Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 42 (1901)
- Issue
- Heft 78-79 (8.10.1901)
- Date
- 1901-10-08
- Page
- – (sequence 10)
- Language
- German
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1704 Ascher, des Verfassers des mn iva und n*m naimn LINS "i b? gewesen. Der Wortlaut der Grabschrift, die wir kovirt, dürfte den Leser interessiren, und wollen wir sie in folgendem wiedergeben. Derselbe lautet: TiiDi 21 in imx ^*ac Scy? wx 'c ynn mn: toj ispr nnn nnem orc mama rhv i cru nnsa wb ynn V? IST C’pbxn TS 'Ty ricxnr>2 ninv2 P'D? nbyb nv* nnrc brm hcbhe mnsa nv^y naft ty ^b mops neafer) iws*? ^i:-j j^ii 'bmjb pcny rbv^v ’JJJ py£ nnx nxi irni33 flir irnx u'27 21^ mn: usvo rn ip1 nixcn rrncD idS m jyky mnp xip pjB mna2 mara c^xixi c’p’.^o ifnx niyoa dw pxj nton1? H3!j2 rinn rfom en^ »187» nty '0 pist^ m c' n.i n-arc *,^b: y*aa p’-jat pp1?)nn lira ^y “mx um pn^n nws ptfr -ir:= Welchen hohen Rang Rabbi Ascher Lemel s. A. nicht nur bei den Gaonim seines Zeitalters, sondern auch der späteren Zeit eingenommen, dafür zeugt am Besten die Haskomo, die der große Rabbi Mosche Sofer (Chattam Sofer) seinem Enkel Rabbi Mosche Löwy s. A. bei der Herausgabe des von ihm, seinem Vater Rabbi Jechiel Michel Löwy und seinem Großvater Rabbi Ascher Lemel Löwy verfaßten scharfsinnigen Werkes auf die Sidroth der Thora, betitelt vbivcn tsin onyrr gegeben. Dort heißt es: ntm* .rnbx rrca bs e'snjn (0 mx sjyiea Hx epn mn 1»« 1 sv 1BC8 NBnnb o^y nrx snrs cuina ncsa bi-ian pxan nrr cb'y b& lorz entwarnen x"cxp fo inc S'JID niv T23 nSnn^i cvb ccnscn mn rßie s"2iri cm x"y m*x p*p naxiEo nSnpi ncD wmaa XJhSjO wB'in 2110 wem yem .nann rm:«y8 wbi bxirn'2 nnn fS xii trrx pcc-cn ncSm xrnyemn ’^cc 'b xi :n«'pz: mxn [nx ycrncb x^>n xnsnn xSc^bb nenn: xiaxi ^waa '2 xa*cxp xmcrr b":n nenc pfay nrx \txi n:ni nixib 'msa ♦12'. xe'ih cary 2110 'rbnz: In ähnlichen Lobessprüchen in den Haskomoth zum e-yma r^-rcn st ergehen sich die berühmten Gaonim dieser Zeit, Rabbi Zewi Hirsch Brody und Rabbi Dawid Deutsch s. A. Von den Werken Rabbi Ascher Lemel Löwy's ill leider nur einesimDrucke erschienen, nämlich das obenerwähnte, in drei enym cingetheilte Werk cnyma m^ren tarn, wovon das -cxmr Rabbi Ascher Lemel, das cm iw Rabbi Jechiel Michel Löwy, und das pcpn iym Rabbi Mosche Löwy, Rabbiner zu Deutschkreuz (Zehlim) zu Verfassern hat. Letzterer hat das Verdienst, wenigstens dieses eine Werk herausgegeben zu haben. Dieses Buch vereinigt, wie Rabbi Ascher Lemel in seiner rranpi her- { vorhebt, die Süßigkeiten der Agada mit der Schärfe der halachischen Abhandlungen und zeigt die immense Belesenheit des Verfassers in B-pciEi B"m wie in den Midraschim. Doch die meisten seiner Geistesprodukte sind leider ungedruckt und harren noch des Herausgebers. So erwähnt z. B. Rabbi Ascher Lemel in seiner Hakdama zum itrx iw auch sein auf den bzzv rrrbn cv'.i verfaßtes Werk ,imx nvr ferner sein Werk ^mx nyio, welches alle seine an den Fest- und Feiertagen sowie am ‘mn nw und m-r ncrn gehaltenen geistvollen, dabei Herz und Gemüth erfreuenden Deraschoth enthält, dem noch ein kleiner Anhang, betitelt n:32 i'bs beigefügt ist, welcher alle seine im Verein Bikur Eholim und Gemiloth Ehasodim in Eisenstadt abgehaltenen Hespedim über das Hinscheiden großer und bedeutsamer Männer in Israel enthält. Des Weiteren werden noch von ihm die Werke 'X' 'icx Erklärungen zu den Haftoroth des ganzen Jahres und r6c ’B x^o aus den Traktat Megilah in seiner Vorrede erwähnt. Die Manuskripte zu diesen Werken sind in (Zehlim) Deutschkreuz, wo dessen Enkel, Rabbi Mosche Löwy s. A., lange Jahre Rabbiner gewesen, bei dessen Nachkommen deponirt und wäre es nur ein Akt der Gerechtigkeit u. Pietät, wenn der Verein „Mekize Nirdomim" sich veranlaßt fühlen würde, diese Werke dem Todesschlummer zu entreißen und durch Herausgabe derselben der jüdischen Litteratur zu erhalten. ^eitungsnachrichle« und Korrespondenzen, Deutschland. Berlin, 3. Okt. Die „Voss. Zeit." läßt sich aus London telegravhiren: Die jüdische „Kolonialbank der Zionisten," 1898 auf Grund einer Volkssubkription mit rund 300,000 Aktionären gegründet, wird, nachdem sechs Millionen Ml. Kapital baar eingezahlt sind, in der Aufsichtsrathssitzung vom 8. Oktober statutengemäß für aktionsfähig erklärt werden und ihre Thätigkeit eröffnen. Berlin, 4. Okt. Der wegen Meineides zu vier Jahren Zuchthaus verurtheilte Moritz Lewy ist aus dem Graudenzer Zuchthause von den Behörden nach der Provinzial-Jrrenanstalt zu Conradstein bei Pr. Stargardt zur Beobachtung seines geistigen Zustandes übergeführt worden. In der „Staatsbürgerzeitung" wird selbstverständlich dem Verdacht Ausdruck gegeben, daß es sich um ein jüdisches Manöver handle, um einen Schuldigen seiner Strafe zu entziehen und daß dabei die Behörden wieder die Hand dazu bieten. So schreibt das antisemitische Blatt: „Wenig bekannt dürfte es sein, daß der Direktor der Irrenanstalt zu Conradstein von dem Untersuchungsrichter Dr. Zimmermann zu Könitz zu einer