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Der Israelit · 1909-04-01 · Heft 13 (1.4.1909) · page 8

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Journal
Der Israelit
Volume
50 (1909)
Issue
Heft 13 (1.4.1909)
Date
1909-04-01
Page
– (sequence 8)
Language
German
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Sette « Nr. 13 Der JSraeltt. Ein ln Ntendorf wohnender sogen.Butterbauer lieferte an drei Tagen in der Woche seine »Naturbutter" in Kruken nach Hamberg. Seine Hauptabnehmer waren Wirte. Bei einem Wirte wurde die Butter untersucht, und eS Seilte sich heraus, daß die »Naturbutter" mit 25 Prozent Margarine der ischt, außerdem aber noch mit Wasser erheblich gefälscht war. Der Wi t, der sich keine- Unrechts bewußt war, gab feine Be ugkquelle an, gleichzeitig aber noch andere Abnehmer deS Bau rS. Auch bei diesen wurden Proben entnommen, die dasselbe Resultat ergaben. Unter Zuziehung deS Gendarmen in Lokstedt statteten Hamburger Pottzeibeomte der Ntendorfer .Fabrtt" einen Besuch ab. Der Bauer wurde in volle» Arbeit deS PanschrnS angitroffen. Vehr re Zenmer bereits f?'ttggestellter und zum Teil schon in Stuten verpackter Butter wurden beschlagnahmt. In den letzten Jahren ist alle verfälschte Butler, die angrhalten bitrre, von auswärts als »reine Landbutter" eingefuhrt worden. * Tuchel (Westpr.), 27. Mä z. Am letzten Vittwoch estl»rb hier Plötzlich der älteste Bürger unserer Stadt, Herr udas Weiß. Er hatte ein Alter von über 100 ahren erreicht und hatte sowohl als Bürger wie als frommer Jude stcb allgemein hoher Achtung erfreut. «osia, 25. März. Der jüngst in Sofia stattaefundene medizinische Kongreß beschloß, populärwissenschaftliche Bücher und 9 roschüren in sponiolischer und jüdischer Jargonsprache für diejenigen Juden herauszugeben, die der bulgarischen Sprache nicht mächtig find. gezahlten Dur chschntttsgeholter: Bö» den 16h besetzte» Stellen zahlten IIS ein Getzo^ Nürnberg, 10. März. Das Schöffengericht hat fich mit einem für die Verwendung von Margarine im Bäcker- und Konditorengewerbe wichtigen Fall zu beschäftigen gehabt. Gegen den Konditor Georg Johann Wü-schtng war ein Strafverfahren auf Grund deS § 10 Abs. 1 und 2 des Rahrun gSmtltelgefetzeS erhoben worben, weil er in seiner Konditor« i neben Buttersch.i alz auch Margarine Mn Herstellung feiner Backwaren verwendet und diese Erzeugnisse unter den Namen . Blätterteig" und »Butterzeug" feilgehalien und verkauft hatte, obwohl man im täglichen Berkehr unter »Blätterteig" und »Bulterzeug" auS chiteßlich mit Butterschmalz zubereitete Backwaren verstehe. Diese Boraussetzung hätte man um so eher bei Würfching machen können, alS er am 10. Dezember v. I. eine öffentttche Bekanntmachung erlass« n hat, daß bet ihm nur prima Butter und Butterschmalz verwendet würden, während der Anklage zufolge in der Konditorei deS Würfching vcm S >. Mai bis 8. Dezbr. v. I. 5 Zentner Margarine bezogen und verbraucht wurden. ES wurde eine Geldstrafe von 30 M. ausgesprochen. Breslau, 17. März. Aehnlich wie der Fall -er jüdischen Chasfidim Gemetnde in Berlin lag, die einen Ausländer als Bvrbeter hatte walten lassen, und deshalb angeklagt war, wett nach einer Ministertatverfügung auS dem Jahre 1847 eine Anstellung von Ausländern als Beamte in