Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 50 (1909)
- Issue
- Heft 8 (25.2.1909)
- Date
- 1909-02-25
- Page
- – (sequence 10)
- Language
- German
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fix. 8 Sette 10. kleinen KulruSorte auch imstande sein, ihre Lehrerstellen, ja hie und da auch ihre Rabbtnate zu erhalten, ihr u. dgl. instandzuhalten. — Hier liegt die der RevisfionSkommisston gegehene Richtlinie, hier das Wohl und Wehe der bayerischen Lan gemeinden, die Zukunst der bayerischen Judenheit, wenn man diese nicht in dem Zusammenflteßen sämtlicher Glaubensgenoffen des Landes in 5—S großen Städten erblicken will. Alles andere ist demgegenüber quantttL nlgligeable. Denn einem Konsistorium steht fast die ganze jüdische Bevölkerung, besonders in ihren Führern, geschloffen gegenüber, ja die brennendm Fragen der beiden Großgemeinden, trotz ihrer Bedeutung, find demgegenüber von untergeordnetem, lokalen, Wett. Die Verwaltung der Zentralkaffe, die ja auf gesetz ltchem Grund aufgebaut ist, wird jeden Zweifel an ihrer Unparteilichkeit ausschließen; Amtsmißbrauch dürfte kaum zu befürchten sein. Meinetwegen setze man nach bewährtem Vorbild einen staatlichen, nicht.üdischen Beamten als Borsttzenden an die Spitze und gebe chm zwei Rabbiner und zwei Laten, d. h. je den ältesten orthodoxen und neologen und je einen otthodoxrn und liberalen Laien zur Seite. Auf diese Weise ist dem dringendsten Rotstand abgebolfen und der dringendste Wunsch des Volkes erfüllt. Möge die große Zeit kein kleines Geschlecht finden. Der befürchtete Ruin würde dadurch nicht nur nicht eintreten, sondern gebannt werden. Wir haben dann das Bewußtsein, unsere.Pflicht erfüllt zu haben und können vertrauensvoll die weitere Zukunft ihm anheimgebe, > .-72,-7 'ijp tnr R7>. Tr. M. Weinberg, Distriktsrabbiner. (Liehe Wochenschau). 25. Februar 1S0S Vorsicht! Ein Wort an meine bayerischen Gesinnungsgenossen von Rabbin« Dr. vamberger, Schönlanke. Anmaßung gelten, wenn ich mir gestatte, zu der in Bayern brennenden Frage der Revifion des Zudengesetzes das Wott zu ergreifen. Wie die Verhandlungen in Nürnberg und München deutlich zeigen, weht in den Rechen unserer bayerischen Laien-Orthodoxen ein gar milder Frühlingshauch des Friedens und der Versöhnung. Friede! O himmlisch mße Musik! Friede, daS Ideal der Menschen und Völker! Friede, kann es etwas Höheres, Edleres, Würdigeres geben? Neben dem Frieden gibt es aber noch ein anderes Ideal, gleich heilig, gleich teuer, gleich wichtig, ja noch bedeutsamer als dieses Kleinod. Es ist die Wahrheit, der flött auf den erst wahrer gegründet werden kann! Und waS W hrheit ist, was »er HQK, das brauche ich Ihnen, meinen lieben Landsleute nutzt zu sagen. Sie wissen es ebenso gnt wie ich, es gibt nur eine Wahrheit, es ist unsere Tauroh. Und wer ist der Tauroh Hüter? Wer muß er sein? Auch daS wiffen Sie, es find unsere Rabbiner, jene, bei denen Sie eine machen, wenn es sich um -7Y-2 und ,"72"}ID handelt, jene, bei denen Sie aniragen, wenn es sich um "lflltt und "VIDK bandelt. Hier find Lie alle gewissenhaft, peinlich gewissenhaft, nicht selbst einen pDB 8» fassenda wenden Sie sich an die Rabbonim, wie eS stch für schickt. So verfahren Sie bei einem einzelnen I'-s, bet dem 22N J7K"Vn notwendig ist. Wohin aber find wir geraten, wenn Sie daS ganze Gebäude, auf dem die „Jüdischkeit in Bayern" beruht, so aufführen wollen, wie Sie, die Laienorthodoxen, es stch zurechtlegen resp. zurechtgelegt haven? Kennen Sie alle einschlägigen V'2'^ so genau, daß Sie fich für berechtigt halten, hier vas entscheidende Wort zu sprechen? Um ein Beispiel anzuführen, erinnere ich an eine Aeußerung eines „echten und festen" Gefinnungsgenoffen in Bayern, der es mit unserer heiligen Sache ehrlich meint, der abertrotz seiner Bildung und Intelligenz in diesem Punkte nicht genügend Verständnis zeigte. Ein bayerischer Rabbiner hatte dem Religionslehrer es untersagt, am SchabboS Bücher rc. in die Schule zu tragen, und als der betreffende Lehrer ungehorsam war, wandte der Rabbiner fich an das Kultusministerium, um auf Grund der bestehenden Gesetze es zu erreichen, daß den Kindern das verderbliche