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Der Israelit · 1907-09-12 · Heft 37 (12.9.1907) · page 10

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Journal
Der Israelit
Volume
48 (1907)
Issue
Heft 37 (12.9.1907)
Date
1907-09-12
Page
– (sequence 10)
Language
German
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s GS e 10. Rr.87. Der 1L SepteWer 1607. hohen ÄufMb^n gerecht zu werdm) bedarf der t der Mitwirkung -er weitesten jüdischen Kreise. Bor Allem gilt es, junge Leute zü vercinlqssch, daß sie der Helligen Sache widmen, und ein verdienstliches ck wäre eS für die jüdischen Ettern wie für -ie Leiter scher Lehranstalten, wenn fie ihre Söhne bezw. Zögdafür begeistern könnten. Gilt es doch stets in Zen Kressen als das erstrebenswerteste Ziel, eine bekleiden zu dürfen, und War/rsdoch Stolz .jüdischer Familien, einen der ihrigen fich in rtneigenütztger Weife dm '»333* widmen zu sehen. Nicht unerwähnt soll es bleibm, daß in der praktischen Ausübung einer solchen N18V seitens junäer Leute die ficheffte Gewähr für deren wittere jüdische LebenSMrung " wen werden datf: Wohl eignet fich nicht Jeder zur ibung des MöhelamteS, aber Jedem ist Gelegenheit Soten, .dm Berein in seinen Bestrebungen zu unter- Und so zur Förderung dieser niiUD beizutragen, chres bettrag ist so niedrig bemessen, daß der Hoff- NUNg Raum ^egeden werden darf, baß recht Biele dem Oeteiy ^Mitglieder bcitreten werdm. Wttch. 8. Sept. Das k. t Mnisterium des Innern hat.Mt auch den Schlaum Jeruscholajim-Berein Uttd dessen Stayittn gmehmigt, besten Gründer in einigen M eink Bmchnmlung hier einberufm werden. Die Vereine Schlaum Hoir, Tuw Jeruscholajim und rm Jeruscholajim sollen verbündet das Ziel ver- Waen, die philan hropischen Bestrebungen unserer ^Mtb.nsbrüder für Erez Jisroel zu leitm, wie eS die Rabbiner des heitigm Landes wünschen. Alle drei Vereine Achen in ihren Stcttuten die Erklärung ab, die „Chalukoh" Mfentttch svrvem^zu wollm. Während Schlaum Hoir Namentlich auf Handwerk und Industrien mit gleich- Mligem Betrieb des Talmudstudiums sein Augenmerk Ächtet, hat TuM Jeruscholajim fich die Gründung und AMrrpMunß von Talmud-Thoraschulen und Jeschiboth tz» Jemstholaim und in dm Kolonien und „Schlaum Jeruscholajim" djeFörderrmg der Kolonisation Upd die Errichtung vm Ackerbauschulm mit Talmudunterricht zur deren Aufgabe gemacht. Die drei Vereine werden Genehmigung auch beim ungarischen Ministerium ffuchen. fetzmslie«. Breustisch-Stargard, 8. Sept. Am vergangenm Sabbath hielt Herr Rabbiner Dr. Rosenthal, der Me bereits berichtet wurde, nach Berlin berufen ist, seine «bschiedSpredigt. Auch Angehörige anderer Konfessionen hatten fich in.der Synagoge eingefunden. Man merkte «S dem Redner an, wie schwer es ihm geworbm, von hier «t scheidm, und auch der Zuhörer bemächtigte fich ' rewegungi Nur ungern läßt ihn die Gemeinde rmd auch die christlichen Mitbürger bedauem dm zug des sehr beliebtm Rabbiners. R. Sie haben recht. Wo bei einem ikranken am Jom Kippur dem Pi gemäß Ernährung stattfindM muß, «npfiehlt eS fich entschieden, falls der Arzt es für zu- Mtg erklärt, an 'Stelle des sogmanntm Schiurhaltens die Rektalmethode anzuwenden. J? u<a inderecke. Die mvy niDcf 9er Engelsdiaren. Eine Agad ah. Bon Lehrer Max Sichel in Ober-Seemen. . Unser Erzvater Abraham wurde in seiner Äugend in Ur-Chaldäa von dem grausamen Rimrod in