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Der Israelit · 1907-10-17 · Heft 42 (17.10.1907) · page 11

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Journal
Der Israelit
Volume
48 (1907)
Issue
Heft 42 (17.10.1907)
Date
1907-10-17
Page
– (sequence 11)
Language
German
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d)e Wart ineraris Uon den Samaritanern. Von Dr. V. Koenigsberger in Pieschen. - (Fortsetzung.) - IV. Gesetze de Mosche - Darnach geht der Jüngling oder sein Vater oder sein Bruder und schickt in das Haus des Vaters des Mädchens etwas Süßigkeiten und schickt auch Geräuchertes 0 und Saures (Herzhaftes). Nach dem Untergang der Sonne geht er und alle Männer, mit denen er befreundet ist, in das Haus des Vaters des Mädchens und mit ihnen einer von den Priestern, um die Verlobung (nannten) zu feiern. Diese geschah folgendermaßen: Nachdem sich die Männer im Hause des Vaters des Mädchens versammelt haben, ruft der Priester den Jüngling und nimmt aus seinerHand das Geld der Morgengabe, zählt es und legt es in ein Netz (Vnsn) und bindet es zu. Dann ruft er den Vater des Mädchens, stellt ihn vor den Jüngling, und dieser spricht zum Vater des Mädchens vor den Ohren aller versammelten Männer: Giebst du mir deine Tochter mit Namen N. N. zum Weibe nach dem des Ewigen und Seines Propheten er ruhe in Frieden? Und der Vater des Mädchens antwortet also: Ich habe deine Frage vernommen und gebe dir meine Tochter N. N. zum Weibe nach dem Gesetze des Ewigen und Seines Propheten Mosche - er ruhe in Frieden. Sodann tritt der Priester hinzu, bindet das Netz, worin das Geld der Morgengabe ist, um ihre Hände, erhebt seine Stimme und spricht: In Wahrheit verlobt (nvte ttfiKD) gemäß der Thorah nach dem Bunde Abrahams, Jsaks und Jakobs — sie ruhen in Frieden! Und er ruft auch: Fürwahr, den Namen (DIP2) des Ewigen rufe ich an usw. Und Gott sprach: Es ist nicht gut, daß der Mensch allein sei- Ich will ihm eine Gehilfin zur Seite machen. Und der Ewige Gott ließ tiefen Schlaf auf den Menschen fallen, und er schlief ein, und Er nahm «ine von seinen Rippen und schloß Fleisch an ihre Stelle. Und der Ewige Gott baute die Rippe, die er von dem Menschen genommen hatte, zum Weibe und brachte es zum Menschen. Und oer Mensch sprach: Dieses 'Mal ist es Gebein von meinem Gebein und Fleisch von meinem Fleisch; darum soll es Männin (ntP'K!) genannt werden,' denn von ihrem Manne (nenee) ist diese genommen worden. Darum verläßt der Mann seinen Vater und seine Mutter, und er wird von beiden (O.T1PD nvn) zu einem Fleische*). — Gerühmt sei Gottes gibt keinen Gott außer dem Einzigen. Höre, Israel, der Ewlge, unser Gott, der Ewige ist einig usw. (nvl3l). Und der Ewige befahl uns, alle diese Gesetze zu üben usw. ('31). Die Thora, die uns Mosche ^ebyten, ist ein Erbgut der Gemeinde Jakobs. Gott hat sie gegeben, Er sei gepriesen! Gepriesen sei unser Gott in Ewigkeit und gepriesen Sein Name in Ewigkeit! — Und die Gemeinde hebt an und spricht „wie Cedern und Sprüche": Es gibt keinen Gott außer dem Einzigen, es gibt keinen Gott außer dem Einzigen: „wie Cedern und Sprüche'"): es gibt keinen Gott außer dem Einzigen, es gibt keinen Gott außer, dem Einzigen - „wie Cedern und Sprüche": es gibt keinen Gott außer dem Einzigen, es gibt keinen Gott außer dem Einzigen. Der Ewigist ein barmherziger und gnädiger Gott, langmütig und reich an Gnade und Treue. ihre phllosophische Seite anlangt, bisher zu allgemein und *) Vielleicht ist hierzu Menach 8,6 (86 b) zu vergleichen, wonach der Wein im Tempel weder süß (plNQ) mach jspiyiD sein dürfte. Durch das Räuchern wurde der Wein süßer. — Bez. des „Sauren", Herzhaften (mnpl bergt. Pes. 116 a: n"inp^ "px Kethub. 61a •ani'p n*6 ni*tf (Raschi). — Dr. Baneth vermutet in ilinpl „Tabak und Kaffee". Die itzcherscha«. Provhetie Israels in Würdigung von G. S t o s ch. Lic. theöl. In drei Teilen. Gütersloh, Bertelsmann 1907. 579 S. 7 Mk., geb. 8 Mk. Der Verfasser ist der Anstcht, daß die religionSgefchichllichen Untersuchungen, was ihre innerliche oder l zu theoretisch geführt worden seien. Dagegen sei man bei Spezialuntersuchungen zu äußerlich verfahren, nament- *) Die Varianten auch in dem samarit. Targum (ed. «.Brüll, Frankfurt a. M. 1875)- S. Kohn, de pentat. iamar. S. 28. 