Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 42 (1901)
- Issue
- Heft 84 (24.10.1901)
- Date
- 1901-10-24
- Page
- – (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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1830 heute Jeden, der zu demselben übertreten will, zurück, wenn seinem Uebertriti nicht die reinste Ueberzeugung zu Grunde liegt." „Das gefällt mir sogar," sagte Jsabella, „dadurch sichert sich das Judenthum, daß nur lautere Charaktere zu demselben übertreten, während bei uns das entschiedene Gegentheil beinahe Norm ist. Ich weiß das allerdings nicht aus eigener Erfahrung, denn ich habe auch mit zum Christenthum übergetretenen Juden noch nie verkehrt, aber ich habe die Urtheile gehört, die über die „Getauften" gefällt werden. — Aber daß der Sanitätsrath Kuhnert aus unlauteren Motiven übergetreten ist, das glaube ich nicht, der Sanitätsrath ist ein Ehrenmann." „Kuhnert hat sich taufen lasten, um seine Frau heirathen zu können." „Sehen Sie, daß ich recht habe? Das werden Sie doch nicht als unlauteres Motiv betrachten?" „Ganz gewiß, unlauter ist jedes andere Motiv, als die tleberzeugung." „Aber wer sagt Ihnen denn, daß er nicht von dem holderen Werth des Christenthums überzeugt ist?" „Wer mir das sagt, oder vielmehr, was mir das sagt —" „Großmama, Großmama, sieh' nur den wunderschönen Regenbogen'"- Cs war die kleine Selma, die die ihr langweilig werdende Unterhaltung der Damen unterbrach. „Ueber die ganze See ist er ausgespannt," jubelte Die Kleine weiter. „Und es regnet gar nicht mehr," fiel Viktor ein, „könnten wir nicht ein bischen hinunter an den Strand gehen?" „Unser weiser Viktor hat recht," stimmte Jsabella ein, „es ist jetzt wunderschöne Luft, der Strand wird schon belebt. Wenn Sie hinuntergehen wollen, erlauben Sie wohl, daß ich mich Ihnen anschließe?" (Fortsetzung folgt.) Wochenchronik. Sabbat Lech lecho. Samstag, 13. Cheschwan Pincbas Hurwitz, Rabbiner von Fulda, gest. in Prag 13. Cheschwan 5414 (3. November 1653.) — Mendel Rothschild, gelehrter Rabbiner in Bamberg und Worms, i eft. 13. Cheschwan 5493 (11./12. November 1731.) Sonntag, 14. Cheschwan. Joseph Jonas Fränkel, Landrabbiner in Breslau, gest. 14. Cheschwan 5554 (20. Okt. 1793.) — Abraham Auerbach, Konsistorialrabbiner in Bonn, gell. 14. Cheschwan 5697 (3. Norember 1846.) Montag, 15. Cheschwan. Clieser Katzenellenbogen, Rabbiner in Hagenau, Vers v. nnnpm nttNff (hdsch.). gest. 15. Cheschwan 5531 (3. 'November 1770.) — Cleasar Kalir, Rabbiner in Kolin Berf. v. Knrt “nx u. a.. gest. 15. Cheschwan 55''2 (22. Oktober 1801.) — Mardocbai Aron Günzburg, Hebraist in Wilna, Herausgeber verschied. Uebersetzungen und Abhandlungen, gest. 15. Cheschwan 5607 (4. November 1846.) Dienstag, 16. Chelchwan. Jakob Joseph Teomim Fränkel, gelehrter Oberrabbiner in Breslau, gest. 16. Cheschwan 5554 (22. Oktober 1793.) Mittwoch, 17. Cheschwan. Beginn der Sündfluth. — Simon Wolf Auerbach, gelehrter Rabbiner in Prag, gest. 17. Cheschwan 5392 (12. November 1631.) — Arie Lob Kohn, Rabbinatsassessor in Altona, gest. 17. Cheschwan 5479 (I I. November 1718.) Donnerstag, '8. Cheschwan. Moses Chekez, Gelehrter in Venedig, Vers. v. rran roun u. et., gell. 18. Cheschwan 5472 (31. Oktober 1711.) — Simcha Pinsker, Gelehrter in Odessa, Vers, einer Schrift über kaiLiiche Litteritur u. a.. gell. 18. Cheschwan 5625 (17. November 1864.) Freitag, 19. Cheschwan. Israel Meiseis, Rabbiner in Schedlitz, gest. in Krakau 19. Cheschwan 5636 (17. No vcmbev 1875.) Der „ISraeli 1" erscheint wöchcutlO1zweimal, nod Donnerstags, jedeSmal in mindestens zwei B>'gen. P eis pro Vierteljahr bei der Post 3 Mark ohne Bestellgeld. Ausland entsprechend höher. Man aboniiin ganzjährlich, halbjährlich oder vieneljährlich. Alle Buchhandlungen und Postämter nehmen Bestellungen an. — Dev Buchhandel verkehrt durch V- Hf. Slrinncke r. Leipzig, Rostplatz )v. — Inserate 25 Pfennig die viergespaltene Petilzeile oder deren Raum. Preis der Ze.le im Reclametheil 75 Pfennig. — Di recte Francozusendung unter Streifband pro Jahrgang für Deutschland und Oesterreich 14 Reichs-Mark oder 16 Kronen österr.. füi?s Ausland lS Mark, an die Expedition franco einsenden. Postzeitungsliste 3702. Telephon 315. Eine Rücksendung der an die Redaction eingesandten Manuskripte findet nicht statt, man bittet deshalb, sich von allen Einsendungen eine Copie zurückzubehalten. Stellenfuchende erhalten ans Wunsch die Jnseraten-Beilage vier Wochen lang grattS und franco zuaesandt. Ebenso stunden wir auf Wunsch die Zahlung des Jnserttonsbetrags an außer Stelle Befindliche bis nach Erlananng einer solche«. Inhalt: (Hauptblatt): Leitender Artikel: Auffassung der Thaurob. Zeitungsnachrichten und Correspondenzen: Deutschland: Berlin. Hamburg. Nürnberg. AuS Hessen. Pfastalt. Schweiz: Zürich. - Likcrarische Notiz. — Feuilleton: Nach vierhundert Jahren. (Fortsetzung.) Inhalt der ersten Beilage: Leitender Artikel: CrinnerungSblätter auf das frische Grab unseres großen Meisters und Lehrers, des Rabbiner Dr. Selig Auerbach in Halberstadt. (Schluß.) — Zeitungsnachrichten und Correspondenzen : Deutschland: Berlin. Hamburg. BreSlau. Posen. .Cassel. Ludwigsburg. — Vermischtes. Inhalt der zweiten Beilage: Leitender Artikel: Jüdische Studenten (Fortetzung). — Zeitungsnachrichten und Correspondenzen: Deutschland: München. Oesterreich: Wien. Carlsbad. Rußland: Kiew. Belletristische Beilage : Ein Märchen vom Gemilus Chesed. Verantwortliche Nedaction: Oscar Lehmann in Mainz — Expedition des „JSraelit", Schottftraße Nr. 2, Mainz. Druck und Verlag der Joh. Wirth'fchen Hofbuchdruckerei Actien-Gefellfchaft in Mainz Hierzu drei Beilagen.