Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 42 (1901)
- Issue
- Heft 90 (14.11.1901)
- Date
- 1901-11-14
- Page
- – (sequence 31)
- Language
- German
- Belongs to
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für diese Anstalt zn wecken. Mein Uitheil über die Leistungen fasse ich am Besten dahin zusammen, dass ich mich der vorstehenden eingehenden Kritik meines verehrten Kollegen Herrn Pogacar voll und ganz anschliesse, und der Schule wünsche, dass sie beim Fortschreiten auf dem eingeschlagenen Wege noch recht viele so schöne Erfolge zeitigen möge! Jerusalem, den 29. März 1901. (gez.) Schmidt, kaiserl. deutscher Consul. Urtheil des kaiserlich deutschen Kanzlerdragoman’s, Herrn Dr. jur. Hesse. Ich kann nur den ausgezeichneten Eindruck, den Herr Consul Schmidt von den Leistungen der Läme 1-Schule gehabt hat, bestätigen. Jerusalem, den 29. März 1901. (gez.) Dr. jur. Hesse, Kanzlerdragoman. Urtheil des Herrn J. Klein aus Lompoc, Calif. My visit to the von Lämel School has certainly been one of the most pleasant of my experiences in Jerusalem. The educational accomplishments of its pupils and their remarkadle attainments in several modern as well &s ancient languages fill the visitor with admiration. J am delighted to say th&t no School could be condacted more s&tisfactorily and few of the same dass of educational iustitutions in Etrope or America equal it. Jerusalem, March 6th. 1901. (gez.) J. Klein, Cas hier Bank ot Lompoc, Calif. (UebersetUDg: Mein Besuch der Lämel-Schule war sicherlich eine meiner angenehmsten Erfahrungen in Jerusalem. Die Kenntnisse der Schüler im Allgemeinen, und namentlich in neueren und ältern Sprachen, erfüllen den Besucher mit Bewunderung. Ich freue mich sagen zn können, dass keine Schule in einer mehr zufriedenstellenden Weise geleitet werden kann, und dass wenige derartige Erziehungsanstalten in Europa oder Amerika ihr gleichkommen. Jerusalem, 6. März 1901. (gez.) J. Klein, Kassier der Bank von Lompoc, Californien.) (Schluss folgt.) Die erziehliche Thätigkeit der Alliance Israelite Universelle. Von Dr. Arnold Ascher. (VII. Fortsetzung.*) Anstatt beim Hausirer- und Maklergewerbe zu verkümmern, sind sie jetzt in Folge ihrer Bildung seitens bedeutender Handelsfirmen nnd Verwaltungen gesucht; Andere wieder betheiligen sich an den Geschäften ihrer Eltern, breiten die Geschäftstätigkeit derselben ans und knüpfen Beziehungen mit dem Occident an. Endlich gehen Hunderte dieser jungen Leute, welche in ihrer Heimath nicht Gelegenheit finden, ihre Bildung zn verwerten, Dank den in den Schulen erworbenen Kenntnissen, in entfernte Länder, wo ihr Unternehmungsgeist, ihre Enthaltsamkeit und Ausdauer sie in die Lage versetzen, sich eine anständige Existenz zn gründen. So findet man in Südamerika ganze Gemeinden, die zum grössten Theile ans Absolventen der Aliance- Schule in Marokko bestehen; in Indien und China solche, welche ans Zöglingen der Alliance- Schalen von Bagdad und Aleppo sich gebildet *) 8. Ni\ 788. haben, und weist Egypten ein zahlreiches Kontingent von Zöglingen auf, welche in den Schulen Syriens herangebildet wurden. Endlich hat die Alliance überall, wo dieses nur möglich war, Kurse für Erwachsene organisirt: für Arbeiter, Hausirer und Krämer, welche nie eine Schule besucht haben. Das folgende, von einem Schulleiter an das Comitg der Alliance gerichtete Schreiben dürfte eine Vorstellujg von der Nothwendigkeit und Erspriesslichkeit solcher Kurse gewähren: „Es bietet einen rührenden Anblick dar“, so heisst es in dem in Hede stehenden Schreiben, „diese von des Tages Mühen abge&rbeiteten Leute zu sehen, wie sie, den kleinen Kindern gleich, schweigsam und anfhorchend in den Schulbänken sitzen. Man muss den Eifer sehen, womit sich ein vierzigjähriger Hörer dem Lehrer gegenüber entschuldigt, dass er etwas zn laut von seinem Nachbar Aufklärung über den