Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 42 (1901)
- Issue
- Heft 83 (21.10.1901)
- Date
- 1901-10-21
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
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1803 das; er auch diese neuerliche Darstellung nicht unwidersprochen lassen wird. Mcmcl, 16. Olt. Am vergangenen Sabbat rrrr: rrm hatten wir das Vergnügen, den vielbelann- . len jüdischen Bolküredner, Herrn Hirsch Berlmann aus London, in unserem großen Beth-Hamidrasch zu > hören. Seine mit hinreißender Beredtsamleit und großer Begeisterung gehaltenen Vorträge fanden allgemeinen ungetheilten Beifall der Zuhörer. Am Sonntag Abend feierte der vor Jahresfrist hier gegründete „Bibelverein" sein erstes Stiftungsfest, wobei aus Einladung des Vorstandes genannter Herr Redner eine Tischrede hielt, die gleichfalls sehr beifällig aufgenoinmen wurde. E. B. O e st e r r e i ch. Wien, 11. Okt. (H eidnische A n t i s e m i - t e ii.) Von dem „Wallhall-Gottesdienst," den sich die antisemitischen Alldeutschen in Oesterreich an Stelle des christlichen Gottesdienstes zurechtgelegt haben, entwirft ein Theilnehmcr in der Rümmer der „tlnverfälschten Deutschen Worte" vom „16. Scheidings 2014" — die christlicke Zeitrechnung har Schönerer selbstverständlich längst verworfen — folgende Schilderung: „Während von den Thürmen der mit 25 Kirchen gesegneten altrhrwürdigen Stadt Salzburg die Glocken beulten, während das gläubige Volk zu Tausenden in die mit Weihrauchduft geschwängerten heiligen Räume strömte, lvähreud tief unten die römisehe Kirche all' ihren mit aeheimnißvollen Ceremonien umgebenen Pomp entfaltete, wurde auf der waldumrausehten Höhe ves Kapuzinerberges das erste Mal seit 1500 Jahren, das erste Mal seit den stürmischen Tagen der trotzigen Heruler Odoakers, von einem kleinen, aber waekeren Häuslein deutschbewußter Männer der erste deutsche Gottesdienst abgehalten. Walhall, das herrliche Jenseits, eröfsnete sieh dem geistigen Auge der Andächtigen, die alten Recken stiegen hernieder, die Männer, in deren Anstürme das gewaltige Römerreich zerbarst, die Helden, deren Tritt die Welt erzittern machte! Mit Thränen in den Augen lauschten die Anwesenden den feurigen Worten des Redners, der in glühender, großartiger Weise den gesammten Leidensgang des deutschen Voltes schilderte, von den Tagen angefangen, da es seinen alten Gott verließ, bis zu dem Tage, an >velri)em es die Zügel der Weltlenkung seinem grimmigsten Gegner überließ, und lveiter durch die lange Reihe der Jahrhunderte bis in die neueste Zeit. Da loderte die edelste Begeisterung aus in der horchenden (!) Brust, da ballten sich die Fäuste in heiligem Zorne, da stiegen leuchtende Blicke aus zu Allvater, und heiße Gebete für die Zukunft drängten sich aus dem Herzen empor zum Himmel. Stumm reichte man sich, als der Redner zu Ende war, die Hände, stumm blickte man sich in die Augen. Und in dem Drucke der Hände,- in dem Blitze der Augen lagen tausend Worte, tausend heilige Eide! Man verstand sich! - Ja, das war ein deutscher, echt-! und reindeutscher Gottesdienst! Deutsche Worte, deutsches Gebet und deutsche Lieder." Und worin bestand nun dieser „echt- und reindeutsche Gottesdienst?" Man lese: „Als um 10 Uhr Vormittags die Schaar vollzählig unter den Wipfeln der herrlichen Waldbäume versammelt war, begann die kleine Feier in folgender Ordnung: 1. Gesang Aller: Stimmt an mit hellem hohen Klang (vierstimmig). 2. Vorlesung aus der Geschichte des deutschen Volkes: Heinrich IV. und sein Kamvf wider die Päpste. 0. Kunstgesang: Quartett. Rausche, rausche, deutsches Lied. 4. Vortrag: Die Leidensgeschichte des deutschen Volles (Herr Johann Wagnerl. 5. Das deutsche Gebet von Hermann. 6. Die Wacht am Rhein. — Nicht in Worte zu fasten ist der gewaltige Eindruck, den diese dem alten, von allen jüdischen und römischen Umlleidungen reinen — deutschen Gotte geweihte Stunde der Erhebung in jedem Einzelnen hinterließ — und es ward manche Thräne getrocknet, ehe man nach beendetem Schlußliede sich anschick(e zum Abstiege stadtwärts!" Amerika. Baltimore. Am 20. Oktober sind es 25 Jahre, daß Herr Dr. H. W. S ch n e e b e r g e r als Rabbiner au der Ebisuk Emunoh-Gemeinde fungirt. Die Gemeinde, die unter seiner Leitung bedeutenden Aufschwung genommen, wird diesen Tag festlich begehen. Herr Tr. Schneeberger, ein geb. Rewporker, studirte eine Zeitlang auch in Deutschland: in Mainz machte er bei dem seligen Rabb. Dr. Lehmann talmudische Studien und in Berlin besuchte er die Universität und gleichzeitig das Rabbinerseminar. Dr. Schneeberger gehört der konservativen Richtung an. S p r e ch s a a l. Sarbogard, 28. Tischri. Aus das Schreiben des ehrw. Herrn Rabbinen Berisch Winter in Ehorostkolv im Sprechsaa! des „Israelit" Rr. 78 u. 79, erwiedere ich höflich, daß in der hebräischen Zeitschrift „Thora Mizijon," dritter Jahrgang, zweites Heft ra m in meiner Antwort an den ehrw. Herrn Rabbiner Nathan Bamberger ich auch den rrxp m am bv c'n der leitmx pim bringt, erwähne. Jrrthiimlich steht im Schreiben des Herrn Rabbiner Winter rr-Ep '"d rn an. Daselbst citire ich auch mir o "L t'c öp xmna von b * _xax xnr Tina Tax px;n am, der wie folgt schreibt: aa cjrninp px na-aa pne iima* :n:ara am rra c: nai smta aa^pö aia am aa ipne* x^a* nbAn an’ tb»2 anmnSi Es wird auch dort a "a citirt "a p'L p:a rna« von bi apr amaa Twx px;n am der Folgendes schreibt: .ana pnx na x:ynab Tjaiar bx-iL"' mx ntryi rar öAn tmaia nj> a:iö rman nn