Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 49 (1908)
- Issue
- Heft 6 (6.2.1908)
- Date
- 1908-02-06
- Page
- – (sequence 12)
- Language
- German
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Seite 12. Ro. « „JSraelit." 4. Februar 1S08. 0. gei Do daß W Josua reiche abseher Druckt, zu rm legung getragr daß ( seine sonder hat > währer Tode gegeben lich zu vorlieo dem i BeiA als in v'pbn diesen Bachei gehend und ih der a kann, lichei ist. wörtli Hobe hat, and s chre v om die - — E viry für i Brief geschr die l Teile, wäre erst r einer Rede schu selbe, würd euge osu Zahr lich r zeichr meh geschr und diese! werd rwn und Bert Be, n"n fol.; böser Mann, sage es ihm auch liebe Mutter, so Böses darf er nicht sprechen und auch nicht denken." „Deine Frau hat recht" sagte Irma, indem fie sich vergebens bemühte, ihrer Stimme die gewohnte Festigkeit zu verleihen, „Du tust unrecht, dich dermaßen aufzuregeu, der Sanitätsrat hat müt noch heute vekchert, daß er verhältnismäßig mit deinem Befinden zufriÄen ist." „Dasselbige hat er mir auch gesagt", fiel Grünfeld eifrig ein, indem er fich wiederholt mit seinem blauen Taschentuch über die nassen Augen fuhr. -Run uns n vernün st 8k bu böser, unvernünftiger, nichts Uno Wieder nichts versetzest du solche AnK." rzeih'," stammelte er. Men können wir nur, wenn du jetzt sein willst. Komm, sei ruhig, mein Webling! — So — so — so," fie trocknete mit ihre« Tuche sein tränenfeuchtes Angesicht. „So, t Ast du wieder brav. Wen» ich sicher wäre du -ich nicht von neuem ausregen würdest, che ich noch etwas darüber sprechen — aber stzrchte mich, du bist zu unvernünftig." ^äkchw nichts", flüsterte er lächelnd, „solche nicht. .Ach wmn du — ich.sühw mich jeW so frisch, so leicht." „Run also, aber wie ich sehe, daß du dich aufregst, da bleibt mir. das Wort im Munde stecken, da hörrich mitten darin auf." „Sprich, ich bitte dich." „Also ich dachte mir, daß es dir vielleicht Vergnügen machm würde und da du gegenwär- Wärttg doch auch nicht in's Kontor gehst, so hast du doch auch Zeit dazu, dem Unterricht unseres Edwin beizuwohnen. Da könnte Herr Grünfeld ihn vielleicht hier bei dir unterrichten." „Das würde mir ein großes Vergnügen sein", beeilte sich Grünfeld zu versichern. „Also wäre dir das rechts „Ob es mir recht wäre! Welche Frage!"_ Der Sanitätsrat war jedoch keineswegs einverstanden mit diesem Arrangement. Unterricht im Krankenzimmer! Im Zimmer eines Todkranken! „Das ist wieder einmal eine von den Exzentrizitäten der rotharigen Hexe," brummte er, heute könnte sie ihren Mann kalten Blutes mit einer Schmucknadel erdolchen, und morgen könnte sie ihn mit ihren Liebkosungen ersticken." Als Irma ihm jedoch den Sachverhalt auseinandersetzte, wagte er es nicht, entschieden hindernd dazwischen zu treten. „So mag denn die Sache ihren Lauf nehmen," erklärte er achselzuckend. „Aber Gnädige, ich halte es für unbedingt notwendig, daß entweder Sie oder Ihr Herr Gemahl wenigstens während der ersten Unterrichtsstunde zugegen sind. Ihre Schwiegertochter ist zu unvernünftig, auf sie ist kein Verlaß^" Irma versprach, während des Unterrichts stets zugegen zu sein und den Kranken während der ganzen Zeit nicht aus dem Auge zu lassen. Aber es zeigte sich, daß die Befürchtungen des SanitätsrateZ nicht begründet waren, daß Malwine ihren Gatten doch richtiger beurteilt hatte als der Arzt. Der