religiösem Kultusdienst verboten ist, wurde heute vor dem htestgen Schöffengericht in einer Anklage verhandelt, die einen Verstoß gegen dieselbe Verfügung zum Gegenstände hätte. Für die hohen jüdischen Festtage tm vergangenen Jahre war hier ein Herr Pagtn als Borbeter angestellt. Da derselbe Ausländer ist, hätte er nach Ansicht der Anklagebehörde gemäß jener Miniftertalverfügung nicht als Borbeter fungieren dürfen. Das Gericht beschloß Bettagung der Verhandlung, da eS die Entscheidung oeS Kammerge ichtS in einer ähnlichen Strafsache abwatten will. In dem eben erwähnten B«rlmer Falle erkannte das Gettcht, wie witgetetlt, auf Freisprechung, weil es als nicht erwiesen ansah, daß der Borbeter aiS Beamter im Kultusdienst zu beurteilen sei. Köln, 29. März. Nach dem Borbilde anderer Gemeinden hat fich auch in unserer Stadt eine Brockensammlung unter der Bezeichnung »Jüdische Arbeitsstätte und Brvck.nsammlung Peah" gebildet. Daß in allen Kreisen der jüdischen Bevölkerung Kölns ein rtch iges Verständnis für diese große religiös-soziale Institution besteh', beweist daS lebhafte Interesse, das die „Peah" bei ihrer Begründung überall gefunden hat und dürfen wir wohl die berechtigte Hoffnung hegen, baß daS Werk gedeihen und Bielen zum Segen gereichen werde. Jnwirt n der Stadt, Streizeuggaffe 29, ist ein schönes, für die Zwecke der „Peah" sehr geeignete» Haus gemietet. Eine Re he von Damen hat sich in liebenswürdiger Weise berettS ganz in den Dienst der „Peah" gestellt. Alle anderen wetteren Voraussetzungen zum Gedeihen des Planes find in bester Weife gegeben. Großes Verdienst um daS Zustandekommen der »Peah" hat fich Herr Dr. MofeS Auerbach erworb n dadurch, daß er fich mit hingehendem Elfer und unermüdlicher Tatkraft in den Dienst dteier amen Sache gestellt hat. Darum fit ihm an dieser Stelle ein herzlicher Dank ausgesprochen. Möge daS beglückende Bewußtsein, ein großes und g t«s Werk mitbegründet zu haben, ihn in die weite Ferne begleiten. Wenn alle Kräfte in der gleichen selbstlosen Hi gäbe an unserer »Peah" Mitarbeiten, dann wird Ihre Existenz eine geficherte sein und manchem Heim wird der Sabbat- Gedanke neues jüdisches Leben spenden. Hungen, 20. März. Bon verttauenSwetter Sette war dem Vorstand des Zentralvereins m Berlin mttgeteiit norden, dag der Letter der höheren Bürgerschule in Hungen, Herr Otto Steuernagel, in den Unterrichtsstunden jüdischen chülern gegenüber Verl tzende Bemerkungen gemacht habe, die sie um so mehr schmerzen mußten, als dies in Gegenwatt der chttstlichen Mitschüler geschehen war. Bon der Anficht ausgehend, daß die jüdische Jugend gegen solche, daS kindische Gemüt verbitternde Beleidigungen ge chützt werden müsse, erachtete eS der Borstand des Zentral Vereins für angezeigt, die Angelegenhett dem Großherzogl. hessischen Ministerium des Innern, Abteilung für Schulangelegenhett« n, mit der Bitte um Abhilfe zu unterbreiten. Darauf ist dem Zentralveretn der Bescheid zugegangen, daß der Letter der höheren Bürgerschule zu Hungen mit aller Bestimmtheit destrette, die berr ff-nde Aeußerung gebraucht zu haben. Er gebe aber zu, daß einige Ausdrücke besser unterblieben, bet ruhiger Ueberlegung auch nicht erfolgt wären. AuS diesem Grunde sei vom Grh. Ministerium des Innern d«r Direktor Steuernagel