Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 42 (1901)
- Issue
- Heft 78-79 (8.10.1901)
- Date
- 1901-10-08
- Page
- – (sequence 8)
- Language
- German
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1702 Sachen wieder in das Kistche« legen, Ihr könnt sie später mit hinaufnehmen und die Großmama fragen, ob Ihr sie essen dürft." ,.Da ist ja die Großmama," rief Selma und beide Kinder eilten zum Fenster, von dem her Frau Müller ihnen winkte. Auch Jsabella begrüßte sie herzlich. „Ah, gnädige Frau! — Ist's nicht gefällig, zu uns hereinzukommen." „Danke Ihnen, Fräulein, augenblicklich müssen wir . zum Baden. Kommt Kinder, lasset uns gehen. — Haben die kleinen Leutchen Sie nicht allzusehr belästigt?" „Belästigt? ganz das Gegentheil, wir haben uns sehr gut miteinander unterhalten, nicht wahr, Kinder?" Beide nickten zustimmend. „Sehr gut haben wir uns unterhalten, und sieh' nur, Großmama, wie viele Bonbons Fräulein Jsabella uns geschenkt hat. Dürfen wir sie essen?" „Alle auf einmal doch wohl nicht, da könntet Ihr tränt werden. Nehmet je drei Stücke davon und wenn Fräulein von Nauhenstein es erlaubt, könnt Ihr sie jetzt hier stehen lassen und beim Nachhausekommen mit hinaufnehmen. Und Sie, liebes Fräulein, falls Sie Langeweile haben sollten und uns vielleicht Nachmittag das Vergnügen machen wollten, würden Sie uns durch Ihren Besuch sehr erfreuen." „Danke Ihnen, liebe, gnädige Frau, ich werde von Ihrer freundlichen Einladung höchstwahrscheinlich Gebrauch machen, nicht nur weil ich Langeweile haben werde, sondern weil mir Ihre und der lieben Kleinen Gesellschaft überaus svmpathisch ist." Die alte Dame nickte ihr lächelnd zu. „Das beruht auf Gegenseitigkeit. Also aus Wiedersehen! spätestens Nachmittag. Kommt Kinder!" Die Kinder reichten ihrer neuen Freundin die Hand zum Abschiede, dann eilten sie hinaus. Kaum hatte sich die Thüre hinter ihnen geschlossen, als Juanita in das Zimmer stürzte, ersichtlich in heftigster Erregung. „Gnädiges Fräulein!" rief sie, „gnädiges Fräulein!" — „Was ist Dir?" fragte Jsabella, „Du bist ja vollständig athemlos. — So sprich doch, was hast Du?" Doch statt der Antwort zog Juanita die Nase in Falten und wandte sich schnüffelnd nach allen Richtungen. „Welch' ein Odeur ist hier! — entsetzlicher Odeur!"- „Hier ein Odeur?" fragte das junge Mädchen, „was fällt Dir ein, in der ganzen Welt findest Du keine bessere Luft, wir haben hier die See doch unmittelbar vor uns." „Nun ja, da am offenen Fenster mag die Luft besser sein, aber hier im Zimmer ist es geradezu entsetzlich. Ich habe das übrigens vorausgesehen und habe deßhalb aus der Apotheke einige Räucherkerzchen mitgebracht." Und bevor noch ihre junge Herrin ahnte, was Juanita beabsichtigte, hatte sie die Kerzchen auf den Ofen gestellt und angezündet. (Fortsetzung folgt.) Wochen-Rolenöer. Donnerstag, 10. October, 27. Tischri, 1V2 2"'. Freitag, 11. October 28. Tischri. Sabbar-Anfang in Mainz u. Frankfurt a.M. 5 Uhr 15 Min. Samstag, 12. October, 29. Tischri. n"rDD ,nwi2. Sabbat-Ausgang in Mainz u. Frankfurt a. M. 6 Uhr .90 Min. — Berlin 6 Uhr 02 Min — München 6 Uhr 16 Min. — Hannover 0 Uhr 15 Min. — Stuttgart 6 Uhr 20 Min. — Prag 6 Uhr — Min. — Straßburg 6 Uhr 25 Min. — Posen 5 Uhr 50 Min. Sonntag, 13. October, 30. Tischri, n"T? 'n DV. Montag, 11. October, 1. Eheschwan. n"Vi '2 Dr. Der „3 8 r a e 111" erscheint wüclinitl ich x w «* i in a I , Montags and Donnerstags, jedeSmal itt mindestens zwei B.'gen. P eis pro Vierteljahr bei der Post 6 Mark ohne Bestellgeld. Ausland entsprechend höher. Man abonnnr ganzjährlich, halbjährlich od«r vierteljährlich. Alle Buchhandlungen und Postämter nehmen Bestellungen an. — Drr Buchhandel verkehrt durch ®. Zf. Sleinackrr, Leipzig, Notzplatz )b. — Inserate 25 Pfennig die vierAespaltene Petitzeile oder deren Raum. Preis der Zeile im Reclametheil 75 Pfennig. — Directe Francozusendung unter Streistand pro Jahrgang für Deutschland und Oesterreich l4 Reichs-Mark oder 16 Kronen österr., für?- Ausland 16 Mark, an die Expedition franco einsenden. Postzeitungsliste 3702. Telephon 315. Sine Rücksendung der an die Redaction eingesandten Manuskripte findet nicht statt, man bittet deshalb, sich von allen Einsendungen eine Copie zurückzubehatte«. Stellensuchende erhalten auf Wunsch die Jnseraten-Beilage vier Wochen lang gratis und franeo zugesandt. Ebenso stunden wir ans Wunsch die Zahlung des JnsertionsbetragS an außer Stelle Befindliche bis nach Erlangung einer solche«. Inhalt: (Harrptblatt): Leitender Artikel: Erinrierungsblätter auf das frische Grab unseres großen Meisters und Lehrers, des Rabbiners Dr. Selig Auerbach in Halberstadt. - Zettnugsnachrichten und Corresponbenzen: Deutschland: Berlin. Wyschtyten. Fürth. Aus Bayern. Norwegen: Christiania. — Feuilleton: Nach vierhundert Jahren. (Fortsetzung.) Inhalt der ersten Beilage: Leitender Artikel: Rabbi Ascher Lemcl Löwi aus Glogau Rabbiner in Eifenstadt. — Zeitungsnachrichten und Korrespondenzen: Deutschland: Berlin. Schrimm. Oesterreich: Wien. Salzburg. Schweiz: Zürich. England: London. Anhalt der zweiten Beilage: Leitender Artikel: Brief anS Galizien. — Zeitungsnachrichten u. Korrespondenzen: Deutschland: Berlin. Darmstadt. Oesterreich: Wien. Dänemark: Kopenhagen. Amerika: New-Aork. Inhalt der dritten Beilage: Literarisches. - Zeitungsnachrichten und Korrespondenzen: Deutschland: Tuchel. Darmstadt. Höchberg. Rußland: Warschau. Palästina: Jerusalem. — Sprechsaal: Chorostkow. Verantwortliche Redaction: Oscar Lehmann in Mainz. — Expedition des „JSraelit", Schottstraße Nr. 2, Mainz. Druck und Verlag der Joh. Wtrth'schen Hofbuchdruckerei Actien-Gefellschast in Mainz. Hierzu vrei Beilagen. »