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Der Israelit · 1901-12-19 · Heft 100 (19.12.1901) · page 3

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der Israelit
Volume
42 (1901)
Issue
Heft 100 (19.12.1901)
Date
1901-12-19
Page
– (sequence 3)
Language
German
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ÜLMMWW SS05 gungen des guten, weichen HerzenS, dem alle diese edlen Impulse entsprangen. So weitete sich von Jahr zu Jahr der Kreis, desien Mittelpuntt der „Israelit" bildet. Er ist der von vielen seiner Leser zweimal wöchentlich ersehnte Bote, der ihnen Kunde bringt über Alles, was in Nah und Fern die Genosien betrisst. Seine Anzeigen vermitteln den Verkehr der einzelnen Glieder dieser großen über alle Theile der Erde zerstreuten Gemeinde. Seine zahlreichen Mitarbeiter reichen sich durch seine Vermittelung im Geiste die Hand und schöpfen aus dieser Gemeinsamkeit neue Kraft und frischen Sporn für ihre Wirksamkeit. Alle diese Anregungen und Bestrebungen, alle Kämpfe und Siege dieser gottgesegneten, geistigen Wirksamkeit nehmen von dem Begründer des „Israelit" ihren Ausgang und wurden von seiner bewährten Hand dem großen, allgemeinen Ideale mit immer mehr wachsendem Erfolg dienstbar gemacht. Da rief vor nun bald zwölf Jahren Gottes unerforschlicher Rathschluß den heiligen Kämpfer für die Gottessache aus der geistigen Wahlstatt fori und die in Ehren gerettete und hochgehaltene Fahne des überlieferten Judenthums entsank der treuen, sterbenden Hand des Siegers. Rathlos, führerlos griffen die zurückgebliebenen Schüler, Freunde und Genossen des Heimgegangenen das seiner Heldenhand entfallene Banner auf. Zagend, zitternd, und erfüllt von bangen, nur allzu berechtigten Zweifeln, blickten sie in die ungewisse Zukunft. Heute nach zwölf Jahren dürfen wir es an dieser Stelle aussprechen, daß sich auch an dem Heimgegangenen Begründer dieser Blätter und den in seinem Geiste weiter wirkenden Nachfolgern das Wort der Weisen bewahrheitet hat: i'rv'mD jnrrc» D’pnx o^n:. „Größer sind die Gerechten in ihrem Tode, als in ihrem Leben." Der Schmerz um den Heimgegangenen, geliebten und verehrten Meister hat die verwaisten Jünger zu doppelter Thätigkeit und dreifacher Hingebung angespornt. So ist es ihnen gelungen, den Verblichenen derart zu ersetzen, daß der Leserkreis des „Israelit" seit dem Tode seines Vaters sich mehr als verdoppelt hat und täglich mehr an Ausdehnung zunimmt. Allerdings haben wir es auch nicht an Opfern jeder Art fehlen lassen, um dieses rrox itot würdig zu sein und es immer mehr zu werden. Wenn Gott auf diese Opfer gnädig herniederblickte und sie entgegennahm, so gehört an der Pforte einer neuen Jahresspanne unser erster, innigster Dank Gott, der den Schwachen Kraft und Einsicht verleiht und den Machtlosen Stärke gibt. Aber in zweiter Reihe gilt unser Dank unseren Freunden, den Lesern und Leserinnen des „Israelit." Es hat auch in den jüngsten Jahren nicht an Feinden unserer heiligen Sache gefehlt, die vor keinem Mittel zurückschreckten, um den „Israelit" zu verdrängen. Alle diese unlauteren Bestrebungen sind an dem Vertrauen gescheitert, das dem „Israelit" von seinem Leserkreise entgegen gebracht wird. Dieses Vertrauen auch für die Zukunft uns zu erhalten, wird Gegenstand unserer angelegentlichsten Sorge bleiben. Wir bitten unsere Leser und Leserinnen, uns in dem Kampfe gegen die jüdischen und außerjüdischen Feinde des alten, orthodoxen Judenthums hilfreich wie bisher zur Seite zu stehen. Es geschieht dies am nachdrücklichsten, wenn alle Freunde des „Israelit" es sich angelegen sein lassen, seinen Leserkreis zu erweitern. „W enn jeder Leser nur einen einzigen Leser dem „Israelit" neu zuführt, so ist die L es erzähl des „Israelit" im folgenden Jahrgang doppelt so groß als bisher. Es braucht nicht erst gesagt zu werden, wie bei aller Hingebung und bei dem aufrichtigsten Bestreben nur Gutes und Gediegenes unseren Lesern zu bieten, die Wirksamkeit des „Israelit" sehr wesentlich durch die Zahl seiner Leser bedingt ist. Es tritt dies am handgreiflichsten bei den Inseraten zu Tage. Die Tausende von Stellensuchenden, von Vakanzen und Inserenten jeder Art, welche bisher durch den „Israelit" das Ziel ihrer Wünsche erreichten, werden es für die Folge noch rascher und leichter erreichen, wenn die Zahl der Leser, wie bei jedem Jahreswechsel, so auch dieses Mal eine wesentliche Steigerung erfährt. Wir werden nach dieser Seite eine wesentliche Erweiterung des „Israelit" mit dem neuen Jahrgang eintreten lassen, indem wir eine „Kleine Ausgabe des Israelit" veranstalten, die jeden Dienstag und Freitag erscheinen und sich auf nur 25 Pfennige pro Vierteljahr stellen wird. Dieselbe ist zunächst für Stellensuchende berechnet, die den Jnseratentheil des „Israelit" dauernd zu erhalten wünschen. Da diese Ausgabe außer sämmtlichen Anzeigen des „Israelit" noch die wichtigsten Nachrichten enthält, so bietet sie auch anderen Interessenten des „Israelit" Gelegenheit viermal in der Woche mit dessen Lesern in Verkehr zu treten. Wir bitten unsere Freunde aus dieser Neuerung unser Bestreben zu ersehen, den „Israelit" immer mehr zu vervollkommnen und schließen dieser Bitte auch diejenige an Gott an: neptyn ute na wn. Nachdem wir redlich bestrebt sind, das unsere zu thun, wolle Er segnend auf unsere Bestrebungen herniederblicken und dieselben in seinen Schutz nehmen, yvn bven fn xitc: a-iKi 'xn damit wir Gunst und die rechte Einsicht gewinnen in den Augen Gottes und der Menschen. Als Jakob dem Gotte seines Vaters seine Opfer geweiht hatte, wurde ihm die göttliche Verheißung, daß er furchtlos der neuen Zukunft entaegen gehen möge, Gott werde ihn in das Land seines neuen Aufenthaltes begleiten und ihn auch dort immer höher steigen lassen. Diese letzte Zusicherung ist in die Worte gekleidet nSy qj -jSjjk. Auch wir schöpfen aus dieser Zusicherung die Hoffnung für das bevorstehende 43. Jahr des „Israelit", nnb 's ’n ucnsn fw -pen umy nbi "pom wiTy n:n -iy „V i s dahin hat Dein Erbarmen uns helfend beige st anden, haben die

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