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Der Israelit · 1901-10-31 · Heft 86 (31.10.1901) · page 26

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Journal
Der Israelit
Volume
42 (1901)
Issue
Heft 86 (31.10.1901)
Date
1901-10-31
Page
– (sequence 26)
Language
German
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50 der Primator in Prag und Rabbiner in Mainz1 2) und Hanau war; hier starb er am 21. Adar I (23. Februar) 1677.2) 77. Naftali Herz Günzburg, Sohn des Isack3), wohnte 1644 als Vertreter von Posen einer Provinzialsynode in Polen an (Mtsch. 1867 S. 344); 1647 approbirte er Bacharacli -j'ran pvy (Amsterdam 1648); er ist wahrscheinlich identisch mit dem Rabbiner in Pinsk und Sluzk, der mit dem sog. Polenkönig Saul Wahl in Verwandtschaft stand, 1664—1670 litthauisclie Synodalbeschlüsse Unterzeichnete und 1664 das Buch nysr n'-TDv (Lublin 1666) approbirte; sein Netfe Nafta-i Herz, Vrf. von pn yatr ’Sre: (s. 1. 1708)4) erwähnt ihn 8. 36 dieses Buchs; er starb am 22. Tamus (3. Juli) 1687; seine Frau war die Tochter des R. Mose Lesers von Brisk; sein gelehrter Sohn Isack starb 1677 in Sluzk; sein Sohn Saul war 1704 — 1723 Rabbiner in Pinsk5) und starb 1727; seine Tochter Sprinze, Gattin des Rabbinatsassessors R. Josef in Po sen, starb 1691. 78. Benjamin Wolf Ginzburg lebte in Polen (Minsk?) und beteiligte sich, wie es scheint, an sabbatianischen Umtrieben; später wandte er sich nach Deutschland, wo er, nach manchfachen Irrfahrten, einen Gönner fand, der es ihm ermöglichte, in Göttingen Medizin zu studiren; er ist Vrf. von Medicina ex Talmudicis illustrata (Göttingen 1734); die Übersetzung dieses Buchs, von Dr. Salomon Schlesinger besorgt. findet sich in „Neueste Mannigfaltigkeiten“ (Berlin 1779; vgl. Geiger Ztsch. 1892 8. 291); eine Anfrage des Benjamin Ginzburg an R. Jakob 1) Dort unterzeichnet er a. 1663 ein Stntut der Chewra Kadischa (Hdsch.). 2) Schaab (Gescb. der Judeu in Mainz, 8. 234) veröffentlicht eine Urkunde d. a. 1667, die von dem Rabbiner Jakob Simon unterzeichnet ist; ein Abdruck derselben findet sich bei Bamherger, hist. Berichte über die Juden in Aschaffenburg, 8. 6, wo auch der Nachruf zu lesen ist, den das Hanauer Memorbnch diesem Rabbiner widmet. Scbönle, die Tochter des R. Jakob Simon Bunems und Gattin des angesehenen R. Isack Bunems, starb 1727 in Prag (Hock S. 37); ihr Name steht auch im Cod. 87 der Hamburger Stadtbibliothek; vgl. Steinschneiders Catalog, wo &OJD anstatt tfowa zu lesen ist, das der Herausgeber ebenso wie Brüll (Jahrb. IV, 177) für Worms ansieht. Frendlen, Gattin des Mose Hahn in Frankfurt a. M. (FG 5628), halte ich ebenfalls für eine Tochter des R. Simon Bunems. 3) Isack war ein Sohn des Simon Günzburg (Nr. 40) und lebte vermutlich in Posen. 4) Nach der Vermutung von Wolf (bibl. hebr. I, 1716) ist das Buch in Hamburg gedruckt; cf. Cat. Bodl. Nr. 6607. 6) Er approbirte 1704 das oben genannte Buch ’TTIDJ rnnpar, 17ll R. Elieser b. Isacks ION D“D (Dyhernfurth 1720); fernere Approbationen s. DM 27 n. 4. Emden wegen Leichensektion am Sabbat, aus der die Bekanntschaft des Fragestellers auf talmudischem Gebiete und seine Sehen vor Entweihung des Sabbat als Studirender der Medizin zu ersehen ist, und die interessa te Antwort s. por rfrv» I Nr. 41 6). 79. Löb Günzburg, Sohn des Jakob Günz- (burg) in Frankfurt a. M., Herausgeber des ins Deutsche übertragenen Schauspiels spv rrvaa von Bärmann Limburg (Frankfurt, 18. saec. t; er starb um die Mitte des 18. Jahrhunderts; cf. Cat. Bodl. Nr. 4489; Schudt, jüd. Denkwürdigkeiten, II 8. 314, III 8. 226; DM 184. 80. Mendel Günzburg, Rabbinatsassessor in Prag, Verwandter des R. Jakob Reischer (vgl. dessen RGA apy war II Nr. 7). 81. Akiba Günzburg, Sohn des Phöbus, ein angesehener Greis in B erlin, wo er am 13. Ijar (12. Mai) 1729 starb; vgl. Landsbuth nw* w"6in er 8. 12. 82. Ascher (Anschel) Günzburg und sein Sohn David reisten um die Mitte des 17. Jahrhunderts von Amsterdam zu Schilf nach Portugal und blieben von da ab verschollen; cf. RGA tn’ wn Nr. 71. 83. Mose Günzburg, Sohn des Jakob, lebte ca. 1630 in Frankfurt und war Kassier der dortigen Chewra Kadischa; vgl. deren Statuten (Frankfurt a. M. 1890) 8. 36 Nr. 13. 84. Heli Günzburg, Sohn des Jehuda Löb, Thoraschreiber, starb 1667 in Prag (Hock 8. 234); seine Frau Rösel starb 1696; seine Tochter Rebecka, Frau des Nathan Michels, starb 1693; seine Tochter Esther starb 1712; seine Tochter Bele, Frau des Hirsch Grate, starb 1721. 85. Wolf Günzburg, Sohn des Heli (Nr. 70), starb hochbetagt 1732 in Prag; seine Tochter Hene starb 1694, seine Tochter Chawa 1701 und sein Sohn Samuel 1729 (Hock 8. 237). 86. Lemle Ulmo Giinzburger, Sohn des Isack (Nr. 14); er zeichnete sich durch Frömmigkeit und Wissen aus; seine Tochter Sara wurde die Gattin des R. Josef Rindskopf7), Vrf. von nun s|di» (Wilmersdorf 1725); er wird in n»a tot» Jiw 6) Ob der im JltPirv T)U 'D (Zolkiew 1743) erwähnte R. Benjamin Wolf Günzburg mit dem hier Genannten identisch ist, bedarf näherer Untersuchung-; cf. DM 53. 7) Josef (Josel) Rindskopf war 50 Jahre Rabbinatsassessor in Fürth und war der Sohn des R. Mose Rindskopf aus Frankfurt, wo die Familie die sich zu den Nachkommen des R. Lipmann Heller (D"’in) zählte, hoch angesehen war; vgl. FG 837. 1523, 2482, 3390, 3401 (Rebecka, Tochter des Josel Rindskopf) u. a.; s. auch meine» Bericht über Memorbücher in Geigers Ztsch. 1888 8. 91, wo Josel st. Jude! zu lesen ist.

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