einen glühenden Ofen geworfen, weil H fich weigerte, ähnlich wie seine Zeitgenoffen, Dötzendienst zu treiben. Durch ein göttliches Wunder entging Abraham der großen Gefahr. Ganz unversehrt kam er wieder aus dem glühenden Ofen heraus. In diesem Augenblicke brachten die Engel ihrem Schöpfer für die ErrÄung Abrahams ihren Dank zum Ausdruck rttit den Worten: pv 'n nnK 7n3 Gelobt seist Du, Ewiger,' Schild Abrahams! Ws unser . Patriarch Isaak von seinem Vater aus -Ar Altar gebunden wurde, da hauchte ersterer seine SeÄe aus.' GM Wf .. . .. Jsäük wieder zum L^beu zchchck. Die Engel stimmten hierauf den Lobspruch an: Gelobt seist Du, Ewiger, Wiederbeleber der Toten! Als unser EWwter Jakob auf seiner Flucht vor Esau unter freiem Himmel übernachtete, hatte er ein merkwürdig^ Traumgesicht: Er erblickte Gott und feine Engel. Beim Erwachen „heiligte er den Namen Gottes" mit den Worten: ,Mie furchtbar ist dieser Ort! Dies ist nichts anderes als Gottes Haus, und hier die Pforte des Himmels!" — Begeistert riefen nun die Engel: * :tmpn Wl "'"tt"3 Gelobt seist Du, Ewiger, heiliger Gott! Als König Pharao den Joseph zum höchsten Fürsten des Landes ernannte, mußte er zuvor durch eine Prüfung den Beweis erbringen, ob er die siebzig Weltsprachen beherrsche. Der Engel Gabriel kam dem Joseph zu Hilfe, lehrte ihm die sämtlichen Sprachen, sodaß Hharao unbeanstandet dem Joseph die hohe Würde verlieh. Bon den Himmelshöhen herab ertönte alsdann der Lobspruch der Engel: Gelobt seist Du, Ewiger, Gewahrer der Erkenntnis! Als sich einst Reuben ein schweres Verbrechen zu schulden kommen ließ, verhängte Gott die Todesstrafe über ihn. Durch aufrichttge Reue und Buße erwirkte Reuben die Beseitigung des harten Beschlusses, sodaß er am Leben blieb, wie dies auch angedeutet ist in dem Schristvers: „Reuben lebe/ er sterbe nicht!" — Die Engel freuten sich, daß das Schicksal Reudens eine so glückliche Wendung nahm, und dankten ihrem Schöpfer mit den Worten: : .->3iVN3 nmn "'"n"3 Gelobst seist Du, Ewiger, der an Rückkehr sein Wohlgefallen hat! Als sich einst Juda schwer verging, empfand er bald Reue, indem er ein offenes Sündenbekenntnis ablegte.. Gott verzieh ihm daher. Die Engel stimmten hierauf den Lobspruch an: : na-iDn pan "'"n"3 Gelobt seist Du, Ewiger, Gnadenvoller, der viel verzeiht! Als einst die Aegypter das Leben unserer Ahnen verbitterten, da tröstete fie Gott mit den Worten: „Ich werde euch erlösen!" — Dankerfüllt sagten alsdann die Engel: :^ntona "'"tt"3 Gelobt seist Du, Ewiger, Erlöser Israels! Als Abraham infolge der Beschneidung große Schweden zu erdulden hatte, schickte im Gott den Engel Raphael, der ihn voy seiner „Krankheit heilte". Hierauf riefen die Engel: Hill KSn "'"tt"3 Gelobt seist Du, Ewiger, der die Kranken seines Volkes Israel heilt! Als sich Isaak im Orte Gerar, im Lande der Philister, aufhtelt, säete er daselbst und Gott beschied ihm das Glück, daß er in demselben Jahre das Maß hundertfach bekam So „segnete" ihn der Ewige: Bon den Himmelshshen herab ertönte hierauf der Lobspruch: :invn "p3D "'"n"3 Gelobt seist Du, Ewiger, der die Jahre segnet! Als einst Jakob, auch Israel genannt, mit seinenSöhnen nach Aegypten kam und fie dort als einiges „Volk Israel" „versammelt, während es vorher zerstreut waren, riefen die Engel dankerfüllt aus : :birw' lvp TTO ^3pv "<"tt"3 Gelobt seist Du, Ewiger, der die Zerstreuten