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Der Israelit · 1907-08-22 · Heft 34 (22.8.1907) · page 14

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Journal
Der Israelit
Volume
48 (1907)
Issue
Heft 34 (22.8.1907)
Date
1907-08-22
Page
– (sequence 14)
Language
German
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derettWortlaut . nun vorttxgt. In 29. IM Hltiertey Befehl, heißt es: Hinblick aEchie zahlreichen Gesuche von chen Absolventen von Mittelschulen um. Ernis zum Aufenthalt in der Residenz zwecks ng für die Konkurreyzexamina an den schulen, teile ich den Herren Stadtteilspris zur' Nachgchtung mit, daß den zu erwähntm Zwecken eintrefkenoen Juden -der Aufenthalt ierelvsi für.öix Dauer von zwei Wochen vor der Konkurrenzprüfungen und >enr während der Prüfungen zu gestatten ist. Juden, bie das' Edamer;- nicht bestehest oder die aus irgend einem Grunde in keiner Hochschule Aufnahme finden, sind aus der Residenz auszuweifen. Oenviredter. Frankfurt a. M > 22. August. Die am Donnersmg der nächstes Woche stattfindende EiNw e i hung der ««erbauten S y'n a ao g e der „ISra elttischen Relig i o nÄL e s e kl schült^ wird fich nach folgendem r Wwsramm vollziehen. Nachmittags präzis 3 Uhr' findet tat Streife der Gemeinde der Abschiedsgottes- Le n st in fern pltcn_0Dä2n N'2 statt... Einleitend wird HÄ Bsaün 43 vörgetragen dann folgen das Rcinchagebet, Ne Rezitation von Psalm 132 und die Abschiedsrede durch Rabbiner Dr. Breuer. Darauf öffnet .der letztere Labe? die Thorarollen weA>en - vom Gynagogenee daraus entnommen mch den hierzu, bestimmten um Mergeven. Dabei trägt der Chor die beim Ausüblichen Gesänge » vor. ’ Während alsdann die _ Sger der TVorarollen die Synagoge verlasien, fingt der- Dpör fftte, worauf auch die Gemeinde» fich entfernt im dir Synagoge geschloffen wird. — ■ Die neue , Synagoge wird um 5^/. Uhr für die zur Feier Etn- . Imrdenm geöffnet. Die Ehrengäste wetten durch Festordner auf ihre Plätze geleitet. Die Träger der Thora- - rollen (Mitglieder der Verwaltung und der Baukommiffion) versammeln fich im Hörsaale der Synagoge. . Präzis 6V, Uhr beginnt der Chor mit dem Gesang von laiifl HD- Hierauf werden die Psalmen 122 u. 118 regiert Während des Vortrags des letzteren Psalms wird dteSynagogentür geöffnet. Der Rabbiner betritt den Ahnemor nah spricht die 3'*BDni 21VN fD*D - Es findet M einmaliger Umzug um dm Almemor durch den Rab- > . biner und die Träger der Thorarollen unter Borantritt I des Borbeters statt, wobei §U PiWin 'T MA ge- ' stmgm wird. Dann beginnt der Borbeter, der mit den Trägern der Thorarollen am Fuße der. Lade steht, in Gemeinschaft mit dem Chor die zum Einhebm gehörigen Gee. Die Thorarollen werbm in die Lade gestellt, der iner verschließt dieselbe und entzündet danach das , "ti- Der Chor fingt dev Psalm 30, woran fich die e»predigt schließt. Nach -er. Predigt sprich: der biner das Gebet für dm Landesvater und das Gebet die Gemeinde. Nach derm Beendigung fingt der Chor alm 111. Mit dem Gebet und dem Gesang Ws Psalms 15 J findet die Feier ihrm Abschluß. Abends folgt ein Festmahl größeren Stiles. Langenselbold. 