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Der Israelit · 1909-03-18 · Heft 11 (18.3.1909) · page 7

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Journal
Der Israelit
Volume
50 (1909)
Issue
Heft 11 (18.3.1909)
Date
1909-03-18
Page
– (sequence 7)
Language
German
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18. März 1909. eine hebräische Sprachstunde eingerichtet, die Herr Oder leh er Dr. Carlebach äußerst anregend zu gestalten gewußt hat. Im Einzeln find folgende Lehrvorträge abgehalten worden: im-Sommer: Dr. Ed. Biberfeld: Mischna- Dr. I. Wohlgemuth: Psalmen- Mttgliederschiu : Chase Odomim Winter: Dr. Ed. Biberfeld: Mtschnah- Dr. I. Wohlgemuth: Psalmen- Dr. E. Munk: Bortrag über das jüdische Gebet- Dr. I. Carlebach: Hebräische Sprachstunde- Mitgliederschiur: Gemoreh und Chase Odom. Zur Belehrung und Unterhaltung dient auch die Beretnsbibliothek, welche nunmehr auf ca. 1200 Bände angewachsen ist. Sie enthält Bücher über alle Fragen des Judentums, besonders vom gefetzestreuen Standpunkte aus behandelt, sowie auch eine große Anzahl unserer besten belletristischen Bücher jüdischen Inhalts. Außer besonderen Veranstaltungen des Vereins, wie Chanuck h- und Purimfeier usw. wurden im Sommer alle 14 Tage Mitgliederausflüge, sowie cin großer Familienausflug veranstaltet. Breslau, 1. März. Ueber „Ziel und Zweck der Liberalen Vereinigung" referierte hier im Liberalen Vereine am 20. Februar Herr Justizrat Beruh. Breslauer aus Berlin, der Vorsitzende der Liberalen Bereinigung. Der Verlauf der Versammlung gestaltete sich interessant. Referent suchte zunächst bie% Entstehung der liberalen Bewegung zu schildern, um dann die Gegner- Revue passieren zu lassen. Nicht die wahrhaft konservativen Kreise, die ihr Leben nach ihrer Ueberzeugung gestalten wollen, seien zu bekämpfen, sondern diejenigen, die für sich nichts, oft nicht einmal den Feiertag halten, von den Anderen aber Alles fordern. Schließlich suchte der Referent zu definieren, ob und inwiefern die Zionisten als Gegner zu betrachten seien. Er verlangte, den Orthodoxen ihre Existenzberechtigung zuerkennend, auch von diesen Anerkennung der Existenzberechtigung der Liberalen. Bestimmte Forderungen in kultureller Beziehung zu stellen, sei Aufgabe der liberalen Vereine, nicht der Bereinigung. Letztere hätte nur allgemeine Grundsätze und wahre religiöse Gedanken zu verbreiten, zu zeigen, daß die Religion eine Entwickelung durchmachte und durchmacht. "Die liberale Bereinigung halte die Jnnehaltung „veralteter, a b g e st o r b e n e r Formen" nicht mehr für notwendig. Was abgestorben sei, daS sollte sie prüs en. Formen zu nennen, führe zu weit. Einzelheiten zu konstatieren, sei Ausgabe der Gemeinden, jb nach Maßgabe der geistigen Schulung ihrer Leute. Denjenigen, die einen Widerspruch zwischen Lehre und Leben finden, wolle man den Weg ebnen. Den Religionsunterricht ausgestalten. Taktvoll solle der Lehrer verstehen Religion so zu lehren, daß der Unterricht nicht das Vertrauen der Kinder zu den Lehrern sonstiger Fächer untergräbt und dann rückwirkend da - Vertrauen zu dem Religion: lehrer. Schließlich sagte er, auf die Gebetsprache bezugnehmend, daß man die hebräische Sprache nicht abschaffen wolle, weil dies ein vergebliches Bemühen wäre, sondern nur der Landessprache einen breiteren Raum gewähren wolle, Referent suchte dies noch zu