Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 48 (1907)
- Issue
- Heft 27 (4.7.1907)
- Date
- 1907-07-04
- Page
- – (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 93% known words query
- IRI
…/2446951-2449244-2449272--63611-2506165- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
dje Wart Eine IMerarischr Mscdung? (Fortsetzung).; Herr Fr. setzt seine Erzählung folgendermaßen fort. Die zwei — famosen — Briefe hatte er seinem Bruder zurückgesandt (eine Antwort auf die vor der Hand liegende Frage, weshalb er das getan und sogar, ehe er dieselben irgeno jemand gezeigt, gibt er wohlweislich nicht!) mit der Bitte, nach der Handschrift, die ja R. Josua und R. Mose Benvenisti besessen haben ('?), zu suchen. Am KD^n rvnmn'fi 's dv habe er von seinem Bruder Bericht erhalten, daß seine Nachforschungen und die des Gelehrten!2"D 'mp apjr— ein neuer unbekannter, unkontrollierbarer Zeuge — trotz angewandter Mühe vergeblich gewesen seien. (Ich bemerke in Paranthese, daß die Gelehrtenfamilie 'mp mit 1 am Ende, nicht wie Fr schreibt, mit' zeichnet.) Die Rabbiner von Smyrna, Saloniki und andern Orten sagten — nr*> nri ühaw n?1? nt D*y?öö — daß sie auch etwas darüber gehört hätten, aber dennoch wußte Niemand etwas Näheres zu sagen und so gebe er die Nachforschungen als nutzlos aus. Fr. aber habe in seinem heiligen Eifer für diese so wichtige Sache die Hoffnung nicht aufgeben und seinen Bruder dringend gebeten, weiter zu suchen. Und in der Tat, am Schebuoth hat er von seinem Bruder einen hoffnungsvolleren Brief erhalten. Er habe nämlich erfahren, daß in den Städten und Dörfern zwischen Adrianopel und Konstantinopel Nachkommen der Benvenistis wohnen, die im Besitze großer auf Pergament geschriebener Amulette seien, die sie von ihren großen Vorfahren geerbt und die in Wahrheit wichtige Handschriften darstellen. Er und sein Freund Jacob Kubi seien mit Lebensgefahr von Stadt zu Stadt, von Dorf zu Dorf gewandert, stets nach Abkömmlingen der Familie Benvenisti forschend — im Geheimen, damit die dortigen Rabbiner es nicht merkten, denn fiele die Handschrift in die Hand der Rabbiner, dann wäre es schwer, sie herauszubekommen — bis sie endlich erfuhren, daß das größte Amulett im Besitze des reichen Mannes NL'2222 prv'vlv sei — wo dieser Herr eigentlich wohnt, ist Herr Fr. so vorsichtig, nicht an zugeben — bei dem sie es auch fanden. Es ergab sich, daß es enthielt 5 Blätter von Horajoth, von Seder Kodaschim bis zur Mitte des zweiten Perek von Erachin. Es sei überflüssig zu erzählen, auf welch listige Weise sie die Handschrift von diesem „Dorfbewohner" erhielten. Genug, er ließ ihnen die Handschrift für ein halbes Jahr und so habe er, Friedländer, am 28. Kislew 5662 die Handschrift erhalten. Vier Monate lang habe er sich *) Auf Wunsch des Verfassers teilen wir mit» daß diese Ueberschrist von uns gewählt worden ist. D. Red. bemüht, dieselbe zu kopieren — auf dem Titelblatt schreibt der Herr D r. Friedländer „k o u - p i er-1" —doch alle Mühe war vergeblich wegen der Unlesbarkeit der Handschrift. Endlich sei es ihm dennoch gelungen, im Laufe der folgenden rwei Monate vom Traktate Chulin bis zur Hälfte des achten Perek zu kopieren, da war der Termin gekommen, an welchem die Handschrift zurückgesandt werden mußte. Mit großer Mühe und Geldopfern hat sein Bruder die Handschrift noch für ein halbes Jahr geliehen erhalten, sodaß er, Fr., Gelegenheit hatte, sie zu kopieren. Aber wie? Wegen der Kürze der Zeit habe er das nur stenographisch nmron rvn'no yp| hy h 'rvirjn nvnn rnstrn pa arron (psK-owyfcD) nmnrn ir\üb nrb v'ipi d':d'd tun können und später habe er aus dem Stenogrammeine gehörige Handschrift anaefertigt, trotzdem er im Laufe der Zeit die Zeuhen vielfach vergessen und sein eigenes Stenogramm nicht lesen konnte. Ergibt nun auch eine Beschreibung des Manuskripts und findet — richtiger wohl erfindet — sogar den Namen des Kopisten rpv "O pns\ den Namen desjenigen, für den die Handschrift kopiert ist'.. r.. prrr ">ir omn und das Datum D'sha jepk non nv1? d'O' .... '£ aViv nK'-o1? mjntm dwi mms yrro [p'nyrA '-wstc 'vi ab nvnnK mitr], und bittet die Gelehrten, Untersuchungen nach dem Schreiben und demjenigen, für den das Manuskript geschrieben