Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 48 (1907)
- Issue
- Heft 15 (11.4.1907)
- Date
- 1907-04-11
- Page
- – (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 96% known words query
- IRI
…/2446951-2449244-2449260--63390-2505932- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
No. 15. 11. April 1907 Der JSraeltt. Seite 9. Itchen Dekretes heißt es: „Mit der Bemerkung, daß in diesem Gastgewerbe Speisen uns Getränke nur an jüdische Religionsgenossen verabreicht werden dürfen." Herr Weisz hat gegen die ungeheuerliche Klausel sofort protestiert, ist aber beschwichtigt worden, indem ihm versichert wurde, daß dieselbe nicht die befürchteten üblen Folgen haben werde, und hat daraufhin die Urkunde behalten. ,Jn Wirklichkeit hat sich jedoch der mit dem Geiste der Gesetze ganz unvereinbare Passus, wenn auch erst ipäterbin, als ein wahres Kukuksei er.viesenso oft man dem Manne darauf kommt, daß er an Nichtjuden Nahrungsmittel verkauft, wird er bestraft und immer härter bestraft. Was sich der Bezirksh mptmann, dem die Welt die erste und einzige, ganz ausschließlich zum Gebrauche für Juden behördlich konzessionierte Speiseanstalt der ganzen Erde verdankt, bei der Abfassung der Urkunde gedacht hat, wird nie ein Sterblicher ergründen, dafür liegt nur umso deutlicher zutage woran er nicht gedacht hat. Er kann nicht daran gedacht haben, daß den Christen das Recht zusteht, wo und wie und was ihnen belirbt zu essen und zu trinken, daß der christliche Gastwirt dem Israeliten auch jede nichtrituelle Speise ohne Weit res vorsetzen darf, obwohl die jüdische Religion deren Genuß verbietet, und daß, da es nicht angeht, Gäste, die einen Speisesaal betreten, zum Nachweise ihrer Konfession zu Verhalten und der Gastwirt so wenig wie jede andere nichtamtliche Person einen solchen zu fordern berechtigt ist, es leicht Vorkommen kann, daß Leute, die wie Juden aussehen, ihre Taufscheine in den Taschen haben, und wieder andere, die sofort auf Christen raten ließen, strengreligiöse Israeliten sindman würde übrigens auch Unrecht tun, wenn man annehnlen wollte, daß er daran gedacht hat, daß dieser Passus, der eine offene Ungesetzlichlichkeit bedeutet, je Gesetzeskraft erlangt. Da es ausgeschlossen ist, daß auch die höhere Instanz sich werde blamieren wollen, wird die erste EU usna hm s -Gastwirtschaft für Juden jedenfalls bal) wieder geräuschlos verschwinden. London, 25. März. Jüngst starb in Brigthon ein Arzt, der ein sehr großes Vermögen und wertvolle Kunstschätze hinterließ. Zu diesen gehörten u. a. vier Stradivartus-Geigen — die er dem Britischen Museum für alle Zeiten vermachte. Einer Anzahl von gemeinnützigen Vereinen und Anstalten setzte er Geldvermächtnisse in namhafter Höhe aus. Eine weitere ansehnliche Summe, nämlich 200,000 Mk., bestimmte er als Preise für Personen, die sich auf dem Gebiete der Shakespeare-Forschung neue Verdienste erworben hätten. Er verbot jedoch ausdrücklich, daß auch nur ein Pfennig von diesen Preisen je an „Rechtsanwälte, Juden oder Deutsche" verliehen werde. — Das englische Blatt, dem diese allerliebste kleine Geschichte entnommen ist, bemerkt dazu pathetisch: es gibt keinen härteren Haß als den, der über das Grab hinreicht. In diesem Falle hätte es noch hinzufügen können: und keinen dümmeren. Uereinswesen. Frankfurt a. M., 10. April. Der „Zentralverein israelitischer Gemeindemitglieder" hatte auf gestern Abend in den Saal