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Der Israelit · 1909-03-04 · Heft 9 (4.3.1909) · page 9

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Journal
Der Israelit
Volume
50 (1909)
Issue
Heft 9 (4.3.1909)
Date
1909-03-04
Page
– (sequence 9)
Language
German
Belongs to
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4 März 19t* Der JSraeltt No. S Sette 9 digung zu unterziehen. Sic berichtet von seiner Arbeit im öffentlichen Leben der Stadt Breslau, in der er jahrzehntelang das städtische Ehrenamt eines Schicdsmannes bekleidet hat und dankt ihm für die Mitbegründung der jetzt ihr fünfzigjähriges Jubiläum feiernden „Breslauer Dichterschule", die Gründung des „Demokratischen Handwerkervereins, den er jahrelang leitete und a .nt. Wenn ein Mensch seine Begabung und seine Kräfte in den Dienst seiner Mitmenschen stellt, so ist dies immer anerkennenswert, wenn dieser Mensch überdies Jude ist und sogar gesetzestreuer Jude, ohne seine Neberzeugung zu verhehlen und sich im Verkehr mit den Andersgläubigen der größten Wertschätzung erfreut, ohne auch nur ein Haarbreit von seinen Ueberzeugungen abzugehen, — dann ist dies ein Kidusch Haschern im wahrsten Sinne des Wortes, — eine Heiligung des Judentums, das solche Persönlichkeiten hcrvorbringt —, und das war bei Adolf ivrevyan der Fall. Cr nck> nicht von seinen tpommen Glaubensgenossen zurück, als er auf der Höhe seines Lebens stand, und auch seine Mitbürger christlicher Konfession um seine Gunst warben, wie wir es leider heute so häufig bemerken müssen. Er war durchdrungen von echter, wahrer Herzensfrömmigkeit, die er mit dem gesetzestrcuen Judentum für unzertrennlich verknüpft hielt und förderte es seiner lleverzeugung gemäß überall, wo man seine Mithilfe .rbat. Daß er einer der Ersten war, die auf der Worte erschienen, wenn es galt ein Gegengewicht gegen die in Breslau mehr und mehr fortschreitende Reform zu schaffen, braucht wohl hier kaum erwähnt zu werden. Mit regstem Interesse nahm er an der Leitung des „Vereins zur Förderung der Synagogengemeinde Breslau" teil, bis ihn Gottes Ratschluß von seinem Wirken hienieden abberiei. Nach vielen Hunderten zählte die Menge, dir sich am vorigen Mittwoch auf dem Friedhof eingefunden hatte, um diese Nrschomoh Tehauroh, wie sie Herr Rabbiner Dr. R ose nt ha l so trefflich kennzeichnete, zur letzten Ruhe zu bestatten. Außer ihm sprach Herr Rabbiner Dr. Guttmann, der noch besonders betonte, oaß er nicht nur als Rabbiner, sondern als Freund, dem es Herzensbedürfnis sei Worte des Dankes abzustarten, an diesem Oraun stehe. Er gedachte der unvergänglichen Verdienste, die sich Freyhan um die Armenpflege in unserer Synagogengemeinde erworben, war er doch ein Armenvater im besten Sinne des Wortes, der allen, die zu ihm kamen — und es fanden sich deren, namentlich vor dem Jomim Dauwim nicht wenige bei ihm ein — nicht nur mit Rat, sondern auch mit Tat unterstützte. Zum Schluß ries der derzeitige Vorsitzende der Breslauer Dichterschule, K a r l B i b e r s e l d , einen poetischen letzten Abschiedsgruß nach, dessen aufrichtige Worte warmes Empfinden bei der großen Trauerversammlung auslösten. Das Andenken de« Gerechten bleibt zum Segen! Mainz. 