3) Dieser seltsame Ausdruck Qvjöjfl pDND ist mir nicht recht klar. Ich fand bei Heidenheim a. a. O. III, 413 bei den Gesängen für die Festtage u. a. folgende 2 Ueberschristen ni^xn inv n»on niDDn in iyiD nW> '111 P71ND/ da? H. übersetzt: Gebet für die Nacht des Hüttenfestes, des Abends. Gesänge. Das Gebet „wie die Cedern" usw. und ib. 416: ^vvn tyiB rfcb m^X nno by o'ivni rmo ro^xn rmar nven (mxy) 'lll □'»Dm „Gebet für die achte Fastnacht, des Abends, die Gebetslieder „wie die Cedern" und die Sprüche „Am Tore der Barmherzigkeit" usw. Man fleht, daß dies für unsere Stelle keinen Sinn gibt. Ich habe bei den Samaritanern Nachftage gestellt. Dagegen fand ich bei Hetdenhetm a. a. O. 280 folgende Ueberschrist: ni^X tyi Dnoa pTMO ni^xn mm wen noon tvid nW cnpin vwm nenan ->xm dw2 '»di crom nno/ das H. übersetzt: „Nachtgebet für den Abend des Pefachfestes. Lieber. Das Gebet gleicht den Cedern (H.bemerkt dazu: diesen Ausdruck gebrauchen sie oftes ist nichts als ein poetisches Bild für die Schönheit der Hymnen, wie man derartige Bezeichnungen in den orientalischen Dichtungen finden kann). Man sagt (^as Gebet) — H.: das find die Anfangsworte mancher Gebetstück: — an der Pforte der Barmherzigkeit (stehen wir) dann im Namen und Stücke aus der Schöpfungsgeschichte, und die Aeltesten fingen." Buch das ist unverständlich und unglaubhaft. lich bei der Anwendung der reltgionSgeschichtlichen Methode auf daS „alte Testament". Diese heiligen Urkunden können eS beanspruchen nach der ihnen innewohnend«! genuinen Meinung, nicht nur nach äußeren Zusammenhängen mit parallelen Geistesprodukten der heidnischen Religionen verglichen zu werben. Dß zu solch«» tiefergehenden Vergleich zwischen den Anschauungen und Geistesresultaten der Offenbarungsreligion und denen der natürlichen Religionen die Propheten Israels eine besonders geeignete Grundlage bilden, wird nicht M Abrede gestellt werden können. rfaffe a de ein gläubiger Christ ist, so steht er die Erfüllung der prophetischen Weissagungen im Christentum. Wenn wir nun das Christologische auLscheiden, so bleibt doch immer noch genug an dem Buche übrig, waS es für uns Jude» belehrend und anregend macht. Der Verfasser besttzt einen hervorragenden psychologischen Scharfblick, ein« tief etndringenden Geist, ein umfassendes Wissen und eine ungemein große Kraft und Virtuosität der Darstellung. Die Gedankenzusammenhänge der einzelnen Kapitel werbe» in einer meist mustergiltiaen Weise beleuchtet. Die Lektüre deS Buches ist allerdings keine leichte. Man hätte eine größere Ueberstchtlichkeif, eine burchstchtigere Gliederung der ganzen Anlage gewünscht. Wunderlich erscheMt mir der erste Satz: „Nie hat auf einem Menschen eine so große Last und Weitschast der Verantwortung geleam als auf Salomo." Man ist erstaunt, daß ein Mann, der auf der geistigen Höhe des Verfassers steht, einen fo schülerhaften, verblüffend wirkenden Satz schreiben und noch dazu an die exponierteste Stelle de- Buches setze» konnte, ein Umstand, der leicht von Vorneherein von der Lektüre des Ganzen abzuschrecken vermag. Aber »am man fich in das Buch htneimiest, dann wird man reiche Belehrung empfangen, zumal der Verfasser fich von den Wtllkürlichkeiten der modernen Bibelkritik fernhält und fie vollkommen abweist. . Kaatz. DVnm ni*HpD3 O'vlp^. Bon Rabbiner Salomo» Bamberger tn Sennheim (Elsaß). — Selbstverlag. 34 S. 8». Zur Erinnerung an die hundertste Wiederkehr deS Geburtstags des „Würzburger Raw" R. SeligmannBär Bamberger b"y\ hat sein als Rabbiner in Sennheim wirkender Sohn, R. Salomon Bamberger, eine kleine Schrift veröffentlicht, die ein pietätvolles Zeugnis sein soll für die Liebe zur Thora, die ihm im Elternhause und ganz besonders im Lehrüause des Vaters eingepstanzt worden, die aber — mehr als das — zugleich ein neues Zeugnis sst für die aus den früheren Werken des Verfassers bekannte Gelehrsamkeit sowie die Gründlichkeit und die Tiefe, die sein unermüdliches Forschen in der Thora auszeichnen. Die anzuzeigenbe Schrift zerfallt in zwei Teile, deren erster einzeme Erörterungen und Erläuterungen zu den ersten 10 (^"ivl Pertkopen des Pentateuchs enthält. Wir finden hier neben kurzen, treffenden und z. T. äußerst originellen Bemerkungen, die zur Bekräftigung hergebrachter ober zur Begründung neuer Uebersetzunaen dienen, längere Darlegungen über dunkle Midraschstellen und gründliche, mit genauen Zitaten belegte Auseinandersetzungen zur Rechtfertigung schwieriger Worte der Weisen. Es dürften fich, gerade in diesen Wochen da wir wieder die hier behandelten nmD lesen, aus dem bargebotenen M iterial mancherlei Anregungen zu Behandlung bei niiaN-Borträgen und bergl. enmehmen lassen. — Der zweite Teil enthält schwierigere Söffe, er beschäftigt fich mit der Halacha und zwar vorzugsweise mit Materien aus dem erstenTalmud-Traktate. Die hier ebenen Erörterungen zeigen das Streben des Berassers, die Ergebnisse neuerer Handschristenfunde (z. B. er -fonn nun' *1 niODin) für das Verständnis des üfcaäääsa

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