motivieren. Hieran schloß sich die Diskussion. Herr M. F riedländer stellte sich als Gegner vor: „Aus den Worten des Herrn Justizrat Breslauer mußte man entnehmen, daß die Stellung der Frau bei uns keine so hervorragende gewesen seijedoch wahrhaft befähigte Frauen haben seit Deboras Zeiten schon bei uns stets Würdigung gefunden und sogar im öffentlichen Leben Bedeutung gehabt. Das Judentum ehrt die Frau, man braucht nur das Escheßchajil-Lied am Ende der Sprüche Salomo durchzulesen, ^a, in keinem Volke kommt der Frau eine solch hervorragende Stellung neben dem Manne zu, wie gerade bei uns, und sie wird diese Stellung weiterhin einnehmen, wenn sie in Haus, Familie und überall ihren hohen Ausgaben gerecht wird. Große Meister des Judentums lehreu, >ver nicht hebräisch kann, der soll in der Landessprache betenaber nie wird der Landessprache im öffentlichen Gottesdienst ein breiterer Raum zu gewähren sein, denn das Judentum baut sich auf der hebräischen Sprache aus, und wenn man an seiner Erhaltung Mitarbeiten will, so genügt es nicht, die hebräische Sprache zu dulden, sondern man muß sie fördern. Was in hebräischen Schriften steckt, weiß nur der, der sich damit beschäftigt. Der Eindruck der Gebete in hebräischer Sprache ist mächtiger, als iu der Landessprache. Wissenschaft und Apologetik betreiben wir zum mindesten ebenso, wie die liberalen Kreise. Die Jugend muß lernen in die altert hebräischen Werke birreirrblickeu zu können. Bevor man Gesetze abschaffr, muß marr irr der Lage sein, ihre Grrrndlagerr nachprüsen zu können. Es wird gesagt, wir sind die Minorität, aber es ist ein Streit zwischen bedeutenden Geistern, ob das Recht bei der Minorität oder bei der Majorität liegt: „man muß die Stimmen wägen und nicht zählen". Eine „Fortentwickelung" muß Platz haben, aber nicht ein Forychreiten vorn Judentum oder des Judentums, sondern ein Fortschritt der I u d e n i m I u d e n t u m. Nicht ein Neues wollen wir aufbauen, sondern da anknüpfen, wo die andern aufhörten. Es genügt nicht, daß man den Sabbat anerkennt, sondern man muß ihn auch y a l t e n. Herr ^ustizrat Breslauer sagt: „Kein Widersprrrch zwischen schule und Haus." Dann müßten die Liberalen die zehn Gebote abschaffen - denn das vierte Eebot lautet: „Gedenke des Sabbattage', ihn zu heiligen." Aus der weiteren Diskussion, an der sich die Herren Dan.-R. Dr. Reich, Heinrich F r e y h a h n, Wilhelm Fre yhahn, Kegel und Friedlaender beteiliglen, sei üoch mit einigen Worten der Ausführungen des verrrr Wilhelm Freyhahn erwäbnt. Er meinte, daß die Begeisterung, mit der Herr Friedländer gesprochen hat, für die Sache spricht. Biele denken so, nur sei es nicht jedem Der JSraelit. Rr. 11. Seite 7. gegeben, seine Gefühle auszudrücken. Die negative Ueberzeugung der Reformjuden sei mit der unsrigen nicht zu vergleichen. Wir gehen für diese Ueberzeugung durch Dick und Dünn und seien gewohnt, ihr große Opfer zu bringen. Nachdem Für- und Widerrede hin und hergegangen waren, ergriff Herr Justizrat Breslauer das Schlußwort. Die Versammlung verlief trotz der Meinungsdifferenzen ruhig und sachlich. Und die Ruhe, Begeisterung und Sachlichkeit, mit der die Gesetzestreuen ihren Standpunkt darlegten, schien auf die Bersammlug Eindruck zu machenn Königberg i. Pr., 10. März. DaS Israelitische Waisenhaus für Stadt und Provinz versendet gegenwärtig seinen 48. Jahresbericht