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Der Israelit · 1907-10-31 · Heft 44 (31.10.1907) · page 11

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Journal
Der Israelit
Volume
48 (1907)
Issue
Heft 44 (31.10.1907)
Date
1907-10-31
Page
– (sequence 11)
Language
German
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Zum ,,1er8$d>almi$ederKoda$c1)inr. Näch der Veröffentlichung der drei ersten Teile der Kritik unseres k.-Mitarbeiters an dem Friedlänberschen Jeruschalmi Kodaschim erhielten wir dir unten wiedergegebenen gegenteiligen Ausführungen. Dieselben richten sich zum größeren Teil nicht gegen die Darlegungen unseres Mitarbeiters, sondern gegen die Kritik des Herrn Bär Ratner in der Wochenschrift D7iyn. Zu dem gegen unseren Mitarbeiter gerichteten Teil veröffentlichen wir gleichzeitig dessen Bemerkungen. Im übrigen möchten wir, um Mißverständnisse zu vermeiden, folgendes hervorheben. Die Antikritik des Herrn Einsenders hat uns nicht von der.Unrichtigkeit des von unserem Mitarbeiter vertretenen Standpunktes überzeugt. Selbst gesetzt den Fall, daß der Beweis der Fälschung nicht schlüssig geführt worden wäre, müßte doch als Hauptsache beachtet werden, daß, unter den gegebenen Umständen zumindest, nicht dem Kritiker, sondern dem Herausgeber die Beweislast zufällt. Angesichts der Abenteuerlichkeit der Vorgeschichte dieser Edition, den zahlreichen Bedenken, die der Text wachruft, und der Feststellung, daß Herr Friedländer bereits eine andere literarische Fälschung, die einer nooDH, begangen hat, angesichts aller dieser Dinge ist man u. E. nicht nur berechtigt, sondern bei der Wichtigkeit der Angelegenheit auch verpflichtet, solange an der Echtheit dieses Jeruschalmi zu zweifeln, als nicht der strikte Beweis derselben vorliegt. Herr Friedländer hat bereits vor mehreren Monaten in seiner ersten Erwiderung in unserem Blatt versprochen, in 4—5 Wochen einer Kommission die Handschrift vorzulegen. Das ist aber bis heute noch nicht geschehen. Die Schlußfolgerung daraus-ergiebt sich von selbst. Die Zuschrift lautet: Trotz der drei großen Artikel, die Herr R. in der Literarischen Warte bereits veröffentlicht hat, habe mich doch nicht von der Unechtheit der DTOIp "HD 'D^TOVT» überzeugen können. I) Ebensowenig haben mich die Beweise des Herrn Bär Ratner in der hebr. Wochenschrift oViyn davon überzeugen können. Im Gegenteil, ch bin mehr und mehr darin bestärkt worden, daß ich in dem besprochenen ")BD wirklich den Jeruschrlmt vor mir habe. Denn die bisherigen Beweise beruhen teils auf unbegründeten Behauptungen, teils auf Jrrtümern. Der Rezensent, Herr R, beginnt seinen Feldzug gegen den vermeintlichen Feind II) damit, daß er die Beschuldigungen aus der HDlpn zur MDBDin von Dr. Schwarz reproduziert, welche besagen, daß Herr Friedländer mit der D Das ist allerdings sehr verwunderlich! Hat man je gehört, daß eine Edition aus einer Handschrift durch ein socheS Gewebe von Unmöglichketen und Unwahrscheinlichkeiten — um nicht einen stärkeren Ausdruck zu gebrauchen — in die literarische Wät eingefiihrt worden ist? R. . n> Rezensent kennt F. nicht persönlich, hat ihn n i e gesehen» nie mit ihm etwas t«n gehabt und nur vor etwa 6 Jahren, auf Ersuchen deS Waitzener 27 nach ihm Erkundigungen ein- «ezogen» deren Resulat allerdings kein für F. sehr schmeichelhaftes war und daS Mißtrauen gegen seine Edition zu verstärken nur allzusehr geeignet ist. R, MnBDin