Unterricht, dem er beiwohnte, strengte ihr. weder an, noch regie ihn derselbe auf. Im Gegenteil, ruhig lag er da und lauschte mit sichtlichem Interesse dem Vortrage des Lehrers, oder den Worten des Schülers, und wenn letzterer die Fragen des ersteren richtig beantwortete oder finnige verständniszeigende Fragen stellte, dann leuchtete es hell auf in den Äugen des Kranken und seine bleichen Lippen umspielte ein glückliches Lächeln. Es schien sogar, als wäre, wenn auch keine Besserung, so doch wenigstens ein Stillstand in der Krankheit eingetreten und seine Angehörigen wiegten sich bereits in neuen Hoffnungen. Nur sein Schwiegervater ließ sich nicht täuschen. Keiner seiner Bekannten hätte dem sonst so kalten Manne solch inniges Gefühl zugetraut. Eines Tages saß er wieder neben dem Kranken, berichtete ihm die neuesten politischen Ereignisse und sprach dann von der mehr und mehr herannahenden wärmeren Jahreszeit, in her Teodor hinaus ins Freie müffe, um rascher gesund zu werden. Er habe seine Billa in unmittelbarer Nähe des Kiefernwaldes neu Herrichten lassen, dorthin müsse Theodor übersiedeln, sobald es die Witterung erlauben würde. „Ich weiß wohl, daß du nicht bei mir issest," fügte er lächelnd hinzu, „aber ich habe die Küche ganz neu Errichten lassen, Kochofen und Bratherd, altes ist funkelnagelneu, da könnt Ihr eure Marie mitnehmen und alles, was Ihr wollt, der Aufenthalt dort wird dir hoffentlich sehr wohltun." „Du bist so gut zu mir, Papa," flüsterte Theodor, „so sehr, sehr Hut." „Närrischer Junge," versetzte der Alte, gezwungen lachend, „wer könnte denn zu Dir mcht gut sein! Du Guter, Lieber!" und er streichelte mit seiner vertrockneten dunkeln Hand die weiße nahezu durchsichtige des Kranken? „Du teilst zwar meine Anschauungen nicht," fuhr der Leidende nicht ohne Anstrengung fort, „aber du warst immer gut gegen mich — immer—" Schröder sMttelte. chen Kopf. „Ich verstehe dich nicht, liebes Kind, „was wolltest du damit sagen?" „Ich — ich — ich habe eine Bitte an dich, lieber Papa!" „Sprich, mein lieber Sohn, und sei überzeugt, wenn es ikn meiner Macht steht, deine Bitte zu erfüllen, so ist sie erfüllt." „Gewiß, du kannst sie erfüllen — es ist nur —" „Warum zögerst du? sage mir einfach, was du von mir wünschest und rechne darauf, daß es geschieht." „Aber — wirst du es nicht übel nehmen, wenn meine Worte dich vielleicht unangenehm berühren sollten?" „Närrischer Junge, was du für Umschweife machst! Sage mir klipp und klar, was du möchtest, und was es auch sei, ich werde es nicht übel nehmen und du hast mein Wort, daß ich es erfüllen werde. Also — was möchtest du?" „Ich möchte dich sehr, sehr bitten, lieber Papa — sehr möchte ich dich bitten —" „Nun, um was denn? so sage es mir schon endlich." „Du teilst meine Anschauungen nicht —" „Das hast du schon gesagt, nun weiter!" „Aber du hast mich nie gehindert, denselben zu entsprechen." „Selbstverständlich nicht." „Aber zuweilen hast du darüber gekachelt." ~ . „Und das hat dich verletzt? — verzeihe mir, lieber Junge, wenn ich das gewußt hatte —" „Ach nein, mich hat das nicht verletzt — aber ich möchte doch bitten, inständigst möchte ich dich bitten, mir zu versprechen, in Edwins Gegenwart über dergleichen nie spötteln oder lächeln zu wollen, nie! —" (Fortsetzung folgt.) Tamiliennacftricbtcn. (Unseren Abonnenten steht diese Rubrik kostenlos zur Ber» fügung. Nichtabonnenten Haben für die Aufnahme jeder Notiz eine Gebühr von 1 Mk.» die gleichzeitig einzusenden ist, zu entrichten. . Die Sendungen müffen^immer spätestens am Mittwoch, Bormittag"vor' dem' Erscheinen der jeweiligen Nummer m mrserrn Händen sein.) UVe»l«bt:.Rosa Bondi mit Rabb. Dr. H, Gradenwi 0. Wien-Tarnowitz.