des Kaufmännischen Vereins eine öffentliche Versammlung berufen, in der zu der Frage: „Soll an Samstagen und israelitischen Feiertagen an den Neubauten der israelitischen Gemeinde (Reform-Synagoge, Philanthropin und Krankenhaus) gebaut werden?" Stellung genommen werden sollte. Der Vorsitzende, Herr Dr. Hecht, ersuchte zu Beginn der Versammlung die Anwesenden um eine ruhige Behandlung der die Gemüter erregenden Streitfrage und erteilte Herrn Dr. Hanauer das Wort zum Referate. Herr Dr. Hanauer verbreitete sich zunächst ausführlich über die Geschichte der Frankfurter Gemeindebaulen und kam dann erst auf den zur Verhandlung stehenden Gegenstand zu sprechen. Schon gleich als die Frage auftauchte, haben die dem Gemeindeausschuß angehörenden Mitglieder des Zentralvereins dort ihre Bedenken gegen das Bauen am Sabbath und an Feiertagen zum Ausdruck gebracht. Später hat sich die Hauptversammlung des Vereins mit der Sache befaßt, und es wurde an den Gemeindevorstand eine Anfrageüber seine Absichten gerichtet. Die Antwort lautete, daß die Frage eingehenden Beratungen der Gemeindebehörden unterliege. Es ist, bemerkte der Redner, da noch kein Beschluß vom Gemeindevorstand vorliegt, noch nicht zu spät, um die Meinung, daß nicht an Sabbath' und Feiertagen gebaut werden dürfe, zur Geltung zu bringen. Man könne ganz davon absehen, ob die gegenteilige Ansicht gegen den Wortlaut des Religionsgesetzes verstößt oder nicht. Das Bauen müsse unterbleiben, weil es Aergernis erregen und die religiösen Empfindungen vieler verletzen würde. Es sei eine Inkonsequenz, wenn in den Schulen von der hohen Bedeutung der Sabbathruhe gesprochen und in der Praxis in entgegengesetzter Weise Verfahren werde. Wenn am Samstag am Bau gearbeitet werde, so würden auch zahlreiche jüdische Handwerker und Gewerbetreibende dadurch an der Uebernahme von Bauarbeiten gehindert werden. Das stehe doch im Widerspruch zu der Förderung des Handwerks, die man sich sonst zur Aufgabe mache. Der Referent geht dann auf die Gründe ein, die von den Verteidigern des Bauens am Sabbath vorgebracht werden. Der Hinweis auf auswärtige Gemeinden sei nicht stichhaltig, übrigens sei hier an dem Tempel in der Börnestraße und dazu noch zur Zeit von Dr. Stein, dem man doch keine Vorliebe für hie Orthodmfte nachsagen kann, am Sabbath nicht gebaut worden. Die Verteuerung des Baues, von der gesprochen wird, ist mir eine geringe und kann bei den Millionen, die der B«M?oM, nicht m Betracht kommen Wenn aber von der Gegenseite gesagt werde, die neu zu errichtende Synagoge sei ja eine liberale Jnstitutton, die Konservativen hatten also nichts hereinzureden, so sei darauf zu erwiedern, daß die. Synagoge nicht die Einrichtung einer Partei, sondern der Gesamtgemeinde darstellt. Es sei schließlich auch die Notwendigkeit der Fortbildung des Judentums ins Treffen geführt worden, er wiffe jedoch nicht, was die Fortbildung des Judentums mit dem Bauen am Sabbath zu tun habe. Wir verlangen, schließt der Redner, daß beide Richtungen gleich behandelt werden und daß man uns nicht brüskiert. Er bittet um Annahme der vom Bereinsdorstand vorzuschlagenden Resolution. In der nun folgenden Diskussion ergreift zunächst Herr I. Mainz bas Wort zur Abgabe einer gegen die Absichten des Gemeindevorstandes entschieden protestierenden Erklärung. Herr Max Bauer zeigt, daß weder die Verzögerung des Baues noch die Mehrkosten, die durch die Einstellung der