20. Februar. Am 20. Schema! verschied dahier im Alter von 60 Jahren, Herr Marcus Fraenk>l. Der Verstorbene, Sohn und Nachkomme von Männern, die zu den hervorragendsten und bedeurensten ihrer Zeit gezählt wurden, (der Stammbaum der Familie ist vor wenigen Jahren in den von Herrn Dr. Löwenstetn herausgegebenen Literatur blättern veröffentlicht worden.) wurde schon in f ühester Jugend von seinen Eltern zu Q'Nvll HTCI? mm erzogen. Wie sehr der Verblichene ben Lehren, die er im elterlichen Hause empfangen, nachgelebt, in welch ungewöhnlichem Maße er sich in feinem Leben die Hochachtung und Verehrung der weitesten Krisen der Gesa, tb rgerschaft erworben hat, daS bewies die allgemeine Teil' ahme, die sein Htnschetden hervorrief, sowie die ungewöhnliche Beteiligung an dem Leichenbegängnis. In semem ergreifenden *7BDn betonte Herr Rabbiner Dr. Bon di, daß der Verklärte schon in seinen jungen Jahren durch sein bedeutendes talmudischeS Wtffen Staunen und Bewunderung erregt hätte. Bis an daS Ende seines Lebens bab« er, soweit eS ihm möglich war, Thora studiert und ihre Lehren a ezeit seines Lebens betätigt. Ruhmend gedachte der Redner, in welch hingehender Werse fich der Heimgegangene der Armen aller Konfessionen annahm, wie aufopfernd er das ihm von der Stadt Mainz verliehene Ehrenamt eines «rmenpflegcrs und Bezirksvorstehers in einer langen Reihe von Jahren verwaltete. Westhofen (Eltaß), 1. März. Demnächst wird der älteste Mann der Umgebung, der allseits geachtete Herr Raphael Kahn, in aller Stille seinen 90. Geb rtstag feiern. Herr Kahn zählt zu denjenigen, die treu zu unserer heiligen ,*I21!2N halten. Sein ganzes Leben und Streben ist n in des Wortes wahrster Bedeutung. Er ist der Sohn deS wegen seiner großen Gelehrsamkeit berühmten Rabbiners |}"Dn ’DYUS' welcher über 70 Jahre segensreich hier gewirkt hatte. Möge der rüstige Greis mit seiner würdigen Gattin noch einen frohen Lebensab.nd genießen. nitP HKÖ Heilbronn. 27. Febr. Anläßlich des Geburtstags des Königs von Württemberg wurde auch dem Obmann des Bürgerausschusfts, Herrn W. M. Wolf dahier, das Vcrdienstkreuz verliehen. Kol n, 1. März. Unserem Rabbiner und Gymnafi ckreligionsprosifsor, Herrn Dr. Raphael Guggenheimer, wurde von Se. Majestät dem Kaiser das Jubiläumskreuz verliehen. Ungvar, 18. Febr. Der Oberrabi-ner Lazar Löw iererte am 17. d. Mts seinen 70. Geburtstag. Aus diesem Anlaß wurden demselben große Ovationen bereitet. SrieNrarten. 14 G. Pl. B'BJn wird am JttW nicht gesagt, was auch für Ihre Gemeinde gilt. Ä. B. Auch bei klemem Quantum. I. B. P. Wir bitten um etwas Geduld und auch um Entschuldigung, wenn wir leider nicht imstande find, all ihr.n Wünschen Rechnung zu tragen. A. K. in W. Wir bedauern, Ihre Karte nicht erhalten zu haben. S. S. in L. Es bedarf doch wahrlich nicht so vieler Worte, um einen Juden t on der Heiligkeit und Wichtigkeit des flTtt Gebotes zu überzeugen. Die Behauptungen des Herrn Asch, die wir seinerzeit genügend gekennzeichnet haben, find ja auch von seinen besten Freunden nicht ernst genommen worden. Warum sollten Sie die Sache so ernst und tragisch nehmen? K. A. in I. Wird erscheinen, sobald eS der Raum gestattet. I. <§t. in Pa is. Konnte aus prinzipiellen Gründen nicht veröffentlicht werden. Besten Dank! D. Nin A. Hier existiert eine solche Anstalt nicht. L. in H. Wir empfehlen Ihnen Herrn Dr. M. Ascher, Neuchatel (Schweiz). R. in P. i ie Ergänzung kann leider nicht mehr erscheinen, da wir bereiis mehr.re Artikel in der Angelegenheit hatten. B. 20. Je nachdem wie das jüdische Datum fällt. M. S. B. K. Wenden Sie fich an den Sunstgewerveveretn „Bezalel" in Jerusalem. F. M. Wir danken Ihnen bestens für die Mitteilung, veröffentlichen aber prinzipiell keine Steckbriefe M. S. in B. U Den Namen des Autors können wir Ihren leider nicht verraten. H. B. in Berlin. Eignet sich leider nicht für uns. M. Kl. in Gz. Die Thoralehranstalt des Herrn Dr. Breuer, Frank urt a. M. Bezüglich der ersten Frage wissen wir keine Auskunft. S. 3 in D. rOEn mW kann auch auf Freitag fallen. Uertin$lt*ltit<!tr. ' Jüdischer Frauenverein e. B. Am Mittwoch, 10. März, abends 9 Uhr, in der Realschule der JSr. Rel.