Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 50 (1909)
- Issue
- Heft 15 (15.4.1909)
- Date
- 1909-04-15
- Page
- – (sequence 9)
- Language
- German
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Der JSraeltt. Sette 9 Nr. 15- 15. April 1909._ Es wurde zunächst die Frage erörtert, ob jüdische Kaufleute, die den jüdischen Sabbat beobachten, gesetzmäßisi berechtigt nd, zwischen Samstag und Sonntag Nacht zu verkaufen und Richter Nie. Kennell war der Ansicht, dasi sie das Recht besitzen. Er hielt Cohn nicht für schuldig. Detektiv Silverstein sagte aus, daß er am Sonntag Morgen in Begleitung des Beamten Reillv in Cohns Laden war und feststellte, daß eine Anzahl Sachen nach 10 Uhr verkauft worden waren. Der Verteidiger B. Ba browski gab zu, daß' die Verkäufe ftattgcfimocn hätten und daß Mr. Cohn fcftftctlcn wollte, ob er das Recht zum Verkauferr habe oder nicht. Detektiv Silverstein gab zur Anklage noch an, daß Mr. Cohn den Sabbat beobachte, indem er seinen Laden von Sonnenuntergang am Freitag bis Sonnenmltergang anl Sanistag geschlossen hat. Er suchte zu'beweisen, daß Cohn an sieben Tagen in der Woche fein Geschäft offen habe, selbst wenn er den jüdischen Sabbat beobachteder Angeklagte arbeite nämlich an Montag, Dienstag, Mittwoch, Donnerstag, Freitag bis Sonnenuntergang, Samstag voni frühen Abend und Sonntag. Hierauf erwiderte Richter Mc. Kennell, daß es für einen Kaufmanit unmöglich sei, den jüdischen Sabbat 24 bis 26 Stunden lang zu beobachten und doch sieben Tage in der Woche Geschäfte zu verrichten. Der Gerichtshof erklärte, er könne keilte Basis für die Anklage finden, da, wie er feststellte, 8 264 des Straf gesetzbuches diejenigen, die ben jüdischen Sabbat halten, von der Anklage wegen Uebertretung des Sonntagsruhe Gesetzes au' schließt.' Detektiv Silverstein lvie dann darauf hin, daß die (Gesetzgebung Kapitel 677 des Gesetzes von 1892, abgeändert im Jahre 1894, bestirnme, ein Kalendertag untfasse die Zeit von Mitternacht an Rach dem Gesetz sei chsv ltnter einem Kalendertage Sonlltag wie jeder andere Tag in seiner ganzen Ausdehnung zu verstehen. Daher sei es für jede» gesetzwidrig, lvährend des ganzeil Solintags Geschäfte zu verrichten. In Bezug auf diese Behauptung ineinte der Gerichtshof, die Definition des Kalendertages körrne nicht in Be tracht komnien, gegellüber dem 8 254, der den jttdischell Kaufleuten besondere Privilegien für den Sonntag erteile. Der Richter sagte, daß, lvenn man die Frage von dein Standpunkte aus betrachte, welchen Zweck das Strafgesetzbuch in seiner Verordnung verfolge, es klar sei, daß dasselbe dahin ziele, Kaufleüten jüdischen Glaubens dieselben Privilegien einzuräumen, wie ben Christen, und daß die statutarische Gesetzgebung in dem vorliegenden Falle liicht als Beweis-Beleg gelten könne, weil diese die Bestimmung, ivie sie im Gesetzbuche dargestellt sei, ungültig mache. Er behauptete, daß die Wirkung der statutarischen Gesetz-Auslegung jüdischen Kaufleuten, die ihre Religionsgesetze halten, eilien Druck auferlege, weil sie gezwullgen waren, ihr Geschäft außerdem noch sechs Stunden zu schließen, um dem staatlichen Sonntagsruhe-Gesetze nach zukorilmen. „Null, ich betrachte die Frage ilach der