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Der Israelit · 1909-02-18 · Heft 7 (18.2.1909) · page 10

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Journal
Der Israelit
Volume
50 (1909)
Issue
Heft 7 (18.2.1909)
Date
1909-02-18
Page
– (sequence 10)
Language
German
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9ft. 7. «ette 10. Der Israel». 18 Februar 1909 fich an ihr das Wort des Propheten: '•Dl W3301 2-22V 21V 2V1 T '71V1N21 '71'22 Lörrach (Baben), 10. Febr. Ein außerordentlich großes Leichengefolge, in dem wir zahlreiche christliche Mitbürger bemerkten, gab am jüngsten Freitag Herrn Jsaac Weil sen, der weit über das Weichbild von Lörrach hinnuS eines guten und klangvollen Namens fich erfreute, das letzte Ehrengeleite. Dieses Leichenbegängnis war der würdige Abschluß eines von Erfolg gekrönten, an Arbeit und Leistungen reichen Lebens. Geboren in Altdorf in Baden begann er seine geschäftliche Tätigkeit in Gückingen, von wo er später nach Lörrach überfiedelte. Aus kleinen Anfängen heraus wußte er durch seinen eisernen Fleiß, seine Energie und seine Umficht, gepaart Mt strengster Redlichkeit und Gewtfienhaftigkeit, sein Geschäft zur Blüte zu bringen. Nicht nur im Kreise der jüdischen Gemeinde und im Bezirke, sondern auch im politischen Leben und in der Kommunal-Berwaltung war der Verstorbene tätig, sein Verstand und seine Arbeitskraft ebneten ihm überall die Wege. Wo es immer möglich war, stand der Betstorbene seinen Nebenmenschen mit seinen reichen Erfahrungen, seinem Rat und seiner Etnstcht in uneigennützigster Weise zur Seile. Er hat fich dadurch in manchem dankbaren Herzen ein treues Andenken gestiftet, das den Tod überdauert. Herr Rabbiner Dr. Cohn-Basel hatte die Güte in erhebenden und der ganzen Trauerversammlung zu Herzen gehenden Worten dem Verstorbenen im Trauerhause den wohlverdienten Nachrus zu widmen. Er schloß mit der Aufforderung an die Kinder, durch treues Festhalten am Helltgtum der Religion das Lebenswrrk des Vaters zu vollenden. ReiStretfcham, 9. Febr. Herr Simon Berliner dahier, welcher schon seit Jahren als Stadtverordneter fungiert, wurte voritze Woche einstimmig zum Stadtverordneten-Borsteher gewählt; derselbe wirkt auch in der hiefigen Synagogengemeinde, welche ungefähr 25 Famllien zählt, seit vielen Jahren als Vorsteher. Reiskretscham, 10. Febr. Am Freitag fand hier Mter großer Beteiligung die Beerdigung des hiefigen Shnagogen-Borstehers, Herrn Hermann Pick, statt. Die Trauerrede, welche Herr Dr. Münz-Gletwttz hielt, schilderte di Tugenden des seltenen Mannes in zu Herzen gehenden Worten. Briefkasten. S. K. in 3f. Wohin sollte es führen, wenn wir alle derartigen Fragen, die fich bei je em Ausdruck ergeben, zur Diskusfion stellen wollten? S. F in O. Wir werden die Arbeit nochmals prüfen und fie, wenn geeignet, verwenden. Rabbiner I. Sch. ist K. Wir können ungesehen ke ne prinzipielle Entscheidung treffen. I. Sch. in P. Wir find zur Zeit mit Rätseln versehen. Besten Dank! L. O. in B. Besagte Einführung ist in den meisten Talmud-Ausgaben der 'DÖ beigedruckt. B S. in Oe. Was sollte auch gegen die Anlegung eines Friedhofes, da, wo es die Verhältnisse als nötig erscheinen laffen einzuwenden sein? S. W. in I. Alle drei Fragen bedürfen der Entscheidung eines Rabbiners, der auch mit den in dortiger Gegend herrschenden vertraut ist. I. S. in Paris. Wir danken Ihnen für die Mitteilung, die fich aber zur Veröffentlichung nicht eignet. I. H. tn I. Das Gedicht eignet fich leider nicht für Ms. Bezügllch 'des Appells dürfte es Ihnen doch bekannt sein, daß