ganz willkürlich umgegangen sei. Wer ist denn aber mit einem pop piny ibD willkürlicher umgegangen als gerade Herr Dr. Schwarz? Hat er doch die MklBOIN oft genug zerpflückt und nach seinem Gutdünken wieder zusammengesetzt.nl) Emen semeren Angriffspunkt findet der Herr Rezensent darin, daß Friebl. den Namen des jTOirp PJTV 7JD ohne i am Ende schreibt. Ich bin nun M der glücklichen Lage IV) dem Herrn Rezensenten vier Stellen nachzuweisen, wo der jflsnrP fVTO seinen Namen ntWDDD / also ganz genau wie Friedl. schreibt. Drei dieser Stellen befinden sich in den n^D "OB n*TO VBV"Q2 rwööanp und zwar bMB7 yanrp ,M"' ri^rw •nwaa-n"nDD3 ^bi jroirp tssh a"p n^w-mwaaa •n'riDDs jrcnrp "pysn /ninnBDn in«5? ,M^p n^Mtf nVD33 ^M"1V'. Die vierte Stelle fand ich in feiner rivipn zum D*nrP ni?n:in no» gedruckt viB'? ama 'n DNM1, welche lautet zroa" T3«n ')31 DM3 rw3M ^tosr» nn D33. Wir sehen also, daß ' n'M7 IJ'M U'MI M^> Aber bleiben wir doch nicht draußen stehen, sondern treten wir doch ins Haus und besehen wir uns genau, ob wirklich □^33 darin sind. Herr R. bringt als positive Beweise gegen die Echtheit a) den Ausspruch rr6 rPM mV '»Bl,, *riTT3/ b) den Ausdruck „vjnp l'lisb". Der Herr Rezensent mein', es fände sich der Ausdruck rn'*13 überhaupt nicht im Jeruschalmi. In "lBD'^ptP steht es wohl, allein diese Stelle gilt als Interpolation. Ich möchte Herrn R. doch fragen: Bei wem gilt diese Stelle als Interpolation? niBDV) zu n"D'3^l n"l 3> n"3 1'V'I führt als Primärquclle den Je uschalmi Schekalim an. Allein auch abgesehen von niBDin beweist der ganze Tenor dieser Stelle, daß fie keine Interpolation ist. Der Ausdruck 'Ofip nach pnj6 ist ein einfacher b*D. Vielleicht findet sich übrigens noch irgendwo im Jeruschalmi m'13 uud 'ODp piS^V). Ich gebe nun über zu den Beweisen des Herrn B- Ratner. Ich muß gleich im voraus betonen, daß es nicht möglich ist auf jede Ausstellung einzugehenich will daher die Beweise in zwei Gruvpen teilen und fie gebührend beleuchten. Zu Gruppe I. gehören diejenigen Stellen, welche beweisen sollen, daß der onPTp 'D^TOIT diverse niMDTi/ welche QyTOM7 bringen, nicht kennt, sondern die, nach Rainers Ansicht, schlechten enthält. Solche Beweise abzuweh-en halte ich für ganz unnötig. Der Text eines 7BD kann doch nur eine ndt:i enthalten. Daß es hier und da eine schlechte hat, wird eher für die Echtheit sprechen. Wichtiger find die Beweise der Gruppe II, welche dartun sollen, daß gewiffe Stellen D'MlIDM mit einander sprechen lassen, die in verschiedenen min gelebt haben, oder daß gewisse Stellen D'IDMD enthalten, die HD Sch. zu verteidigen liegt keine Beranlaffung vor. Aber die Handlungsweise Sch's. ist mit der Fr's. nicht zn vergleichen. Sch. hat die oi'jren "HD '07 KODDIO geordnet. Daß er den Wortlaut der Tosefta je willkürlich geändert habe, ist Schreiber nie aufgestoßen. Was sagt M. zu de» unmöglichen Datum (siehe Israelit Nr. 33 Lit. Warte S. 10 ool. 8), und ist es so unwahrscheinlich, daß Jemand, der das Schreiben eines 7"0 Lebenden fälscht (ibidemcoL3 und S. 11 col. 1) dasselbe mit dem eines vor mehr als 800 Jahren Verstorbenen tut? R. IV) DaS Glück ist doch ein zweifelbastes. Trotz deS ent» deckten ', von dem ich ja nur beiläufig l„UebrigenS hat re."s spreche, hat M. nicht gefunden, daß Josua B. so unterzeichnet habe, wie F. die Unterschrift abdruckt B"D OPJ232 WIN'. ES bleibt also zunächst dabei, daß keiner der drei B. so unterzeichnet