über das '^erwaltungrjahr 1908. Dem Bericht geht ein warmer Nachruf auf den Verstorbenen, sehr verdienten Vorsteher der Anstalt Alexander Magnus voraus. Die Anstalt unterhielt im vergangenen Jahre 31 Zöglinge und z. Zt. 23 schulpflichtige Knaben, 6 schulpflichtige Mädchen und zwei Zöglinge in beruflicher Ausbildung. Bon den im Laufe des Berichtsjahres zur Entlastung gekommenen Zöglingen wurde einer Handwerker, einer Bautechniker, drei Kaufleute und ein Mädchen wurde zur Wirtschajtsgehilfin ausgebildet. Die Zöglinge besuchen höhere und niedere Schulen je nach Begabung. Sie werden auch in Handfertigkeit, Gartenbau und, bei besonderer Neigung, in Musik unterrichtet. Die Kinder bleiben meist bis nach ihrer vollendeten Berufsausbildung in der Anstalt. Durch größere und kleinere häusliche Feste, durch Spiel, Turnen und Ausflüge wird für fröhliche Abwechslung im Anstaltsleben gesorgt. Die Kosten für die Umerhaltung eines Zöglings stellten fich im vergangenen Jahre auf 812 M., die täglichen Kosten für die Verpflegung a u ein auf 58,7 Pfg. pro Person. Die Leitung der Anstalt liegt in den Händen des Herrn Inspektors Ad. Peritz und seiner Frau. Köln, 12. März. Am Dienstag, S. März, wurde ein größeres Publikum bekannt gemacht mit der in Köln nach dem Borbtlde von Breslau, Berlin und Frankfurt a. M. zu gründenden „Peah" und zwar sprach Herr Leo Munk im Jugendverein Gabriel Rießer über das Thema: „Eine ungelöste Frage". Ausgehend von eine," Worte unserer Weisen, erläuterte er den Chestedbegriff und die richtige Ausübung von Cheffed. Der Gipfelpunkt seiner Ausführungen war: Nicht Almosen den A»men, ivndern Arbeit, und zu Erreichung dieses Zieles empfahl er die Peah, über deren Organisation er fich des Näheren verbreitete. Insbesondere betonte er auch den hohl» ethischen Wert der Einrichtung, die es uns ermöglicht, unseren galtzischen und russischen Glaubensbrüdern, um die es fich in der Hauptsache handelt, den Kampf ums Dasein zu erleichtern. Sein von warmer Begeisterung getragener Schlußappell für die edle Cache fand lebhaften Widerhall bet der zablreichen Zuhörerschaft. Die an das Referat fich schließende Diskussion förderte noch manche wertvolle Anregung zutage. 8. R. Köln, 14. März. Eine glänzende Purtmfeier veranstaltete die junge Synagogen-Gemeinde „Adaß Jes ch urun" am letzten Samstag Abend im Hotel du Nord. Nach einem von Fräul. H. Bier vorgetragenen Prolog gab Herr Gut als Präsident die Geschäftsordnung des Abends bekannt, worauf Dr. Carlebach die Festrede hielt. Dann ertönten drei sehr hübsche Tischlteder, verfaßt vonben Herren Laz. Wolf, Em. Wolf und Rosenthal. Herr Em. Wolf mit seiner geistreichen Erklärung der verschiedenen Berufsarten, sowie Frl. Martha Munk als „Kölsch Maritzebild" entfestelten stürmische Heiterkeit. Herr Golde und Herr Laz. Wolfe fanden für ihre lustigen Pro ukttonen aufmerksame Ohren, ebenso die Herren D. Schönbach und Jul. Bier, die allerlei Intimes aus dem Gemeindeleben verrieten. Während der Pause hatte man Gelegenheit, das neckische Spiel des Zufalls zu bewundern, wenn bei der Tombola etwa ein 70jühriger Herr eine Kinderrasiel, oder eine ebenso junge Dame em Arbakanfaus gewann. Und im Panoptikum waren große Seltenheiten zu sehen, wie Hamans Judenedikt, Jonas' Walfisch und AehnlicheS mehr. Leider nutzten viele Nummern ausfallen. Es bedurfte bet der vorgerückten Tageszeit erst der oratortschen Glanzleistung des Herrn Jac. Cohen, um die Gemüter zur Ruhe zu bringen. Alsdann ging ungestört das reizende St> cklein des bekannten Karnevalien Chr. Witt „Penfion Tugen stil" in Szene, das von den Herren Raphael und Mendel Seligmann und den Damen R. Winter, M. Munk und sieben anderen Damen glänzend gespielt wurde. Ben-Jair. Hamburg. 