Richtullg, ob lvir in Jerusalem oder den Be einigten Staaten wohnen", sagte Detektiv Silverstein. Mr. Bcrbrowski erwiderte, daß der Stifter der christlichen Religion den jüdischen Sabbat auch gehalten habe. Der Richter Äste. Kennell verkündete, daß er zu der Streitsache ein Memorandum verfertigen würde, zur Nach achtung für die Polizei, meint diese zur Verhaftung jüdischer Kaufleute, die ihre Läden Sonntags offen halten, anfgesordert werde. Es ist interessant, festzustellen, daß der unparteiische liberale Richter in diesem Falle ein Nichtjude ist, während der scharfe Opponnent des den Sabbat beobachtenden Kaufmanns, der unbedingt verlangte, daß dieser verurteilt werde, weil er am ersten Tag in der Woche seinem Berufe nachging, einer unserer Glaubensgenossen ist. „HOT 1*30 "jDinD." „Deine Zerstörer und Deine Verheerer werden aus Dir entspringen." Uermiscbtes. Hamburg, 1. April. Vom 15. biß 17.'März fand in der Israelitischen Talmud Thora«Realschule unter Borfitz deS Schulrats, Herrn Prof. Dr. Schober, das Einjährigen-Examen statt. Alle 24 Schüler der Prima bestanden die Prüfung. Beuthe«, 7. April. Mit dem seltenen Fall, daß eine Trauung von dem Kultusbeamten einer Religionsgemeinschaft vollzogen wurde, ohne baß dieser Trauung die Ziviltrauung vorangegangen wäre, hatte fich die hiefige Strafkammer zu beschäftigen. Ein jüdischer Kaufmann auS Kattowitz war mit einem Mädchen verlobt, dessen Mutter plötzlich schwer erkrankte. Auf Wunsch der Mutter ließ er sich durch einen ausländischen Rabbiner an deren Sterbebette mit seiner Braut trauen. Der Angeklagte bezeichnete daraufhin die ihm nach jüdischem Ritus Angettaute als seine Eheftau, was nach deutschem Gesetz unzulässig ist. Bor Gericht entschuldigte er fich, daß ihm die fragliche Gesetzesbestimmung unbekannt gewesen sei. Der Staatsanwalt beantragte drei Wochen Gefängnisder Gerichtshof sah aber die Sache erheblich milder an und erkannte auf 30 Mk. Geldstrafe. Oroßj'Gerau, 2. April. Hier haben nach dem „KreiSblatt" ein 1 «jähriger Taglöhner und dessen Bruder auf dem israelitischen Friedhof etwa 40 Grabdenkmäler umgeworfen und zum Teil beschädigt. Die Täter find zur Anzeige gebracht. Ü&ai'Kbait. 1. «prii. Fast täglich werocn hier und m der Provinz Ueberfälle auf Juden ausgeübt. AlS heute nachmittag der Intendant des jü ischen Krankenheuses Louis Baumritter 5000 Rubel Spitalalgelder zur Auszahlung brachte, wurde er von vier Terroristen über fallen. Die Strolche verwundeten Vaumrttter durch Revolverfchüffe und raubten da< Geld. Zwei der Ber brecher entkamen, die anderen wurden verhaftet. — In der nahen Fabrtkstadt T o m a f ch o w wurde d e ganze Familie des Bierhändlers Silbermann nackts in der Wohnung ermordet. Der Schankwirt, Hessen Frau, drei Töchterchen und ein Knabe waren mittels einer Axt ntedergeschmettert worden. Die Polizei ist auf der Suche nach den Mör'ern. Minsk, 5. April. Die hiefige jüdische Gemeinde hat nach dem großen Erdbebenunglück in Südilalten einen Unterstützungsbeittag von 1000 Lire bewilligt und die Summe an die Königin von Italien abgeschickl. Dieser Tage erhielt nun die Mtnsler jüdische Gemeinde vom italienischen Ministerpräfidenten ein Schreiben, m welchen, in sehr schmeichelhaften