Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 49 (1908)
- Issue
- Heft 31 (30.7.1908)
- Date
- 1908-07-30
- Page
- – (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 86% known words query
- IRI
…/2446951-2449298-2449330--64745-2507349- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
9fc 31. 30. Juli 1908 Der JSraeltt. Seite 11 beschlossen. ES ist zu hoffen, daß es dem Chtwrahvorftande und Vertvaltungsmitgliede. Herrn Mcht Overnbörfer, der in dankenswerter Weise sich darum bemüht, gelingt, eine ansehnliche Zahl von Mitgliedern zu ge- Mnnen. Pose«, 14. Juli. Die jüdische Frauenvetetmgung Leranstaltet auch während der großen Ferien NN jedem Dienstag ihre Kinder-Nachmittage in einem städtischen Garten. Die Leitung der Spiele liegt in den Händen, geschulter Kräfte. Der Neue Turnverein Hat seine Turnspielgeräte zu diesen Veranstaltungen züt Brrstigung gestellt, sodaß den Kindern reichlich Gevegenhert geboten wird, sich stundenlang in gesuttdheitsördernder Weise im Freien zu beschäftigen. — Auch Ferienkolonien wurden nach Muster anderer Stäote Hier eingerichtet. Herr Rudolf Petersdorf, welcher nie fehlt, wenn es ans Wohltun geht, hat auch in diesem Jahre dem Komitee einen namhaften Betrag zu dirsem Zwecke zur Verfügung gestellt. Personalien. Berlin, SO. Juli. Bon einem Schüler des Platz» ker Raw y'jft, über dessen Ableben wir bereitbertchteten, geht uns nachfolgender Nachruf zu: Tiefe Trauer hat die orthodoxen Kreise Berlins und speziell? die Thorakenner und Thorafreunde betroffen durch daS Hinscheiden des Rabbi y"} "jhtmimHJ&aD sntfliT»* bekannt und berühmt unter dem Namen „Plotzker Raw". Rabbiner Falk Auerbach, selbst ein außergewöhnlich l ebeutender Talmudist, war der Nachkomme einer Reihe von welche, bekannt alS D'p’HSfl DWR1/ fich besonders durch wiffmschaftliche Werke auf dem Gebiete des ^m VOVO, hervorgetan haben. Sein Vater, welcher, nach des Verstorbenen eigener Erzählung, ihn mit min '^22 in den Schlaf wiegte, und beim Aufwachen des Knaben, nach Vollziehung von Qvp und mvm TO12 sofort mit den am Abend besprochenen Thoraworten wieder zu sprechen begann, war der berühmte Koniner Raw -jamyviM WTPI 'Irr l"nD (Verfasser des nm tf'n by rninn)/ sein Großvater, der bedeutende DJ“DD V'HD/ Rabbiner zu Ostrowo, und sein Urgroßvater, der Verfasser des bbWIS der Ltnschitzer Rabbiner iH22ZT>1tt P122 O"N ",1O- War somit Rabbiner Falk Auerbach was PONI'il betrifft, von bervorragender Familie minn 'Dil b)t erzogen, so wurde er selbst bald auf den Gebieten von O'pvIOl D"V ein Meister, sodaß die Gemeinde Plozk in Rußlandobwohl der größere Teil der dortigen Ge« meindemitglteder v'l'ON warea, ihn, der nicht der chafstdischen Richtung angehörte, zu ihrem Oberrabbiner berief. Nach langem segensreichem Wirken in Plozk traf plötzlich von der Regierung ein Ausweisungsbefehl ein, weil Rabbiner Falk Auerbach deutscher Untertan war. Rabbi Auerbach machte fich, nachdcm seine Gattin in einer Audienz hei dem Minister vergeblich um Rücknahme des Befehls gebeten hatte, tn Berlin ansässig. Hier scharten sich vor allen Dingm um den großen Gelehrten die in Berlin anwesenden Ausländer und verehrten ihn als ihren m, und fortwährend wurde die Tätigkeit Auerbachs bet Entscheidung von betreffend mmi NIO'tt, fllllDO 'l'l und Erteilung von poy angerufen, war er doch auf dem Gebiete der nttllN eine allgemein anerkannte Autorität. Wer Gelegenheit hatte, im Y'&rD Heidereutergasse, in der Synagoge Grenadierstraße