15. August. In der Shnagogen- ' gemeinte Hüttengesäß, wo die Israel. Kinder die Mangel. Volksschule besuchen, erhält die dorttge israltt. Gemeinde seit diesem Jahre auf ein vom Synagogen - Heß eingseichtes Gesuch zu den Kosten von k für Religionsunterricht einen Zuschuß von 100 »Wohl nur 8 israelit. Kinder vorhanden find. — eichen seiner Liebe zur altm Heimat spm bete Herr Strauß zu NewIork zum Erweiterungsbau lgm Synagoge 1000 Mark. Berti», 16. Aug. Bei dem Eisenbahnunglück in btt Nähe von Gnesen (Posen) in der vorigm Woche, bei wüchem mehrere rusfische Judm verunglückten, kam auch ter Redakteur der Petersburger zionistischen Zeitschrift „RaSwiel", Mösts Zeitlin, ums Levm. Derselbe stand erst im 35. Lebensjahre und war im Begriffe als Delegterter zum Haager Kongreß zu reism. Am i. August wurde er unter außerordentlicher Teilnahme seiner Ge- ' fimumgsgenosien auf dem jüdischen Friedhof zu Weißen- ' see beerdigt. t - Aus der Provinz Posen, 17. August. Eine rechte Zwergschule ist die jüdische Bolksule in Zerrow. Monatelang hatte der dorttge et nur einen einzigen Schültt zu unterrichten. Gegeng ist die Schülerzahl wieder auf 4 gestiegen. Es "hmend anerkannt werden, daß die jüdische Gern Zerkow, die doch nur wmige Mitglieder zählt ' «ch auch nicht besonders leistungsfähig ist, gern die . sthweren Opfer bringt, um die Selbständigkeit ihrer e zu erhalten. Wie ganz anders dmken und handeln, e kleineren Gemeinden in unserer Provinz! — „ ruchloser Hand find kürzlich auf dem jüdischen Fried- ^.Hlffe in Rog owo etwa 20 Grabsteine umgeworfm und ^Zertrümmert worden. Als Täter wurden 4 Schulknaben rWMtzelt. ' Gydtknhne«, 20. Aug. Am 15. August wurde der ^34 jährige Agmt Mendel Neumann, der für eine hiesige .a tätig war, in Severskaja (Gouv. Tscherntgow) von Revolutionären seintt Barschaft von 420 Rubeln eaiSt und auf seine Gegenwehr von dm Banditen schossen. Die Mörder find entkommen. Gemeinde kannte Dank dtt 'BmMvngm des HrrrnBovstehers -Scheuer vor kurzem die Einweihung eiNtt-Dv MIN begehen. Herr Leiter Spier hatte die Leitung dtt Synagogmfettt am?N2V übernommen. Am anderen -Tag traf btt Rabbiner beS Vereins für die Mischen Interessen des Rheinlands hier ein und hielt nach dem . Minchagebet eine Ansprache, der der Gedame zu Grunde lag, daß die Konsequenz der Einweihungsftter in dtt Befolgung dtt Gesetze dtt Thora bestehen müßen. Amsterdam, 15, August. Ein Amsterdamer Leser schreibt uns: In dem Artikel „Bor 25 Jahren" in Ar. 30 Ihres Blattes gemachte Angabe, Moritz Scharf, der Hauptzeuge im Tisza-Eszlarer Prozeß, sei 1896 als Diamantschleifer in AmstttögM gestorben, ist nicht richtig. Der Genannte hat fich erst vor einigest Wochen hier verhenatet. Er ist auch nicht als Diamantschleifer, sondern, in einem änderen Fach der Diamantmdustrie tätig. Er ist' ein streng gesetzestreuer Jude.geworden. Die Esther Solomosh — so Märt er mir^ . hat er. nie gekannt und' war nur durch Einschüchteeungen artzd. Versprechungen zu seintt Aussage vttkettet worden.- Moritz Schärf war voriges Jahr in Budapest beim Begräbnis feines Vaters anwesend, und tesuchte dort auch' den rühmlichst bekannten Verteidiger der im TiSza-Eszlarer Prozeß angeklagteN Juden, Karl EötvöS. / Mtzlbonrve, 23. Juni. Eine furchtbare Bluttat Versetzte vor einigen Tagen die.Stadt in Aufregung.. Der bekannte Diamantenhändler B. Bauer, Teilhaber,der bedeutendsten Firma Schäumer ör Bauer, die tn gaNzAusträ'- afien Geschäftsverbindungen unterhält, wurde in seinem -Kontor von Räubern .ernwrdet. Die Verbrecher trafen ihr Opfer, gerade n dem Augenblick, als