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Der Israelit · 1908-07-02 · Heft 27 (2.7.1908) · page 11

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Journal
Der Israelit
Volume
49 (1908)
Issue
Heft 27 (2.7.1908)
Date
1908-07-02
Page
– (sequence 11)
Language
German
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s. Jutt 1908 Der JSraettt. Sette ll. No. 27. Don Staat und Gemeinden (Kommunen) berührt und in sehr starkem Maße sind die Eisenbahnverwaltungen betroffen, da die Biehtransporte der Händler wesentlich zu den Einnahmen der letzteren beitragen. Bor allem ist es aber Pflicht der führenden Kreise, innerhalb der Judenheit, sich dieser Kreise innerhalb der ge-- setzes- und religionstreuen Glaubensgenossenschaft auf eo3 eifrigste anzunehmen. Mögen diese Ausführungen dies zur Folge haben. vr. K. Zu der in Nr. 19 des Israelit' unter der Rubrik „Vermischtes" gebrachten Mitteilung aus Berlin betreffend den Ausgang einer bet dem König! Amtsgericht Berlin anhängigen Klage Kieferndorf-Jerusalem gegen zwei Redakteure jüdischer Zeitungen in Berlin, erhalten wir von Herrn Phil. >iieferndorf eine Berichtigung, die wir, soweit sie die Sache betrifft, hier wtedergeben: Nachdem de Oberlehrer Jos. Carlebach für die in seinem Artikel enthaltenen ehrenrührigen Aeußerungen in der S tzung des Jerusalemer beutschm Konsulargericht« vom 31. Januar 1907 zu einer Geldstrafe von 30 Mark und den Kosten verurtetltn wurde, und das Reichsgericht die von Carlebach gegen dieses Urteil eingelegte Berufung am 27. Juni 1907 kostenfällig zurückgewiesen hatte, ließ ich auch gegen die Redakteure der „Jüdischen Presse" unb des „Generals zetgers für die gesamten Interessen des Judentums" Strafantrag stellen. Der Strafantrag wurde durch die Rechtsanwälte Justizrat Dr. Paul Alexander Katz und Paul Stein in Berlin etngereicht. Herr Rechtsanwalt Paul Stein hat aber den Fehler begangen, daß er sich vor Einreichung der Klage mit mir nicht über die von ihm beanspruchten und von mir zu leistenden Anwaltsgebühren verständigte. Als darum nachträglich die diesbezüglichen Unterhandlungen zu keinem befriedigenden Resultate führte, habe ich an bas Königliche Amtsgericht in Berlin geschrieben, baß ich unter diesen Umständen die Klage zurücknehme, <,umal es mir ja schließlich genügen konnte, daß der Urheber des beleidigenden Artikels verurteilt ward, und es mir schließlich daran gelegen war besonders mit Herrn Dr. H. Hildesheimer die bisher gepflegten freundschaftlichen Beziehungen weiterhin aufrecht zu erhalten. Als ich dann die Klage zurücknahm, geschah dies selbstverständlich unter Voraussetzung, daß nach einer an mich gelangten privaten Mittetlung des Herrn Juflizrat Strauß die Gegenpartei in diesem Falle ih.e außergerichtlichen Kosten tragen^ werde. Briefkasten. S. S. Darf nicht benutzt werden. I. O. in S. Schomre-Schabbos-Berein in Hamburg, Karolinenstr. 33. 10f>. Darf nicht gebraucht werden. K. A. C. in M. Der Betreffende ist Schwiegersohn von S. R. H. Für Ihre weitere Frage wissen wir keine andere Anlworr als die, welche Ihnen bereits geworden ist. L. H. in I. Konnte wegen Raummangels nicht mehr untergebracht werden. Besten Dank! D. R. in St. und L. K in B. Kann aus prinzipiellen Gründen nicht veröffentlicht werden. I. L. in B. Es liegt nicht in unserer Macht, da Wandel zu schaffen. A. W. in T. Wir empfehlen Ihnen den„Choreb" von S. R. Hirsch. Lehrer H. K. in G. 1. Da das Buch zumeist aus Teilen von DV?nn, min und rDWD besteht, d e vielfach deutsch übersetzt find, so bedarf es noch kaum einer eigenen Uebersetzung. 2. Sie sind nach den neuen Gesetzesbestimmungen dazu verpflichtet. 