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Der Israelit · 1908-02-06 · Heft 6 (6.2.1908) · page 13

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Journal
Der Israelit
Volume
49 (1908)
Issue
Heft 6 (6.2.1908)
Date
1908-02-06
Page
– (sequence 13)
Language
German
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Der JSraeltt. Gelte IS. Nr. S. zu een ersten shalb von n B. r eilt wich T)qch ritten mtet: S. Februar 1908. Das kann keinen andern Sinn haben als den, daß Mose B. Salomo Algasi berichtet, er habe Josua B. wesentlich zur Drucklegung dreier D'HD unterstützt, die er Salomo Algasi überreiche 'labi Dip 'n"D aaan. Ich will davon absehen, daß Mose B. keine Mittel besaß zur Drucklegung seiner eigenen Werke, siehe nonpn zu HffD 03 n"lff a"n, also schwerlich zur Drucklegung der Werke seines Verwandten kann beigetragen haben, vielmehr nur darauf Hinweisen, daß Josua Benveniste überhaupt bei seinen Lebzeiten keine drei D'"HD, sondern nur cnn? hdi maia herausgegeben hat nimöffip im Jahre 'b!ffjn — a"an, während alles übrige lange nach seinem Tode D"pn von Salomon Alfandari herausgegeben wurde, um es jedermann klar und deutlich zu machen, daß hier ein gefälschter Brief vorliegt. Man kann sogar vermuten, wodurch dem Verfertiger des Briefes dieser lapsvs paffirte. Bei Asulai heißt es nämlich sowohl in D'bna naipo als in dusd naipD von penn' mff — iDSia'i v'pbn % daher wohl die 'HD an^nj. Ich habe diesen Beweis der Fälschung Herrn Professor Bacher, der sich, wie aus cnrn ersichtlich, eingehend mit der Sache beschäftigt hat, mitgeteilt und ihn, wie auch andere ersucht mir mitgiitetlen, ob der angeführte Satz einen andern Sinn haben kann, und ob nicht darin ein unwiderleglicher Beweis der Fälschung gegeben ist. ^Professor Bacher antwortete am 1. Januar wörtlich: „Die von Ihnen hervorgehobene Stelle des ersten Briefes hat, wie ich zugestehen muß, keinen anderen Sinn, als den Sie ihm zuschreiben,' das wäre aber abgesehen vom vis ein evidenter Beweis für die — dabei von Ignoranz zeugende — Erdi chtung des Briefes mp bffai ">np Dil". Dieses 'Dl Hp *?ffai hat aber für uns noch besondere Bedeutung, weil die Briefe mit gleicher Schrift wie der 'D^ffm geschrieben sind ^nebenbei bemerke ich noch, daß die Zusendung im Jahre a'bn selbst eines Teiles, der aan gedruckt ist, sehr merkwürdig wäre. Chajim B. soll das Werk des Bruders erst nach 10 Jahren erhalten ] Kann noch von einer für yffim mff bya angefertigten Kopie die Rede sein? Nun noch ein Beweis der Fälschung, der in der Tat so evident ist, daß derselbe, auch wenn er der einzige wäre, genügen würde, um uns von der Erdichtung zu überzeugen! Wenn der Brief echt sein sollte, müßte Josua Benveniste denselben mindestens drei Jahre nach seinem Tode, dann aber natürlich nicht na'HiDffip, sonder im pp p unterzeichnet haben — da er im Jahre D/4an nicht mehr unter den Lebenden war. Nun geschehen .zwar für Herrn Friedländer Wunder und seine Adepten glauben vielleicht auch an dieselben, aber an einem so großen Wunder werden sie wohl doch zweifeln. Die Responsen nffD 'iS, Teil I sind im Jahre D''3n gedruckt und in diesem Werke erwähnt Mose B. seines Verwandten ("aff nennt er ihn) als eines Verstorbenen kol. 32 col. 4 pscn pnn n"nbT nffaaaa jrcnrr» -iPhdd dw arv ebenso fol. 35 col. 2 und fol. 107 col. 2*), und doch DankLar .gedenke ich hier des Herrn Bibliothekars J.M. Hillesum. Zufällig aus die Vermutung gekommen, baß Josua B. schon b"n tot war, bat ich Herrn Hillesum bet Steinschneider Katalog Bodl. nachzusehen, ab nicht LaS Todesjahr Josua B. angegeben in. Bei Steinsch. fand Herr Hillesum nichts, aber aus Hffp *iD n"1ff Teil 1. teilte er mir zwei Stellen mit, bet denen hMter dem Namen Josua B. angegeben