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Der Israelit · 1901-10-31 · Heft 86 (31.10.1901) · page 27

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Journal
Der Israelit
Volume
42 (1901)
Issue
Heft 86 (31.10.1901)
Date
1901-10-31
Page
– (sequence 27)
Language
German
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WWWWWW mmm >>:’»-c-i-c»■;,■ ■ j-v- . 51 XN1N' Nr. 128 zum Jahr 1691 erwähnt; seine Tochter Schöndel. Gattin des Armenkassiers Jüdel, starb 1704 in Fürth; seine Tochter Brendle, Gattin des Vorstehers Salomou Kitzingen, starb 1739 in Pfersee; vgl. PM Nr. 74; DM 8. 131 u. 279. 87. Wolf Günzburg, Sohn des Ascher Lämel Rosenberg Günzbuig, Mitglied der öffentlichen Sicherheitswache in Prag, starb 1742 (Hock 8. 335); seine beiden Söhne, Aba und Lämel, bekleideten denselben Dienst (das. 8. 68). 88. Samuel (Sanvel) Günzburg, Herausgeber der jüdisch-deutschen Gebete für Allerlei (Amsterdam s. a.); vgl. Serapeum 1849 8. 78. 89. Karl Siegfried Günzburg, geh. 9, Dezember 1788 in Lissa, gest. 23. Januar 1860 in Breslau; er war Prediger in Berlin, später Kaufmann in Breslau; im Jahre 1813 Hess er einen Zuruf an die Jünglinge ergehen, „welche den Fahnen des Vaterlandes folgen wollen“; gemeinschaftlich mit Kley gab er „Erbauungen“ (Berlin 1813) und „Die deutsche Synagoge“ heraus; er ist Verfasser von „Parabeln“ (Berlin 1820, Breslau 1826) und „Geist des Orients“ (Breslau 1830); zu seiner Hochzeitsfeier am 8. Juli 1819 schrieb R. Salomon Plessner ein hebr. Gedicht; mehrere seiner Schriften wurden ins Hebräische übertragen; vgl. Ztsch. ^o*ian I Nr. 10; DM 85. 90. Friedrich Günzburg, Sohn des Karl Siegfried (Nr. 75), Privatdocent und prakt. Arzt; er schrieb ein grosses medizinisches Werk, das bei Brockhaus in Leipzig gedruckt wurde; vgl. Jüdisches Athenäum 1851, 8. 65; DM 86. 91. Abraham Günzburg aus Polen. Herausgeber des mim by p*m ern® mit Ergänzungen und Noten von R. Kirchheim (Pressburg 1842), sowie des dto pmp (Breslau 1844>; vgl. Ztsch. rrrni von Senior Sachs II, 40; DM 84. 92. Aron Günzburg, Rabbiner in Libochowitz (Böhmen), Vrf. von „Dogmatisch-historische Beleuchtung des alten Judenthums“ (Prag 1846); DM 86. 93. Maier Jakob Ginsburg, Schriftsteller und Gelehrter in Wilna, Herausgeber von btt w (Königsberg 1855); gest. 27. Februar 1860; vgl. DM 60. 94. Benjamin Günzburg, Dr., geh. in Breslau am 8. Dezember 1808; gest. 12 Oktober 1871 in Frankfurt a. M. (vgl. Grabrede von Dr. Bärwald, Frankfurt 1871). (Fortsetzung folgt.) Jüdische Grabsteine. Saxa loquuntur — ja wenn Steine reden könnten, was würden uns jüdische Grabsteine und jüdische Friedhöfe von der Vergangenheit erzählen, von ihren Erlebnissen, von ihren Schicksalen! Und doch reden die Steine eine beredte Sprache; zuweilen in sehr sprechender Kürze, zuweilen in überschwänglicher Breite verkünden sie uns die Vorzüge Derjenigen, die hier von des Lebens Freuden sich verabschiedet und von des Lebens Mühen Ruhe gefunden haben bis zur einstigen Auferstehung. Der Büchermarkt hat in jüngster Zeit zwei Werke gebracht, welche teilweise die Veröffentlichung alter jüdischer Grabsteininschriften zum Zwecke haben.*) Feuchtwang veröffentlicht die Grabsteininschriften von 14 Nikolsburger Rabbinen und ihren Verwandten. Teilweise verwittert und vom Wurm der Zeiten angenagt, mussten diese Steine mit ungetrübtem Auge entziffert und von kundiger Hand abgeschrieben werden. Feuchtwang hat diesem pietätvollen Bemühen sich unterzogen und es ist ihm hierdurch in dankenswerter Weise gelungen, einen wichtigen Beitrag zur Gelehrtengeschichte zu liefern. Wer kennt nicht Namen, wie R. Petachjah, Krochmal, Eskeles, Pulitz, Chajut, Benet, Quetsch und als letzte R. Meir Feuchtwang (Vater des Herausgebers) und R. Abraham Placzek — Namen, deren Träger als leuchtende Gestirne einst erglänzten und weithin ihre Strahlen aussandten? Warm und freudig begrüssen wir das Versprechen des Herausgebers, über Werke und Wirken dieser ehrwürdigen Männer an anderer Stelle berichten zu wollen, sowie wir der von ihm zugesagten Veröffentlichung der hervorragendsten Epitaphien des Nikolsburger jüdischen Gottesackers mit Spannung entgegensehen. Einige kleine Bemerkungen mögen zur Ergänzung dienen. Zu R. Petachjah (8. IV) vgl. Brüll, Jahrb., VII 8. 154. Tolze, Tochter des R. Petachjah, der bekanntlich in Frankfurt a. M., Worms und Nikolsburg als Rabbiner fungirte, wohnte *) ]. Brann & Rosenthal, Gedenkbuch zur Erinnerung an David Kaufmann. Breslau, 8. Schottländer, 1900; hier kommen in Betracht: Feuchtwang, Epitaphien mährischer Landes- und Localrabbiuer von Nikolsburg, 8. 369—384. Brann, eine Sammlung Filrther Grabschriften, 8. 386—460. 2. Horovitz, die Inschriften des alten Friedhofs der isr. Gemeinde zu Frankfurt a. M. mit einer Einleitung. Frankfurt a. M., J. Kauffmann, 1901.

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