-Gesellfchaft, Am Tiergarten 8: Lektüre und Erläuterung des Buches Hiob". Referent: Herr Dir. Dr. Lrtnge. Gäste (Damen) find willkommen. Verein Mekor-Ckaiim. Samstag, 6. März, Nachmittags 33/4 Uhr, chützenstr. 2, Mikro-Bortrag des Herrn Jacob Schnerb. Bereinigung zur Pflege jüdischer Lebensanschauung rnny Montag, 8. März 1909, abends 9 Uhr: Purim fei er in Form eines Herren- Kommerses, im früheren Kaufmännischen Berein, Langestt. „Montestöre", Berein zur Pflege der idealen Interessen jüdischer junter Leute. Mittwoch, 10. März, Purim-Feier in der Frankfurt Loge. lamilievnachUcdte«. Geburten: Einen Sohn: Benin Grünebaum (Grünebaum) hier, Gr. Bockenheimerstr. — Rabbiner Dr. A. Schweizer (Bambergerl Weikersbeim (Wttkg.) — Ein« Tochter: Jacob Schlenker (Bergfel o) hier, Ostendstr. 54. Verlobte: Estella Apelt, Moses Ucko, Frankfurt a. M.-Bad EmS. Verstorbene: Jda Sleinberger, hier. 71 Ihr. Sara Beer. hier. 78 Ihr. — Tornelie Gradwobl geb. Wurzmann, hier. 42 Ihr. — Betty Fl er-heim geb. Ovpeni.eiin, hier. 91 Ihr. — Frau Lehrer Rosenblatt, Memmingen. 38 Jalir. Sabbat-Anfang u. Ausgang. *na> 'S rmen ORT: Anfang AuSgnvtz UhrlMin. 1»0S 8««» Ubr >Mrn 6. 13. «dar Stottfftttt a. M. 5 45 März 7 — Gerlfai .... - — 8 33 München . . . 5 45 6 43 Strnübnrg . 0 — 7 — Stuttgart. . . 5 80 6 52 Posen .... — - 6 27 Nürnberg . . — - 6 45 Hamburg. . . - 6 50 Praa... - — 6 24 Fir in teoinnurau 111 tue AUaktion nicht verantwortlich; inebesondere ist es ausschliessUchSaehe der Leser, die Im in«»ratpntan enthaltenen Enpfehlangen ritueller Waren oder sonstige Angaben reilglonsgesetzlichen Charakters anfihre Zuverlässigkeit zn prüfen. Hadassah 10H koschere Pflanzenbutter-Margarine. C o FeinstH wgetaMln Refom-btte-Ersalz O ohne Tierfett und ohne Milch. Aroma, Geschmack n. Farbe wie Enhbntter. Unschätzbarer Vorteil für die jüdische Küche, weil fleischig und milchig verwendbar fiergestelif enter Aufsicht 8r. Ehrwflrden Hem Rabbiner Dr. Cariebach in Löte. Alleinige Fabrikanten: Westdeutsche Nahrungsmittel- Werke m. b. H. in Duisburg, nun ‘nr** WIESBADEN Pensionat and Höhere TöchtemhBle von Hepmixte Wollt. M*k*sh»e vom SS,lt»,e» »m jeder Seift» Vrofpetti «md «eferemHeN dmrch dße VerAederim. (4M* Kaiserstrasse Kaiserstrasse Israelitisches Töeliterpensionat von Frau Hermine Heine. (12025 Porlmgesebenk empfehle HocbbHCbf.d.iod.KficiK eieg. gebund. 5. Aufl. v. Frau Ww. Gumprich, Trier, in d. prakt., bewährt, u. billigste, emh. alle Kochrezepte für Milch-, Fleisch- und Pesachspeife«; Küchenzettel für alle Jahreszeit, u Fnttage. Anleck. z. Tischdecken tt. Servier. Das Buch ist ein Ratgeber f. jede Hausfrau» une> tb. hrlich für die ermdr. Köchin. Prakt Geschenk zu all. Gelegenheiten. ck'reis Mk. 4 pro Exemvl. gegen vo h. KassaeinsiNd. oder Rachn extl. Porto. Zu bez. durch alle Buchhandlung, oder durch die Berl> g r: V. Kaufmann Cöln, Pfälzerstraße 9. (12054 XJnepliöPt! 4 Paar Herkules - Schube für 6 Hark. 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