ist, anzustellen, wofür er, Fr., ewig dankbar sein werde! Mit solch einer Erzählung will Herr Fr. Glauben finden! Und es handelt sich hier nicht um irgend ein Manuskript von untergeordneter Bedeutung, es handelt sich um Jeruschalmi Seder Kodaschim, einen Teil der ns mirv Oder soll etwa die Persönlichkeit des Herrn Fr. für die Echtheit der Handschrift bürgen, sodaß eres gar nicht für nötig achtete, die famosen Briefe und die Handschrift glaubwürdigen Männern zu zeigen — und in Waitzen, wo er damals lebte, hatte er ja reichlich Gelegenheit dazu —, die für deren Echtheit zeugen würden?! Herr Fr. sucht sich mit seinem unbekannten Bruder und dem famosen Jacob Kubi zu decken, denen er, wie er schreibt, die Geschichte dieses Fundes verdankt und die ihm auch versprochen hätten, ihrerseits seine Angaben zu bestätigen und nähere Mitteilungen zu machen, die er jedoch 'noch nicht erhalten habe. Die Drucklegung habe er jedoch nicht aufschieben wollen und er werde im zweiten Teile noch Supplemente — — zu dieser Geschichte geben. Scheinbar naiv fügt er hinzu, daß die Herren vielleicht warten, bis die Handschrift verkauft sein werde und sie für ihre Mühe und Aufopferung Lohn ernten werden. Schon seien Käufer für die Handschrift vorhanden, wahrscheinlich wird dieselbe in den Besitz der Bibliothek des Seminars in New - Aork, an dessen Spitze Prof. Sch echter steht, übergehen. Wer wird eigentlich die Handschrift verkaufen? Fr. hat ja erzählt, daß sie das Manuskript von dem reichen Soliman nur leihweise erhalten haben und der reiche Soliman wird doch wohl das kostbare Familienerbftück, noch dazu ein Amulett, nicht verkaufen. — Herr Fr. scheint überhaupt manchmal etwas vergeßlich zu sein. Er erzählt, daß während der Umschrift des Manuskriptes aus seinem Stenogramm ihm manchmal der Gedanke gekommen sei, daß allein vorliege das Werk eines alten Decisors aus der Zeit der Geonim nach Art der Scheltoth, und auf der folgenden Seite berichtet er bei Beschreibung der Handschrift, daß vor jedem Perek die Mischnah des ganzen Perek wie in der Londoner Handschrift, in den Venediger, Krakauer und Krotoschiner Drucken geschrieben ist, daß die zu jedem Perek in verteilt ist in Uebereinstimmung mit den mr^n der Mischna. Wenn dem so ist, wie konnte Fr. auch nur auf den Gedanken kommen, es liege hier vor pDl£ nOTKtpn -i"y mvion pro pcip! Fr. erzählt, er habe infolge der in Rußland herrschenden Unruhen sich nicht dorthin wegen N1V£O,"> gewandthat er ganz vergessen, daß er dieserhalb an den Gaon Rabbi Chäjim Soloweitzig nach Brisk geschrieben, auch einzelne Blätter gesandt, aber keine Antwort erhielt, weil man eben der Sache nicht vertraute? Erinnert er sich nicht, daß er auch dem Verfasser von□'Wnv nana, Rabbi Ber Ratner in Wilna, Druckbogen gesandt und ihn ersuchte, ihm über den Jeruschalmi etwas zu schreiben. Das hat Ratner allerdings nicht getan, aber wie er mir vor wenigen Tagen schrieb, ist er in Betreff der Echtheit der Edition durchaus meiner Meinung und wird binnen kurzem darüber eine Abhandlung veröffentlichen. R. (Fortsetzung folgt.- Ist Sbylock ein Me? Ein Borrrag von Rabbiner Dr. Ä. Cohn in Bafel. (Fortsetzung.) Und nicht nur hierin, sondern auch in der allgemeinen Tendenz und in dem wahrscheinlichen Grundgedanken des Stückes hat uns der Dichter vollkommen llnrecht getan. Ich muß hierbei einen Augenblick verweilen. Ich weiß nicht, ob es ein Vorzug oder ein Nachteil des Stückes ist, daß so viele verschiedene Ansichten über die Grundidee desselben ausgesprochen werden konnten, ob ein Vorzug, da es ein Zeichen ist für seinen Reichtum an Gedanken, oder ein Nachteil, da es doch wohl ein Zeichen ntangelnder Klarheit ist. Einige Erklärer meinen, die Tendenz des K Freur steller der F lich vk das E nisvol Ahnu: ausse§ Basscn zwing Not c D' sucht Dichte Menfi der ei gleich« in SI Götze: Allein darun übertr völlig lich p wissen 1604 täten 1 Pf: Wgar scheinl richtig Stück „sum: Recht der P einen hätte verhäi zieht das fi Bäte: die T herum Pollzi höchst Prinz gegem gipfek wegt. drücke des £ Milde Wie Tendi schwel Wohe derB unser« und j von ( scmdei Sünd E er Sl tigen viellei Mitte nahm arbeii besitze Werks auf, ' Haufi hört Abenl den ( und diesen Jude selbst den $ Sym Conc und -geistli