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Der Israelit · 1901-10-21 · Heft 83 (21.10.1901) · page 6

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Journal
Der Israelit
Volume
42 (1901)
Issue
Heft 83 (21.10.1901)
Date
1901-10-21
Page
– (sequence 6)
Language
German
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1804 «Min nnaS anp pirr> min mix pn an^ a» xi> ex .i^to 2un«i ei\n trnp ernnpsi nat? m^ßn ü'bbrröv ana VN am: rot? bbna nm .pavn xirmxn max^an natr a^na min nii .xnaai nx’-iaa ißia naeo -iBiena» ’iEa pn nnina DWiEn bv s" nr:j nmnn*? Tnnon pto *ai emthpe“ v'j? na bs anb vr ampa1? px nana v6s? xan a:* anad Hdn .13CCT <53 steht von mir daselbst ns ">v die Bemerkung, daß “c; p a:''wohl s’acnn niaitwi ara a*’p ">o tv ■>'- erwähnt: jedoch im na» es nicht nadnb annimmt. Nach den angeführten Worten der beiden unsterblichen deren Motive unstreitig richtig sind, läßt sich folgern: Ein pa, der bestrebt ist, die n rrxc auszuüben und nur aus purer Gewinnsucht an den heiligen Feiertagen sein Gewölbe offen hält, wenn er „buchenen" will, womit er gleichsam drei mse ausiibt, man dies ihm nicht verwehre, nai^ wi p. Dem ehrw. Herrn Rabbiner Dr. Rafael Gugenheimer antlvorte ich auf seine Notiz in einer früheren stummer des „Israelit." Ich unterließ in meinem Schreiben in Nr. 0k> zu erwähnen, daß lvenn ein pa eine Mordthat. lvenn auch unabsichtlich begangen, er nicht „buchenen" darf, lveil dies ausdrücklich im >"'L' steht. Ignaz L ö w y, Bez.-Rabbiner. Vermischtes. < Kopenhagen. Bei der Neueröffnung des Reichstags »runde Herr Hermann Trier mit der bis jetzt höchst eristirenden Majorität (9ö Stimmen von 97) zum ersten Borstand und Leiter des Folketbings ernannt. Feuilleton. Nach vierhundert fahren. io] Von Friedrich Rolt. „Kind! Kind!" lvarnte Frau Müller lächelnd, „wenn das Herr von Rauhenstein wüßte —" „Ach, was kümmert mich der Vetter —" „So dürfen Sie nicht reden, Ihr künftiger Gatte —" „Ist er noch nicht, und wenn er sich erlauben würde, mir Vorschriften zu machen, mit wem ich verkehren dürfte und mit wem nicht, dann wird er es auch nie werden. Darum wünschte ich sogar, daß er kommen möge, wenn es auch dadurch vielleicht zum Bruch Zwischen uns kommen würde." „Kind! Kind!" „Bitte sehr, ich weiß genau, was ich sage und was ich will, und ick weiß mit Bestimmtheit, wenn mein Onkel nicht darauf rechnen würde, daß ich schließlich doch seinen Sohn heirathen werde, so hätte er mich längst aufgefordert, sein Haus als mein Heim zu betrachten. Aber es verkehren viele junge Ossiziere bei ihm, und da fürchtet er, der Eine oder Andere könnte mir besser gefallen, als sein Sohn. Deßhalb stehe ich so allein." „Und deßhalb werden Sie demnächst Ihrem Vetter die Hand reichen, dann stehen Sie nicht mehr allein." „Möglich, daß ich's thun lverde, aber gerne thue ich's nicht. Weit lieber würde ich den Onkel heirathen, das habe ich ihm auch neulich gesagt." „Wen, Ihren Oulel? — und was hat er erwiedert?" „Ausgelackt hat er mich, ich lväre nicht recht gescheidt, ich wüßte nicht, was ich rede. Aber ich weiß sehr genau, was ich rede und lvas ich will. Der Onkel ist ein lieber, guter, alter Herr, mit dem ich nie in Confliki kommen würde; er beharrt nie eigensinnig auf dem, lvas er einmal gesagt hat, sondern läßt die Ansicht eines Jeden gelten, und sobald man ihm klargelegt hat, daß sie richtiger ist, als seine, so aeceptirt er die des Andern, Dabei ist er großherzig in des Wortes vollster Bedeutung. Alfred Ui zwar auch brav und gut, aber überaus engherzig, und lvas er einmal gesagt hat, dabei beharrt er, ich glaube, auch lvenn er selbst Schaden dabei erleiden würde. Sagen Sie mir doch, liebe Frau Müller, sind derartige Eigenschaften besonders günstige Vorzeichen einer glücklichen Ehe?" Frau Müller iviegte überlegend den Kopf. „So besonders ungünstig sind sie auch nicht. Einem Manne, den man achtet und recht lieb hat, verzeiht mau viel." „Ja, lvenn man ihn recht lieb hat. Aber so recht lieb habe ich ihn doch nicht, ich sagte Ihnen doch, den Onkel habe ich lveit lieber." „Aber der Onkel hat Ihnen einen Korb gegeben . ." „War es ein schöner Korb, Fräulein Bella?" fragte die kleine Selma, die der Unterredung anscheinend mit großer Aufmerksamkeit gefolgt war, „waren gute Sachen darin?" Beide Damen lachten herzlich; Jsabella nahm das Kind auf den Schoß und küßte es. „Sehr gute Sachen lvaren darin, wenn Du morgen zu mir kommen willst, zeige ich sie Dir, lvirst Du kommen?" „Darf ich?" fragte Selma, zur Großmutter hinüberblickend. „Wenn Du Fräulein von Rauhenstein nicht störst, habe ich nichts dagegen." „Nein, ich werde gewiß nicht stören." „Davon bin ich überzeugt," sagte Jsabella, „aber Du mußt Deinen Bruder mitbrinqen. Wo ist er denn?" „Er ist drinnen im Zimmer und lernt Gemarah. Der Papa kommt übermorgen wieder her und da wird Viktor geprüft, darum will er heute alles wiederholen, weil es doch regnet und wir nicht ausgehen können." „Das ist sehr vernünftig von Deinem Bruder. Aber was hast Du gesagt, was lernt er?"

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