Worten der Dank der Königin von Italien für die Spende bekanntgegeben wird. llrrriarvesrn. Frankfurt a. M.. 4. April. „Der Kampf um unsere Gleichberechtigung" lautete das Thema, zu dessen Besprechung eine recht zahlreiche Versammlung auf Etnlvdung deS „Zentralvereins deutscherStaatsbürger jüdischen Glaubens" am Samstag fich in der Frankfurt-Loge eingefunden batte. Nach einleitenden Worten des Vorfitzenden Dr. Mainzer kam als erster Referent Dr. Herzfeld*Essen zum Wort. Dir Frage „Wo steht der Feind?" führte ihn zunächst zu der Feststellung, daß ber politische Antisemitismus, der jetzt gerne tot erklärt werde, in dem Parteibekenntnis vieler Parteien auch heute noch ungeschwächt blühe, wenn auch die Gepflogenheit der Radauversammlungen aus taktischen und polizeilichen Gründen aufgegeben sei. Der RassenantisemitlSmuö könne als weniger gefährlich gelten, um fo schlt, mer aber sei der wirtschaftliche und gesellschaftliche Antisemitismus. Der Zenttalverein habe fich die Aufgabe gestellt, den Feind in seinen verschiedenen Gestalten zu bekämpfen: durch Rechtsschutziätigkeit, durch den Ansporn zu einer sachlichen und taktvollen Bet iligung am öffentlichen Leben usw. Der zweite Referent, Dr. Holländer-Berlin entwickelte sodann im einzelnen die Maßregeln, die der Verein jeweils ergreife, um die genannten Zwecke m erreichen. So habe man regelmäßig die Fälle nachgewtesen, wo die Abweisung jüdischer Offiziersaspiranten aus unzweifelhaft und ausschließlich konfessionellen Gründen erfolgt sei. DaS Zugeständnis des Kriegsministers, daß, was bisher stets geleugnet wurde, solche Fälle vorkamen, dürfte der Zenttalverein zum großen Teil als sein Verdienst in Anspruch nehmen. Den Borträgen schloß fich eine lebhafte Diskusfion an. Frankfurt a. M., 14. Avril. Vom 9. April ab ist die jüdische Bibliothek und Lesehalle wie folgt grösst et: Bon Montag biS Freitag von 1—4 Uhr, Samstag von 11—1 Uhr vormittags und von 9—7 Uhr nachmittags, Sonntag von 9—1 Uhr vorm. Berlin, 26. März, v.m letzten S onntag fand unter zahlreicher Beteiligung die diesjährige ordentliche Generalletfammtuna des „Israelitischen Fortbildungsvereins Montefiore" statt. An einen Bericht des Vorstandes über seine Beretnsarbeit im letzten Jahre schloß sich eine lebhafte Diskusfion, die dem neugewählten Vorstand eine Fülle von Anregungen von Seiten der Mitglieder brachte. Als ein besonders erwähnenswerter Beschluß der Versammlung ist zu berichtin, daß, uni wiederholten Wünschen aus Mttgliederkreisen zu entsprechen, die Einich ung von Schiurim im Stadtteil Bellevue nunmehr bestimmt wo, den ist. 8s ist dies als eine erfreuliche Erweiterung ber Jntereffenspäre unseres Vereins zu begrüßen. Möge es dem Montefiore-Berein, der es fich zur Hauptaufgabe gewacht hat, die gesetzeStreue jüdische Jugend Berlins zu sammeln, vergönnt sein, die Aufmerksamkeit immer weiterer Kreise auf fich zu lenken, um seine hohen Ideale rrV^Kn*?! min 3« verwirklichen. Der neugewählte Vorstand setzt fich zusammen aus den Herren Jacob L e v y als 1. Borfitzenden, Oberlehrer Dr Jos. Carlebach als stellverttetendrn Vorsitzender, jacob K e m p e als Schriftführer, Julius Caro als asfierer, M. I o ch s o n als Bibliothekar und den Herren Dr. N. Moses und H. Freilich als Beisitzer. Nähere Auskunft erteilt gern sowie Beitrittserklärungen nimmt entgegen der Schriftführer Jakob K e m p e, Berlin dl. 21, Kl. Hamburgerstt. 