er damit beschäftigt wat, auf seinem Tische Edelsteine zu wiegen. Bauer war gebürtig aus. der heffischen Residenz Darm- 'stadt. .. pekrovalie«. Frankfurt a. M., 17. August. Herr Simon Uu n a feierte dieser Tage sein 25 jähriges Jubiläum als Lehrer der israelitischen Religionsschule. Der Direktor Rabb. Dr. Horovitz beglückwünschte Herrn . Unna ■ im Namen der Schüler und des Lehrerkollegiums und überbrachte . ein Glückwunschschreiben des Kuratoriums. Die Besucher seiner Lehrvorträge und seine zahlreichen Freunde nehmen lebhaften Anteil an dem Jubiläum des vnehrten Mannes, der seit Jahren auch als tost rp^ mit vorbildlicher Hingebung wirtt. Kattowitz, 6. August. Herr Rabbiner Dr. Cohn hat vom Protektor des Verbandes schlefischer Tierschutz- Vereine, dem Staatsminister und Obttpräfidenten Grafen Zedlitz, die vom Kommerzienrat Bartsch zu Stttegau ge- - stiftete Bttvandsmedaille, die Herrn Dr. Cohn wegen feiner Verdienste um die Humanität und das Tierschutzwesen auf dem BerbandStage in Camenz (Schlefien) am 25. Mai o. I. zuerkannt wurde, mit einer herzlichen Zuschrift übermittelt erhalten. Herr Dr. Cohn ist der Borfitzmce des' Kattowitzer Tierschutzverems. Pose«, 12. August. In aller Sttlle ist das g o l - bene Ehejubiläum deS Herrn Rabbiner Dr. Feilchenfeld und seintt Gattin vorübergegangen. Erst durch das Eintteffen ter nächsten Angehörigen wurde man auf den Ehrentag aufmerksam gemacht. So war es dtt Wunsch der allverehrten Jubtlare gewesen. Drrevüvi Q1D' yn- - Grmershausen, 13. August. Am vergangenen Samstag beging die hiefige jüdische Gemeinde das 25jährige Dtenstjubtläum ihres Lehrtts David Kissing e r. Die jüdische wie auch die polittsche Gemeinde ehrten den Jubilar durch Veranstaltung einer schönen Fettt. Kitzingen, 18. August. Unter allgemeiner Antetluahme wurde hier der im Alter von 36 Jahren allzufrüh dahin gegangene Weinhändler Nathan Oppenheimer n"V zu Grabe getragen. Derselbe zeichnete sich durch religiösen Sinn und Lebenswandel aus und hatte stets offene Hand und Herz für alle jüdischen Zwecke und Angelegenheiten. Die große Beteiligung am Begräbniffe legte Zeugnis ab für die persönliche Beliebtheit deS Verblichenen. rn"2&rv Wien, 14. August. Bor kurzem ist hier Herr Simon Austerlitz^, einer dtt ältesten Vorstandsmitglieder der Schiffschul, von hinnen gegangen. An der Bahre schilderten Herr Rabbintt Joseph Sofer, Herr Dajan Baumgartntt und Herr Fränkel die großen Verdienste, die fich der Verstorbene in seinem von tVüD und QvaitD nvffyo erfüllten Leben um pny/in erworben hat. Neutra, (Ungarn), 10. August. Im Alter von 65 fahren wurde hier der bekannte Gelehrte Bernhard tnk zu Grabe getragen. Dtt Heimgegangene war ein Sohn deS ehemaligen Nagh-Tapolzsaner Oberrabbiner und erwarb fich schon in früher Jugend eine große Gelehrsamkeit auf dem Gebiete der Thorawiffenfchast. Seine große Liebe zur hebräischen -Spräche irieb ihn bald auch zu den Werken des Jbn Ganch, Chajugg, Kimchi und anderer Gromatiker. Und ton diesen gelangte ex zu den jüdischen Religiosphilosovhen der spanischen Pttiobe, mit denen er fich eingehend beschäftigte. Trotz seines großen Wissens auf talmudischem Gebiet bekleidete er nie eine Ravbvlttstelle, sondern benutzte als Kaufmann feine ganze zum Sr udtum ter Daneben stellte er feine Einsicht. Wk». seine inden Dsenst unstter.Gemeinde, namenülch l Wesens. 