Arbeit an Sabbath und Feiertagen verursacht werden, irgendwie zutreffende Argumente find. Der Tempel in der Börnestraße ist an den Sabbathen fast leer, also komme es auch nicht darauf an, ob die neue Synagoge 2 oder 3 Monate früher fertig gestellt werde. In der zu errichtenden Synagoge Verde doch wohl auch das Wort „Du sollst den Sabbathtag heiligen" gelehrt werden, es sei dies aber ein Jesuitismus, wenn jetzt am Sabbath gebaut werde. Herr Schottenfels wünscht nicht eine Resolution, die lediglich die Ansicht des Zentralvereins zum Ausdrück bringt, sondern einen Protest gegen das Vorhaben des Gemeindevorstandes. Dem schließt sich Herr Lehmann an, indem er gleichzeitig die Art und Weise, wie Herr Dr. Hanauer die Sache behandelt habe, als viel zu zart bezeichnet. Herr Mainz geht noch einmal kurz auf die in Betracht kommenden halachischen Gesichtspunkte ein. Herr Hirsch protestiert dagegen, daß der Vorstand nur von Dr. Seligmann ein Gutachten eingeholt habe. Ein Rabbiner wie Dr. Seligmann könne nicht als maßgebend in der Sache angesehen werden. Der Redner wünscht, daß für eine Petition an den Vorstand Unterschriften gesammelt werden. Herr Fränkel wendet sich gegen das im Gemeindausschuß den Gegnern des Bauens am Sabbath entgegengehaltene Argument, bei dem Bau der Synagoge am Börneplatz seien den Konservativen von der andern Seite auch keine Vorschriften gemacht worden. Der Redner hat demgegenüber gefragt, welche Gefühle liberaler Mitglieder denn dadurch verletzt worden seien, daß am Bau dieser Synagoge am Sabbath nicht gearbeitet wurde. Herr Fränkel ist erfreut darüber, daß auch Mitglieder des „Freisinnigen Vereins für jüd. Gemeindeleben" sich auf den Standpunkt der Konservativen gestellt hätten. Herr Dr. Heinemann macht gegenüber der Betonung des Kostenpunktes auf Seiten der Freunde des Bauens am Sabbath darauf aufmerksam, daß eine etwaige Ersparnis illusorisch gemacht würde durch die Schwierigkeiten, die sich fortan einer Gewinnung gesetzestreuer Steuerzahler für die Gemeinde entgegenstellen würden. Der Redner findet es merkwürdig, daß ein Gemeinderabbiner, der seine Kinder das Philanthropin habe besuchen lassen, bezüglich des Philanthropin-Neubaues nicht um sein Gutachten ersucht worden sei, während Herr Dr. Seligmann beftagt worden sei, obwohl er seine Kinder in andere Schulen schicke. Das Verhalten derer, die sich für den Bau am Sabbat ins Zeug legen, entspringe einem niytfin, dem energisch entgegengetreten werden müsse. Herr Ettling er teilt mit, er habe erfahren, daß beim Philanthropin- Neubau bereits am Sabbath Erdarbeiten vorgenommen worden seien. Der Vorstand habe bereits den Beschluß gefaßt, am Sabbath arbeiten zu lassen und nur für ttfiTI und -pQD cjyi die Einstellung der Arbeiten zu verlangen. Herr Dr. Heinemann erklärt das für noch schlimmer, als eine Beschlußfassung, wonach an allen Feiertagen gearbeitet worden wäre. Herr Dr. K a tz e n st e i n hält es für gut, nur die idealen Geüchtspunkte zur Geltung kommen zu lassen. Es dürfe am Sabbath nicht gebaut werden, einmal wegen des häßlichen Eindrucks, den das auf Andersgläubige machen müßte, und dann, weil die Gemeinde damit ein böses Beispiel geben würde. Herr H e y m a n n tritt ebenfalls für eine Petition ein. Herr Schloß meint, der Zentra'verein solle sich mit dem „Freisinnigen Verein" ins Benehmen setzen. Da sich keine weiteren Redner melden, so schließt Herr Dr. Hecht die Diskussion