für dte ZuiUNft entsprechend belehtt worden. Frankfurt a. 2&h, 28. März. Mit der Ber fassuna der Frankfurter Israelitischen Gemeinde beschäftigte fich in den letzten Tagen eine vom Zentralveretn t, raelttischer Gemetndemitplteder etm erufene und zahlreich besuchte öffeniltche Bersanyrlung. Der Referent, Herr Dr. W. Hanauer, ie^te in einem einstündigen Borttage die Entwicklungsgeschichte des Regular tvs vom Jahre 1839 dar und wieS nach, daß eS seinen Ursprung auS franzöfifcher Zert, auS einem 1812 erlassenen Dekret her leite. Er betonte eingehend die Rrformbedürfttgkeit der längst nicht mehr zeitgemäßen Verfassung. In der Diskussion stimmten sämtliche Redner, Rechtanwalt Dr. Geiger, Stadtverordneter Fromm, Frau Heinemann und Frau Levifon dem Referenten bet. Schließlich wurde folgende Resolution einstimmig ange nommen: »Die vom Zentralverein israelitischer Gemeinde Mitglieder etnberufene öffentliche Versammlung von Mitgliedern der Israeli ifchen Gemeinde spricht fich dafür aus, daß bas Regulattv der israelitischen Ge meinde vom Jahre 1339 durchaus veraltet ist und einer gründlichen Reform bedarf. JnSbe vndere ^älk sie es für notwendig, daß die Befugnisse deS Ausschusses erweitert werden, daß die Wahl deS Vorstandes ausschließlich durch den Ausschuß erfolgt und daß die Mitwirkung der staatlichen Organe bei der Wahl der Gemeindebehörden fich auf die auch sonst allgemein übliche Bestätigung beschränkt. Die Versammlung ersucht den Vorstand des Zentralvereins, die zur Durchs führung der Reform nötigen Schritte zu tun." Frankfurt a. M., 29. März. In ber heute stattgehabten ersten Generalversammlung des »Jüdischen FrauenveretnS" wurde der Jahresbericht über das am 31. Dezember abgelaufene Geschäftsjahr erstattet. Der Verein wurde bekanntlich Ende 1907 auS der Erwägung heraus gegründet, daß es zur Auseinandersetzung mit dm sozialen und sittlichen Problemen der modernen Frauenbewegung und anaefichtS deS immer weitere ^rauenkreise ergretfendm Triebes nach organifietter Belängung auf den verschiedenen Gebieten deS öffentlichen Lebens ein Gebot der Notwendigkeit fei, die gesetzestreue Fraumwelt im Geiste des überlieferten Judentums zu gemeinsamer Arbeit aufzurufen. Der Appell, der in einer am 22. Oktober 1907 pattge«,abren großm Versammlung in diesem Smne ergmg, fand begerster en Widerhall, so daß der Verein seine praktische Tätigkeit sofort mit gutem Erfolge beginnen konnte. Die einge ichtete Stellen Vermittlung für Frauen besetzte 92 Etellm, selbstverständlich nur solche, in dmen die strenge Beobachtung des Sabbat möglich ist. Die Unterstützung^ to mmisflon mtfalrete, wenn auch noch mit beschränkten matettellen Mitteln, eine relitrv vielseitige Tättgkeit, in ber die Grundsätze modem-sozialen Erkennen» mit den bewährtm Prinzipien deS alt-jübtfchen "fvN in harmonncher Bereinigung zum Ausdruck gelangte». Die in dem benachbarten Offenbach vor einigen Jahren von privater Sette ins Leben gerufene segensreich wirkende Reli gtonSsch ule ist in die Verwaltung deS »Jüdischen Frauenveretns" übergegangen und von diesem nach verschiedenen Richtungen auSgebaut worden. In den letzten Monaten des Berichtsjahres waren die Kräfte de» Vereins hauptsächlich der Gründung der Jüdischen Brockensammlung (Peah) zugcwanbt, in