41/* Uhr: „Mikro- Vortrag" des Herrn Leopold Schwab. Ihr ln Inseratenteil ist Ile Redaktion nicht verantwortlich; inshesonoere ist es ausschliesslich Sache der Leser, die ln Inseratenteil enthaltenen Empfehlungen ritueller Waren oder sonstige Angaben rellglousgesetzllchen Charakters anf ihre Zuverlässigkeit zn prüfen. Triberg. 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