die meisterhaften mjm hagadischer und halachischer Art zu hören, die der Meister bis vor einigen Jahren, wo ein Schlaganfall ihn in seiner Tätigkett behinderte, tn einem unbeschreiblichen man^nn vortrug, fühlte den Wunsch in fich, Schüler dieses seltenen pvRf zu werden. So konnte Rabbiner Auerbach auch tn Deutschland auf eine stattliche Schar von Schülern blicken, denen er Lehrer und väterlicher Berater war. Mit diesen Schülern trat er, wenn sie Berlin verlaffen hatten, tn Korrespondenz, und köstliche Perlen mm ’WITH befinden sich in diesen Briefen an seine d^TD^IV Unvergeßlich werden ferner bleiben des Verstorbenen Borträge im Verein pwm mm, seine d'w»w an der dh-qh pv rnaa wie überhaupt seine Lehrweise eine derartig packende und begeisternde war, baß trotz des schärfsten auch der Laie jedm vorgetragenen jrj verstand und sich etnprägm konnte. Hoffentlich werden die zahlreichen Aufzeichnungen deS der Mitwelt nicht vorenthalten bleiben. Ueber das nN'VN und vor allen Dingm daS O'ION deS dcchtngeschtedenm!?H2W2 zu schreiben, zu schildern, wie er, selbst in etnfachstm Verhältnissen lebend, daS letzte Geldstück dem Armen darreichte, wie er seinm Kleiderschrank durchsuchte, um, was nur irgend entbehrlich, dem Bebürsttgm zu geben, würde seinem Sinne nicht entsprechen; 1DDÜ D1H nW#- Möge der Allmächtige diese Lücke ausfüllen und der Hinterbliebenen Gattin und den rrauerndm Kindern noni spenden, swll'1 N'2 '>2tt IHN 11712- .N"22Ä1 Gollub, 24. Juli. Kaufmann Samuel Hirsch, der früher lange Jahre Stadtverordnetenvorsteher, Borsteher der Shnagogengemeinde und Kontrolleur der Borschußvereins war, ist gestern gestorben. Budapest» 25. Juli. Die Bekesgyulaer israelitische Kultusgemeinde, in welcher die Stelle eines Rabbiners seit Jahren verwaist war, hat nun den orthodoxen Rabbiner Dr. Jgnaz Adler gewählt. Kotir. In der letzten Nummer des Israelit brachten wir eine Notiz deS Herrn Rabbiner Dr. Winkler, Berlin, die auf den in dm Rödelheimer Gebetbuchausgaben eingebürgerten Druckfehler mjIDN 'Hfl mm statt des richtigen mSDIN aufmerksam macht. Bon sehr geschätzter Seite wird uns dazu bemerkt, daß die bei Herren M. Lehrberger u. Co. verlegte, von Herrn Prof. Dr. Sulzbacher revidierte nfon schon lange die richttge Lesart hergestellt hat. —■——■——————m Briefkasten. Mehrere „studentische" Leser. Berfasier des Artikels „Kritische Studententrüume" ist nicht, wir Sie irriger Weise annehmm, Herr stud. jur. Breuer in Marburg, sondern diesmal ausnahmsweise ein anderer B. I. A.er. H. M. in P. Nur Berichte, die allgemein jüdisches Interesse haben, können bei uns Verwendung finden C. L. <S. Zur Frage des INVN erhielten wir von Herrn Joseph Levy, London, noch eine interessante Ausführung, die aber wegen ihres rein fachwiffenfchaftlichen Inhaltes fich leider für die weitere Oeffentlichkeit nicht eignete. Die Diskussion über dieses Thema wird von dm beiden Gelehrten auf dem Wege der Privatkorrespondenz weiter geführt. A. E. in H. Auf den Roman „Der Enkel", der bald zu Ende geht, folgt ein hochinteressanter historischer Roman „Samuel Hanagid". A. L. in S. Wegen Raummangels unverwendbar. M. S. in W. Es geht nicht an, z-veimal über den gleichen Gegenstand zu berichten. Rabb. F. P. in B. Wir nehmen von ihrer gesch. Mitteilung, daß sich die von uns angeführte Fabel von der „Wette zwischen Sonne und Sturm" in den D'tyW ')M2 von ppm?T012 '1 befindet, gern Notiz. Das hebräische Manuskript müssen wir Ihnen leider als für uns unvrrwmddar zurückschicken. El. W. in D. Auch EcstereS i t nicht verboten, insofern es fich um trockene fleischlose Häute handelt. Kantor Bl. in Elch. Die Frage bedarf der Entscheidung eines Rabbiners, da es auf die näheren Umstände, vor allem auf die Art des n'M ankommt. , Tantiliennaarieeten. Geburten: (Sine Tochter: M.Kurzweil (Kunstadt) Frankfutt a. M. Sabbat-Anfang u. Ausgang. OBI: Anfang Dat«» Ibaton» UhrjMin. 