der eine große Zahl von Mitgliedern des BeretnS eine hingebungsvolle Tätigkeit entfaltet. Die Kommission zur Pflege der geistigen Interessen hat im Berichtsjahre 1907/08 tvwte d«m laufenden Semester sowohl zu ammmhängende Lehrgänge auf dem Gebiete der jüdischen Lehre und der sozialen und pädagogischen Wissenschaft als auch Einzel- Referate verschiedener Tendenz veranstaltet. Zur Mehrung deS positiven jüdischen Wissens trugen laufende Kurse deS Herrn Direftor Dr. Lange über Soheleth, Schir Hafchirim und Jjob bet. Der Iah'eSbertcht balanciert in Einnahme und Ausgabe mit 5500 Mark. Frankfurt a. M., 31. März. Der »Berein zur Versicherung gegen Stellenlosigkeit (fOV ’HÖW) veröffentlicht seinen zehnten JahreSb«ttcht, der ein Brio fortschreitender Emwtckrung und Konsolidierung bildet. DuS Vermögen deS < eretnS hat fich auf 31000 Mk. erhöht, ttovd'M fett feinem Bestehen über 15000 Mk. an Entschädigungen an Stellenlose aus gezählt worden find. Die Zahl der ordentlichen Mitglieder ist dabet verhältnismäßig , ertng (500), diej-ntge der außerordentlichen Mitglieder 271. Die von dem Verein geleitete »Israelitische Stellenvermittelung»- Zentrale" hat im Berichtsjahre 155 Etellm beetzt ge>en 143 tm vergang nen Jahre. Bon dm gemeldeten j ewerbern haben 34*/, Prozent Stellungen gefunden. Eine zum Ber gleich detgefügte Statistik der großm allgemetnm Handlungsgehtifenveretne zeigt, baß keiner berfeivm einen höheren Prozentsatz von besetzten Stellm tu« BerhättntS zu dm gem«tdetm Bewerbern aufzuweism hat. BemerkmSwett ist auch ein Ueberbitck Über die ehalt on über 1200 ®l, 36 ein solches unter 1200 Mk. Die Generalversammlung teS Vereins hat beschlossen, beim Katserl. Aufstchtsamt für Privatverficherung die Genehmigung zum Betriebe als eine V ersicherungs-Anstalt tm Sinne deS Vrivatverstcherungs-Gefetzes etnzuholm. Falls diese Genehmigung, wie nicht zu zweiftln ist, erteilt wirb, werden die «nsprüche der Mitglieder an die Berficherungskasse klagbaren Charakter gewinnm, ber ihnen bisher nicht tnnewohnte. Ferner wurde beschlossen, dm Namen deS Vereins in Israelitischer Stellenvermtttlungs- und BerstcherungSverein ’HDTP umzuwandeln. Frankfurt a. M, 27. März. Die OttSgruppe Frankfurt a. M. des »ZentralVereins deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens" hält am SamStag, 3. April, aber ds 9 Uhr, im großm Saal ber Frankfurt-Loge eine öffentliche Be fammlung ab mtt einem Referat deS Herrn Dr. S. Herzfeld-Essen und einem Korreferar des Herm Syndikus Dr. Holländer- Berlin über daS Thema: »Der Kampf um unsere Glerchberechrtgung." Reinheim, 29. März. Bon verschiedenen Seiten war angeregt wordm, hterselbst einen Fr uenverein zu gründen, dessen besonderer Zweck n ÖJ sein sollte. Am verg.ngxnen Sonntag hat fich der Verein konstituiert. Zur 1. Vorsteherin wurde durch Stimmenabgabe Frau Rosa Neumann, zur 2. Borstch.