3. Wenn nicht durch eine besondere Klausel andere Bestimmung getroffen ist, so ist eine weitere Genehmigung erforderlich. Gebetbuch. Die Angriffe, die tas Niveau des Blattes charakierifieren, sind uns nicht entgangen. Darauf zu erwidern, hieße dem Blättchen zu viel Ehre erweisen. Ben Jehuda in O. Wer das Gotteswort mit Ernst und Verständnis sucht, findet es auch „unter dem Stttche." I. N. in Hamburg. Der 8. April 1838 gleich 17. Ab 5598. Sabbat-Anfang u. Ausgang mp OST: Anfang Satnw AuSgang UhrlMin. 1908 5668 Uhr Mm. 4. Juli. 5. TamuS Srauksurt o. M. 8 — 9 40 »er«« . . . . — — 9 35 wvinni . . . 7 15 9 07 Strahöurg . 7 30 9 30 Stuttgart. . . 7 15 9 20 Voleu .... — — 9 18 Nüruherg . . — — 9 18 Hamhurg. . . — — 9 55 UUrag» ■ — — 9 10 inderecke. stillel'5 Geduld. Nach Traktat Sabbat, Abschnitt II. Der große Htllel, weltbekannt, Deß' Größe nicht allein bestand In Thorakenntnis, Glaubenssachen, Ihn könnt auch Niemand zürnen machen. Einst trafen sich der Männer zwei, Sie sprachen von so mancherlei Und auch auf Hillel kam die Red, Daß er niemals in Zorn gerät. Das glaub' ich nicht, der eine meint, Man hats noch nicht versucht, wies scheint, Ich wett' 4000 Silberling, Daß ich den Mann zum Zürnen bring. Er wählte drum den Freitag aus Ging siegessicher nach Hillels Haus, Wo er den Hillel auch erblickte, Der grad sich für den Sabbat schmückte. Ist Hillel da, rief er ihm zu! Hillel ist da, was wünschest Du. Ich möchte Dich so manches fragen, Die Antwort werd ich stets Dir sagen. „Warum sind die Köpfe der Babylonier so rund?" „Das tun die weisen Frauen Dir kund." Er geht, und als eine Stund verwellet, Er wieder nach Hillels Hause eilet. „Ist Hillel da? rief er ihm zu!" „Hillel ist da, was wünschest Du." Warum sind die Augen der Tarmuden so blöde? — Das Leben der Armen ist gar zu öde. Er geht und kommt bald wieder, Läßt sich vor Hillels Hause nieder, „Ist Hillel da! ries er ihm zu!" „Hillel ist da, was wünschest Du." Warum gehn die Afriker auf so breiten Füßen? — Weil stets durch Sümpf sie waten müssen, „Ich hätte noch gar viel zu fragen, Doch will ich Dich nicht länger plagen," „Frag alle Fragen, die Du hast, Sie sind mir wahrlich nicht zur Last." >,O weh mir, weh mir, armen Toren, Die Wette habe ich verloren. Bist Dus, den man Fürst Israels nennt?" „So nennt mich Jeder, der mich kennt" „O möcht' es doch in diesem Leben Nicht viele solcher Männer geben. Daß ich die Wett' verlor ist schuld Des großen Hillel zu große Geduld." Frankfurt a. M. Alexander Speyer. lamMenvacdUcdte«. Geburten: K. Wähler, Lehrer, (Maier) MemmelSborf, einen Sohn. Verlobte: Rosa Halber st adt mit Moritz Golde, beide dahier. — Anna Cohn mit Robert Aron» Altona a. E.- Frankfurt a. M. Verheiratete: Richard Sondheimer mit Lillh Sondheimer geb. Strauß, beide dabier. — Moritz Hochschild mit Elsa Hochschild geb. Trier, beide dahier Verstorbene: Bach» Rosalie geb. AUerbacher, 69 I., hier. Blumenstraße. » ' 1 Landeshuter Leinen* und Gebild-Weberei F.V.Orünfeld Königl., Grossherzogi. u. Fürstlicher Hoflieferant Berlin W., leipif|uitnm n-i Grösste Auwafil aller Wäscheartikel für dei Hausbedarf. mm Inzer “ Preisliste mit Abbildungen sowie Kosten' anschlige zu Diensten. (7959) Alter Junge, sei so gut und borg mir eine Schachtel Fays Sodener Mineral-Pastillen — ich weiß ia, daß du nie ohne ein paar Schachteln ans Reisen gehst. Ich Hab mich ordentlich erkältet.^oah aber leider vergessen, mich mit Fays ächten Sodener zu versorgen und kann erst morgen welche kaufen. Die kleinen Dinger tun wahre Wunder bei mir, sie räumen mit jeder Erkältung schleunigst auf und bekommen auch meinem Magen vortrefflich. Fays ächte Sodener kauft man für 85 Pfennig in allen Apotheken, Drogerien und Mineralwasser- Handlungen, weise aber alle Nachahmungen entschieden zurück. 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