7. Hamburg, 22 März. Der „Verein zur Unterstützung kurbedürftiger Israeliten (Therefiensttftung), dessen Zweck es ist, Unbemittelten den ihnen ärztlicherseits zur Herstellung ihrer Gesundheit nötigen Aufenthalt in Kur- oder Badeorten zu verschaffm, hielt seine Generalversammlung unter Bor tz des Herrn Dr. med. B. Levy ab. Der Vorsitzende teilte zunächst mit, daß der Verein auch im verflossenen Jahre 50 Personen den ihnen vorgeschriebenen Badeaufenlhalt vermitteln konnte, indem er teils die Gesamtkosten des Aufenthalts bestritt, teils eine Beihülfe zu den Kurkosten gewährte. Bon den 50 Personen waren in Segrberg, je 6 in Bad Neuenahr und Soden a. Taunus, 4 in Nauhcim und 2 in Bad Ems, während die übrigen Personen fich auf iie verschiedenen Badeorte verteilten. Insgesamt wurden für Unterstützungen 4705 Mk bezahlt. Die Einnahmen des Vereins bestehen zunächst aus den Zmien des Grundtapitat» von 30000 Mk., ferner aus einer Subvention der Deutfch-JSraelitiscken Gemeinde in der Höhe von 1000 Mk. und jährlichen Beittägen in ber Höhe von 2247 Mk. und einmaligen B eiträgen von 1053 Mark. Der Vorsitzende wies bann noch darauf hin, baß der in diesem Winter zum Besten des Vereins im Hamburger Hof veranstaltete Wohltätigkeitstee einen Reingewinn von 3724 Mk. brachte, ein Resultat, das in erster Linie wohl der Mitwirkung der vielen Damen zu verdanken sei und spreche er ihnen nochmals für ihe Mühewaltung den Dank des Vereins aus. Dieses Resultat sei um so erfteulicher, als die Abrechnung für das Jahr 1908 ttotz der großen Extracinnahnie mir einem Gewtnnsaldo von nur 218 Mk. absylteßt. Der Vorstand wäre also sonst nicht in der Lage gewesen, auch im laufenden Jahre eine so große Zahl von Beihilfen zu gewähren, wie er nach den vielen Anmeldungen, die wieder ca. 90 betragen, eS muß. Es sei aber dringend nötig, baß dem Verein noch weitere Mittel zur Verfügung gestellt werden, da einzelne Badeo te, die bisher dem Verein Ermäßigung gewährten, diese Vergünstigung Zurückgezogen haben und auch die meisten Kurorte die Berpflegungspretse bedeutend erhöhten. Fürth i. B., 25. März. Am 22. März sprach im hiefigen min '2N1X-Berein Her. Referendar I. Kahn aus' Ahrweiler über „Hundert Jahre jüdischer Geschichte, ein Rück- und Ausblick". Der jugendliche Borttagende verstand eS, einen trefflichen Ueberblick über diese Geschichtspertode zu geben. Er schilderte die Folgen der Emanzipation für die Judenheck des vorigen Jahrhunderts, innerhalb welcher besonders die Jugend ihre Aufgabe in der Unterwühlung des altangestammten Bäterglaubcns erblickte. In begeisternden Worten schilderte der Borttagende das Leben und Wirk.» der damaligen Kämpfer für das gesetzestreue Judentum, in rrster Linie daS Samson Raphael Hirsch's Mit einem warmen Appell an die Versammlung, oer auf dem Prinzip von JTTJJn und jhk *yn basierenden Lebensarbeit dieses Altmeisters getreu für das Judentum zu wirken, schloß der Redner seine vorzüglichen Ausführungen, von reichen! Beifall begleitet. Schrimm, 30. März. Der hiefige „Israelitische