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Der Israelit · 1907-07-18 · Heft 29 (18.7.1907) · page 10

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Journal
Der Israelit
Volume
48 (1907)
Issue
Heft 29 (18.7.1907)
Date
1907-07-18
Page
– (sequence 10)
Language
German
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djeWart i Hera 51s Eine imcrariscbe Tälscbuna? (Fortsetzung.) Nach den bisher ans Grund von Friedl. Einleitung gemachten Mitteilungen und meinen Bemerkungen dazu ist eigentlich ein weiteres Eingehen aus die Ausgabe so lange überflüssig, als wir nicht über die Herkunft des Werkes glaubwürdige Angaben erhalten. Der Herr Soliman Benvenisti, Besitzer der '„Kamea", (Wohnort unbekannt) scheint eine mystische Persönlichkeit zu sein. Mir schreibt ein Herr aus Smyrna Raphael Cosi (in Hamburg wohnhaft), daß heutzutage*) der Name Soliman bei Juden überhaupt nicht vorkommt, nur bei Muhamedanern und den sogen. 0-2-0«D d. i. „der Sekte in Saloniki, die von Juden stammt und zum Muhamedismus übergetreten ist" (Sabbathianer). Wir werden auch einen untrüglichen Prüfstein der Echtheit jener Edition erhalten. Als ich nämlich hörte, daß in Cambridge Fragmente eines Jeruschalmi sich befinden, schrieb ich an Prof. Abrahams dort, der mir berichtete, daß dieselben auf Veranlassung von Prof. Schechter in Newyork photographiert seien, der die Photographien in Händen habe. Anderweitig hörte ich, daß dieselben zum Drucke vorbereitet werden oder sich gar schon unter der Preffe befinden. Man wird also Gelegenheit haben, Vergleiche anzustellen. Dennoch möchte ich aus Einiges aufmerksam machen. — Fr. gibt zwar nicht ausdrücklich an, aus welchem Lande die Handschrift, welche er benutzte (?), stammt, aber nach seinen Angaben kann allein an Spanien gedacht werden. Der Schreiber -2lb-22b« '1 pjdi- 12 pnx-, derjenige, für den sie geschrieben wird pn-Cpi -1^1, sie ist später in Händen von DH2« '11 1^1, der sie von K2lbi£i2Ö 121212 IttW jll hatte: also alles zwingt an Spanien zu denken, und die Handschrift stammt aus dem Jahre 2"ypnn, und eine Handschrift, die in der Zeit von verschiedenen anderen 0-12101 D-p-110 o-i£D «2p1l m«1D122 kopiert wurde, sollte dem damals lebenden Rambam, der seine schriftstellerische Tätigkeit y"pnn beginnt **), ganz unbekannt geblieben sein? Gerade an Ramban zu denken veranlaßt folgendes: Bisher kannte man als Quelle für 1221 10-yv bei non mon nur 2"rQ***) (Sttnr. II 35d ed. Wilna s. u. 110 gibt als Quelle auch mn7«tP an, dort ist aber nichts zu finden), und auch wo 2","Q nicht ausdrücklich als Quelle angegeben ist, z. B. 72*0, *) Daß der Name früher wohl gebräuchlich war, ist u. A. zu ersehen aus vIVO 122 'D von Mose Jbn Chabib. Fol. 139d. **) Siehe Juchafin. ***) Die verschiedenen Lesearten werden behandelt im Kommentar zu Wehishir ll, pag. 80 '\j ni«- -moit «np-D£, kann man bemerken, daß 2"12 die Quelle ist. Nirgends ist angegeben, daß der pi aus Jeruscha mi stammt. Nun findet HerrFr. diesen pi, nur daß 1221 ny-ip nicht nötig ist, in seiner spanischen Jeruschalmihandschrift aus dem 13. Jahrhundert, auch die Geschichte, die 2"12 anführtauch den Zusatz, der in 2"m nicht, nur in bl2V« und p"«i als Erklärung für das Fehlen der HO gegeben wird, 11-nyi dj?2 nono «-n 1^1721 npnr ,1101 03712 122 (:«o ni2i2) yi2 um? i£-Ö 12, hat er in seinem Jeruschalmi :plbl2 pll 72 i-n2)T2i «ni-n! Abgeseheir davon, daß 2",12 von dieser Begründung nichts weiß, Sl2tr« und p'2«7 sie als eigene Begründung angeben auf Grund der Talmud stelle «"d 11212auch abgesehen davon, daß das '121 «ni-n pi*?l2 so verdächtig anklingt an das in b. Chulin vorkommende ir6 n-« Tn «n-12 -i-n -21 h-, präge ich: Ist es denkbar, daß der zu jener Zeit in Spanien lebende Rambam niemals davon etwas gehört hat, daß er sich soweit versteigen konnte vom pi des 2"12 zu sagen 171*022 -121 1W). Er kennt es nur aus a"i2, und während es in den in seinem Lande geschriebenen und mehrfach vorhandenen Jeruschalmihandschriften vorkommt, sollte er nicht einmal vom Hörensagen etwas davon vernommen haben! Und es gilt doch hier nicht einmal einer