5. März. Die ,-Gesellschaft für jüdische Volkskunde" hielt ihre ordentliche Mitgliederversammlung am 1. März ab. Nachdem der Vorsitzende, Herr Dr. Rieger, die Versammlung begrüßte, gedachte er vorerst in ehrenden Worien des Hinscheidens des Begründers und Vorstandsmitgliedes der Gesellschaft, des verewigten Herrn Gustav Tuch. Auch im letzten Jahre haben die Sammlungen der Gesellschaft durch wertvolle Schenkungen und Ankäufe eine wesentliche Erweiterm g erfahren. Ein großer Teil ter Sammlungen wurde am 29. November sowie am 6. und 8. Dezember einem größeren Publikum zugängig gemacht Aber auch außerhalb diese. Zeit wurden die Sammlungen von Auswärtigen b sichtigt u d einzelne Stücke an Gelehrte zu S udienzwecken verliehen. Das Organ der Gesellschaft, die „Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde," deren Herausgaäe von 1909 ab mit 700 Mk. subventioniert wird, fand auch im letzten Jahre den Beifall der Fachgelehrten. Mitglieder der Gesellichaft find zurzeit 315 Einzelpersonen u, ü sieben wistenschastliche Korporationen. Nach dem Kastenberichte, den Herr Leibowitz in bankenswer rer Ausführ tchkeit erstoti ete, hat fich die inanzlagk der Gesetz schüft wesentlich gefestigt. Der Mitgliederb itrag wurde für 1909 auf 4 " k. festgesetzt. Die AuSiprache über Jahres- und Kassenbericht, an er fich die Herr n Ascher, Dr. Fink Joshua, Leibowitz, Jos. Levy, Dr. Löwenthal und Tannennerg betet't ten, gab Anlaß zu einigen wertvollen Anregungen. Die Herren Dr. Fink und Emil Heckscher wurden neu in den Vorstand der Gesellschaft gewählt. Marburg. 16. März. Mit dem 3. März beschließt die „Bereinigung jüdischer Akademiker" zu Marburg a. L. das vierte Semester seit ihrem Bestehen. Was bei der Gründung unserer hiefigen Bereinigung vvrauszusehen war, hat sich voll und ganz bestätigt: die Marburger B. I. A hat sich nach jeder Richtung hin aufs beste entwickelt. Ist doch Marburg gerade die Univerfilätstadt, die neben ihren schönen und romantischen Naturietzen auch vor allem in wiffenschastlicher Hinficht große Anziehungskraft auf jeden Studenten aucüven muß. Trotz ter vielen geschäftlichen Sitzungen, die infolge der Vorbereitung für unseren Bundestag notgedrungen stattfinden mußten, war die wiffenschaftliche Arbeit keineswegs gekürzt worden. Letzteres erhellt aus der verhältnismäßig großen Zahl von Borträgen, und DiSkussionsabenden. Es wurden 8 Referate gehalten, an die fich stets rege Erörterungen anschlosien. Die Themata lauteten: Bbr. cand. jur. Js. Breuer: „Der AuSgang des Sabbat in der Lithurgie" (Ervffnungsabend)- Bbr. stud. med. Herm. Bähr: . Die Heiligkeit und Unverletzlichkeit des Körpers tm alijüdtschen Staate"- Bbr. stud. med. Sel. Adler: „Gesetzestreues Judentum vom Standpunkte der Minorität"- Herr Dr. Phil. M. Schlesinger: „DaS Leben-nach dem Tode nach der Anschauung der älteren jüdischen Phllosophen"- Herr stud. med. Mor. Bachrach: „PartikularismuS im Judentum" - Herr Dr. L. Munk: „Die soziale Frage rm jüdischen Altertum"- Diskussion