Verein für Krankenpflege" feierte im Ungerschen Saale sein 25jähriges Stiftungsfest. Die Einnahmen während des 25jährigen Bestehens betrugen inkl. aufgelaufener Zinsen 10153 Mark, die Ausgaben 7687 Mark, sodaß ein Bestand von 2466 Mark vorhanden ist. Bon den Mitgliedern deS Vereins wurden außer Tagesetwa 800 Nachtwachen geleistet. Oftromo, 4. April. Auf Veranlassung unseres Rabbiners, Herrn Dr. Neuhaus, wurde hier ein jüdischer Fortbildungsverein gegründetderselbe hat jeden Mittwoch Sitzung. Es werden religiös-wissenschaftliche Vorträge gehalten, an die fich eine fteie Aussprache anschließt. Vorsitzender des Vereins, der bereits 30 Mitglieder zählt, ist Herr Jakob Hirsche!. Oftrowo, 4. April. Die hiefige erst kürzlich gegründete Ottsgruppe des „Verbandes der Sabbatfreunde" entwickelte fich recht günstig. Sie ist von 40 Mitgliedern auf bereits 60 gestiegen. «engna«, 11.April. Der5. Jahresbericht des Schweiz. Jsr. Altersashls, der soeben erschienen ist, bringt als Beilagen das Bild des Asyls und die wohlgclungene Photographie des nunmehr bald hundertjährigen Insassen Jonas Gidion. Der Bericht konstatiert die vorzügliche Entwicklung des segensreich wirkenden Instituts, das die ersten fünf Jahre fttneS Bestehens hinter fich hat. Am Ende des Betttebsjahres 1908 weil en 34 Insassen im Asyl. Die Einnahmen betrügen an jährlichen Beittägen 11857 Fr. a> Berpflegungsgelder 10177,20 Fr.,' an Zinsen 2360,65 Fr.- an Geschenken 6839,55 Fr - an Synagogensvenden 2646,70 Fr.- an Legaten 6500 Fr. Die Ausgaben betrüge., ca. 32001 Fr., wovon dasHiushaltSkonto allein 19131 Fr. in Anspruch nimmt. Das Gesamtvermögen ist mir 184675 Fr. gebucht. 1 « Ij h j K ft Personalien. Frankfurt a. M., 9. Aprit. Am 2. April wurden die Schüler und Schülerinnen der obersten Klaffe der Volksschule der Israelitischen Religionsgesellschaft durch eine übliche kleine Schulfeier entlassen. In seiner Ansprache gedachte Herr Rektor Falk bet dieser Gelegenheit der Verdienste der Herren Lehrer Köster ich und Pineas, die auf eine 25jährtge segensreiche Tättgkeit an dieser Schule zurückblicken. Beide Herren wirken als die Dienstältesten seit einem Bierteljahrhundert, also fast seit Bestehen der Schule ununterbrochen mit seltenem Diensteifer und musterhafter Pflichttreue an derselben und haben fich während dieser Zeit Dankbarkeit und Anerkennung settenS der Eltern und der Behörden in vollem Maße erworben. Der eigenartige Charakter dieser Schule, die zumeist auS Kindern bevölkert wird, die aus fremden Berhäläntssen heraus fich erst dem modernen Geist des Unterrichtes anzupassen haben, stellt keine geringen Aufgaben an die Lehrer, deren aber die beiden Jubilare wie das ganze Lehrerkollegium mit viel Liebe und Aufopferung und daher auch mit bestem Erfolge fich entledigen. Nur selten bietet die Schule in der Bärenttaße, von treuen bewährten Lehrkräften geleitet, einen Einblick in ihre stille, fleißige Arbeit. Um so befriedigter und begeisterter entläßt fie uns, wenn es, wie es anläßlich der letzten Chanuckahfeier der all war, einmal ja geschieht. DaS Ziel dieser Schule ist kein geringeres, als Kinder, oft unter den schwierigsten häuslichen Verhältnissen zu tüchtigen Menschen, nützlichen Bürgern und