Nn-2tP «71 «nV-D. Ist das nicht in hohem Grade unwahrscheinlich? Und andererseits kann ich eine ausdrücklich als -oVbhangeführte Stelle, die zur ersten 12tro des 2. p*?in pi£ gehört, in diesem -öWhnicht finden. Mir scheint, daß gerade Stellen, die anderweitig als -ObVliangeführt werden, als Beweise für die Echtheit dienen müßten. In dem der Warschan-Wilnaer Ausgabe des o"20i beigedruckten o/yO zu iD-nw 112*71 I. 9 if7i Drmrn P2rr lese ich folgendes: 12-21 1*7 1210 £-1ttH «1112 *-0*?tril-2 -n-B1 «121J? «1.110 «2nx «11,i ’op ^«tro1? -n«i -20-0 -ini *<211 11-nm1? V'« nam« -ko2? n-b io«i;22io «*? n«i -«in niV2 11-0 nto-ntr *7"« n-b-2- «bi ♦D-1pB'« .12-12:^ 0112*0 "jb-«1 *«20 (?) p12n Diese Stelle habe ich im Fr.'schen -0*7211nicht gesunden, dagegen fiel mir 7a sehr auf mi- -21 11-12 1-b 1-«. Wo findet man im Jeruschalmi den Ausdruck .11-12? (Die einzige Stelle Jeruschalmi Schekalim 6, 5, fol. 50, col. 2 ed. Krotoschin, in der ni'12 vorkommt, gilt ja als Interpolation aus Babli Juma 55b, wofür auch die Sprache zeugt). Fol. 4b pil^b «20 -21 10« -21p.. Dieser Ausdruck kommt im Jeruschalmi nirgends vor. In o-2-y i£- zu n2tr fol. 60a sind die Stellen zusammengestellt (ein paar Druckfehler sind zu berichtigen)- man findet Pea 18c und Erubin 23 col. 2 pnxb 1*7 11£, Terumoth 44b "21V *01 piisb, Maaßer Scheni 53d no«i*« s-il-eb,Bikkurim 64d wie Terumoth, ebenso Gittin 48a, Kidduschin 62b wie Pea, Horajoth 47c pii-r*7, Terumoth 44c b Ketuboth 27b, aber nirgends -21p pll-O* Atachdem ich soviel aus meinen Notizen zusammengestellt, erhielt ich in Folge eines Briefes, welchen ich nach Brest Litewski gerichtet und der auch Herrn Wolf Rabinowitsch zu Gesichte kam, von diesem eine Karte und später auch das erste Heft einer neu erscheinenden Zeitschrift .121-1, in welcher ein Aufsatz des Herrn R. veröffentlicht ist, in dem er, der ein großes 11 «-p2 und kritischen Sinn besitzt, über den Friedländer'schen Jeruschalmi sich verbreitet. Aus diesem Aufsatze werde ich demnächst 2"?2 das Nötige Mitteilen. Ich bemerke noch, was R. ganz unbekannt ist, daß die i2ti?o, die Fr. abdruckt, jedenfalls nicht die Jerusalemische ist, was sich aus dev Vergleichung mit der «21370 -221 «1-1210 Cambridge 1883 ergibt und auch l"D2 durch Beispiele bewiesen werden wird. R. (Fortsetzung folgt.) * * * Herr Friedländer sendet uns zu den beiden ersten Artikeln unseres Mitarbeiters folgende Erwiderung, die wir auf ausdrücklichen Wunsch des letzteren unverändert und ohne Streichung der beleidigenden Stellen zum Abdruck bringen. Herr Friedländer behauptet in einem hebräischen Begleitschreiben, er habe diese Erwiderung durch einen Schüler schreiben lassen. Ich wurde von mehreren Freunden und Bekannten auf eine Reccensron in Nr. 25 Ihres gesch. Blattes aufmerksam gemacht, welche Maß- und Beispiellose Ausfälle sowoll gegen meine eigene Person, wie gegen das von mir heraus gegebene Werk, Talmud Jeruschalmi, enthält. Als ich endlich das Blatt vor Augen bekam, und einige Zeilen darin las, wußte ich nicht, wen ich zuerst bewundern sollte, den Reccensant, welcher in Klatscherei nvy und jnp fwb so eine Kunstfertigkeit bewies, daß Sie einer Marktfrau niedrigster Stufe zu Ehren gereichen würde, 0 oder Sie g. Herr Redacteur, daß Sie die Spalten Ihres Blattes für solche Schmähungen hingeben. Wahrlich «1l2Dnb -p2Wx) Für obige Qualifikationen danke ich nach Gebühr. Schade nur für Herrn Fr., daß er vergessen hat, sie auch nur einigermaßen zu begründen. Es handelte sich einfach darum, festzustellen, wer der Herausgeber des auf so wunderbare Weise — ein Zeichen des nahenden Messias — O2 "1112 VOO 1V« npisi' «Tb i2iw- 1211p -d ni«n «-m 12b Ib2b2i2 nib2lb 12p12 1-tfO orakelt Herr Fr., — ans Tageslicht gekommenen Jeruschalmi ist und was er geleistet, um zu einem richtigen Urteil über die Glaubwürdigkeit deS erzählten Wunders und die Vertrauenswürdigkeit deS Berfaffers zu kommen. Und nur das allernötigste ist gesagt und zitiert. Daß es nicht günstiger lautet, ist ja jedenfalls nicht die Schuld des Schreibers dieser Zeilen. R.

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