7. ' Palünka (Ungarn), 11. August; Die. hiesige Gemeinde hat heute zum Nachfolger oes. settgen R. Menaem Deutsch ^k, .der fünfzig Zqhre bsts hiesige abbinat verwaltete, Herrn Rabbiner Dr. Benno Fischer, gewählt. - London, 16, Aug. Lord S w ay 1 h l i n g nahm in der vns angenen Woche seinen Sitz iM O verhuuse ein. Er wurde von den Lords Tweebmoudt und Aberdare eingeführt. Zpkrchraal. Geehrter Herr Redakteut! Die diesjährigen M a n ö v e r werden Anfangs September stattstnden, also zur Zett unserer D'o'iU. D®'- §ch möchte mir daher an die - Herrm Rabbiner.die itte erlauben, soweit es roch nicht geschehen ist, doch ohne Verzug an die -Militärkommandos das Ersuchen um möglichste. Beurlaubung ' der jüdischen Soldaten. un, den Feiertagen zu richten. Gar oft kann diesem Ersuchen' von den Militärbehörden nur deswegen nicht entsprochen wttden, weil die Eingabe nicht frühzeitig genug.gemacht worden find. . , . Gleichzeitig nehme, ich Beranlaffung, .auch die leider, leider so sehr im Argen liegende Versorgung der Soldaten mit ritueller Kost in der Garnison drmgend m Erinnerung zu bringen.. ES kam» doch nicht unmöglich sein, die Mitglieder ter. Gemeinden .inGarnisonsstädten zur Entrichtung der. dazu erforüetltchön. Beittäg'e zu veranlassen. Daß es möglich ist, beweist daS Vorhandensein htt. Institution in einer Reihe von Städten. Es bedarf also nur der entschiedenen Jntttattve maßgebender PerfvnlKhkeiten E. L. Sabbat-Anfang u. Ausgang. ^2 OBT: Anfang Datum Ausgang UhrlMin. 1907 5667 UhrlMin. S4.Aug. 14. Elul Fra»kk«rt a. M 6 50 8 15 Berli« .... — — 8 0-2 München . . a 6 45 7 52 Stratzburg . 6 30 8 10 Posen .... — .— 7 48 Bresla» . . . — — 7 42 Nürnberg — — 7 57 Stuttgart. . 7 00 8 03 Prag. .... 7 15 7 45 5amMennachttchte«. (Unseren Abonnenten steht diese Rubrik kostenlos zur Verfügung. Nichtabonnentm haben für die Aufnahme jeder Notiz eine Gebühr von 1 Mk., die gleichzeittg einzulenden ist, »u entrichten. Die Sendungen müssen immer spätestens am Mittwoch, Vormittag vor dem Erscheinen der jeweiligen Nummer in unstten Händen sein.) Vermählt: Richard Höxter mit Fanny geb. Boden« heimer, Franksutt a. M. — Emil Carlebach mit Fanny geb. Carlebach Frankfurt a. M. — Sally Fürth mit Helene geb. Altmann» Frankfurt a. M. Gebürten: Ein Sohn: Adolf David, Frankfurt a. M. Barmliwohfelern: Jakob, Sohn des Herrn Lehrer Ehren reich, Langenselbold. Für den Reklameteil ist die Redaktion nicht verant« wörtlich; inSdefoWdere ist es ausschließlich Sache der Leser, die tat Rettataeteil enthaltenen Empfehlungen ritueller Ware« oder sonstige Angaden religionSgesetzliche« Charakters ans ihre ZnverlSffigkeit zn prüfe«. Kaiser Friedpich Quelle SS4L) - Offenbaeh a. M. —:- ,Ge{en «lebt a. Bhenantlsnu bewMa>t.‘ Sehen Sie, meine Herren, ich bin daß ich heute sterbenskrank wäre, hätte u gestern, als ich in die Schneespalte fiel und ers nach drei Stundm wieder, heraus kam. nicht eine Schachtel Fah - echte Soten« Mineraltrstillen Lei mir gehabt. Ich Hab die ganze chachtel aufgebrauchk, bas ist wahr, aber ich bin dafür auch ohne Erkälmnä davongekomme.l und das ist doch die Hauptsache. Lernen Ske an memtt Erfahrung und versäumen Sie nie, FayS ächte Sodener zum Reisegepäck und in den Rucksack zu stecken. Die Schachtel kostet 85 Pfg. und.ist überall tthältlich.

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