und schlägt der Versammlung vor, dent Vorstand des Vereins zu überlassen, ob die Resolution die Form emes Protestes haben solle, oder nicht. Dieser Vorschlag wird angenommen, worauf die Versammlung geschloffen wird. Berlin, 21. März. Der „Jüdische Frauen- und Jungfrauen-Verein Mathilde Caro" hatte am 16. ds. Mts. sein 15. Stiftungsfest. Frau Henrielte Behr hielt die Festrede. Ausgeheno von dem Gedanken, daß es ein Zeichen der Gottesnatur im Menschen sei, nicht nur Gutes zu tun, sondern sich auch gern der Zeiten zu erinnern, in denen man Gutes getan hat, begründete sie die Sitte, Stiftungsfeste zu begehen, namentlich für solche Vereine, deren Tendenzen auf dem Gebiete werktätiger Nächstenliebe liegen. Sie schilderte dann ach MaimonibeS, „Jad Hachasakah" die acht verschiedenen Stufen des Wohttuntz und zeigte an der praktischen Wirksamkeit des Vereins „Mathilde Caro", daß dieser nicht bei den untersten Stufen stehen geblieben sei, sondern die böchsten erreicht habe. In ergreifender Weise wußte sie der gebannt lauschenden, sehr zahlreichen Zuhörerschaft das Elend zu schildern, welchem man in Berlin begegnet, wenn man in so manches Mansardenstübchen hinauf und in so manche tiefe Kellerwohnung hinab steigt. Künstlerische Darbietungen verschiedenster Art sicherten em Fest einen überaus gelungenen Verlauf ES dürste für die, durch die vielen Anforderungen des schweren WinterS stark in Anspruch genommene Unterstützungskaffe des Vereins (zur Unterstützung armer Wöchnerinnen und zur Bekleidung armer Kinder und Frauen) einen befriedigenden Ueberschuß gelassen haben. Hamburg, 27. März. Der Israelitische Verein fürKrankenpflege (m'lDtfD'l D^miph) hielt seine diesjährige Generalversammlung unter Borsitz des Herrn A. M. I a k o b s e n ab. Der Vorsitzende gedachte zunächst des Hinscheidens, des allseitig beliebten Vorstandsmitgliedes des Herrn I. S. Levien. Wie er mit Liebe dem Verein anhing, beweist auch der Umstand, daß er testamentarisch demselben ein Legat von 100 Mk. aussetzte. Ferner wurden dem Verein durch Herrn Jul. Kronheimer-Hamburg im Aufträge des Herrn Jos. Kronheimer-Melbourne 500 Mk. überwiesen. Mit ganz besonderer Freude kann der Vorstand Mitteilen, daß sich die Anzahl der Mitglieder in diesem Jahre um 45 vermehrt hat. Der Verein verteilte u. a. an Stärkungsmitteln an Kranke 104 Flaschen Wein und 638Pfd. Fleisch verschiedener Sorten, was eine Ausgabe von 640,40 Mk. verursachte. An einmaligen Beiträgen erhielt der Verein außer den größeren, vorhin erwähnten Geschenken 241 M. und an Mitgliederbeiträgen 583,90 Mk. An Stelle des verstorbenen Herrn I. S. Levien wurde Herr M. Strauß in den Vorstand gewählt. Aurich, 7. April. Wie alljährlich Herr Landrabiner Dr. Löb aus Emden durch seine bei den Jnspektionsreisen gehaltenen äußerst wirkungsvollen Predigten das hiesige Gemeindeleben in echt jüdischem Sinne beeinflußt und es diesem Umstand nicht zum geringen Teil zu danken ist, daß der Sabbat hier noch in althergebrachter Weise gehalten wird, so hat derselbe durch eine Anregung in seiner diesmaligen vortrefflichen Predigt bewirkt, daß sich Hierselbst eine Ortsgruppe des Verbandes der Sabbatfreunde mit vorläufig 28Mitgliedern gebildet hat. Der Vorsitz liegt in den bewährten Händen des Herrn Jakob Barge^rbuhr, deffen eifrigem Bemühen es gelingen wird, den Verein noch weiter auszubauen. Personalien. Bensheim, 7. April. In Schrecken und Trauer wurde die