—Milka Wolffing mit Jacob Seligm a'nn, Würzburg-C8ln. Verno fehlt: Samuel Speier Mit Esther geb. Abeles, Frankfurt a. M. ^ftebutten: Ein Sohn: Distriktsrabbiner,Dr. Weinberg. Sulzburg (Oberpfalz). — Tantor Hermann Stern, Austerlitz (Mähren), Eine Tochter: Fritz Sondheimer Frankfurt a. M. . Silberae Meehselb: Lehrer I. K Äs i Hg er, Frankenwinheim b. Würzburg. - . ......... . Tentorbenf: Hermann. H> i ni b a ch, 35 I., Seligenstadt i. Hessen. LabbatAnfans u. Aus-am). .rtöv>n Oll: WrWn. i»o§r 575S Mr IP|fc S.F--r. 0. Udar. . Sraukkurt a. M S 05 e 25 Berit« . . . . — 5 47 «Suche* . . . 5 15 6 $4 5 cO 6 JO ftottgirt... 5 15 «• 11 Bsfe» .... — — s 33 «SruSerg . . — —' 6 05 Hamburg. . . — — « oo> Prag. — — 5 50 Uwk de» WL »orttßchr Sefär, fctr. ii* titeJ._,, rttbeSec *fce* fl .... liche» a»f tt Büßt MfeCS Da, Mama schickt Such Eure LAntel und außerdem jedem Sind fünf FavS ächte Sshener Mineral-Pastillen. Ihr seid erhitzt vom Spiel und ohne FayS acht» Sobener weichet Ihr Such erkälten. Tint hustet ohnehin schon wieder — die hat gestern vergessen, ihre Sodener mit in die Schule zu nehmen. Fahs ächte Sodener find wahre Wohltäter des üblichen Organismus. Man kauft siekin allen Apotheken, Drogerien und Mineralwafferhandlungen für 85 Pfennig pro Schachtel. Noch einmal der Iernschalmi Seder Kodascblm. (Fortsetzung aus der „Literarischen Warte".) bedauerlich, daß er sie nicht mitteilt, find vielleicht! die Unterschriften etwas korrekter? — und daß vor dem zweiten Brief sich eine größere Einleitung befindet, welche vom '32C spricht, daß er j bereits NL2 war, wie auch das Datum des zweiten Briefes hier ganz genau zu lesen ist ■nn' yctH. Das ist also 43 2. Aus zweierlei ist besonderer Nachdruck zu legen, 1. daß die Briefe mit gleicher Schrift wie das Manufkript geschrieben sind und 2. daß hier ganz ge-j nau 432 als Datum angegeben ist. Man erinnere sich, daß der erste Brief bei Friedländer! das Datum 448 trägt und daß Prof. Bacher,| der es als ein unmögliches erkannte, den so zu ändern/ vorschtug, daß er 432 betrug. Dabei weist Bacher hebr.' Bibl. XI,. 25 darauf hin, „daß wahrscheinlich, als der Brief geschrieben! wurde, bereits der Uebertritt Sabbattais zum Islam erfolgt" war — und das finden wirl genau so jetzt in der Einleitung zum iten Briefe, höchst merkwürdig Drzwe wahr — Das Manuskript ist 429 angefertiat, ob zu! dieser Zeit die Abschrift begonnen oder beendigt wurde, jft nicht vermeldet?) Im ersten! Falle wäre es in der Tat auffallend, weshalb, Mose und Josua B. mit der Mitteilung von dem so überaus wichtigen Funde an Chajim B. so lange gewartet haben — für Friedländer ein | Vorbild, der ja auch der Welt den Bericht der wichtigen Entdeckung jahrelang vorenthalten hat. Doch das nur nebenbei. — Ich zitiere nun den brüten Satz aus ^dem ersten Briefe, der also kautet, wpv ’oCtpnBrrD'EDn WH’ wn iv rr» idd wdi nnw nDMornZrumon wmytcvy? Dip ze I thekgekvn Hern zuseh ist. i bet t daß < aef . *) In eiNlM Briefe FrikdlänberS, der vorlietzt,Hrißt espdvkl > p«an nvpp, Avra (refp. eint wo ( mä