nicht wir, sondern die Firma Haasenstein & Vogler, Zeit 48, über den Annoncenteil unseres Blattes zu verfügen hat. B. Wir begreifen die schwierige Stellung des gewiffenhaften Lehrers, der es mit Schülern zu tun hat, welche von den Eltern z > j-QtP angehalten werden. Da fitzt doch das Nebel zu tief, als daß ihm durch Schulstrafen abgeholfen werden könnte. Vielleicht läßt fich durch Belehrung und Einwirkung auf die Eltern etwas erreichen? E. M. Der „Mtnhag" ist fast überall eingefübrt und daher auch als JptfÖ J« respektieren. Uereinskalender. Jüdischer Frauenverein e. B. Am Montag, 22. Febr., abends 83/4 Uhr im Vereinslokale des „Mekor Chajim-Bereins", Schützenstraße 2: „Ibsens Rosmersholm" II. (Charakter und Probleme.) Referent: Herr Oberlehrer Dr. Schüler. Bereinigung zur Pflege jüdischer Lebensanschauung '22t N2N2- Mittwoch, 24. Febr. 1909, abends 9 Uhr, im Bereinslokale Schützenstr. 2: Bortraa des Herrn Leo Munk-Köln über „Schillers Lied an die Freude". Gäste (auch Damen) willkommen. — Samstag, 20. Febr., fällt der Lektüre-Kursus aus. Verein Mekor-Chajim, Samstag, 20. Februar, Nachmittags 3% Uhr, - chützenstr. 2, Mikro-Vortrag des Herrn Moritz Prager. — Sonntag, 21. Februar, Nachmittags 6 Uhr: Vorlesung des Herrn Profeffor A. Weyl aus „Sefer Schauftim '. „Mon tefiore", Verein zur Pflege der idealen Jntereffen jüdischer junger Leute. Samstag, 20. Febr., mittags 12'/4—1 Uhr Tnach-Schiur des Herrn Dr. May. — Mittwoch, 24. Februar, abends 9 Uhr, Bortrag des Herrn Dr. S. Luß, Mannheim über „Strafrecht in Bibel und Talmud." Huflöfung des Miels in ITr. 4. 1. "i j) Sohn Judas 2. n r Zeit B \ J? Ziege 4. p ff Baum. Richtige Lösungen sandten ein: Max Scheftelowttz, Königsberg; Judith-Mignon Scheftelowitz, Königsberg; Selma Jacob, Rüdesheim; Bina Bär, Gieß n; Martin Salomon, Frankfurt a. M.; Rüben Mannheimer, Frankfurt a. M.; Hans Aethof, Karlsruhe; Max Leopold, Schmalnau; Josua Schill, Preßburg; I. Picard, Freiburg; Leonhard Drilling, Bo. enstedt; Nachum Weimer, Lehrer tn Nagymegyer (Ungarn); E. Wertheimer, Lehrer in Hart»heim; Heinrich Agulnick, Bad Kreuznach; Ph. Kanftetn, Lehrer in Hameln; Isaak Schach'er, Borszcow; Adolf Ptnkas, Wien; Simon Altmann, Mezöcsät (llng); Erwin Schwarz, Preßburg; Gustav Lvwenstein, Obernktrchen; I. L. Förster, Hannover; Karl Darmstäbter, Ladenburg; Klara Cohn, Schw.-Hall; S. Jaffe, Tilstt; Bella und Elsa David, Ztegenhain; S. Zobel, Boskowttz; Simon Eisenberg, Straßburg; -imon Zewi Wreschner, Obornik; CH. N. Laub, Wiesbaden; Mag'a Cohn, Ballenstedt; Joseph Königsberg, Wozena; Adels Gottesmann, Boldva (Ungarn); Klara Levi, Schlüchtern. lamiliennachncvlen. Verlobte: Sara Ehrentreu, Samson Heckscher München-Hamburg. — Flora Sternberg. Julius Ne uh aus Frankfurt a. M.-Offenbach. Vermahlte: Siegmund Bon di, Ernestine gebMoSbacher, Wien-Frankfmt a. M. — Leo Goldschmidt, Alice geb. Bock, beide dahier. " Verstorbene: Lina Salomon geb. Marxsohn, hier 80 Jahre. — Rebbi' Schweitzer geb. Salin, Fulda, 82 Jahre. Barmlzwohfeiern: Ludwig, Sohn v. Hermann Alt mann, Karlsruhe, Zirkel 14. Sabbat-Anfang u. Ausgang n'bsw nttha rü'vLLD ORT: Anfang Datum Ausganx Uhr iMin. 19091 5669 Uhr iMw 20. 29. Schewat Frankfurt a. M 5 25 Febr. 6 40 Berlin ... - — 6 09 München . . 5 30 6 23 Straübnrg . 5 30 6 40 Stuttgart. . . 