hat, wie Fr. deren Unterschriften abdruckt, und daS ist woyl ein starker Ppl sO'O- R. V) Die Sprache der Stelle in O'Vptf ist nicht die des '07077'. UebrigenS genügt doch wohl die Tatsache, daß an keiner der betreffenden Stellen in 'KD7 ,P211V ,N2'2 ,j1D’J,KDpK22 der Ausdruck, N7'72 vorkommt. Die Stellen über '30p s'773t7 sind von 2"77 und O'3'V .70' 7V2 zusammengestellt. Mit einem vielleicht findet sich" widerlegt man nicht. R. nicht möglich sein können, well fie im Widerspruch mtt j anderen Stellen stehen u. dergl. Als typisch WÄ ich % einige sollte Beweise hervor heben und der Leser wird sich selbst ein Dlld d.won entwerfen können, wie leicht man % oft mit Behauptungen operiert. In llplpil 1/ Seite 334, schreibt Herr Ratner: . Yi ■»Dip wn M"n 73 ja '7 M"n MB 'rp 1 '7 'Dip M731P MOM '13 ntSTIttD MV1 HD rick« MTJR y, 770 om: 71387 -pMn n«7i ms 7DM ib p jmnrp 73 113 7*D ffaWTI .7M.7 OMW 7VBM M Dl 717177 W7’ '7 'lüb nMT nbiWM 137' T*M M71ST ,mb MTJ "4 T"B 71D3' 'D!w17'3 MSD3 7T7 pvbo DiDM?'1^ p | pnr '7 np^HD by -«p OV WDM 'idi M721V M7M 3"n I .717177 770 D'M7D 711 nTO» | Herr Ratner meint also, es sei nicht möglich, daß eine Frage, welche M"7 73 J13 '7 dem H7'S1 '7 | vorgelegt hatte, nachher noch dem V'b 7W17' ,m\ vor- ' 1 gelegen haben könnte. Wohl war V'3' /m\ einer der ältesten Amoraim und war ein Schüler deS 1273 7Bp7 71P^M ^7, ' | worauf bereits der i"ni7 htngewiefen hatindessen scheint J er sehr alt geworden zu sein, denn wir finden ihn im i Verkehr mit 1D72 73 p7S' '7 '), welcher ein Zeitgenosse von 'i'-r 73 3pp' *7 war')- dieser war aber einer der | letzten Schüler des PN' '7*); ebenso finden wir ihn im Verkehr mit ,DM 73 ^MIDV ^1^, dieser i"2 *1 | pnj war der Schüler des IIZ^M y7*); wir finden tcher auch, daß vfr p pV17' 77 im Namen des Ltipp p |f*7 etwas tradiert °), jedenfalls zu einer Zeit, alS vpp M»7 schon eine bedeutende Persönlichkeit war. Was aber tat - M"I7 73 113 y7/ so wissen wir, daß dessen Sohn TOP ^7 : mit *«d '7 und 1.12M x7/ den Schülern des prTP y7, sowie mit PDTO y7, dem p731D 7'D-7 des pZU^7'» 'l -s 'ib verkehrt hat.7) Den Vater dieses M"7 73 73 A finden wir aber Äs ebenbürttg mit «ppy «t'i ,P71' ^7 und M7'V1 y7Warum, frage ich, kann nicht eine Frage, die unn 73 s13 y7 dem «7'M y7 vorgelegt hat, darauf 4 auch dem ^>"2' ^7 vorgelegt wordm sein. Er sagt nämlich: , OV D^IM y1D1 3"7 YB 71D3' '17'3 MSD3 717 PVD j TO!? DWID 711 7TOM' y71 RI71' y7 np^hoi*) 71 'Mp -i 017177 770 * Herr Ratner hat sich aber nicht nur m \ der Z it des »rnn -,2 113 y7 geirrt, sondern widerspricht J fich selbst. ' 3 L. Meyer, Karlsruhe. | (Schluß folgt.) ] >) »erflL K«n Ire KOT. •) Dergl. Tn N'v D'Sp». *) Verql.12 2pv 1 bv 7Dr>V0 N'N pm' '1 . K'N 2'v 01272 s'pn' vs 7-ri 121 'lonp fo lov'Oi.7'7 'on mm n mm TU pNT 77 .7'7'0^71 77; also war es zu einer Zeit, als Yth» 7 die Stelle des tnpb p in der KTn'Jio des pm» 7 j emnahm. 4) Vergl. D'Sp» ibid. •) Dergl. 72 7K1D0»,7S K"1W -P m rrn K? 127 Tun 7 7*k '121 oipo •) Dergl. K'N 3*0 2*2 17'. ■>) Dergl. 2*n KO P77.7JD "7'. j ®) Dergl. Kümo '2*7 vh TM 7 K*5 7*0 fTOTTp '*722 '•> 7DK KONTO '2 K3TK7 71DK 'KD N'7 70K K7't '277 N'NOVK '72 7^12 K0172N 7DK1 S"Tt K1N f'2K 7 *7"S K*7 K3K kfK fpS 72 pN3 27 TDK .121 K1N K20D 72 f'2K 7 T\b TDK 721 s3NT 1 * * IV) V) .0001'2K 7 K*?K K3N2 72 s'2K 7 K^I K"N 72 1'2K 7 K^ K3K pND . ur H R"n j D nj'Jn 72^7 f'K 7*K 121 fOTD |

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