Beispiel des 772V durch ihren Lehrer erspart bleibe. Jener wackere Herr hätte die Sache nicht richtig erfaßt und glaubte, der Rabbiner wolle mit „Feuer uno Schwert" den Lehrer zu einer Metamorphose in einen guten Jehudt zwingen, und er meinte, damit sollte man doch den Minister yerschone«! Ich stand dem betreffenden Raw sehr nahe und gab dem Herrn die Versicherung, daß nicht dies, sondern lediglich der Wünsch sein Motiv war ^13,"7 nx nxnn L2N, von den Kindern das schlechte Beispiel fernzuhalren. Ein Raw, der ausschließlich Tauroh und Awaudo sich widmet, hat doch für die Fragen der Emunoh ein schärferes Auge als der Laie, der nebenbei durch den Kampf ums tägliche Brot nur einige Stunden in der Woche vielleicht diesen heiligen Aufgaben fich widmen kann. Deshalb möchte ich an unsere bayerischen Gefinnungsgenoffen das alte Wort Ttötffl Sx 2DV2,richten. Lassen Sie in diesen großen Kragen, welche' die Zukunft unserer Emunoh in Bayern für Generationen betrifft, den Rabbinern daS erste Wort, gehen Sie mit ihnen zusammen, nicht ohne fie, alle mit ihnen, sorgen Sie dafür, daß nicht durch Meinungsverschiedenseiten im eignen Lager die Macht der Gegner verstärkt werde. Ich bin unbeteiligt, persönliches Interesse liegt mir fernees ist nur die Liebe zur Wahrheit, die Liebe zum Frieden, die Liebe zu allen denen, die mitj mir auerufen "w« bjb "017/ welche mich veranlaßte, in die Diskusstvn dies Wort hineinzuwerfen. (Siehe Wochenschau.) lamiliennacdticdten. Oebovten : Eine Tochter: Joseph Ansbacher (Rosenbaum) hier. — E. Beer (Baruch) Eegeberz. — Emen Sohn: Samuel König-Höfer, Fürth i. B. Termllhlte: Marcus Sange, Hermine geb. Kaufmann, beide dahier. — Siegfried Moos, Rechageb. Kaufmann, Luzern-Stuttgart. Verstorbene: HenrhSeeligmann,hier. 81 Jahre. Bmnliwohfeiern: Wilhelm, Sohn von Lehrer B. Wolfs, Aurich. — Willi» Sobn von MoseS Rothschild Aschaffenburg. Sabbat-Anfang u. Ausgang O KT: Anfang Datum AuSgang UhrlMin. ivos I &««» UbrlMir. 87. 6. Adar fftnM tt. M 5 35 Febr. 6 50 Berlin - — « 31 München 5 30 « 34 Gtrastburg . 5 45 6 50 Stuttgart. . . 5 30 S 41 Bosen — — « 15 Nürnberg . . - — 6 34 Hamburg . . . 6 40 Orao 6 12 4 Landesbuter t Leinen- und Gebild -Weberei F. V. Qrünfeld Königl., Grossherzogi. u. Fürstlicher Hoflieferant Berlin W., l(||Ul|intniH 21-1 Grösste Auswahl aller Wischeartikel für dea Hausbedarf. ififerfilRiB Inzer flisstattniei. Preisliste mit AMrildonoeii sowie Kostenmehlige zn Diensten. (m9) Hr den amratmteü ist die Redaktion nicht verantwortlich; insbesondere ist ec ausschliesslich Sache der Leser, die tat Inseratenteil des mit tt)Ql scha Gri taln Aer fall. Ein den sind Tal Ma weil so z fterl köm grie spre unb in l alle ang, tladassah mo 10 D koschere Pflansenbutter-Margarine. _ o Fenster meaHei lefeim-Beter-Enatz01 O ohne Tierfett und ohne Milch. Qj Aroma, Geschmack u. Farbe wie Kuhbutter. Unschätzbarer Vorteil für die jüdische Stiche, weil fleischig und milchig verwendbar BecaesteRt arter AafsfeM Sr. Ehnrihden Hem 'MMHaer Or. CarfM in OHa, Alleinige Fabrikanten: Westdwbche IWmaimiitttal- Werfce m. I. H. in Duiebnrg, Israelitische Taubstummen Anstalt in WeiJßensee bei Berlin. Zum Oktober b. I. können mehrere bemittelte, wie auch un bemittelte Zöglinge ausgenommen werden. (12037 -lttWeldungen mmter Beifügnng Von: 1. Geburtsschein, 8. Impfschein, 3. Gesundheitsattest und 4. erforderlich. Falle- Darlegung der BermögrnSYerhälwiffe sind bispätestens Mitte Aprilb. gs. m de« Direktor H. Bei eis fo SSdeifftufee zu richten. IUpüirtt*le KapcflOHitraBe - 81 - WIESBADEN Monat and Mbßre TöcMostWIe von Heratine Wollte WnfNahme hm Söllingen gm jeder Zeit. Nrofpekt» sesed Neferescae« dmrdb die Utoriteberisc. fasao Vui lnteraattomü de damolsellM isr. ■ -ij ■ ... "»rdirigd par Ihr. M. Ascher, Hench&tel (Solsae) Situation magnifiqae — langaes modernes —6ducation religieuse et individneUe — meiUenres references. (11187 QndltoKl telitnano Frankfurt am Main, Rechneigrnben Strasse 15 Unter Aufsicht Cr. Ehrw. de- Herrn Rabbiner Dr. Breuer, Teraaid ueh dem Im - ud Ansland. Haushaltungs -Kurse in der Isr. Erziehungs-Anstalt Ahlem b. 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