5 15 6 31 Posen ... — — 6 03 Nürnberg . - - 6 24 Hamburg. . - - 6 25 Prag. - 6 - Wegen Raummangels mußten eine Reihe von Artikeln und Korrespondenzen, darunter auch die Biographie Rabbi Salomon Kutnas 7,"^) bis zur nächsten Nummer zurückgestellt werden. Der heutigen Auflage des „Israelit" ist ein Prospekt der Firma David Bauer, Frrnksurt a. M., beigelegt, auf den wir unsere Leser ganz besonders Hinweisen. Im Circus Beketow findet seit Mittwoch allabendlich 8'U Uhr Gala-Vorstellung statt. — Indem der Circus angenehm geheizt wird und das Programm alles bisher hier gesehenes in Schatten stellt, sind wir überzeugt, daß sich der Circus eines namhaften Zuspruches erfreuen wird. — Karten sind außer in den Cigarrengeschäften von G. M. Holz, auch an der Circuskasse von 10—1 Uhr und von 3 Uhr bis Schluß erhältlich. Eine große Errungenschaft auf dem Gebiet der Nahrungsmittelindustrie ist die Erfindung eines cofcheren Pflanzenfettes, das nicht mehr hart und weiß ist, sondern vollkommen wie Butter auSsieht und schmeckt, überhaupt von Butter nicht zu unterscheiden ist. Erst seit kurzer Zeit ist eS gelungen, eine solche röschere Manzen-Butter herzustellen. Sie wird als „Palmona" von dem bekannten Erfinder des Palmin Dr. Schlinck in den Verkehr gebracht und erfreut sich trotz der kurzen Zeit ihres Best Heus eines geradezu reißenden Absatzes. Ein Beweis dafür, daß Palmona einem dringenden Bedürfnis, namentlich jüdischer Kreise, entgegenkommt. Wegen ihrer Butterähnlichkeit muß Palmona nach dem Buchstaben des Gesetzes als Margarine bezeichnet werden; sie ist jedoch ein reines Pflanzenfett und absolut nicht mit gewöhnlicher Margarine antierischen Fetten zu verwechseln. Palmona wird unter streng ritueller Aufsicht Sr. Ebrw. des Herrn Rabbiner Dr. Kohn in Ansbach hergestellt. Fllr teiiuemeiiteU ist tue Redaktion nicht v erantwortlicn, insbesondere Ist es aasschllessllch Sache der Leser, die m Inseratenteil enthaltenen Empfehlungen rltnellerffaren oder sonstige Angaben rellglonsgesetzllehen Charakters auf ihre Zuverlässigkeit zn prüfen. , C 0 n d i KeUmann^l tor ei f /Vürnbsrc/^ J\ ■ 1 ding* par Dr. M. Ascher, Neuchätel (Suisse) ■ 1 Situation magnifique — langaes modernes — edneation 1 | religieuse et individuelle — meilleures references. (11187 > Purim ff. nürnberger Lebkuchen. als passendes Geschenk. <11995 OHederverkatifer hohen Rabatt. 'j^ucJierr Berlin W.f Acbenbacbstr. 3. Wollmann’scbes Töchterpensionat Schnlnn terr i cht n. Fortbildungskurse Marie Kutnewsky. / Sehamsche. V. S Roman aus dem jüdischen Gemeindeleven. (ti9ss^^ Interessant, spannend, 262 8.. brosch. M. 8 geb. M. 4 ^^Selbstverlag d. Verfassers S.EuB, Mannheim s-*ru' WIESBADEN Pensionat and höhere Töchterschule von Hermlne Wollt. mmfiuttm »n sWte«« ,» jt»e« 8rt». Wrof.cttc nn» »Referenzen durch die vorfteveri». (4640 Joseph Oepenv FR*SKT lM Spezial-Atelier für (11344 B Scheitel und Pernucken. 'S | PimcSnnat In hübsch geleg. würltb. Bade- ” stitdtche« find, zu Ostern noch einige Mädchen Aufn. m bestempf. Pensionat. Mäß. Preise, gewissenh. Beaufsichtig. Gelegenh. z. Besuch ein. Höhere« Töchterschule od. Realfch. Angebote unt. No. 10188 an Haasenstein & Bögler, A.-G. Frankfurt a. M. (11906 Rüöesheimer- WIECDAUEN RüOeshetmersfrasse 5 ff iuuDÄUuJi, sfrasse 5 — Israelitisches Töchter 'Pensionat — gegründet 1874. Geschwister Sobernhelm, Erste Referenzen. Gründliche wissenschaftliche and hftns- _liehe AadMldmif._ (9990) Deutsch-Israelitisch. Kinderheim Diez a. d. L. Zu Ostern d. Jahres können einige Zöglinge in das Kinderherm IN Diez a. d. L. gufgenommen werden. Anmeldungen unt. Beifügung von: 1. Geburtsschein, 2. Impfschein, 3. Gesundheitszeugnis, 4. Armutszeugnis find bis 8. März d. JahreS an Herrn L. Mainz, Uhlandstr. 46, Frankfurt a. M. zu richten. (11955

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