seines Volkes Israel sammelt! Als den Israeliten die Thora gegeben wurde, ließ sie Gott ' u. a. die Worte vernehmen: «Dieses find die Rechte, die Du ihnen vorlegen sollst" — Hieran anschließend sagtendieEngel: :vSVM 3Mtt "'"tt"3 Gelobt seist Dü, Ewiger, Milde und Recht liebender Gott! Als die Aegypter die hartbedrängten Israeliten auf ihrer Flucht verfolgten, traf die Winde die Strafe Gottes, indem sie in das rote Meer versenkt wurden. Bei dieser Gelegenheit bedienten sich die Engel des Spruches: : ont JP33D1 ll'3'tt 33V "'"tt"3 Gelobt seist Du, Ewiger, der Feinde bricht und absichtliche Verbrecher demütigt! Als einst Gott dem Erzvater Jakob mitteilte, daß fgin Sohn Joseph beim Hinscheiden des geliebten Vaters seine Hände auf dessen Augen legen werde, freute sich Jakob, der „Gerechte", über diese Kunde und setzte großes- „Vertrauen" in die Verheißung Gottes. Nach dem Tode Jakobs ging dieselbe auch in Erfüllung. Die Engel dankten nun ihrem Schöpfer mit den Worten: :D,|pHi6 nasöi "'"tt«3 Gelobt seist Du, Ewiger, Stütze und Vertrauensquell den Gerechten! Als König Salomo den herrlichen Tempek hergeftellt hatte, fanden auch die Engel Wohlgefallen an diesem Bau. ' Freudig erregt riesen sie aus: : "'"k"3 Gelobt seist Du, Ewiger, Erbauer Jerusalems Als die Israeliten am Schilfmeer für ihre wunderbare Rettung dem Attgüttgen ein Loblied sangen, ließen die Engel den Segensspruch vernehmen : rnjnv pp mW» "^"tt"3 Gelobt seist Du, Ewiger, der das Horn der. Hilfe wachsen läßt! Als die Israeliten wegen ihrer großen Leiden in Aegypten schwer seufzten und in ihrer Not zu Gott flehten, da „erhört^ er ihr „Gebe^. Dankerfüllt ertönte aus den Himmelshöhen der Ruf: : rpsn z-mv "'"u"3 Gelobt seist Du, Ewiger, Gebet-Erhörer! Als Israel die heilige Wohnung hergeftellt^ ließ Gott seine Herrlichkeit dort thronen. Damit bekundete er seine „Gegenwart". — Hierauf stimmten die Engel den Lobspruch an: inrDV nnnbn "v/k"3 Gelobt seist Du, Ewiger, der Zion seine Gegenwart wiedergibt! Als Salomo die heilige Lade in den Tempel brachte, „dankte er und lobte den „Güttgen" — Im Anschluffe daran sagten die Engel: : rrnirp nw "jSi ffvv 3>ön "'"tt"3 , Gelobt seist Du, Ewiger, „Gütiges ist Deirr Name, und Dir gebührt Dankbekenntnis! Als die Israeliten in Palästina ihren. Einrug gehalten hatten, lebte ein jeder von ihnen „friedlich unter seinem Weinstocke und seinem Feigenbaum" und es beststttgte sich das Wort der heil. Schrift: „Ich werde eurem Lande Frieden geben." — Die Engel, welche an dem Wohlergehen Israels den innigsten Anteil nahmen^ riefen nachher freudig erregt aus: :vHv3 ^fcnvMDj; Ntt *p3Dn "'"tt"3 Gelobt seist Du, Ewiger, der sein Volk Israel mit Frieden segnet! MiiiMschkjchttn. >S zur te jeder SWS en ist, zu entam Mittwoch, «er in wrseren (Unseren Abonnenten steht diese Rubrik ko sügung. Mchtabonnenten haben Är.dre Aufna eine Gebühr von 1 Mk., dre gleiobzertig etmufr richten. Die Sendungen müssen immer spätest Vormittag vor dem Erscheinen der jeweiligen N Händen sein.) Verlobt: Rosa Hirsch mit Armin Pollak. Frankfurt a. M.-Wien. r. Oeborten: Eine Tochter: Adolf Neu (SalomütH, Frankfurt a. M. — Louis Rosenberg (BraunschwesK^ Frankflirt a. M. / , Bwrminrofeleni: Aron, Sohn des Herrn Mflfa: Steiner^ ErsekWbr. V : ^' . Verstörten: Simon Waklrrstei«, &t I.> Fr<mk^ H«t a. M.

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