1908 5698 Uhr au* 1.August. 4.Aw. B. 90. 7 35 d — Berli« .... — — 8 51 JUflII | || JifHNlIvCll s 7 15 8 35 Gtrdchb»r« . 7 — 8 55 ghrttjfttt. . . 7 15 8 0 Bose« .... — — 8 40 Bttitettter* . . — — 8 42 Homburg. . . — — 9 15 Brau. — - 8 35 de» flfteftasaeteteil ist die Nedaktis« nicht senml» wörtlich r i»Sdef5»deee ist eS «a-schD-ülich Sache dee Leser, die i« «eklaaeete« mthaltme» Euspfehüv«« rtt»e»er Estare» »der fmesttge N»gade» reiigieiÄGesetzliche» «-«rakterS a«f ihre Z«veriasstgkeit z» drafe«. Das Reisen bat auch seine Schattenseiten. Auf der Eisenbahnfahrt Strub und Zugluft! bei Spaziergängen verkühlt man sich leichch und fitzt man abends im Freien, dann bat maul eine Erkältung weg, eh man's sich versieht» Je nun, deshalb kann man doch nicht immer daheim bleiben. Gegen die Folgen des Strno« bes und der Zugluft nehme ich einfach FayS. ächte Sodeuer Mineral-Pastillen; Hab' ich mich wirttich erkältet, so nehme ich wieder vor allem Fays ächte Sodener und Sie sehen, mir ist das Reisen noch immer vortrefflich bekommen. Merken Sie sich's: Fays ächte Sodener gebrauchen! Die Schachtel kostet nur 85 Pfemng und ist in jeder Apotheke, Drogerie und Mineraltvasserhandlungerhältlich. i Landeshuter t Leinen- und Gebild-Weberei F.V. Grünfeld Königi., Grossherzogi. o. Forstlicher Hoflieferant Berlin W.» UubRlnm Zl-Z. Grintt Auwall aller W&scheartikel Kr Sti laetkedarL fiiterfimi mzer fliutattum. Prnfslfstn mit Ihhlidugen Mvfe Kasten^ ansehlioa zu Dtmstm. (7969) A F8r den Inseratenteil Ist die Redaktion nicht rerantwortllcli; lnsnesenoere ist es ansschllesslleh Sache der Leser, die ln IisersteiteB enthaltenen Engfehlnngen ritueller Waren oder sonst ge Angaben religio asgeseizlichen Charakters anf ihre Zayerlässlgkelt zn prOfse. RüOestietmer- WIDOD i 111711 RfiSesfteimersfrasse 5 ff luuDaUCiili stresse 9 — Israelitisches Töchter«Pensionat -» gagrdndat 1874. Geschwister Sobernlielin, Erste Referenzen. Clrttndliebe w Innennchmfitllche und hAoeliebe Anebildnaf. (9990) Frankfurt a. M. Dr. Heiuemannsches Institnt und höhere Mädchenschule nebst Fortbildnngshnrsen. Wissenschaftliche, gesellschaftliche, häusliche Ausbildung. Aufnahme vou PmsionSrumen zu jeder Zeit. Prospekte dmch die Vorsteherin. (9177) Fron Dr. Helnemunn. WIESBADEN «?r?“ MdWI Bl MMR TMlItfltWl von Hermine Wolff. KwfMlBf vo» Zö-U»ge» tn jeder Jett. NeOstzette «md WtefertMiem dnrch die Batfteterin. (4640 . TaunuSstr. 49 WlßSllGdGD TaunuSstr. Berlin W.» Achenbachstr. 3. Wollinano’sches Töclilerpessiooat flkhnliuit6wieht u. FortfeildwignhoFse Marie Kutnewsky. (8814 (am Kochvrunnen.) HtzAst Pension n. Ilttagstlscb - J..0 Lift. Ze.tralheizung. Bäder tm Hanfe. «A0 . 2s unt.Aufsicht St. Ehrw. Herrn Rabb.vr. Kahn Wies- H A« baden.— Zur Saison i. Swinemünde Restr. ^Berolina." w 2 (9577) Inh. 8. Kurpin. 2 Hanau a. M. Ftestauratlon fll. Klein. Zur Abhaltung von Hochzeiten und sonstigen Fest- . lichkeiten in und allster dem Hause, aus Wunsch unter streng ritueller Aunicht empfiehlt üch d. C. (9728 —Refer. Sr. Ehrw. Herr De. Bamdeegee. —:—