ist, daß er damals bereits tot war. — Trotzdem wir in /m\ mia 'D Venedig ein IBpn auf Josüa B. finden, kann ich daS Todesjahr nicht genau angeben. n"an pffn n"1! unterzeichnet er noch als erster mtt Abraham Jbn Jatstb und Joseph Lhabib ein Protokoll (resp. rf&D PS I fol. 87 col. 2) bei Beginn der Drucklegung des NM pD im ö"an non war er sicherlich schon rot. — Mir scheint übrigens, daß er damals schon einige Zeit tot gewesen ist, da ihm sonst Mose B. wo er zum ersten Male seiner erwähnt, vielleicht einige Worte der Erinnerung geweiht hätte. soll er noch 3''bn einen Brief unterzeichnet und soll fein in Smyrna wohnender Bruder einen solchen an ihn gerichtet haben! Ich glaube über diese Briefe und die von derselben Hand im Jahre v"an auf Bestellung angefertigte Kopie können die Akten wohl geschlossen wer d e n, trotzdemHerrn Prof. Euting „die äußeren Zeichen (Papier Tinte und Schrift) unverdächtig und gleichzeitig mit dem in dem Fragment genannten Datum erscheinen." Man steht eben daß die äußeren Zeichen für die Echtheit keine genügenden Zeugen sind. Ich könnte nun die Feder niederlegen und die Sache dem Urteil der Leser überlaffen, wenn ich es nicht, da ich nun einmal Abrechnung halte, noch auf einige Punkte aufmerksam zu machen für richtig hielte. — Mose B. hat seiuen Verwandten Josua B. um Jahre überlebt war er sicher Leben) und er wußte nach Friedländer wunderbaren 'D^ffH'-Geschichte alles, nicht im höchsten Grade auffallend, daß er derselben nirgends erwähnt? Ein so überaus gewichtiges Faktum sollte er ganz verschwiegen haben?! Ist das anzunehmen? Und Josua B. selbst? Als er die später gedruckten Teile des voll st c^n big zumDrucke vorbereitet, sogar die nDipn. (Er wiederholt die zu Teil I geschriebene ncnpn mit kurzer Einleitung und kleiner Hinzufügung). Das Manuskript kam in die Hände von Chajim Alfandari, deffen Sohn Salomon das Werk erst zum Drucke beförderte. Es enthält auch Traktate des pp'ta "HD. Nun soll ja das 700 Jahre alte Manuskript, das in den Besitz Josua B. gekommen sein soll, auch entmehrere noch am von der Ist es starb, waren pffirp mff halten haben mff mb D'bea nsnaa ppna no und Josua B. erwähnt in seinem Kommentar kein Sterbenswort davon und dieser war ja bei seinem Lebensende noch ungedruckt! Wahrlich, es gehört eine mehr als gewöhnliche Dosis Leichtgläubigkeit dazu, um das alles für bare Münze hinzunehmen! Will Friedländer seine Ehre retten, dann ist er verpflichtet, einer Kommiffion von Rabbinern und Gelehrten — es brauchen nicht drei Kommiffionen zu sein, wie er das wiederholentlich zu tun versprochen hat — wirklich öomtfegen: 1. Die alte Handschrift nebst den Br i e f en; kann er die Handschrift nicht erhalten, weil, wie er sagt, ein zu hoher Preis für dieselbe verlangt wird,') so gebe er Person und Ort an, wo dieselbe zu finden istjetzt kann er sich nicht mehr mit der Ausrede retten, die er in seiner Einleitung macht, es müsse alles geheim geschehen, damit die Sache den Rabbinern nicht bekannt werde, da es sonst außerordentlich schwer fallen würde, die Handschrift zu erlangen. Also heraus mit der Sprache! Die famosen Briefe muß er jedenfalls vorlegen und zur Erwerbung einer so wichtigen Handschrift wie ein D'ffip es ist, werden die Mittel sich finden- — 2. die Korrespondenz mit seinem Bruder und deffen Kompagnon Jakob b"d '2ip. 3. das Stenogramm, welches er sich nach der alten Handschrift, gemacht hat, nebst der Handschrift, welche er auf Grund desselben mal non ns* naviaa angefertigt hat- 4. die neue Handschrift nebst den autheni s ch e n Beweisen über die Herkunft derselben. Das Meiste von dem hier Verlangten hat er ja schon vor Monaten und zwar zu wiederholten Malen in Privatschreiben versprochen — im „Israelit" und in zwei mir vorliegenden *) Wie sich das zusammenreimt mit den eigenen Worten Friebländers my pia VH lyaom 'S«"® 3*in '1D1 DHH3 3000 T)',3nr wird wohl ein Rätsel bleiben. Uebrigens war ja Herr Ullmann bereit, 21 01DD zu geben und auch von anderer Sette wurde ihm ein hoher Preis und auch sonstige Hilfe zur Herausgabe geboten. p"lp— ob erberen noch mehr herausgegeben hat, weiß ich nicht — er erfülle endlich sein Versprechen und oben formuliertes Verla n g e n. Geschieht das nicht, dann — ich wiederhole die Worte des bekannten Gelehrten Ahron Markus am Schluffe eines fulminanten Artikels in der Ungarischen Wochenschrift Nr. 37 v. 8. November 1907 — „bleibt die Sache eine unerhörte Fälschung, weit strafbarer als Fälschung von Wechseln und sonstigen Urkunden." R. Zu dem Postskriptum, den von Herrn Meyer aus einer Karte von V'ii V'aTn paan — die Karte selber ist nicht vorgelegt — zitirten Worten, deren wahrer Sinn alsbald erhellen wird, stelle ich zunächst zwei Zitate aus Karten desselben paa — Originale sind -er Redaktion vorgelegt, gegenüber rprn i"y n'tnn Hiwi 'v a"ry p"ny Dbffma am nbaann yboa vf'jya ouia ppv 'a □pn na vnmi '"a j"d na di Tarai aaain ab vws rpij aim '"a a''ab d; y"3D»i nbffai am 'ivv mbff amn td'hdd di a"a nipa oiff •Tain apjn naa nn m nma laDöao tj?d anao win . n''Din lboa a'*» dd >taba nnbff '-i naan [bia^aa] Tobn y'a omn amabimaa pai jhDibpiin by i&ijn iaiD«Ö atna yoff iffaa nffpa '*? aina>ff n’obnn ffpm DVa nun nma nbsann p"a»a DDiob nsm?ia iffa 'b nbff'i -|*nn p aia'ff ly aaynnb 'ivv ffpav nij?D ib abff syo aayna?ainab bar» noi anav •nyaijnai umaa i'cbnn üff in apy nm Die angekündigte Publikation ist inzwischm in nbann Nr. 13 S. 93 erschienen und was enthält sie? Daß der D'ttnp 'D^ffm in der Tat ist, steht für '"i pam fest, nur hat nicht Friedländer denselben gefälscht, sondern so gefunden. Und zum Beweise dafür dient, daß der Kommentator den Text nicht verstanden hat, was doch, wenn HDD und ffiSD dieselbe Person wäre, ausgeschlossen sei —. '"i pain erzählt: daß ein Jeruschalmi *ptD D'ffnp HD vorhanden sei, deffen Drucklegung die imn ,»Vna hintertrieben haben — es sei, so glaubt R. davon in TiDn oder jiia^n die Rede gewesen, jedenfalls sei die Sache auf der Welt bekannt gewesen — und diesen gefälschten 'D^ffm nun hat Friedländer gefunden. Ich zitiere aus dem Schreiben wörtlich. i"n fht ab b"i!an iffa noa imaa rnrn nar 'n'an inapii?’»nnpbD-®-j"na--aaDiDffaba i2in mbnb obiya iffDa -aff aai ainff ffisona 'n'ai'i nvbm nV^n i.r"na ntn ami Hi'a losiDff ffrns ffiSDff off 'm lospa ffisom n"D 'ai toiffs ian noaa nnoa ^ai nro pina ffi's a*? "jam hddh 'oWii'n aicoi a xd •] a a a i"n n't arnff -n^TD 'Dbff’n' axoiff mpao pH' vrw nrn lobipa ü’BHp hd?p Daß der 'D^fflT gefälscht ist, erklärt also^i taTnpaan mit aller Bestimmtheit seine Verteidigung Friedländers wird wohl bei allen, die die Geschichte des Fundes gelesen haben, wenig Anklang finden. Was Herr Soliman Benveniste so sorgfälttg als p'Dp verborgen gehalten hat, sollte bis nach Rußland gedrungen sein?? Und Friedländer gibt den VöbffTV ja natürlich als echt aus! Ich wage die Vermutung, daß hier ein Irrtum vorliegt. In den sechziger Jahren des vorigen Jahrhunderts war nämlich, wohl in Folge einer Note in der Einleitung zu b'affDn iBD, XIV 9, von D'ffip 'Dbffm in paabn und vielleicht auch TiDn die Rede, nämlich ob es überhaupt je einen solchen gegeben hat. Es kommt mir recht unwahrscheinlich vor, daß hierin der Ursprung der von naan vernommenen Gerüchte zu suchen ist. R. (Aus Rücksichten des Raumes sehen wir uns genötigt, die Diskussion über die Friedlän bersche Angelegenhett für einige Zeit zu schließen. D. Red.)

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