israelitische Gemeinde Bensheim am 30. März, am ersten Tage des Pesachfestes, versetzt. Während der Borbeter,Lehrer Callmann Oppenheimer, eben die vortrug, stürzte er, von einem Gehirnschlag getroffen, zu Boden. Die erste Hülfe wurde ihm von einigen Gemeindemitgliedern zu Teil, doch konnte der rasch herbeigerufene Arzt nur die schlimmsten Befürchtungen bestätigen. Nach seiner Wohnung verbracht, starb der immer noch Bewußtlose gegen 9 Uhr Abends im Beisein vieler Gemeindemitglieder. Die israelitische Gemeinde verliert in dem Heimgegangenen einen treuen, allgemein geachteten Lehrer und Borbeter. Das zeigte die äußerst zahlreiche Beteiligung bei seiner am Montag Nachmittag erfolgten Beerdigung. Außer Herrn Landesrabbiner Dr. Marx-Darmstadt, den Kollegen vom Großh. Gymnasium und den Direktoren dieses Institutes und deS hiesigen Lehrerseminars, sowie einem Vertreter des israel. unabhängigen Lehrervereins für Hessen, beteiligten sich die ganze Gemeinde und viele Freunde des Verstorbenen an seiner Beerdigung. Herr Oppenheimer feierte erst vor zwei Jahren sein 2Sjähr. Dienstjubiläum und wurde damals auch zur Anerkennung seiner langen tteuen Dienste staatlich angestellt. Die Gemeinde und die einstigen Schüler werden ihm ein ehrendes Andenken bewahren. n"2!Un- Aus Hessen, 7. April. Vergangene Woche waren es 25 Jahre, daß Herr Lehrer Kaufmann in Dieburg sein Amt ' daselbst angetreten hat Aus diesem Anlaß veranstaltete die Gemeinde am 2. Tag nDD im Anschluß an den Gottesdienst eine Feier, bei der nach einigen hübschen Chorgesängen Herr Abr. Löb dem Jubilar die Glückwünsche der Gemeinde aussprach. Ter 2. Vorsteher, Herr Bachrach, überreichte in Vertretung des erkrankten 1. Vorstehers einen silbernen Pokal als Ehrengabe der Gemeinde. Auch der Frauenverein und die Schulkinder erfreuten Herrn Kaufmann durch Geschenke. Herr Schulrat Gunderloch sprach Herrn Kaufmann die Anerkennung der Schulbehörde für seine fruchtbare Lehrtätigkeit aus. Tiefbewegt dankte derselbe für die ihm erwiesene Ehrung. Herr Rabbiner Dr. Marx, der wegen der Feiertage nicht persönlich anwesend sein konnte, hatte seine Glückwünsche brieflich übermittelt. Nach dem Gottesdienst erschien in der Wohnung des Herrn Kaufmann eine Deputation des Stadtrats mit dem Herrn Bürgermeister an der Spitze um ebenfalls dem Jubilar herzlichst zu gra ulieren. Möge es Herrn Kaufmann vergönnt sein, auch das goldene Amtsjubiläu n in gleicher Frische und Rüstigkeit zu begehen. Sp. G. Z. Mühlhausen (Elsaß) 8. Aoril. Am ersten Tage Pesach feierte der durch seine philanthropische Tätigkeit in weiten Kreisen rühmlichst bekannte Herr Jacques Meyer seinen achzigsten Geburtstag. Bon Nah und Fern liefen briefliche und telegraphische Glückwünsche für den edlen Mann ein. Die Mitglieder des in seinem Hause ständig abgehaltenen Minjan bereiteten ihm eine besondere Ehrung. Herr Meyer hat sich durch seine hingebungsvolle Arbeit für die notleidenden Glaubensgenossen im heiligen Lande außerordentlich verdient gemacht. Möge es dem hochgeschätzten- Manne vergönnt sein, noch recht viele Jahre in bester Gesundheit dieses sein treffliches Wirken gleich unermüdlich wie bisher fortzusetzen. Zur Beantwortung verschiedener Anfragen tellen wir mit, daß sich in der 4 fettigen Ersatz - Nummer vom letzten Dienstag ein Druckfehler in den Seitenzahlen ringe, chlichen hat. Statt „Sette 15" und „Seite 16" muß eS heißen: „Seite 3" und „Seite 4".