über oaS Thema: „Die akabedemtschen Berufe und die Heilighaltung deS Sabbat". Einleitendes Referat: Rbr. Dr. phil. Schlesinger. Außerdem landen noch fünf spezifische DiSkussionSabende statt, teils über HirschS „Neunzehn Briefe", teils über Kapitel aus Ebrmann „Durchs Jahr", die allen Mit lieber« nach vieler Richtung hin geistige Anregung in reiche« Maße boten. Was den Fuxenunterrtcht anbetrifft, so wurden die Füxe unter der bewährten Leitung deS Herrn cand. math. Baer kurz in den Gebieten der jüdischen Lebensunv Weltanschauung unterwiesen, sowie in die ältere jüdische Geschichte eingeführt. Ferner fanden allwöchentlich mehrere ö’HIUtP statt und zwar: je zweistündig für Fortgeschrittene und Anfängernjüö zweistündig - ‘■pjn einstündig. Auch wurde in diesem Semester zum ersten Mate regelmäßig VvlN mit unter den Bbr. gelernt, eine Institution, ote fich als überaus fruchtbringend erwies. Allein neben dieser wissenschaftlichen Betätigung llun auch die edle, echt studentische Geselligkeit voll und ganz zu ihrem Recht. Durch gemütliche Zusammenkünfte, auch außer am Schluffe der VereinSabende, gemeinschaftliche Ausflüge rc. schloß fich ein .engeS Freundschaftband um alle Bundesbrüder, d.e der jüngeren und der älteren Semester. So können wir mit Befriedigung und Genugtuung auf die Erfolge eines arbeitsreichen und fröhlichen Wintersemesters zurückblicken. Hoffen wir nun, dag das Sommersrmester uns Bbr. Bbr. recht zahlreich zukühren wird, die mit uns opferfreudig kämpfen und arbeiten wollen, zur Erreichung unseres großen und erhabenen Zieles! Für das nächste Semester wurden in c>en Vorstand gewählt: cand. med. Herm. Bähr, Vorsitzenderstud. jur. Max Rußbaum, Schriftführerstud. med. Dior. Bachrach, Kassenwart. Während der akademischen Ferien find Zuschriften zu richten an Herrn cand. math. Max Baer, Marburg a. L. Neustadt 23. Basel, 1. März. Das Schweiz. Israelit. Waisenhaus in Baiel erstattet seinen Bericht für daS Jahr 1908. Die Zahl der Zöglinge beträgt 21 und zwar 10 Knaben und 11 Mädchen. Das jüngste der Schutzbefohlenen zählt 7, das älteste 15 Jahre. Der Gesundheitszustand der Pfleglinge war ein befriedigender. Schwere Erkrankungen kamen nicht vorimmerhin mußte auf Anraten des Anstaltarztes Herrn Dr. E. Wormser 5 Kindern, deren Allgemeinbefinden wohl auch in Folge der früheren Erziehung nicht sehr gut war, ein dreiwöchentlicher Landaufenthalt versqaft werden. Besondere Hilfe wurde der Anstalt von dem unermüdlichen und aufopferungsvollen Damenkomitee, zu teil. Im Verein mit einigen ortsansässigen Gönnern, sorgen diese Damen besonders für angemessene Bekleidung der Zöglinge, Ersekujwar 1. März. Ter hiesige Jugendveretn „Tifereß-Bachurim" hielt am 28. Februarseine Borstandswahl ab. Zum Präses würbe Herr Rafael Kohn einstimmig gewählt Ferner wurden die Herren Sandor Re chfeld zum Bize-P äs s, Albert Reichtet zum Kassier, Leopold Steiner zum »»oi.trolleur uns Gez^ Essen cnS Sekretär gewählt Pakrae. 10. März. Am 6. dies. MtS. feierte der „Israelitische Franenverein" im großen Saale des Hotel Pak ac das Jubiläum feines zehnjährigen Be tandes. Unter den Festgästen waren auch zahlreiche Gaste aus den anderen Konfessionen erschienen, um ihrer Anerkennung und Würdigung der segensreichen Tätigkeit dieses jüdischen Vereins Ausdruck $1 geben. Die Festrede

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