-rin Elise Lehmann und zur Rechnerm Frau Emma Frohmann gewä lt. Pose«, 21. März. Am 14 dS. MtS. feierte der Verein in den Sternfchen Sälm feine Purtmfeier, das von mehr alS 250 Personen besucht war. Das. Fest wurde durch eine Ansprache deS Borfitzenden, Herrn E. Rzefzewskt eröffnet, der in be- ^etfterndm Worten auf die große Aufgabe des Vereins und auf feine Erfolge hinwies und auf dm Protektor deS Vereins, Sr. Ehrw. Herm Rabbiner Dr. Feilchenfeld toastete. Herr Rabbiner Blum dankte im Namen deS Herrn Dr. Feilchenfeld, der leider am Erscheinen verhindert war. Herr L. Neumann überbrachte dm Dank des Repräfentanten-KollegimnS der Gemeinde für die fegmSretche Tätigkeit deS BeretnS innerhalb der Gemeinde, und Herr Israel Frtedländer, der alS Bettreler deS Gemeinde-Vorstandes erschienen war, WieS ebenfalls auf die Wichtigkeit hin, die Jugend für daS Studium unserer heüigm Thora zu gewinnen. Noch manche Rede und mancher Toast würbe vom Stapel gelassen. Dazwischen wurdm ftöhltche Ttschlieder gesungm. Auch gesangliche Vorträge deS Overkantors, Herrn Leibowttz, des jüdischen Gesangvereins, sowie humoristische Soiovotträge ttugen viel zu der gemütiichm Stimmung der Festtellnehmer bet. Btei Beifall fand auch daS von Miigitedem gespielte Theaterstück »Der Kampf ums Hängen-. ES war ein schönes Puttmfest, daS alle Teilnehmer, Damen und Herren, beS gegm 2 Uhr Nachts zufammenhteit. Dem Festkomitee gebührt für feine großartige Leistung besonderer Dank. Si.lzd«e g, 25. März. Am Purimfeste veranstaltete die htefige rSraeltt.sche Schuljugend unter Leitung des Herrn Lehrer Oppenheimer eine kleine Familie- und Abendunterhalrun.j. Wie vorauszusehen war, wurde die Veranstaltung fo stark besucht, daß viele Leute ketnm Platz finden konnten. Unter dm Erschienenen befand fich auch bettHtzrr Lokalschutt spettor. Es war eine Wonne anzuhüttm, wie gewandt und sicher selbst die Kleinsten ihre Gedichte vortmgen. Bon Seiten deS Publikums wurde Herrn Lehrer Oppenheimer in anerkennende» Wortm der Dank au gesprochen. personalle«. (Wegen Raummangels verspätet.) Halberftaut, 17. März. In der Purimnacht hat der Toh das älteste Mitglied der hiesigen Gemeinde heimgesucht. Frau Johanna Metzer ist im 91. Leben», jahre ihrer großen Famlte, die sich in Liebe um fie geschart, und einem großen Freundeskreise, der voll Ehrfurcht zu ihr aufgesehen, genommen worden. Nach den Mühen deS Lebens war eS ihr vergönnt, einen lungm Lebensabend in dem Frieden deS wunschlos n Alter» zu verdrtngen, und wie der müde Wanderer ist ste dann zur Ruhe gegangen: still und friedlich. Eine große Schar von Verwandten und Freundm hatte fich versammelt, die Greistn zu dem Hause des Friedens zu geletren, und nachdem Rabb Jos. Nobel tm Erauerhause tief empfundene Worte gesprochen, gab am Grabe Rabb. Dr. I,. Auerbach der Trauer ber Gemeinde über diesen Heimgang innigen Ausdruck. Gm vorbildliches Leben hat mtt diesem Tobe ein Ende gefunden, aber die Liede, dir die Dahingegangene auSgefm, wird in den Herzen aller, die ihr nahepanben, unvergessen bleiben. München, 15. März. Am letzten Freitagnachmtttag «den wer die irdische Hülle einer guten, edieii Frau, rau Lotte Deutsch, geb. Rothschild, zu Grabe aeragen. Sie hatten ihren Gatten Emanuel Deutsch J nur um ein Jahr überlebt, dessen Leben und Wirken m diesem Blatte seinerzeit gebührend gewürdigt wurde. Aber auch seine nun verewigte wattm war seiner in jeder Beziehung würdig. Geboren und erzogen m einem wahxhast frommen Hause, tu dem echte jüdische Frömmtgkett traditionell war, übte fie die Pflichten der Nächflentleve nicht nur den Dürftigen gegenüber, die tn ihr HauS

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